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Ram IC's rauslöten

  • Entloeten: die einzelnen Stellen erhitzen und abpumpen. Wenn es nicht klappt, einfach etwas erhitzen Loetzinn hinzuziehen. Da hilft gelegentlich bei hartnaeckigen Loetstellen.
    Nach dem Abpumpen die Beinchen des ICs moeglichst in Mittelstellung in die Bohrung bringen, damit die Durchkontaktierung nicht beim Rausziehen beschaedigt wird.
    Wenn es beim Entfernen haengt, ruehig die Beinchen von der Bestueckungsseite etwas erwaermen. Dann gehen die besser raus und es werden keine Leiterbahnen abgerissen.


    Die Entloetpumpe sollte ausreichend Vakuum produzieren. Die ganz billigen Pumpen taugen oft nichts.


    einfach abzwicken : Aber bitte nur bei nachgewiesen defekten Bauteilen. Wir wollen reparieren und nicht abschlachten. ;)


    Michael

  • 8 x 4164 kosten etwa 1,15 Euro pro Stueck : 9,20 Euro gesamt. Wenn man mal davon ausgeht, dass evtl. nur ein RAM defekt ist, hast Du damit dann gut 8 Euro zerstoert.


    Es ist natuerlich die kinderleichte und sicherste Methode. Imo kann man es besser einmal richtig lernen, als immer wieder "mit der Axt reinzuschlagen".


    Bei TTLs geben ich Dir Recht. Die Dinger kosten bei richtiger Quelle nicht die Welt.


    Michael

  • Hallo. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das ich alle Beinchen mit einer Entlötpumpe (große+starke Ausführung! - die einfachen sind Schrott!) von Lötzinn befreien kann.. bis auf die Masse + 5V Leitung.. die sind dicker/breiter und es läuft immer Lötzinn nach. Man soll die losbekommen, indem man von oben erhitzt und von unten absaugt..? Habe ich aber selber nie probiert.
    Ich zwacke diese beiden Pins immer ab und entferne sie dann.
    Sollte ein Lötauge nicht sauber sein, erhitze ich es und stoße dann mit einer gelben Kanüle (gibts in der Apotheke) durch.


    Dann die Fassung einlöten... Ram stecken und gut ist..


    Peter

  • Hallo,


    danke für die Hinweise. Habe jetzt 5 von 8 IC raus gelötet. Das ist ja eine S*******-Arbeit. Abzwicken, wie soll das funktionieren ?!? Ich will ja die Platine nicht beschädigen.
    Wie siehts dann mit dem Einlöten der Sockel aus ? Habe das noch nie gemacht. Die Leiterbahnen oben und unten müssen ja gleichermaßen Kontakt haben .... Gibts da einen Trick ?


    Danke & Gruß
    1610

  • Quote

    Original von 1610
    Abzwicken, wie soll das funktionieren ?!? Ich will ja die Platine nicht beschädigen.


    Ich habe da zwei Varianten:
    1. die Beinchen mit einem Dremel (trennscheiben) am IC abtrennen oder
    2. die Beinchen mit einem feinen Seitenschneider am IC abzwicken.


    Bei 1. muss man natürlich eine ruhige Hand haben und nicht in die Platine dremeln, so wie ich es bei meinem ersten Versuch gemacht habe - danach musste ich drei Lötbahnen reparieren.


    Bei 2. kann es passieren, dass die Pins dochmal abbrechen, dann wirds etwas haarig, aber mit einer feinen Zange auch kein Problem.


    Quote

    Wie siehts dann mit dem Einlöten der Sockel aus ? Habe das noch nie gemacht. Die Leiterbahnen oben und unten müssen ja gleichermaßen Kontakt haben .... Gibts da einen Trick ?


    Nimm Präzisionsockel mit runden Beinchen, die haben guten Kontakt oben und unten.
    Bevor Du sie einsetzt: Mit einem feinen Messerchen die Lötkontakte auf der Platinenoberseite blankkratzen, da sitzt oft so ein weisses Zeug drauf nach dem Auslöten. Nur ein bisschen Ankratzen bis Kupfer zu sehen ist.
    Dann den Sockel einsetzen und fixieren (Klebeband o.ä.), falls er nicht von alleine fest sitzt.
    Dann von unten löten.

  • Wie Abkneifen funktioniert? Na, die Beine mit einem Elektronik-Seitenschneider
    direkt am IC-Gehäuse trennen.


    Und löten ist überhaupt kein Problem, die Platine ist doch durchkontaktiert,
    selbst wenig Zinn von unten reicht schon.


    Ein Tipp aus meinen C64 Bastel-Tagen, Kanülen aus der Apotheke sind ganz
    praktisch, die sind nämlich aus Edelstahl und nehmen kein Zinn an.
    Eine Kanüle vom Typ4 hat, glaube ich, einen Durchmesser von 0,9 mm,
    einfach in der Apotheke nach der dicksten Nadel fragen.


    Heiss machen und unter vorsichtigem drehen in die Durchkontakierung schieben,
    wenn's klappt ist der Pin dann frei.


    Aber da das wichtigste die Platine ist und nicht die Bauteile, schneide ich die
    Bauteile generell raus, das geht immer noch am schnellsten.

  • Quote

    Original von 1610
    Der hat eine völlig andere Nummer. Der muß doch auch raus, oder ?


    Ja, der muss auch raus.
    Und so anders kann die Nummer nicht sein :)


    ..und :respect:, das sieht sehr schön ausgelötet aus. Bin quasi neidisch :)

  • Mahlzeit Leute!


    Also beim auslöten gehe ich wie folgt vor: lötzinn mit einem 15W/230V, 350 grad C Lötkolben (kosten zw. 9 u. 15 Euro) und so einer "pumpe" entfernen... evtl. bei dem einen oder anderen pin wiederholen wenn nicht alles zinn entfernt wurde.


    Anschliesend mit einer KLEINEN Zange VORSICHTIG die einzelnen pins "losrütteln" um sicher zu sein dass nix mehr festhängt!
    Danach den IC mit einem kleinen flach-schraubenzieher den bauteil VORSICHTIG aushebeln (zuerst an einer seite nur ein wenig, dann auf der anderen seite, immer millimeter für millimeter! So verhindert man, dass evtl Pin´s abbrechen bzw. Leiterbahnen abreissen :schreck!: )!


    Das wichtigste: Viel zeit nehmen, geduld haben!!!! Keine Hektik, denn so hab ich bei 2 Geräten etliche Leiterbahnen abgerissen :wand !


    P.S.: am schönsten lassen sich die alten 425er Boards bearbeiten, während sich die letzten versionen (C64G, letzteren C64c) beharlich weigern von mir repariert zu werden :nixwiss:.


    An dieser stelle ne kleine Frage: wie repariert der "Profi" beschädigte Leiterbahnen?? Ich habs bis jetzt so gemacht, dass ich an der Platinenunterseite die Pins der IC´s mit einer dünnen 1mm litze wieder verbunden habe!
    Gibts da "elegantere" Lösungen"?

  • Quote

    Original von Mr. Commodore
    An dieser stelle ne kleine Frage: wie repariert der "Profi" beschädigte Leiterbahnen?? Ich habs bis jetzt so gemacht, dass ich an der Platinenunterseite die Pins der IC´s mit einer dünnen 1mm litze wieder verbunden habe!
    Gibts da "elegantere" Lösungen"?


    Fädeldraht.
    Das ist wie der Name schon sagt, dünner Draht, lackisoliert.
    Die Isolation wird mit dem Lötkolben weg-gebrannt (giftige Gase!).


    Damit lassen sich schnell auch sehr kurze Verbindungen herstellen die
    bei passender Farbe der Isolierung kaum zu sehen sind.


    Leider hat Reichelt nur Rosa und verkauft das 4-Rollen weise.
    Für Reparaturen reicht eine Rolle aber hundert Jahre...

  • Quote

    Original von Mr. Commodore


    P.S.: am schönsten lassen sich die alten 425er Boards bearbeiten, während sich die letzten versionen (C64G, letzteren C64c) beharlich weigern von mir repariert zu werden :nixwiss:.


    Da haben die etwas kleinere Bohrungen in der Platine und weniger Zinn verwendet. Gelegentlich etwas erhitzten Zinn auftragen, dann laesst sich das abpumpen.


    Shadowolf: Ein alter Uebertrager oder Spulen besitzen reichlich lackierten Draht. Ich habe eine handgewickelte Spule gefunden. Die werde ich sicher nicht verbrauchen koennen.


    Michael

  • @1610


    Sag mal, hast Du die Sockel verkehrt herum eingelötet (wegen der Kerbe) oder
    habe ich etwas an den Augen ?
    Oder gibt es tatsächlich welche bei denen es egal ist (also keine Kerbe vorhanden).
    Ich kann das auf den Bildern leider nicht so gut erkennen. ?(


    Gruß


    Lorraine

  • Hi,


    ne, die Kerbe der Sockel zeigt zu den Anschlüssen. Die Rams auch, also alles ok , oder ?!? Und selbst wenn, wäre es egal, hauptsache die Rams stecken richtig im Sockel. Ich habe mir die Sockel nochmal genau angesehen. Auf beiden Seiten ist eine Kerbe, jedoch auf einer Seite ist die durchgängig. Diese Seite habe ich als "Kerbe" genommen. Die auf der unteren Seite (auf dem Bild zu sehen) ist die, die nur halb durchgestanzt ist.


    Gruß
    1610