Tulip will die Commodore Namensrechte zurück

  • Leute,

    die Thread-Überschrift ist schon falsch. Es geht hier nicht um die Namensrechte, sondern um die Firma, und die, wie sich einige vielleicht erinnern oder bei heise nachlesen können, ist für 24 mio $ an YMV gegangen - jetzt Commodore Corp. Aaaaaber: Zahlbar ist dieser Betrag bis 2010. Formell war Tulip also noch nicht ganz aus Commodore ausgestiegen, denn dieser Deal ist ja noch aktuell und könnte sich erst mit der Übernahme erledigen - die ich angesichts des sehr guten Angebots für ziemlich wahrscheinlich halte.

    Das heißt also erstmal gar nix. Es ist weder der Anfang einer neuen Odyssee noch der Abbruch dessen, was CIC bisher gemacht hat und weiter machen wird. Wie soll ich sagen ... Ferrari gehört ja auch zu Fiat - na und? Ich sehe das zunächst mal positiv; das könnte neue finanzielle Möglichkeiten für Commodore bedeuten. Das die Chickenheads was auf dem Kasten haben, finde ich, haben sie mit ihren Produkten schon bewiesen. Da geht noch was ...

    MfG

    finchy
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  • Verstehe ich irgendwie nicht.
    Die Computer sind legendär, aber Commodore steht bei mir auch für mißmanagement und billige plastiktelefone...

    Commodore wurde groß weil sie Geräte verkauften die technisch revolutionär waren, zu noch revolutionäreren Preisen. Commodore hat von der Konkurrenz gelebt.

    Heutzutage kann man mit dem Markennamen Commodore keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Höchstens mit den revolutionären Gedanken von früher. Dafür braucht es aber den Namen Commodore nicht.

    Wenn ich ein Schrottauto baue und es Mercedes nenne wird es trotzdem niemand kaufen wollen. Wenn ich einen Luxusschlitten baue der super aussieht, technisch fortschrittlich, sicher, sparsam und obendrein auch noch spottbillig ist kann ich ihn auch Hans-August nennen und werde trotzdem meine Käufer finden, und das würden nicht wenige sein, sondern alle.

    Sorry, aber die 5-Mark-Plastiktelefone waren einfach zu viel.
  • Heutzutage kann man mit dem Markennamen Commodore keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Höchstens mit den revolutionären Gedanken von früher. Dafür braucht es aber den Namen Commodore nicht.


    hast du ne ahnung. commodore ist eine der bekanntesten marken überhaupt, was glaubst du warum die sich alle so darum kloppen?
  • Original von sauhund
    Heutzutage kann man mit dem Markennamen Commodore keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Höchstens mit den revolutionären Gedanken von früher. Dafür braucht es aber den Namen Commodore nicht.


    hast du ne ahnung. commodore ist eine der bekanntesten marken überhaupt, was glaubst du warum die sich alle so darum kloppen?


    Ja, bekannt schon, aber für was?
    Mal ehrlich, würden die ihr Geld in die Produkte und das Marketing stecken statt es für einen Namen auszugeben würde der Bekanntheitsgrad ähnlich steigen.

    Vernünftige Konzepte scheint es keine zu geben. Für mich sieht das aus als wenn man sich erstmal den Namen sichern möchte und dann erst schaut wie es weitergehen könnte. Bringen tut der Name nur etwas wenn man dann auch gleich groß einsteigen kann.

    Beim Amiga ist es doch nicht viel anders. Der Name ist das wichtigste, aber liefern tut man nur heiße Luft und zieht den Namen damit automatisch immer weiter runter, bis er nichts mehr wert ist.

    Schön wenn die Unternehmen Millionen in einen Namen investieren, dann aber kein Geld mehr haben um ihre Produkte zu entwickeln.
  • Original von Gobbo
    Vernünftige Konzepte scheint es keine zu geben. Für mich sieht das aus als wenn man sich erstmal den Namen sichern möchte und dann erst schaut wie es weitergehen könnte. Bringen tut der Name nur etwas wenn man dann auch gleich groß einsteigen kann.

    Beim Amiga ist es doch nicht viel anders. Der Name ist das wichtigste, aber liefern tut man nur heiße Luft und zieht den Namen damit automatisch immer weiter runter, bis er nichts mehr wert ist.

    Schön wenn die Unternehmen Millionen in einen Namen investieren, dann aber kein Geld mehr haben um ihre Produkte zu entwickeln.


    Das mag ja für Amiga durchaus alles zutreffen, aber bei Commodore sehe ich das anders. Du scheinst auch vergessen zu haben, was Commodore vor Computern verkauft hat: Büromöbel, Tisch- und Taschenrechner, Armbanduhren und anfangs Schreibmaschinen.
    CIC liefert interessante Eigenentwicklungen, nur am Preis müsste man noch arbeiten, aber der ist immerhin noch moderat. Da gibt es Schlimmere.

    Wenn Du gesagt hättest, kein Geld um ihre Produkte zu bewerben, dann würde ich sagen okay - und selbst da stünde man doch überwiegend in guter alter Tradition ;)

    Ist ja letztlich auch völlig Wurst, schließlich zwingt uns ja niemand, irgendwas aus der Commodore-Produktpalette zu kaufen. Aber an Plastik-Telefone und Aktenvernichter erinnert mich die neue Commodore definitiv nicht mehr. CIC ist der ernsthafteste Versuch aus der Marke wieder etwas zu machen, seit sie 1994 den Bach runter ging.

    MfG

    finchy
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  • Ich sehe das auch eher positiv. Hab mir mal deren Homepage genauer angesehen und bin von dem Konzept eher überzeugt. Wirkt dynamisch und erfolgversprechend.

    Diese ganze Schwarzemalerei geht mir schon ein wenig auf den Sack. Ein ähnliches Problem gab es doch schon Anfang der 90er.
    Mein Gott, hat man da Commodore schlecht gequatscht. Und am ende musste man feststellen das viele Produkte gar nicht sooo schlecht waren.
    Also ich fand den 128er D-Reihe oder diverse Amiga Modelle schon ziehmlich gut.

    Auch wenn ich mir die unsäglichen Monologe von diesem Rainer Benda so durchlese (die Commodore Story)wird mir manchmal schlecht.
    Da stehen so allwissende Highlights wie:
    "Ich habe sofort gewusst das... ich wusste sofort das wird nichts... und hier hat man wieder falsch gehandelt... und dieses und jenes."
    Das Commodore Fehler machte wissen wir alle, nur hinterher sind wir alle schlauer. Der Bender scheint der Schlauste geworden zu sein.

    Fairerweise hätte man den Herrn Jost auch mal interviewen sollen bevor man so einem Quasselkopf eine Plattform bietet.

    Als ich zum erstenmal "des Herrn Benders Schriften" gelesen hatte hielt ich das Ganze noch für ne wichtige Informationsquelle. Aber mittlerweile find ich das zu polemisierend und undifferenziert.
    Durch meinen Job am Flughafen hatte ich mal das Glück jemanden kennenzulernen der ebenfalls mal in Fra bei Commodore gearbeitet hat.
    Der sagte auch zu mir das die Stimmung bei der Belegschaft nicht annährend so schlecht war wie der Benda es beschreibt.
    Enttäuscht waren die Kollegen natürlich ohne Ende als die Firma Pleite war, aber das ist ja ne andere Geschichte. Ich behaupte mal das ist in anderen Firmen nicht anders.

    Ich meine das oftmals der Erfolg eines Unternehmens auch von der allgemeinen Stimmungslage abhängt. Und Commodore war bei vielen Menschen halt ein "alter Zopf".
    Wäre es wahrscheinlich noch heute, allerdings dank der Retro Welle erinnert man sich gerne an die schöne alte Zeit. Daher hat Commodore für mich Chancen, und daher ist allein der Name Gold wert.
    Damals hätten die Produkte noch so gut sein können, wenn die Leute lieber die Letter IBM auf dem Gehäuse haben wollen dann kann die größte Kampagne nichts bewirken.
    Denn Großkunden hatte Commodore ja, und somit haben Sie auch bewiesen das sie Systemlösungen für größerer Firmen anbieten können.

    Und ich finde, um noch einmal auf das Eingangsthema zurückzukommen, das die Leute beim heutigen Commodore CIC eine interessante Idee verfolgen. Und ich sehe das genau wie finchy das es dort endlich mal ernsthafte Ansätze gibt etwas aus dem Namen zu machen.
    Und seien es Navigationslösungen für Autos.

    Vielleicht ist es auch besser so das der firmensitz nicht in Deutschland ist. Hier hätte man die Sache wahrscheinlich wieder Kaputt-Gequatscht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von schwarze ()