Ohne das jetzt nachgeschlagen zu haben, würde ich "pretender" hier z.B. mit "Blender" übersetzen.
"nothingburger" hab ich noch nie gehört.
Leo sagt: "Luftnummer" bzw. "heiße Luft".
Markenstreit um Commodore und anderes nicht-technisches zum Kauf, z.B. Finanzierung
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Tobias -
21. Juli 2025 um 14:14 -
Unerledigt
Es gibt 294 Antworten in diesem Thema, welches 19.629 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (
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The Great Pretender
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Hier wird über die Pressemitteilung von Simonetti berichtet:
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
Eigentlich würde ich ein offizielles Statement von Peri's Commodore dazu erwarten als nur solche Äußerungen wie
"Nothingburger by some pretenders."
Auf Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. schreibt Corei64:
ZitatRead an article yesterday that the Italian iteration of "Commodore" has come out of the woodwork and may be throwing a monkey-wrench into the mix with litigation over ownership. It wasn't from Peri, so take it with a grain of salt.
That being said however, I wouldn't doubt it as the Italian Commodore came after the My Retro Computer kickstarter offering that derailed them a bit in their fundraising for that project. Seeing that they did that, don't think it'd be a leap that they'd go after Peri on this.
The whole Commodore trademark/rights/ownership thing feels like a bit of a minefield. Hopefully he can weather the storm so the investors and pre-order folks don't get burned.
If there wasn't drama, it wouldn't be Commodore would it. That's how you know it REALLY IS Commodore. Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Gestern habe ich einen Artikel gelesen, in dem es hieß, die italienische Version von „Commodore“ sei aus dem Nichts aufgetaucht und könnte mit einem Rechtsstreit um die Eigentumsverhältnisse für Unruhe sorgen. Es war nicht von Peri, also nimm das mit Vorsicht zur Kenntnis.
Trotzdem würde ich das nicht bezweifeln, da das italienische Commodore nach dem Kickstarter-Angebot von My Retro Computer erschien, was die Finanzierung des Projekts etwas erschwerte. Angesichts dessen wäre es wohl kein allzu großer Schritt, Peri deswegen anzugreifen.
Die ganze Sache mit den Marken-, Rechte- und Eigentumsrechten von Commodore fühlt sich wie ein Minenfeld an. Hoffentlich übersteht er den Sturm, damit die Investoren und Vorbesteller nicht auf die Nase fallen.
Ohne das Drama wäre es nicht Commodore, oder? Daran erkennt man, dass es WIRKLICH Commodore ist.

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"Commodore’s gonna Commodore" - sehr geil mal wieder vom Escapist.

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Zufällig gefunden: Wohl eines der Dokumente von Simonetti:
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Nizza-Klassen: 9, 14, 25, 28, 35, 38, 41, 42
Commodore B.V. hat kürzlich (25.07.2025) was ähnliches eingereicht:
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Nizza-Klassen: 9, 16, 21, 25, 42
Der Anwalt kommt übrigens aus New York. Ist ja auch in USA eingereicht.Die
unterscheiden sich etwas....
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"Flogging a dead horse"
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Zufällig gefunden: Wohl eines der Dokumente von Simonetti:
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Commodore B.V. hat kürzlich (25.07.2025) was ähnliches eingereicht:
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Der Anwalt kommt übrigens aus New York. Ist ja auch in USA eingereicht.Die
unterscheiden sich etwas....
Aber das ist offensichtlich nur das Recht auf die Bildmarke für das Land Italien. Gibt es solche Registrierungen von Simonetti auch für andere Länder?
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ja, gibt es, auch für die EU, siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..
Interessanterweise hat die EU C=Commodore Markeneintragung dann Widerspruch vom anderen Italiener bekommen

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ja, gibt es, auch für die EU, siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..
Interessanterweise hat die EU C=Commodore Markeneintragung dann Widerspruch vom anderen Italiener bekommen

Ok. Dann geht es bei dem Disput eigentlich nur um das hier: Europa - Markenstatus: Anmeldung angefochten. Status des Widerspruchs: "Suspended"? Was bedeutet das konkret? Wurde damals die Einsprache abgelehnt oder nur vertagt?
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Alle anderen Marken sind für Peri nicht relevant (Commodore Engineerung, z.B.). Auch Italien spielt eher eine untergeordnete Rolle. Dort soll Simonetti seine Spielwiese haben, von mir aus.
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Suspended heisst, es sollte ausserhalb sich geeinigt werden, es wurde aber nicht abschliessend erledigt, dann wäre es Refused oder Rejected.
Der Trademarktstatus steht auch noch auf "Trade mark status Application opposed". Ist also noch nicht abschliessend bewertet. Das kann
auch locker 2 Jahre dauern.
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Interessant, das heißt, Simonetti hat nur diese paar Bildmarken mit dem komisch nach unten verschobenen C, gegen die Eintragung in Italien wurde nie Widerspruch eingelegt, gegen die Eintragung in der EU wurde nur von dem anderen Italiener Widerspruch eingelegt.
Und die Niederländer haben anscheinend bisher nichts getan, um ihre Marke zu schützen, was sie meinem Verständnis nach eigentlich schon hätten tun müssen. Haben die Niederländer die Marke in der Zeit seit 2021 wenigstens aktiv benutzt? Mindestens für den C64X, das müsste ja wohl gelten, oder? -
Moment, die Unterscheidung zum Original Commodore-Logo, ist das nach unten verschobene und zu große "C" ???
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Es gibt einige Wort-Marken, bei denen die Holländer Einspruch eingelegt hatten, das wurde aber wegen irgendwas zurückgewiesen.
Und ja, meiner Meinung nach hätten die auch hier bei dieser Bildmarke Einspruch einlegen *müssen*. Wieweit die das nachträglich
noch machen können -> keine Ahnung.
Das ganze hier ist ja aber auch nur ein Teil des ganzen Markenkrams, ich hab das mal (in dem alten Neues-Commodore-nervt-Thread) bereits
anfänglich getan und man verbratet da ne Menge Zeit... wäre was für nen eigenen Thread oder wir überlassen es dem Peri da
durchzusteigen - es sei denn, jemand von uns will da mitklagen
Ich nicht 
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ja, da kann der Christian nicht mithalten

Nicht? Er hat das Christi bereits im Namen!
Ich habe mich gerade gefragt, was eigentlich aus Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. geworden ist - aber die gibt es ja bereits seit 2013! nicht mehr. Leute - wie die Zeit doch vergeht.

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"nothingburger" hab ich noch nie gehört.
Leo sagt: "Luftnummer" bzw. "heiße Luft".Das ist ein Doppelwhopper ohne alles. Du bekommst die Brötchen. Ein "Nichts"-Burger.
Da war nix dran, nix drin, ein leeres Versprechen, nichts wo man sich Sorgen oder Gedanken machen sollte. Ein Luftnummer, ja.
PS: Und ob das so stimmt, wissen wir vielleicht irgendwann später. Aber ich gehe auch davon aus.
The Great Pretender
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Bei Freddy's Great Pretender bekomme ich eigentlich nur Tränen in den Augen, weil es in dem Song inhaltlich darum geht, dass du so tust, als wärst du glücklich. gefangen in den Erinnerungen und Eigenlügen... Aber die Wahrheit ist ... du hast jemanden verloren dem du nahe standest und bist einsam.
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- Offizieller Beitrag
Hier noch ein Video zum Thema. Aber Nichts Neues wirklich.
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Zufallsfunde:
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Zitat von Martin L. 31.Dez 2022Alles anzeigenNachdem Commodore am 27. April 1994 die freiwillige Liquidation beantragt hatte, war es an den Konkursverwalter, aus den verbliebenen Vermögenswerten soviel Kapital wie möglich herauszuschlagen. Es gab mehrere Interessenten, die am Erbe von Commodore interessiert waren. Unter anderen waren ein Konsortium aus deutschen Entwicklern, die Firma DELL und das Management von Commodore UK (Employee-Buy-out) an der Übernahme der verbliebenen Vermögenswerte interessiert. Den Zuschlag bekam aber im April 1995 die deutsche Computerhandelskette ESCOM unter der Leitung von Manfred Schmitt. Schmitt war ein ehemaliger Mitarbeiter des Commodore-Werk in Braunschweig und konnte Petro Tschyschtschenko, der gute Kontakte zum ehemaligen Commodore-Management und den Anwälten in den USA hatte, mit der Übernahme beauftragen. Unter der Leitung von Tschyschtschenko wurde in Braunschweig die Tochterfirma Amiga Technologies gegründet. Während ESCOM das Label Commodore auf ihre PCs klebte, legte Amiga Technologies die Modelle A1200 und A4000T wieder neu auf und verkaufte Restbestände des A600. Unter dem Codenamen Walker wurde zudem der Prototyp eines eigenen Amiga entwickelt, der technisch aber bereits veraltet war. Unzufrieden mit der Geschäftspolitik von ESCOM und Amiga Technologies, kündigten deutsche Entwickler an, einen eigenen Amiga auf PPC-Basis zu emtwickeln. Im Sommer 1996 war auch ESCOM pleite und die Einzelhandelskette Comtech übernahm alle Rechte an der Marke ESCOM. Die Commodore- und Amiga-Patente, sowie die Markenrechte des Amigas wurden zwischen März und September 1997 an Gateway 2000 in Sioux City verkauft. Die Commodore-Markennamen übernahm der ehemalige Commodore-Distributor RULAG Werner Hirschmann KG.
Commodore
Die Markenrechte der verschiedenen Commodore-Marken blieben nicht lange in den Händen der RULAG. Bereits im September 1997 wurden diese an den niederländischen PC-Hersteller Tulip Computers N.V. weiter verkauft, die das Markenportfolio mit der eigens gegründeten Commodore International B.V. verwaltete. Tulip hatte vor, mittels der Tochtergesellschaft Commodore B.V. unter dem Markennamen Commodore eigene PCs herzustellen und zu vermarkten. Doch soweit kam es nicht, da Tulip selber in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Das Industrie-Konsortium Royal Begemann N.C. rettete die angeschlagene Tulip mit einer Finanzspritze und die Commodore-Markenrechte wurden an die belgische Firma Web Computers weiter lizenziert. Diese stellte im September 1998 den C64 Web.it vor, ein günstiger PC in einem Tastaturgehäuse, der sich aber nur schleppend verkaufte. Lange Jahre passierte nichts, bis sich Tulip im Jahr 2003 entschied, die Marke Commodore wieder selber zu nutzen. Unter der 1997 gegründeten Tochtergesellschaft Commodore B.V. wurden nun MP3-Player und eine Jukebox verkauft. Zudem wurde der Markenname an den von Jeri Ellsworth entwickelten C64DTV lizensiert, der im November 2004 in den USA auf den Markt kam und ein grosser Erfolg wurde.
Zur Überraschung aller, verkaufte Tulip die Commodore-Markenrechte Ende 2004 an die niederländische Yeahronimo Media Ventures, Inc. unter der Leitung von Ben van Wijhe. Diese übernahm auch die Mehrheit der Aktien an der Commodore International B.V. Yeahronimo wiederum handelte einen Vertrag mit dem Hersteller SupportPlus Europe B.V. aus, der ab Sommer 2005 MP3-Player mit dem Markennamen Commodore auslieferte. Ende 2005 änderte Yeahronimo den Namen in Commodore International Corporation und erweiterte den Produktekatalog mit einem tragbaren Multimedia-Player «Gravel in Pocket», einer Set-Top-Box «Gravel In Home», einem GPS-Empfänger mit eingebautem MP3-Player und einem Kioskterminal. Zudem schloss Commodore (YMV) im Jahr 2006 ein Joint-Venture mit The Content Factory und gründete die Commodore Gaming B.V. in Amsterdam. Ziel dieser neuen Firma war, die klassischen C64-Game-Lizenzen zu nutzen, Gaming-PCs und Peripherie herzustellen und schlussendlich unter dem Commodore-Brand neue Games zu veröffentlichen. Bereits auf der CeBIT 2007 präsentierte Commodore Gaming die ersten Modelle ihrer leistungsstarken Gaming-PCs. Doch die kleine Firma konnte gegen die grossen Player im PC-Geschäft nicht bestehen und konzentrierte sich später darauf, alte C64-Klassiker auf das Apple iPhone und den Nintendo Wii zu portieren.
2009 ging Commodore (YMV) eine Partnerschaft mit der 2007 in Hong Kong gegründeten Asiarim Corporation ein, um einen Zugang am boomenden Geschäft von Net-Books zu erhalten. Doch der Konkurs von Tulip Computers brachte auch Commodore (YMV) in Schwierigkeiten, da diese bis ins Jahr 2010 aufgrund von Zahlungsverpflichtungen an Tulip gebunden war. Die Commodore International Corporation verschwand ohne grosses Echo von der Bildfläche und ihr ehemaliger CEO, Ben van Wijhe, übernahm die Asiarim Corporation in Hong Kong. Das Markenportfolio der Commodore International B.V. wurde im März 2010 von einer eigens gegründeten Tochterfirma der Asiarim übernommen. CEO der neuen Commodore Licensing B.V. wurde der Gründer von SupportPlus, Eugène van Os.
Aufsehen erregte Anfang 2010 auch das Erscheinen einer Firma namens Commodore USA, LCC in Florida, dessen CEO Barry Altman unter dem Namen Commodore einen Zero-Footprint-Rechner (Commodore Phoenix) und einen PC im C64-Gehäuse (Commodore 64x) verkaufen wollte. Altman schaffte es in Folge auch, den Namen von der Commodore Licensing B.V. zu lizenzieren. Zudem erhielt Commodore USA auch eine Lizenz der Amiga, Inc. und erweiterte sein Portfolio im März 2010 mit dem Amiga mini und dem Commodore VIC mini. Die Rechner hatten aber grundsätzlich nichts mit den ursprünglichen Commodore-Rechner zu tun und wurden mit dem Betriebssystem Linux ausgeliefert. Mit dem Tod von Barry Altman im Dezember 2012 wurde die Geschäftstätigkeit von Commodore USA eingestellt.
Im November 2011 verkaufte Asiarim ihre Tochtergesellschaft Commodore Licensing B.V. und diese ging als C=Holdings B.V. an einen neuen Besitzer. Diese Transaktion wurde Grundlage eines Rechtsstreits, in dem die C=Holdings B.V. die Asiarim Corporation aufgrund von Markenrechtsverletzungen einklagte. Ein amerikanisches Gericht entschied im Dezember 2013 zugunsten der C=Holdings B.V. und erklärte diese als alleinige Eigentümerin der Commodore-Marken. Im Jahr 2014 übernahm die Polabe Holding N.V. mit Sitz in Luxemburg die Rechte an der Marke Commodore.
Amiga
Mit der Übernahme durch Gateway 2000, Inc. wurde die Firma Amiga Technologies in Amiga International GmbH (Braunschweig) und Amiga, Inc. (Dakota) aufgeteilt. In Braunschweig verblieb unter der Leitung von Petro Tschyschtschenko das Lager und die Verwaltung, während in South Dakota unter Jeff Schindler eine neue Entwicklungsabteilung aufgebaut wurde. Bereits im November 1997 wurde auf Initiative von Tschyschtschenko ein Update für das klassische AmigaOS angekündigt, das von der deutschen Firma Haage & Partner entwickelt werden sollte. Doch die Hoffnung nach neuer Hardware war schnell zerschlagen: Gateway beschränkte sich auf die Vergabe von Lizenzen für Amiga-Clone und den Abverkauf von A1200 und A4000T, die bereits ESCOM nicht mehr los wurde. An der Computer 98 im November 1998 präsentierte Gateway überraschend einen neuen Partner für Amiga International. QNX sollte das inzwischen in die Jahre gekommene AmigaOS auf neuer Hardware ablösen. Jeff Schindler wurde im Januar 1999 durch Jim Collas abgelöst. Zur Verwunderung der Amiga-Gemeinde verkündete Collas, dass QNX nun doch nicht die Basis für das neue AmigaOS werden sollte und man stattdessen auf Linux setzen wollte. Im Sommer 1999 wurde der neue Rechner Amiga MCC (Multimedia Convergence Computer) vorgestellt und neue Hoffnung keimte auf. Doch Jim Collas musste die Firma im September unter bislang nicht geklärten Umständen verlassen. Auch Bill McEwen, der als externer Berater für Amiga, Inc. gearbeitet hatte, wurde entlassen. Collas Nachfolger, der vormalige Vizepräsident Tom Schmidt, stellte den Amiga MCC kurzerhand ein und erklärte, man wolle sich nur noch auf die Entwicklung von neuer Software konzentrieren.
Kurz nach der Ankündigung von Tom Schmidt formte sich das Phoenix Platform Consortium in dem sich besorgte Amiga-Entwickler, oben genannter Bill McEwen, und die ehemaligen Amiga-Hardwareentwickler Carl Sassenrath, RJ Mical und Dave Haynie zusammenschlossen, um die Idee eines QNX-basierten Amiga-Nachfolgers aufzugreifen. Zudem gründeten Bill McEwen und Fleecy Moss die Firma Amino Development Corporation, welche die Entwicklung einer neuen Plattform für das AmigaOS unterstützen wollte.
Im Oktober 1999 erschien das von Haage & Partner für die klassischen Amiga-Systeme entwickelte Amiga OS 3.5. Doch Gateway 2000 erkannte, dass die Amiga-Patente kaum noch an Wert besassen und verkaufte die Amiga-Markenrechte am 31. Dezember 1999 an die Amino Development Corporation unter der Führung von Bill McEwen und Fleecy Moss. Die Amiga-Patente blieben aber auch mit dem Verkauf weiterhin im Besitz von Gateway. Gateway 2000 wurde noch im gleichen Jahr in Gateway, Inc. umbenannt und 2007 schlussendlich an Acer verkauft. Das letzte Amiga-Patent lief im Jahr 2005 aus.
Nach dem Verkauf der Amiga-Markenrechte war die Zukunft des Amigas weiterhin unklar und die Entwickler in Deutschland glaubten nicht an die Zukunft eines QNX-basierten Systems. Haage & Partner begann mit der Entwicklung von WarpOS, einem PowerPC-Betriebssystem, das auf Amiga-Systemen mit modernen PPC-Prozessorkarten eingesetzt werden konnte. 1999 erschien auch die erste Version von AROS (Amiga Research Operating System), das seit 1995 als open-source Variante von AmigaOS 3.1 in Entwicklung war.
William Wallace «Bill» McEwen war ein ehemaliger Berater von Gateway 2000 und konnte mit Hilfe der beiden Investoren Pentti Kouri (Invisible Hand LLC) und Ruud Veltenaar (Net Ventures B.V.) am 31. Dezember 1999 die Amiga-Markenrechte übernehmen. In Folge wurde die Amino Development Corporation in Amiga, Inc. (Washington) umbenannt, in der Bill McEwen als CEO und Fleecy Moss als neuer Entwicklungsleiter amtete. Amiga (Washington) hatte zwar die Rechte an der Marke erworben, musste aber die Amiga-Patente von Gateway, Inc weiterhin lizenzieren. Entgegen der Erwartungen der Amiga-Gemeinde erklärte Bill McEwen das klassische AmigaOS für tot und lizenzierte im Januar 2000 von der Tao Group Ltd. das Betriebssystem Elate. Von einer QNX-basierten Lösung, welche von der «Phoenix Plattform» favorisiert wurde, wollte McEwen plötzlich nichts mehr wissen. Das neue, auf Elate-basierende AmigaOS (ein plattform-unabhängiger Software-Layer) wurde einerseits für klassische Desktop-Rechner, sowie für tragbare Multimediageräte konzipiert und unter der Bezeichnung AmigaDE im Oktober 2000 in einer ersten Version ausgeliefert.
Die Amiga-Gemeinde musste weitere Rückschläge verzeichnen: So stellte bereits im Januar 2000 der Turbokarten-Hersteller Phase5, einer der Entwickler von PPC-Karten für den Amiga, einen Insolvenzantrag und das WarpOS-Projekt von Haage & Partner kam nicht vom Fleck. In die Lücke sprang das im gleichen Jahr erschienene MorphOS, das vom ehemaligen Phase5-Entwickler Ralph Schmidt für PPC-Boards und PPC-Amigas initiiert wurde. Zudem erschien im Dezember 2000 das AmigaOS 3.9 von Haage & Partner, das zum letzten offiziellen AmigaOS für klassische Systeme werden sollte.
Amiga, Inc. (Washington) ging indes diverse Partnerschaften mit externen Herstellern ein, um das Betriebssystem AmigaDE auf eine eigenständige Hardware zu bringen: Dem AmigaONE. Die britische Firma Eyetech sollte AmigaONE-PPC-Erweiterungskarten entwickeln, damit die bestehenden Amiga 1200- und Amiga 4000-Besitzer ihre Rechner AmigaDE-tauglich machen konnten. Zudem sollte die Firma bPlan, gegründet von ehemaligen Phase5-Mitarbeitern, unter dem Codenamen «Pegasos» einen PPC-basierten Rechner für AmigaDE entwickeln.
Im Frühling 2001 war der Verkauf der verbliebenen Lagerbestände der Escom-Amigas abgeschlossen und Gateway schloss ihre deutsche Filiale Amiga International GmbH in Braunschweig. Ihr Präsident, Petro Tschyschtschenko, wurde feierlich verabschiedet und die Amiga-Gemeinde verlor einen wichtigen Befürworter des klassischen AmigaOS. Zur Verwunderung aller, verkündete Amiga, Inc (Washington) im gleichen Jahr, dass es doch kein eigenständiges AmigaDE auf den AmigaONE-Rechner geben wird. Stattdessen sollte Haage & Partner - ausgehend von AmigaOS 3.9 - ein eigenständiges PowerPC-Betriebssystem für entwickeln: Das AmigaOS 4» Zur Verwunderung aller stellte Haage & Partner im Juli 2001 mit dem AmigaOS XL stattdessen eine x86-kompatibel Amiga-Emulation vor, die ebenfalls auf AmigaOS 3.9 aufsetzte und das kommende AmigaOS 4 direkt konkurrenzierte. In Folge entzog Amiga, Inc. (Washington) Haage & Partner das Projekt und schloss im Herbst 2001 mit der belgische Firma Hyperion Entertainment CVBA eine Vereinbarung, das klassische AmigaOS von der 68K-Architektur auf die PowerPC-Umgebung zukünftiger AmigaOne-Rechner zu portieren.
Im Februar 2002 stellte Eyetech an der WOA-Messe den Prototypen eines eigenständigen AmigaOne-Rechner vor: den AmigaOne G3-SE. Statt AmigaDE-kompatible Erweiterungskarten zu entwickeln, hatte man jetzt einen eigenständigen PPC-Rechner in der Pipeline. Da sich die Veröffentlichung von AmigaOS 4 weiter verzögerte, konnte auf dem AmigaOne nur Linux installiert werden. Auch beim Pegasos schritt die Entwicklung voran und erste Rechner mit installiertem MorphOS wurden ausgeliefert. Im November 2002 fusionierte der Pegasos-Hersteller bplan mit der Firma Thendic France zur neuen Firma Genesi. Damit stand den Amiga-Usern nach zehn Jahren wieder eine moderne Hardware zur Verfügung, das mit einem Amiga-kompatiblen Betriebssystem aufwarten konnte. Doch genau jene Kompatibiltät führte nun zum Streit mit Amiga, Inc. (Washington), da ihrer Ansicht nach MorphOS unerlaubterweise auf dem Code von AmigaOS 3 aufbauen würde. Die Amiga-Gemeinschaft wurde gespalten: Auf der einen Seite die Firma Genesi mit den Entwicklern von MorphOS, und auf der anderen Seite Amiga, Inc., Eyetech und Hyperion. Trotzdem konnte im November 2002 endlich der ersten AmigaOne von Eyetech mit vorinstalliertem Suse Linux an interessierte Entwickler ausgeliefert werden.
Aus vordergründig kaum nachvollziehbaren Gründen wurden die Rechte am klassischen AmigaOS (ClassicOS) im April 2003 von Amiga, Inc. (Washington) an die ITEC, LLC übertragen, welche diese wiederum an die KMOS, Inc. in Delaware übertrug. In Folge wurde KMOS im Jahr 2005 in Amiga, inc. (Delaware) umbenannt. Die Sache wurde sehr unübersichtlich, da nun zwei Firmen mit dem gleichen Namen existierten. Im Jahr 2007 nahm Amiga (Washington) wieder den ursprüngliche Namen Amino Development Corporation an und hatte mit dem Amiga offiziell nichts mehr zu tun. AmigaDE (oder AmigaAnywhere, wie es nun hiess) wurde nun von Amiga (Delaware) weiter entwickelt. Im Jahr 2008 konnte den registrierten Entwickler das AmigaAnywhere 2 SDK zur Verfügung gestellt werden. Zudem vergab man in den Jahren 2010 und 2011 jeweils eine Lizenz an Commodore USA und IContain Systems, Ltd. für die Nutzung des Amiga-Warenzeichens.
Die Übertragung der Rechte des ClassicOS an Amiga (Delaware) führte kurz nach der Veröffentlichung von AmigaOS 4 im Jahr 2007 zu einem Rechtsstreit mit Hyperion, der erst im September 2009 aussergerichtlich beigelegt werden konnte. Hyperion Entertainment bekam mit der Einigung die weltweit exklusive Lizenz am Quell- und Binärcode von AmigaOS 3.1. Damit gingen alle Rechte am ClassicOS an Hyperion und Amiga (Delaware) verlor die Kontrolle über das AmigaOS 4.
Nach dem Konkurs des zentralen Zulieferers May Logic, zog sich Mitte 2005 die Firma Eyetech aus dem Amiga-Markt zurück. Auch der Pegasos-Hersteller Genesi stellte nach internen Querelen die Produktion von AmigaONE-Rechner ein. Doch dies bedeutete nicht das Ende der Amiga-Next-Generation-Hardware: Im Herbst 2006 kündigte die italienische Firma Acube die Entwicklung von AmigaONE-kompatiblen Motherboards an und im Oktober 2007 konnte das Sam440EP-Board zum Verkauf angeboten werden. Auch Hyperion war nicht untätig und veröffentlichte im August 2008 das neue AmigaOS 4.1, das von Acube vertrieben wurde. Und für die Classic-User, welche über einen klassischen Amiga mit PPC-Board verfügten, wurde im Mai 2011 AmigaOS 4.1 Classic veröffentlicht. Anfang 2010 stieg mit A-EON Technology, Ltd. eine weiterer Player in den AmigaNG-Markt ein. Unter der Führung des Millionärs Trevor Dickinson kündigte A-EON den AmigaONE X1000 an, der im Februar 2002 mit AmigaOS 4.1 an die ersten Anwender ausgeliefert werden konnte. A-EON finanzierte auch die Weiterentwicklung von AmigaOS 4 und Ende 2016 erschien der leistungstarke AmigaONE X5000.
Seit 2007 war die italienische Softwarefirma Cloanto IT srl. bezüglich Urheberrechten in Verhandlungen mit Amiga (Delaware) und konnte 2011 eine Einigung erzielen. Cloanto veröffentlichte bereits im Jahr 1997 mit dem Einverständnis von Gateway 2000 das Emulationspaket Amiga Forever und arbeitete bei späteren Versionen auch mit Amiga (Washington) und Amiga (Delaware) zusammen. Als Ergebnis dieser Verhandlungen übertrug Amiga (Delaware) im Jahr 2012 die Urheberrechte an allen Commodore- und Amiga-Produkten an die Firma Cloanto. Einzig die Rechte an den Amiga-Warenzeichen und die Domain «amiga.com» blieben im Besitz von Amiga (Delaware). Im Gegenzug erhielt Amiga von Cloanto eine Lizenz für die aktuellen Aktivitäten auf der Blackberry-Plattform (Portierung von Amiga-Spiele-Klassiker).
Offensichtlich läutete die Übertragung der Urheberrechte an Cloanto das schleichende Ende von Amiga, Inc. in Delaware ein. In den folgenden Jahren wurden auslaufende Registrierungen nicht mehr erneuert und am 31. Dezember 2016 lief auch die letzte Frist zur Registrierung des Warenzeichens «Amiga» aus. Die Amiga-Webseite wurde im Laufe des Jahres abgeschaltet. In seinem LinkedIn-Profil gab Bill McEwen an, das er von 2000 bis 2016 als CEO von Amiga, Inc. amtete und nun als Director of Operations bei einer Speditionsfirma arbeitete. Im Februar 2019 übertrug Amiga Inc. schlussendlich alle weltweiten Rechte, Titel und Beteiligungen im Amiga-Zusammenhang an die C-A Acquisition Corporation, die im November 2018 von Mike Battilana - der Besitzer von Cloanto - in Nevada eingetragen wurde.
Zum Archivieren, Fakten kann ich keine prüfen.

Aber es hört sich wie eine plausible Zusammenfassung des ganzen Elends (bis 2022) an.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
ZitatDer Stand der Dinge (März 2019)
- Das Warenzeichen «Commodore» ist im Besitz der Polabe Holding N.V.
- Die Urheberrechte an Commodore- und Amiga-Produkten sind im Besitz der Cloanto IT srl.
- Die verschiedenen Warenzeichen rund um den Amiga sind momentan Gegenstand von Klagen, bei denen die Firmen Hyperion, Cloanto und die C-A Acquisition Corporation involviert sind.
- Zwischen den Firmen Cloanto und Individual Computers herrscht ein Streit um die Lizenzrechte des Grafikkartentreibers Picasso96.
- AmigaOS 4 wird von Hyperion Entertainment mit Unterstützung von A-EON weiter entwickelt. Inzwischen kann auch ein Update von AmigaOS 3.1 erworben werden.
- MorphOS wird weiterhin verkauft und für Apple-PPC- und AmigaONE-Rechner von einem dezentralen Team weiter entwickelt.
- AROS wird stetig weiter entwickelt und kann als freies Betriebssystem auf diversen Plattformen installiert werden.
- A-EON verkauft weiterhin den AmigaONE X5000 und in Kürze soll das günstige Einsteigermodell A1222 erscheinen.
- Die Firma Individual Computers hat den Markennamen «Commodore» lizenziert und stellt diverse Produkte unter diesem Label her.
- Cloanto verkauft weiterhin das Emulationspaket Amiga Forever. Zudem können alle von Commodore genutzten ROM-Files und Betriebssystemversionen erworben werden.
- Der THEC64 von Retro Games Ltd. erschien mit einer Lizenz von Cloanto.
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Der italo Commodore Schriftzug sieht wabbelig beknackt aus. Den darf er behalten... in Italien.
Wenn es nicht so aussieht, wie z.B. auf dem C64 Handbuch oder dem Label, ist es sowieso fake.

Unterm Strich ist für uns nur entscheidend, ob der C64U wie geplant in Europa vertrieben werden kann, ohne dass Luigi irgendwie blöde reingrätscht.
Eigentlich ist es wie bei der "Raubkopie" Diskussion - es geht ihm doch kein Geld verloren! Wieso hält er nicht die Füße still und kauft sich breit grinsend einen C64U, wenn er so ein C< Nerd ist? :emojiSmiley-12: Soll er es als kostenlose Werbung für "sein" Commodore sehen - ein eigenes C64 Retroprodukt hat er ja nicht hinbekommen.
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- Offizieller Beitrag
So einfach sehe ich das nicht:
Heute sollen die Italiener "still halten" und Pericom machen lassen, morgen wenn sich Pericom etabliert hat und Fakten geschaffen und sich mit der Marke - auch in Europa - breit gemacht hat, wird er die Namensrechte dann streitig machen.
Wieso hat denn die Holländische B.V. die Luigicom nicht schon vorher stillgelegt?
Weil es Geld kostet und Nerven.
Solche Rechtsstreitigkeiten sind ein Dirty Business. Siehe Amiga.
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War ja auch im Spaß gemeint. Sicher kann Luigi sich nicht stillschweigend die Commodorebutter vom Laptop nehmen lassen, wenn er glaubt, ansatzweise im Recht zu sein. Diese Leichenfirmennamenfledderei ist halt ein spaßig absurdes Schauspiel (wenn es nicht so traurig wär
). Also Popcorn raus und die Visionäre mal machen lassen.Hier noch ein Video zum Thema. Aber Nichts Neues wirklich.
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Der eine Kommentar dort: "There are already some People who got an actual machine in advance. For example german Youtuber AndiraC64 . He even showed it in a video, so it is a little more founded than just AI Images."
Ja, nennt sich inzwischen Ultimate 64 Elite II. Hätte Gideon die letzten 8 Jahre wohl noch mehr Werbung machen müssen.

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