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Wer hatte auf Arbeit einen C64

  • Ende der 80er Jahre bis in die 90er waren in der Experimentellen Biophysik in der Biologie an der Humboldt-Universität zu Berlin mehrere, privat importierte, C64 im Einsatz. Dies sowohl als Schreibmaschine (Vizawrite) als auch als Meßrechner an Meßplatzeigenbauten.

  • Als ich an der Uni Hannover mit dem Studieren begann, hatten die in der Technischen Chemie einige PET/CBM-Rechner, die später wohl gegen C64 ausgetauscht wurden (anschließend gegen Atari ST). Ich selber habe aber nie damit gearbeitet.


    Meine Diplomarbeit und auch die Dissertation habe ich auf meinem C128D geschrieben, zählt das als "Arbeit"? (dabei ist dann MyTex bedarfsgerecht weiterentwickelt worden).


    Meine Frau hat mal einen Kindergarten geleitet. Da gab es nur Bleistift und Papier. Ich habe ihr einen C128D mit Canondrucker hingestellt, damit Sie die Elternbriefe etc. nicht auf einer alten Schreibmaschine tippen musste. [Ich ärgere mich heute natürlich, dass ich davon niemals ein Photo geschoissen habe.] Irgendwann gab es dann offiziell einen PC und der C128 wanderte wieder in den "Hausbestand".


    Gruß WTE

  • Richtig gearbeitet nicht, aber in der Schule bei den Bundesjugendspielen haben einige Schüler ihre 64er dazu verwendet, die Ergebnisse der Disziplinen damit zu erfassen. Kann mich allerdings nicht mehr erinnern mit welchem Programm.


    Weiterhin ist mir bekannt, dass in vielen Behörden einzelne Sachbearbeiter ihre privaten CeVis auf der Arbeit benutzt haben, um sich in Eigenregie gewisse Arbeiten zu erleichtern. Zum Teil sind so die ersten Ideen und Verfahren entstanden, worauf die Verwaltung später ihre IT Infastruktur erichtet hat.

  • Naja, wenn Uni in diesem Thread auch zählt:
    Während meines E-Technik-Studiums habe ich die Protokolle zu den Praktikumsversuchen mit dem C64 verfasst und ausgedruckt.
    Clou dabei waren Herleitungen von Formeln etc, wobei ich mathematische Sonderzeichen aus dem griechischen GEOS-Zeichensatz verwendet habe.
    Der Praktikumsbetreuer hat mich nachher sehr interessiert gefragt, was für einen tollen Formeleditor ich denn verwendet hätte. Als ich ihn dann aufklärte, daß das Protokoll an einem C64 ewntstanden ist, klappte ihm endgültig der Kiefer nach unten
    :@1@: :gruebel

  • Wir haben in der Schule darauf noch Spiele Programmiert in der Computer AG, dann wurden die C64 Computer irgendwann in der 8 oder 9 Klasse verkauft und gegen langweilige PC 20 II oder III eingetauscht.


    Da ich 2 mal in der AG drin war, hab ich auf beiden Computern getippt, aber 2 Wochen waren zu wenig zumal nur ein Mathe Lehrer zur Verfügung stand der zwar Ahnung von der Materie hatte, aber allein überfordert war da die Klasse so an die 30 Schüler hatte.


    10 Compus à 3 Leute

  • Quote

    Original von sauhund


    manchmal möchte man glauben die arbeiten heute noch damit =)


    Nö, die Hardwareausstattung ist mittlerweile recht anständig ;)
    An der FH des Bundes bekommt z.B. jeder Auszubildende zu Beginn seiner Ausbildung ein nigelnagelneues Laptop in die Hand gedrückt und werden auch recht gut ausgebildet.


    Die älteren Semester dagegen sind eher mit der Vorbereitung auf ihre Pension denn auf das Erlernen neuer IT-Verfahren fixiert ;)

  • Quote

    Original von PointofnoReturn
    Da ich 2 mal in der AG drin war, hab ich auf beiden Computern getippt, aber 2 Wochen waren zu wenig zumal nur ein Mathe Lehrer zur Verfügung stand der zwar Ahnung von der Materie hatte, aber allein überfordert war da die Klasse so an die 30 Schüler hatte.


    10 Compus à 3 Leute


    Hehe, das kenne ich :)
    Wir hatten einen Informatiklehrer, der (und das ist kein Witz!) sobald der Ausruf "Ich habe einen Virus" im Klassenraum ertönte, zu seinem Tresorschrank rannte, sich ein paar Aidshandschuhe anzog, die Antivirendiskette rausholte, um dann den betroffenen PC als militärisches Sperrgebiet zu erklären.


    Witzig war auch, das er den "Klassenstreber" für ein "Schutzprogramm" bezahlte, das auf den ersten 268ern installiert wurde die wir bekammen. Dummerweise hatte der Gute aber übersehen, das man sein "Schutzprogramm" einfach mal so mit "Strg+C" abbrechen konnte. :bgdev

  • Wir haben 2 Spiele fertig bekommen in Basic.


    Das eine ist dieses Snakebite Programm und dann noch ein Kriegsspiel was unseren Lehrer auch sehr gut gefallen hat, das hat aber einer allein Programmiert der hat sich wohl sehr gut damit ausgekannt und war auch der erste der im Computer Raum am PC war.


    Unsere Gruppe hat nix zu Stande bekommen :bgdev

  • In unserer Schule gab es in der Biologie und in der Physik je einen aufgebauten C64 und mehrere als Reserve im Regal. Die scheinen aber mittlerweile nicht mehr da zu sein...! :(
    Mein Chemielehrer hat mir Ende der 90er noch erzählt, daß im Chemielabor, wo sein Bruder arbeite, noch ein VC20 im Einsatz sei...!
    Zum Erheben von Messwerten reichen die Dinger ja auch locker aus und: NEVER CHANGE A RUNNING SYSTEM!

  • danke für die posts :)
    aber das sind ja bis jetzt alles so ziemlich "einfache" dinge die da mit dem c64 gemacht wurden.


    mich interessiert aber auch ob der C64 mal richtig ernsthaft in einem büro stand und dort richtig was zu tun hatte.
    für Geos gibts ja GeoCalc, GeoChart usw...
    auch datenbanken und lagerverwaltungssysteme gibts wie sand am meer, aber wer hat wirklich sowas in der praxis eingesetzt?


    in alten zeitschriften liest man immer das man mit dem C64 super viele dinge machen kann und seinen büroalltag damit richtig auf den kopf stellen kann aber hat es wirklich mal ein C64 geschafft auf dem schreibtisch vom big-boss zu landen?


    de wizzard2002


    PS.: postet mal weiter :)

  • Quote

    Original von Neefi
    Naja, wenn Uni in diesem Thread auch zählt:
    Während meines E-Technik-Studiums habe ich die Protokolle zu den Praktikumsversuchen mit dem C64 verfasst und ausgedruckt.
    Clou dabei waren Herleitungen von Formeln etc, wobei ich mahtematische Sonderzeichen aus dem griechischen GEOS-Zeichensatz verwendet habe.
    Der Praktikumsbetreuer hat mich nachher sehr interessiert gefragt, was für einen tollen Formeleditor ich denn verwendet hätte. Als ich ihn dann aufklärte, daß das Protokoll an einem C64 ewntstanden ist, klappte ihm endgültig der Kiefer nach unten
    :@1@: :gruebel


    Als ich meine Praktikumsberichte in TC abgab, war der C64 erst frisch auf dem Markt und wenig verbreitet. Ich hatte in meinen Berichten Tabellen und Grafiken mit meinem CBM4008 (8 KByte RAM!) und einem CBM4022-Drucker eingebaut. Jeder Grafikpunkt wurde über das 8x8-große frei programmierbare Zeichen dargestellt. Die Grafiken konnte der CBM natürlich nicht vorher anzeigen (kein Grafikbildschirm, nur Text). Der Assi hat damals auch Bauklötze gestaunt, heutzutage würde man es wohl nichtmal mehr als Grafik erkennen ;) Irgendwo habe ich das ganze Zeugs noch auf uralten BASF Schlabberdisks rumliegen...


    Gruß WTE

  • 1986/1987 war ich beim Bund in Braunschweig meinem Wehrdienst ableisten, Scharnhorstkaserne Stabs Kmp. PzBrig 2, da hatte man für die W15er einen C64 mit 1541 angeschafft damit die wohl nicht soviel saufen.
    Man hatte aber dann erkannt, dass damit prima die immer wiederholenden Dienstpläne mit Vizawrite erstellen werden konnten.
    Daraufhin war der C64 nur noch nach Dienstschluss und unter Aufsicht von den Soldaten nutzbar!!


    1995 zog das RZ (Rechenzentrum) eines großen Konzerns in Mannheim im Gebäude um. Das sah ich verdutzt einen C64 stehen. Ich fragte im RZ nach und die erzählten mir die hatten den mal Ende der 80er benutzt, für was weis ich leider nicht mehr.
    (Spielen in der Nacht wenn die Rechenläufe liefen, nehme ich mal an!!?)

  • Wir hatten in meiner alten Firma sechs C128D laufen. Auf diesen war eine Fehlerdatenbank gespeichert die regelmässig (glaube so alle zwei Wochen) aktualisiert wurde.
    1989 wurden dann die C128 durch Amiga 2000 ersetzt; diese waren dann auch noch bis ende 1994 in Betrieb. Ich glaube so um diesen Zeitraum wurde dann auch an jeden Arbeitsplatz ein 386DX gestellt...
    ...ein Jahr später war die Firma pleite... :baby:

  • Also ich hab's schon gemacht *grins*


    Ich hatte mal zusammen mit meiner Mom eine Pizzeria in Belgien.
    Da habe ich mir selber ein Programm zur Kundenverwaltung gestrickt (Basic) und benutzt. Sah so aus, das der Kunde seine Telefonnummer duchgeben musste und anhand daran suchte das Programm die Adresse (wenn der schon mal Bestellt hatte) Wenn nichts gefunden wurde, wurde der neu angelegt.
    Die "Speisekarte" war in DATA Zeilen im Programm hinterlegt und musste zwischenzeitlich angepasst werden ;-)
    Die Kunden wurden allerdings total fortschrittlich in einer Sequenziellen Datei gespeichert.
    Abends konnte ich dann die Umsetzte und so eine Art Tagesabrechnung ausdrucken. (die brauchte ich für das Kassenbuch)
    Ach ja die Fahrer (wir hatten Lieferservice) bekamen immer einen Ausdruck der Bestellung als Rechnung auf die Lieferung gelegt.
    War nachher aber ein bisschen problematisch mit den Adressen und der vollen Diskette bzw. hatte ich nachher ein Problem mit der Größe der Seq. Datei. Wieß jetzt garnicht mehr wie ich das gelösst habe ...
    Habe dann meinen Rechner irgendwann auf dem Flohmarkt verkauft und da war - zu meinem Ärgernis auch das Programm bei... Schade würde mir das heute gerne nochmal angucken ;-) Besonders den Spaghetti Code den ich damals Programmiert habe ... oder mache ich das heute noch?!? *grins*

  • Neue Programmiersprache: Pizzabasic :D Würde ich sofort lernen!


    10 ADD PIZZA"ARTISCHOCKEN","PILZE","OLIVEN"
    20 BAKE 220,15
    30 CUT 8
    40 PRINT"GUTEN APPETIT!"
    50 END



    :roll2: