Die amerikanische Webseite GamInformer.com hat sich mal wieder jemanden von Microsoft geholt, um über Xbox Live, den japanischen Markt und weitere Angelenheiten zu sprechen. Dieses Mal hat sich Aaron Greenberg (Bild), seines Zeichens Product Manager der/von Xbox 360/Xbox Live, über aktuelle Themen geäußert.
Auf die Frage, ob man in Zukunft möglicherweise größerere Arcade-Spiele auf der hauseigenen Onlineplattform Xbox Live veröffentlichen würde, antwortete Greenberg, dass man bei Microsoft keinen Grund sehe, derartiges wie Sony mit Warhawk (800 MB) anzubieten - es gebe auch keine Beschwerden seitens der Arcade-Publisher, dass sie zu wenig Platz hätten.
Mit dem bisherigen und kommenden Angebot von Arcade-Titeln wolle man zudem etwas weg vom klassischen Retro und auch mehr Spiele von unabhängigen Softwarefirmen anbieten.
Ein Manko, welches er selber kritisiert, sei die Tatsache, dass es auf Xbox Live zu wenige Sportspiele gebe, wobei er bereits ankündigte, dass sich dies in Zukunft ändern werde.
Hingegen sei die Preissenkung der Produkte von Xbox Live am "Labor Day" ein großer Erfolg gewesen, genauso wie die herunterladbaren Inhalte von Xbox 360 Spielen, welche sich immer mehr etablieren und immer mehr zum Standard hinführen würden.
Im Bezug auf den japanischen Markt wolle man trotz des aktuellen Misserfolges weiterhin daran arbeiten, Kunden zu gewinnen.
In Japan sei es deutlich schwerer, die hauseigene Konsole zu etablieren, als in Europa, sodass man in Zukunft sehen müsse, wie sich die Xbox 360 in Japan weiter entwickelt - "Solche Dinge passieren nicht über Nacht", so Greenberg.
Ein weiterer Grund sei auch, dass TV Werbungen in Japan maximal 15 Sekunden lang sein dürfen, was das Ganze noch schwerer machen würde, um das Produkt vernünftig vorstellen zu können.
Allerdings sehe er gerade im Bereich Software große Fortschritte in Japan - Spiele wie "Ace Combat 6" oder "Beautiful Katamari" würden deutlich machen, dass dortige Entwickler durchaus die Wichtigkeit der Microsoft-Konsole sehen.
Aber auch diverse japanische Rollenspiele, wie Blue Dragon, mit dem man laut Greenberg bereits gute Erfolge erzielen konnte, Lost Odyssey, u. a. werden sicherlich für Erfolge im japanischen Markt sorgen.
Dass es solange gedauert hat, dass potenzielle Rollenspiele den Weg auf die Xbox 360 schaff(t)en, begründet er damit, dass die Entwicklung von Spielen in diesem Genre deutlich mehr Zeit und Kosten in Anspruch nehmen würden.
Und um noch einmal auf Xbox Live zu sprechen zu kommen - zwar gebe es in Japan nicht sehr viele Besitzer einer Xbox 360, dennoch würden sehr viele den Online-Service nutzen, vielleicht sogar mehr als in anderen Ländern auf der Welt.
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Gruss