Commodore Pleite???

Es gibt 125 Antworten in diesem Thema, welches 25.215 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. Dezember 2009 um 00:05) ist von controlport2.

  • Zum Thema Raubkopien ...

    das erste Original-Spiel, dass ich mir gekauft hatte, war beim C16 mitdabei ....

    ... das zweite Original-Spiel im Dezember 2007 auf ebay ....

    ... und dazwischen ???

    Mal ehrlich, wie war das Verhältnis Original-Spiel zu Raubkopien bei Euch ??

    (Hoffe das Ganze ist schon verjährt, falls die Behörden mitlesen)

  • Gekaufte Ogrinale :
    Quake 3
    Return to Castle Wolfenstein (Englisches Orginal :schreck!: Jawohl ich bin ein mündiger Bürger!!)
    Quake 4
    Unreal Tournament 2003
    QuakeWars

    Das war alles in fast 22 Jahren. Und danke Quakewars bin ich jetzt endgültig weg von PC-Spielen.
    Zu Cevi-Zeiten konnt eich mir gerade mal einen Joystick erlauben. Für Software war definitv nichts mehr übrig.

  • So 10-20 Originale hatte ich schon, aber fast nur Mastertronic/Firebird Billigspiele. Einige günstigere Vollpreisspiele gab es auch mal, aber nicht viele. Raubkopien waren natürlich ohne Ende da. Richtig gute Spiele gab es meist eh nur als Raubkopie, seltsamerweise hatte keiner der Softwareladen hier die Spiele, welche gut getestet wurden.

    Auf dem Amiga dagegen hatte ich überhaupt kein Original, das war für mich als Schüler unbezahlbar.

    Und was die Verjährung angeht: Je nach schwere ist sowas nach 3 bis 5 Jahren verjährt. Mehr dazu hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Das viele Firmen zumindest recht derbe Einnahmeeinbußungen durch die Raubkopiererei hatten halte ich auch für logisch. Natürlich wäre nicht jedes kopiertes Spiel auch gekauft worden aber dennoch denke ich das für mehr Software bezahlt worden wäre wenn man die nicht auch bequem für lau bekommen hätte.

    Wie fern Commodore selbst dadurch jetzt Nachteile hatte sei mal dahin gestellt. Der Erfolg der PS1 lag damals sicherlich nicht nur an dem dollen Spieleangebot sondern auch daran das es recht einfach war Spiele zu brennen.
    Genrell ist das natürlich ein zweischneidiges Schwert. Ich denke das Argument sich Spiele brennen zu können ist für viele Leute ein guter Grund sich für ein System zu entscheiden. Allerdings haben die Spieleentwickler selbst da natürlich die Arschkarte. Die sehen kein Geld von den Hardwareverkäufen.

  • Bin grad auf das hier gestoßen:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    :zzz:

  • Natürlich wäre nicht jedes kopiertes Spiel auch gekauft worden aber dennoch denke ich das für mehr Software bezahlt worden wäre wenn man die nicht auch bequem für lau bekommen hätte.


    Du musst aber einen anderen Effekt gegenrechnen: Durch die Raubkopien haben mehr Leute die entsprechende Platform gekauft, und diese mehr Leute haben dann wiederum auch mehr Software gekauft.

    Nur die "entgangenen Verluste" (egal wie gross sie sind) zu zählen, ist extrem einseitig. Fakt ist: Wenn man die positiven und die negativen Effekte gegenrechnet, dann überwiegen die positiven.

    Zitat

    Der Erfolg der PS1 lag damals sicherlich nicht nur an dem dollen Spieleangebot sondern auch daran das es recht einfach war Spiele zu brennen.


    Bei der PSX gab es noch einen viel wichtigeren Grund: Es gab einfach keine Konkurrenz. Keine andere Konsole konnte zu der Zeit auch nur ansatzweise mit der PSX-Hardware mithalten. Es war einfach die einzige Konsole, die diese Spiele überhaupt machen konnte. Übrigens war es bei C64 und Amiga genauso: Es waren zu der Zeit einfach die einzigen Platformen mit der Leistung. Spiele wie Turrican 2 kann man einfach nicht auf einem Atari XL, TI994A oder ZX Spectrum in der Qualität machen, da nützt es auch nichts, dass z.B. beim Atari die "technischen Daten" besser waren: Er konnte es einfach nicht.

  • @ ffx

    ja diese Firmen gab es auch in Gütersloh ich meinte z.b. Thalion die Jungs hatten es wirklich gut drauf, noch heute ist das Rollenspiel Ambermoon ein Meilenstein. Und was meinste warum die Pleite gegangen sind zu schlechte Spiele, zu teuer? (lies mal bei Wikipedia nach Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.)

    Aber egal irgendwie bin ich richtig schockiert was ich hier so im Forum lese. Diese Diskussionen wurden schon Ende der 80iger Jahre in vielen Zeitschriften geführt. Und irgendwie kommen immer die selben Argumente: wir Raubkopierer sind an nichts Schuld wir sind im Recht, ganz im Gegenteil wir haben noch dafür gesorgt das dieses oder jedes Computersystem erfolgreich war.

    Hallo träumt ihr alle Raubkopieren ist Diebstahl und Diebstahl war und ist illegal und ist kein kavaliersdelikt. Nur weil man kein Geld hat erlaubt es einen es dann einfach so zunehmen ???? Das kann es doch nicht sein oder? Geht ihr auch in den Supermarkt weil ihr kein Geld habt und nimmt es einfach so mit?

  • So, jetzt ist aber mal gut. Die einseitigen Argumente kommen von beiden Seiten, Deine sind da auch nicht besser.

    Jetzt aber bitte wieder zurück zum Threadthema.

    I wanted to make this world better, but god denied to give me the sources...

  • Es geht ja momentan nicht darum ob Raubkopien illegal sind oder nicht (ich denke dessen sind wir uns alle einig) sondern ob dies der Hauptgrund für das Commodoresterben war. Fröhns Argumentation ist an sich nicht unstimmig dennoch bezweifle ich das die Kopiererei nützlicher denn schädigend war. Aber sowas kann man natürlich auch schlecht belegen.

    Mit dem Amigamarkt kenne ich mich nicht sonderlich gut aus weil ich nie einen ernsthaften Bezug zu der Machine hatte. Aber anhand der C64 Konsole (dessen Idee ich an sich nicht schlecht finde) ist es recht gut erkennbar das Commodore es offenbar nicht gepeilt hat das der Markt sich weiterentwickelt hatte. Eine Konsole die 1990/91 erscheint und auf die selbe Technik zurückgreift wie ein Computer der fast 10 Jahre alt ist konnte nicht funktionieren. Ich denke das dies schon für eine absolute Marktfremdheit spricht ernsthaft Geld in so ein Projekt zu stecken. Das wird bei anderen Produkten wohl auch nicht anders gewesen sein.


  • ja diese Firmen gab es auch in Gütersloh ich meinte z.b. Thalion die Jungs hatten es wirklich gut drauf, noch heute ist das Rollenspiel Ambermoon ein Meilenstein. Und was meinste warum die Pleite gegangen sind zu schlechte Spiele, zu teuer?

    Es sind schon ganz andere gute Produkte gestorben, weil Firmen nicht in der Lage waren, ihre Produkte am Markt durchzudrücken. Das beschränkt sich nicht auf Software und hat auch nichts mit Diebstahl oder Raubkopien zu tun.

    Zitat

    Und irgendwie kommen immer die selben Argumente: wir Raubkopierer sind an nichts Schuld wir sind im Recht, ganz im Gegenteil wir haben noch dafür gesorgt das dieses oder jedes Computersystem erfolgreich war.

    Raubkopierer gab es auf jedem System, egal ob erfolgreich oder nicht. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass man Raubkopien nicht mit "Verlust" gleichsetzen kann. Sowas wie "entgangener Gewinn" ist kein Verlust. Oder wird demnächst die Stiftung Warentest verklagt, weil ihre Testberichte für "entgangenen Gewinn" bei einigen Herstellern sorgen?

    Zitat

    Hallo träumt ihr alle Raubkopieren ist Diebstahl und Diebstahl war und ist illegal und ist kein kavaliersdelikt.


    Raubkopieren ist kein Diebstahl. Diebstahl kann man nur mit Gegenständen verüben, und wenn man sie jemanden wegnimmt, dann hat der Bestohlene den Gegenstand nicht mehr. Bei Raubkopien sieht es anders aus: Ob nun 10 oder 10000 Schüler ein Spiel raubkopiert haben ist völlig egal, denn im Lager sind alle Originale noch vorhanden.

    Zitat

    Nur weil man kein Geld hat erlaubt es einen es dann einfach so zunehmen ???? Das kann es doch nicht sein oder?


    Doch ist es, und fast jeder hat es zumindest als Schüler so gemacht. Deswegen gibt es ja Einrichtungen wie die GEMA, die für jeden Datenträger Geld kassiert und an die Industrie zurückführt, damit Kopien in gewissem Rahmen legal sind. Aus diesem Grunde sind übrigens viele "Raubkopien" legal.

    Zitat

    Geht ihr auch in den Supermarkt weil ihr kein Geld habt und nimmt es einfach so mit?


    Nicht vergleichbar. Wenn ich 10 Pizzas aus einem Supermarkt nehme, ist ein Verlust von 10 Pizzas entstanden. Wenn ich aber 10 mal Giana Sisters in verschiedene Verzeichnisse kopiere, entsteht kein Verlust.

  • aber
    dennoch denke ich das für mehr Software bezahlt worden wäre wenn man
    die nicht auch bequem für lau bekommen hätte.


    Das war ja noch nicht mal immer der Fall. Es wurde wohl (das habe ich aufgrund meines Alters nicht mehr selber erlebt)

    auch ein reger Handel mit Raubkopien getrieben. Die Raubkopierer wußten
    halt, daß man ein Spiel eher für 10 Mark als für 100 Mark verkauft
    bekommt. Hätten die Softwarehäuser sich daran ein Beispiel genommen
    (was Mastertronic etc. ja auch getan haben - und die haben nicht nur
    Schrott rausgebracht!), wären sie besser dran gewesen. Aber die haben
    wohl

    gehofft, das Raubkopiererproblem in den Griff zu bekommen und weiter die Wucherpreise verlangen zu können.


    Übrigens ist die Dreamcast von Sega ein Flop geworden, obwohl sie mehr als up-to-date war und man die Spiele nicht

    so einfach kopieren konnte. Die Leute haben auf die PSII gewartet, u.a. um ihre Raubkopien von der PS1 weiter verwenden

    zu können.

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    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

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  • Zitat


    Übrigens ist die Dreamcast von Sega ein Flop geworden, obwohl sie mehr als up-to-date war und man die Spiele nicht so einfach kopieren konnte.


    guck dir mal den aktienkurs von sega and und zeichne das datum an dem die utopia boot cd gekommen ist rot ein. *überaschung* =P

  • hy!
    hab meinen commodore noch nie nie in betreib gehabt,
    aber ich weiß das nicht jeder 2 disketten laufwerke hatte!
    wie konnten dann damals so viele raubkopien in den Umlauf gebracht werden!
    wurde das damals nicht bestraft oder was???

    mfg. hofi


  • Übrigens würde mich mal interessieren, wie die Verluste durch
    Raubkopien berechnet werden. Die gehen doch wohl nicht davon aus, daß
    sie für jede Kopie ein Original hätten verkaufen können, oder? 100:1
    wäre vielleicht realistisch...! :hammer:

    Die Musikindustrie behauptet ,auf 500 millionen verkauften rohligen (nur um ne zahl zu nennen) sind mindestens 500 millionen raubkopien..alles klar?

  • Aber egal irgendwie bin ich richtig schockiert was ich hier so im Forum lese. Diese Diskussionen wurden schon Ende der 80iger Jahre in vielen Zeitschriften geführt. Und irgendwie kommen immer die selben Argumente: wir Raubkopierer sind an nichts Schuld wir sind im Recht, ganz im Gegenteil wir haben noch dafür gesorgt das dieses oder jedes Computersystem erfolgreich war.


    Zwei Dinge:
    1. Daran, dass das Computersystem so erfolgreich war, ja daran sind die Raubkopierer schuld.
    2. Daran, dass Softwarefirmen pleite gegangen sind, ja auch daran sind die Raubkopierer schuld.

    Ich kaufe PC Spiele übrigens meistens als Budgetversionen, da ich mit der Hardware irgendwie nie ganz vorne mit dabei bin. Beim C64 habe ich mir X-Out und Bard's Tale III gekauft (60 DM jeweils). Mehr war nicht drin. Für den PC habe ich über Hundert Originale inzwischen - nach Schule und Studium reicht das Geld halt inzwischen für mehr...

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  • hy!
    hab meinen commodore noch nie nie in betreib gehabt,
    aber ich weiß das nicht jeder 2 disketten laufwerke hatte!
    wie konnten dann damals so viele raubkopien in den Umlauf gebracht werden!
    wurde das damals nicht bestraft oder was???

    mfg. hofi

    Für eine schnelle Kopie reicht auch eine Floppy mit Parallelkabel.Ein halbwegs anständiger Swapper hat ab 50 Kontakte.Dann kannst Du Dir ja schnell hochrechnen,wie schnell das geht.Selbst wenn er pro Woche nur an 30 Kontakten was verschickt.Andererseits : Scener haben eher selten Releases von anderen Gruppen aufbewahrt (es sei denn,diese waren besonders gut).So habe ich es zumindest gemacht.Ging ja auch gar nicht anders,wo wollte man auch die Disketten hernehmen :nixwiss:
    Also,schnelle Verbreitung war kein Problem.

  • Kennt jemand
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.? Ganz ulkige Dokumentation zur Insolvenz von Imagine. Mit Raubkopierern hat das nur ganz am Rande zu tun :-).

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  • Naja an leeren Disks hat bei mir nie gemangelt... Hab aber trotzdem LEIDER nicht alles aufgehoben, obwohl ich die Spiele gesammelt habe... :roll:


  • wie konnten dann damals so viele raubkopien in den Umlauf gebracht werden!
    wurde das damals nicht bestraft oder was???


    Bestrafen geht nur, wenn die Leute erwischt werden. Die Spiele wurden einfach nach der Schule bei irgendjemandem Zuhause kopiert.

    Es gab natürlich auch Szene-Swapper, aber im Verhältnis zu den Millionen von C64-Besitzern waren die nur eine kleine Minderheit. Von den Szene-Leuten zu den normalen Gamern auf dem Schulhof dauerte das meistens Monate.

  • Von den Szene-Leuten zu den normalen Gamern auf dem Schulhof dauerte das meistens Monate.

    Nie und nimmer.Die Regel war,zumindest an unserer Penne und den anderen im Kreis, innerhalb einer Woche war der release bei Schülern und Lehrern angekommen