XE-1541 und Win 2000

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 1.928 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. September 2003 um 17:24) ist von Fritz.

  • Hallo!

    Endlich habe ich es geschafft, zur Archivierung meiner uralten C-64-Disketten die 1541 über ein XE-1541-Kabel an den PC (Athlon 700, Win 2000) anzuschließen. Mit einer DOS-Startdiskette funktioniert es relativ problemlos, was aber den Nachteil hat, daß ich dann auf meine NTFS-Platten nicht zugreifen kann. Außerdem ist natürlich jedesmal ein Reboot nötig (mein Rechner läuft normalerweis 24h am Tag).

    Dem Kabel lagen allerdings zwei NT-Treiber bei, userport.sys und giveio.sys. Ich habe sie exakt nach der beiliegenden Anleitung installliert und die angegebenen Transferoptionen für den Star-Commander eingestellt.

    Mit userport.sys habe ich überhaupt keine Erfolge erzielt (Star-Commander meldet immer nur 'Timeout detected'). Mit giveio.sys funktioniert es zwar, aber wenn ich eine Diskette in eine d64-Datei kopiert habe und ich versuche, die nächste Diskette zu lesen, stürzt das Programm praktisch immer ab (das Kopieren als solches geht in der Regel problemlos, aber eben immer nur einmal).

    Insgesamt läuft das Ganze ausgesprochen instabil; oft beendet sich z.B. die DOS-Box, wenn ich im Setup geänderte Einstellungen abspeichere. Zudem scheint giveio.sys den Tastaturtreiber zu stören, denn (vor allem) die Cursortasten sind praktisch nicht benutzbar, was die Bedienung des Star-Commanders nicht eben erleichtert. Diese Phänomene treten immer auf, unabhängig davon, ob die DOS-Box im Fenster oder im Vollbild läuft.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat vielleicht schon optiimale Einstellungen herausgefunden? Oder soll ich lieber meinen alten Win-95-Rechner reaktivieren?

    Gruß,
    Fritz

  • hi.
    versuchs doch mal mit dem "Minisys mit Star Commander 0.82" von Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Das hat bei meinem Laptop mit Win2000 ohne viel "Rumgewurschtel" gut funktioniert.

  • Hallo,

    danke für die Antwort! Aber weil ich, zumindest vorerst, hauptsächlich in die andere Richtung arbeiten will (also C-64-Disketten auf den PC übertragen) ist das Tool nicht geeignet. Und die unerwünschten Reboots bleiben mir damit auch nicht erspart.

    Ich schätze, ich werde meinen alten Win-95-PC für diesen Zweck benutzen und ihn per LAN mit dem anderen Rechner verbinden. Diese Lösung hat auch den Vorteil, daß ich nicht ständig den Drucker ausstecken muß.

    In 10 Jahren ist der Transfer zwischen C-64 und den dann aktuellen PCs wahrscheinlich nur noch über drei Zwischenstationen möglich. Also schmeißt eure alten PCs nicht weg! :wink:

    Gruß,
    Fritz

  • Ich bin's nochmal.

    Also, ich habe jetzt meinen alten P166MMX-Laptop ausgegraben. Jetzt funktioniert alles bestens, sogar in einem DOS-Fenster unter Windows 98SE! Ich kann die Disketten also ohne Zwischenspeicherung übers Netzwerk direkt auf den PC kopieren.

    Übrigens waren von den bisher 91 überspielten, z.T. 19 Jahre alten Diskettenseiten 77 noch komplett lesbar, bei 14 ist zumindest 1 Sektor defekt (wobei diese Defekte zumindest teilweise schon 'damals' vorhanden waren). Bei den defekten Disketten kann ich immer noch einzelne Dateien übertragen - völlig unlesbar war keine einzige der Disketten! Bei den heutigen Disketten muß man froh sein, wenn sie zwei oder drei Jahre halten!

    Gruß,
    Fritz

  • Zitat

    Original von Fritz
    Dem Kabel lagen allerdings zwei NT-Treiber bei, userport.sys und giveio.sys. Ich habe sie exakt nach der beiliegenden Anleitung installliert und die angegebenen Transferoptionen für den Star-Commander eingestellt.

    Bitte lade von der offiziellen Star-Commander Seite einmal die NT-Treiber mit der aktualisierten Doku herunter. Ich habe im Zusammenhang mit XP einige Stolpersteine entdeckt, kann gut sein dass es unter 2k jetzt auch besser funktioniert.

    Das ist genau der Grund warum Joe Forster es nicht gerne sieht, dass die Ebay-Kabelhändler SC mit auf die Disks packen. Meistens ist das eine alte Version und führt dann zu Probleme, die nicht aufgetreten wären wenn einfach ein Link auf einen Zettel gedruckt worden wäre.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Hallo,

    danke für die Info, ich werde das interessehalber mal ausprobieren! Ist ja schon wichtig, weil die DOS-basierten Systeme langsam aussterben.

    Gruß,
    Fritz