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Commodore Pleite???

  • Was ist eigentlich mit http://www.commodoregaming.com ? Die stellen zwar keine eigene Hardware her, aber diese "Killer-PCs" können sich sehen lassen. Ich meine natürlich nicht nur die C=kins! Der Preis ist natürlich hoch, aber bei der Hardware die verbaut ist verständlich. So wie es scheint, gehören die zusammen mit Alienware zu den schnellsten Spiele-PCs. Was den Service angeht, muss man mal schauen, ob man da was heraus bekommt. Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich mir einen kaufen, aber nach MEINEN Vorstellungen würde er mich 6000€ kosten. :D So viel hat mein Auto gekostet, aber da drin kann ich (noch) nicht spielen!

  • en freund von mir hat sich so nen commodoregaming pc geholt.. schlecht ist das teil nicht .. die gehäuse sind schick lackiert aber am ende ist und bleibt es ein überteuerter stinknormaler pc...
    dann würd ich mir lieber en gehäuse besorgen und das von nem airbrusher oder so lackieren lassen mit c64 logo usw.. evtl kommt man da billiger weg!

  • Naja, die verdienen ihr Geld mit der Retrowelle. Commodore gibt es nicht mehr und wird es auch nie mehr geben.


    Wem die Designs gefallen (wie sind die ausgerechnet auf Arctic
    Shipwreck gekommen? Schon ein geiles Spiel, aber doch ziemlich
    unbekannt, oder?), der kann ja den entsprechenden Preis dafür zahlen,
    wenn er will. Aber mehr als Nostalgie ist das dann nicht...!

  • Stinknormale PCs kann man da nicht sagen. Mal ganz vom gelackten Gehäuse abgesehen, sind das den verbauten Komponenten nach, keine PCs die man für 800€ beim ALDI um die Ecke bekommt. Auch wenn die in Tests gut abschneiden, sind sie für einen Spieler wie mich nicht gut genug. :D


    Teuer sind sie. Der Name ist gekauft, aber ich denke, sie bleiben dem alten Geist von Commodore gerecht, Qualität anzubieten. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt.

  • Quote

    son, Commodore 512mb mit MOS dual core prozessor wäre doch was!!! 8)

    Naja, genau das Nachahmen der IBM-Kompatiblen war meines Erachtens einer der Kapitalfehler von Commodore.
    Neben der Amiga-Schiene, die man nicht so halbherzig hätte betreiben dürfen, hätte man vorrangig die VC20/C64/C128-Linie mit viel mehr Selbstbewusstsein weiterverfolgen sollen. Der C65 war da ja schon ein guter Ansatz, wurde aber leider auf einem schon sinkenden Schiff geboren... :(

  • Der C65 war da ja schon ein guter Ansatz

    Bitte? 1990 noch ein 8-Bitter mit 128k RAM, Stereo-SID (also der gleiche Chip wie beim C64 zweimal?!) und gerade mal mäßiger C64-Kompatibilität (die zu der Zeit auch keine Rolle mehr spielte)? Dass für sowas auch nur kurzzeitig Entwickler abgestellt wurden ist schon seltsam genug - das wäre allerhöchstens ein Billigrechner für "den Osten" gewesen. Naja, die Graphik war nicht ganz schlecht; aber bei so geringer Prozessorleistung und ohne Blitter etc. (?)...
    Nur um das mal in zeitlichen Bezug zu setzen: Der 32-Bit 80386 wurde ab 1986 produziert, der 16-Bit Amiga kam 1985, Windows 3.0 (32 Bit) kam 1990 raus, 1991 wurde die erste Version von Linux (32 Bit only) veröffentlicht.

  • Deswegen meinte ich ja auch guter Ansatz.
    Die technischen Daten waren zugegebener Maßen nicht so berauschend, was ich aber positiv daran finde ist, dass die gute C64-Linie weiter verfolgt wurde. Hätte Commodore das wie gesagt selbstbewusst betrieben, hätte sich der PC an sich vielleicht anders weiterentwickelt. Und wenn man sich die heutigen Windoof-Maschinen anschaut, hätte anders durchaus auch besser bedeuten können. :)

  • die gute C64-Linie

    Spätestens mit dem Amiga war der C64 tot. Nostalgie hin oder her, der C64 ist alles andere als ein sauberes Design. Das A20-Gate bei der IBM-PC-Architektur mag schlimm sein, ist aber überhaupt nichts gegen die $01- bzw. CIA+VIC-Hacks beim C64. Mag sein, dass Commodore heute spannendere Sachen als PC-Zeugs machen würde, aber mit C64 hätte das wohl ebensowenig zu tun wie ein heutiger PC mit einem 8086. Davon abgesehen sollte auch klar sein, dass sich seit einigen Jahren die eigentliche Innovation auf Software-Ebene abspielt (bzw. abspielen sollte) - von der Hardware her gibt es inzwischen fast alles spottbillig, was man sich erträumen kann. Man beachte, dass Trends inzwischen nicht mehr unbedingt in Richtung "mehr Farben, mehr Speicher, schneller" gehen, sondern in quasi nichtfunktionale Dinge wie "Mobilität" und "Stromverbrauch"... selbst Architekturgrenzen spielen nur noch untergeordnet eine Rolle, da die wesentlichen Applikationen auf allen großen Architekturen laufen.

  • Ich bin 1989 vom C64 auf einen 80286 AT (VGA, HDD) umgestiegen.
    Der Amiga kam dann 1990 als reine Spielekiste dazu, als Arbeitsrechner kam der Amiga nicht mehr in Frage.
    Commodore hat da IMHO extrem die Entwicklung verschlafen.

  • Was die Fehler von Commodore angeht, stimme ich ja absolut zu. Die haben in der späteren Phase eigentlich alles falsch gemacht :baby: , nämlich:



    • Die Entwicklung des Amiga irrerweise selbst ausgebremst (zB 8 bit statt 16 bit Sound) und ihn damit als Konkurrenz zu den IBM-Kompatiblen aus dem Rennen genommen.
    • Die C-Reihe viel zu halbherzig und zu wenig selbstbewusst weiter betrieben; nach dem 64er kamen nur mehr Fehlgeburten. Hier hätte eine andere Zukunft des PC liegen können, dabei bleibe ich! :hammer:
    • Am IBM-kompatiblen Markt mitgemischt, und somit ein Gegenkonzept gestärkt, anstatt die Ressourcen in die eigene A- und C-Reihe zu investieren. (Der paranoideste und irrste Fehler; manchmal packt mich eine Verschwörungstheorie und ich glaube, die Führung von Commodore wurde von der Konkurrenz unterwandert... :wacko: )

    Ich glaube, nur weil wir heute fast alle vor einheitlichen Windoof-Oberflächen sitzen, heißt das nicht, dass nicht eine andere Entwicklung des PCs (in meinem Traum mit der C-Reihe :love: ) möglich gewesen wäre!
    Bill Gate$ hatte ja auch mehr Glück als Verstand, mit seinem Produkt zur richtigen Zeit die richtigen Schritte gesetzt zu haben.

  • Hmm, Commodore hat wirklich ein wenig die Entwicklung verschlafen. Das Problem war auch das Amiga im Prinzip die selben Vorteile wie der C64 hatte (einfache Bedienung usw.) dafür aber zusätzlich noch mit der besseren Graphik und den größeren Möglichkeiten auf. Da Commodore da nicht anständig nachgezogen hat, wurden sie halt ausgeschaltet.
    Genauso ging es dann ja später Amiga.
    Ich hätte diese beiden auch nicht gerade als potentiellen Konkurrenten für den PC gesehen, sondern eher zu Sega und Nintendo.


    Als Spielkonsole war der Amiga auch nicht unbedingt schlechter als die japanische Konkurrenz. Ich denke das Problem war eher, das die Software-Firmen lieber für die Japaner produziert haben, weil es in der damaligen Zeit schwierig ja fast unmöglich für den Normalsterblichen war die Programme zu kopieren. Bei Amiga (und auch beim C64) war das ja Pipifax, was auch viele Software-Firmen in den Ruin getrieben hat. Also wieso sollte eine Softwarefirma Geld in die teure Umsetzung für den Amiga investieren, wenn das denn ehe nur ein paar tausend mal verkauft aber hunderttausend mal kopiert wird.
    Deshalb sind Playstation und X-Box heute nicht vom Commodore und Amiga ;)
    Wäre nur meine eigene, unqualifzierte Meinung wie ich aus meiner kleinbürgerlichen Welt den Untergang von Amiga und Commodore mitbekommen habe.

  • Das CD32 war doch ne Amiga Konsole... kann aber sein, dass es einfach zu spät kam... wie auch der Atari Jaguar...


    Hauptproblem war halt das man sich mit zuvielen Platformen verzettelt hatte und dann durch "Kostenoptimierung" einiges wieder kaput machte... (Stichwort A600 der eigentlcih A300 heißen müsste bzw. A500+ der auch eher ein "minus " war...)


    Das andere Problem war wohl das man sich mit Tramiel einen Feind bis zum bitteren Ende geschaffen hatte...
    (man stelle sich vor Atari und Commodore hätten 1985 fusioniert statt sich gegenseitig die Kundschaft streitig zu machen...)


    sl FXXS

  • Hier wurde ja fast alles schon gesagt warum Commodore Pleite gegangen ist. Nur eins nicht, das die Commodore-User zu einen gewissen Teil selber mit Schuld daran waren am Untergang. Die Raupkopiererei hat immens dazu beigetragen das Commodore Pleite gegangen ist. Viele Softwarehersteller machten sich nicht mehr die Mühe Programme für den Amiga zu produzieren weil sie davon noch nicht mal genug verkaufen konnten um ihre Kosten heraus zubekommen.


    Die neuen Spiele hatten die User damals eher als Raupkopie, bevor man sie im Geschäft kaufen konnte. Also keine neue vernünftige Software (gerade im Spielbereich) und schon wechselt der User zu ein anderes Systemen und Commodore verkauft keine Einheiten mehr, also weniger Geld in der Kasse.


    Damals gab es nur als Alternative den PC (der Atari war schon lange am sterben), das der PC technisch viel besser war, Anfang der Neunziger ist nur teilweise richtig. Alles was auf einen PC an Spielesoftware möglich war konnte auch am Amiga realisiert werden (Wingcommander z.b. sollte ummöglich sein für den Amiga zu programmieren und nachher konnte man es sogar auf OCS-Chipssatz spielen).


    Und Hardware technisch sind die Möglichkeiten der Amiga-Programmierung noch heute nicht wirklich ausgeschöpft, noch nicht mal die des Amiga 1000. Einzig die Demos zeigen was wirklich möglich war und ist.


    Da ich von Anfang an aktiv in der Amigascene war (erster Amiga ein A1k Ende 1986) konnte ich jedes Jahr mitverfolgen wie langsam aber sicher der Softwaremarkt (im Bereich Spiele) immer mehr an die PC-Seite verloren ging.


    Übringes war das Commodore sehr bewusst und sowohl das CDTV als auch das CD32 wurden den Softwarehäusern als Raupkopiersicheres System vorgestellt. Das stimmte das auch keiner konnte sich einen Computersystem mit CD-Brenner leisten und die Rohlinge waren auch viel zu teuer. Aber wie wir wissen war das CDTV ein Flopp und das CD32 kam zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig ausgeliefert werden.


    Übringens erleben wir gerade das gleiche mit dem PC und den Konsolen, kaum noch neue Spiele, sehr späte Umsetzungen von Konsolenspielen, die ersten Softwarehäuser haben schon ganz dem PC den Rücken gekehrt. Und warum? Raupkopierei wird als erstes Argument von den Softwarehäuser angegeben, die bekommen mal wieder kaum die Entwicklungskosten rein von den paar die sie verkaufen. In ein paar Jahren wird es kaum noch neue Spiele für den PC geben und das sage nicht nur ich sondern die Spielezeitschriften selber und wenn die schon so etwas schreiben dann ist es nicht mehr weit.


    Der PC wird nicht vom Markt verschwinden aber die Hardware-Hersteller die sich um Spielehardware gekümmert haben werden es nicht mehr tun. Und der PC wird zu dem was er schon immer war eine dumme Arbeitsmaschine ohne Flair und glaubt mir es wird niemals so eine Fangemeinde geben wie es für die Commodore Maschinen (die nicht nur Flair sondern Inovation haben)