RetroRecipes hat die Marke Commodore gekauft....!

Es gibt 3.160 Antworten in diesem Thema, welches 210.082 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (13. Oktober 2025 um 01:51) ist von Jammet.

  • Das ist doch mal eine schnelle Reaktion, das finde ich schon mal sehr positiv. Und den Satz, dass man bei Commodore dein GUI64 bereits auf dem Schirm hat(te) kannst du dir in jedem Fall schon mal einrahmen. ;)

    Naja, das kann auch ami-mäßiges Bauchgepinsele sein:

    Zitat

    Thank you so much for reaching out and for your incredible work on GUI64! We're familiar with your project and have been impressed by what you've accomplished - bringing a modern, intuitive GUI experience to the C64 is exactly the kind of innovation that excites us

    Im Ernst, ich fände das Gefühl total toll, wenn mein Softwareprodukt offiziell mit dem C64U ausgeliefert würde. Unbezahlbar, sozusagen. ;)

    Naja, ist ja auch ein tolles Produkt. :smile: Ich selbst "arbeite" nur noch mit GUI64, wenn ich am C64 bin. Und es stecken jetzt ca. 1,5 Jahre Arbeit darin. Ich finde es nicht total aus der Luft gegriffen, dass man dafür etwas verlangt. Den Vorschlag von OliBoe, nach einem signierten C64U zu fragen, finde ich z.B. sehr sympathisch.

    Hey WebFritzi! Zunaechst einmal: Respekt fuer deine grossartige Arbeit an der GUI64! Was du geschaffen hast, ist wirklich beeindruckend und verdient hoechste Anerkennung!

    Ich komme selbst aus der Open-Source-Community, wo viele Enthusiasten in ihrer Freizeit Unglaubliches leisten – nicht primaer fuer Geld oder Ruhm, sondern aus Leidenschaft und dem Wunsch, etwas Bleibendes zu schaffen. Oft sind es genau diese Projekte, die von grossen Firmen entdeckt werden und Entwicklern die Chance bieten, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Deine Entscheidung, die Lizenz der GUI64 so zu aendern, dass sie nicht mehr in kommerziellen Produkten genutzt werden kann, ist nachvollziehbar. Vielleicht hoffst du, dass ein Hersteller wie der des C64 Ultimate darauf aufmerksam wird. Dennoch moechte ich dich ermutigen, ueber die Vorteile einer freien Lizenz wie der GPL nachzudenken. Die GPL ermoeglicht es, dass dein Projekt weite Verbreitung findet, von anderen Entwicklern weiterentwickelt wird und langfristig lebt – auch wenn du irgendwann keine Zeit oder Lust mehr hast, selbst daran zu arbeiten. Stell dir vor, wie viel Aufmerksamkeit deine GUI bekommen koennte, wenn sie in der Community geteilt wird oder jemand wie Perri sie in einem YouTube-Video vorstellt!

    Das ist natuerlich nur ein Gedanke, und die Entscheidung liegt ganz bei dir. Deine Arbeit ist in jedem Fall ein Gewinn fuer die Community!

  • Was ist dir denn über die Leber gelaufen?

    Nichts. :)

    Kommt ja nur noch negatives von dir.

    Ich bin bei PeriComm einfach nicht so uneingeschränkt euphorisch, wie scheinbar die meisten hier.
    Einiges wirkt per Schrift vermutlich auch drastischer, als ich es meine.

  • Ich halte Kannibalisierung nicht für das beste Argument

    Ich halte es für gar kein Argument - im Grunde ist es das selbe, als würde man sagen: "Macht das Produkt nicht, das wird zu erfolgreich!".

    Wenn der C64 im Retro-Bereich Angst vor Konkurrenz haben muss, dann ist seine Zeit offensichtlich abgelaufen. Ich halte das aber für eher unwahrscheinlich.

    Ich bin jetzt noch am Überlegen, ob ich evtl. einen Obulus dafür verlangen sollte. Vielleicht 50 oder 25 Cent pro ausgelieferte Einheit. Keine Ahnung, ob das eine gute Idee ist.

    Wie schon jemand vorgerechnet hat: Bei angenommenen 10.00 verkauften Einheiten wird das teuer für Commodore. Die wollen ja vermutlich eine Menge Software dazu packen.

    Deine Software war bei Github gehostet - leider ohne Angabe einer Lizenz. Dass sie es einfach mitnehmen wollten, würde ich deswegen nicht überbewerten. Ich würde nicht gleich eine Forderung stellen, sondern erst mal freundlich darauf hinweisen, dass du das nicht so gedacht hattest - und fragen, ob Gegenleistungen denn im Bereich des Möglichen liegen.

    Ich gehe fast davon aus, dass sich das Thema dann schnell erledigt hat.

  • War das noch schön, als Commodore tot war und alles nur Hobby.

    Das ist auch mein Gefühl. Es verliert sich leider ein wenig der Hobbygedanke: "Just for Fun".

    Sehr Vieles aus der Szene konzentriert sich aktuell bei der Firma "Commodore" und viele "Kleine" werden hier auch noch mit eingebündelt werden. Ich sehe das etwas skeptisch, genauso wie ich eine Konzentration bei Firmen wie z.B. Google skeptisch sehe. Nicht vergessen: Auch dieses "Commodore" kann wieder verkauft werden, wenn sich durch die Konzentration der Marktwert gegenüber dem Kaufpreis erhöht hat. Nichts von "Commodore" gehört der Community, auch wenn diese noch so sehr davon begeistert ist oder gar zuarbeitet.

    Ich empfinde es seit einigen Jahren, dass für Einige der Hobbyaspekt rund um den C64 weniger und der Gedanke des "damit etwas Geld einnehmen" mehr wird. Aktuell wird das mit "Commodore" noch mehr vorangetrieben. Immer mehr Leute wollen ein Stück vom vermeintlichen Kuchen mitnehmen.

    Was dadurch etwas auf der Strecke bleibt, ist das Hobby als reines Freizeitgeschehen ohne finanzielle Gedanken. Dafür bräuchte es auch kein neues "Commodore". Das nützt in meinen Augen hauptsächlich dem Inhaber der Firma.

    Ich wünsche jedem alles Gute, jeder kann und soll soviel mitnehmen, wie er schafft. Aber schade finden tue ich es trotzdem, wenn der finanzielle Punkt zunehmend mehr Gewicht findet. Das waren irgendwie auch "nostalgische Zeiten", als sich eine Zeitlang kaum jemand um den "alten Commodore-Kram" gekümmert hat und man "in Ruhe" rumwurschteln konnte. :D

  • Was ist dir denn über die Leber gelaufen?

    Nichts. :)

    Kommt ja nur noch negatives von dir.

    Ich bin bei PeriComm einfach nicht so uneingeschränkt euphorisch, wie scheinbar die meisten hier.
    Einiges wirkt per Schrift vermutlich auch drastischer, als ich es meine.

    "Anscheinend", bitte. ;) Aber auch dann deckt sich mein Eindruck nicht mit deinem, wenn du von "den meisten hier" schreibst. :)

  • Ich mache jetzt mal den Devil's Advocate: Mit der Lizenz, mit der du GUI64 bis vor Kurzem belegt hast, hast du (für die Versionen bis zu der Lizenzänderung kürzlich) da aus meiner Sicht keinen Ansatzpunkt bzw. Anspruch.

    Nachdem WebFritzi erwähnt hatte, dass er Commodore kontaktieren will und von Lizenzänderungen die Rede war, hatte ich gestern mal das GUI64-Repository bei Github angesehen: Da war gar keine Lizenz angegeben, und ich meine die Downloads enthalten auch keine. Falls ich nichts übersehen habe, gilt deswegen:

    Du hast nur die Rechte, die dir ausdrücklich (meist in der Lizenz) gewährt werden. Mangels Lizenztext hat Commodore also gar keinen Anspruch auf irgendwas - außer dass sie GUI64 herunterladen und sich die Quelltexte ansehen dürfen - beides ist durch das Hosting bei Github bzw. im F64 impliziert.

    Die Idee, jetzt mal eben schnell die Lizenz zu "ändern" (bzw. eine restriktive Lizenz auszuwählen), gefällt mir aber auch nicht besonders. Ich würde durchaus ein bisschen Snoopy zustimmen: gefühlt ändert sich das Klima gerade ein bisschen. Nicht dramatisch, aber spürbar.

  • Das waren irgendwie auch "nostalgische Zeiten", als sich eine Zeitlang kaum jemand um den "alten Commodore-Kram" gekümmert hat und man "in Ruhe" rumwurschteln konnte. :D

    Kann ich absolut nachvollziehen.

    Dennoch freue ich mich auch auf neues.

    Alles ist Veränderung, das ganze Leben. Das es C= auch nochmal trifft hätte ich so langsam nicht mehr erwartet.

    In meiner Welt/Glauben kann man einfach nur froh sein, das etwas überhaupt stattgefunden hat... in den Milliarden von möglichkeiten die hätten eintreten können... ist C= 92 Pleite gegangen und deren Produkte wurde von der Community am Leben gehalten... und jetzt kommt einer daher und will wieder ein Geschäft draus machen. Ich kann verstehen das das längst nicht allen gefällt.

    Aber hey. Das hätte auch viel früher passieren können und weitaus negativer. Von daher ist es eben so wie es ist.

    Solange C= in den Händen von Perry ist, wird es glaube ich noch alles gut gehen... sollten die aber wirklich signifikanten Erfolg haben... wirds brenzlig. Die sind schneller "geschluckt" als man gucken kann. Cook, Zuckerberg und Konsorten wollen keine weiteren Mitbewerber.

  • Ich mache jetzt mal den Devil's Advocate: Mit der Lizenz, mit der du GUI64 bis vor Kurzem belegt hast, hast du (für die Versionen bis zu der Lizenzänderung kürzlich) da aus meiner Sicht keinen Ansatzpunkt bzw. Anspruch.

    Nachdem WebFritzi erwähnt hatte, dass er Commodore kontaktieren will und von Lizenzänderungen die Rede war, hatte ich gestern mal das GUI64-Repository bei Github angesehen: Da war gar keine Lizenz angegeben, und ich meine die Downloads enthalten auch keine. Falls ich nichts übersehen habe, gilt deswegen:

    Du hast nur die Rechte, die dir ausdrücklich (meist in der Lizenz) gewährt werden. Mangels Lizenztext hat Commodore also gar keinen Anspruch auf irgendwas - außer dass sie GUI64 herunterladen und sich die Quelltexte ansehen dürfen - beides ist durch das Hosting bei Github bzw. im F64 impliziert.

    Die Idee, jetzt mal eben schnell die Lizenz zu "ändern" (bzw. eine restriktive Lizenz auszuwählen), gefällt mir aber auch nicht besonders. Ich würde durchaus ein bisschen Snoopy zustimmen: gefühlt ändert sich das Klima gerade ein bisschen. Nicht dramatisch, aber spürbar.

    Ich sehe da durchaus Änderungen, was die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. angeht.

  • Gideon mit seinen guten aber auch nicht billigen Cartridges und Motherboards, Jim Drew mit seinen Tastaturen, Spielentwickler, ebay-Verkäufer, Retro Games, Cloanto und viele mehr - die Kommerzialisierung in der Retro-Nische gab es ja schon lange vor Commodore, wie wahrscheinlich in jedem Hobby. Nur merkt man das nicht so, wenn die ganze Szene sehr klein ist. Und auch Peri war schon lange als Youtuber im Retrobereich tätig und hat seine Video monetarisiert, so wie viele andere.

    Ich seh da bisher noch nicht den Quantensprung, wo irgendwas wirklich anders wird, aber der Ansatz des neuen Commodore ist später natürlich schon auf breitere Kommerzialisierung gerichtet. Und der Chief Tramiel Officer scheint ja auch schon genau in diese Richtung zu beraten.

  • Stimmt, es ist viel viel besser, das alles in Kleinserien-Hobbyprojekten zu belassen, wo es dann womöglich nach 1, 2 Batches wieder keinen Nachschub mehr gibt, weil alles zu zersplittert oder zu teuer ist - oder zu wenig "Standard".

    Sieht man ja jetzt schon bei den zwei existierenden Tastaturansätzen, dass da nichts miteinander kompatibel ist.

    Das ist natürlich im "long run" von Vorteil, wenn man mal was nachkaufen will und dann immer "out of Stock" vor sich stehen hat im Shop.

    Was ist besser? Das Produkt später im Shop von Commodore günstig(er) und verfügbar aus einer Hand zu bekommen, mit einem Vorlauf von mehreren 10.000 Einheiten und somit wohl doch sehr sicher ausgemerzten "Kinderkrankheiten" - oder sich wieder von 3, 4 Anbietern Teile einzelnd zusammenzuklauben, wo es dann vielleicht wieder eine Komponente nicht mehr gibt... Neues Board, neues Gehäuse, neue Tastaturmatrix... blöd, keine Tastenkappen... oder endlich die Tastatur, aber dann das Board wieder ausverkauft... etc. etc.

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  • sehr sicher ausgemerzten "Kinderkrankheiten"

    Dein Wort in .....
    Genau deshalb kaufe ich mir JETZT noch keinen C64U.
    Wir kennen die Produkte von Gideon. Sie sind grundsätzlichg genial, aber im Detail optimierungsfähig. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen, dass das mit dem C=-Logo und noch mehr Betatestern schnell besser wird.

  • Alles wird sich ändern, aber nichts ändert sich. :)

    "Du willst einen neuen C64? Du hast schon von diesem Ultimate64 gehört, aber es war dir zu schwierig und ggf. zu teuer einen solchen zusammenzustellen? Fein, dann kommt jetzt der C64U für dich!"

    Also entweder ist man scharf auf C64 Retrokram oder man lässt es. Dass Peri zusammen mit Gideon genialerweise den U64 als C64U groß rausbringt, kann einem doch latte sein, wenn es einen nicht interessiert. Auch ohne Commodore Logo war das Projekt bisher kommerziell, weil das Hardware zum Kaufen und nicht Software zum Kopieren ist. Jetzt steht sogar noch Commodore drauf und aufgrund der höheren Stückzahlen wird es günstiger. Gideons Baby ist erwachsen geworden. Party time, excellent!

    Fühlt sich jetzt irgendwas weniger wertig an? Ist es jetzt nicht mehr so ein Retro-Underground-Geheimtipp? Wird der C64 in seiner reinkarnierten Form (Sakrileg! ;) ) womöglich wieder Mainstream? Muss man sich deswegen wieder ein exklusiveres Hobby suchen? :D

    Ich bin glücklich mit meinem 1.2er Board im C64C Gehäuse und hatte viele Jahre Spaß damit. Wäre der Verkauf der Ultimate Produkte eingeschlafen, dann gäbe es keinen C64U. Unser starkes Interesse hat es erst möglich gemacht, dass jetzt alle in den Genuss eines neuen C64U kommen, der den Namen mehr verdient als ein TheXYMaxi. Und wenn das U64 Board mal die Grätsche macht, ist der C64U vielleicht immer noch erhältlich. Ist doch super für alle!

    Und zur teilweise seltsamen Preisdebatte: es kostet, was es kostet.

    Lebensmittel, Klamotten und Luxusartikel schwanken auch im Preis. Wer rennt denn aufgeregt mit seiner gekauften Margarine in den Discounter, weil die plötzlich im Angebot ist und gestern noch das Doppelte kostete? ;)

    Ausserdem kassiert der Staat eine üppige MwSt. Wer geht da auf die Barrikaden?

  • Die obereste Priorität wird ja wohl sein nicht so schnell wieder pleite zu gehen. Es muss also ausreichend Geld verdient werden.

    Von daher kann man wohl C65 usw. eher vergessen. Aus den bisher hier genannten Gründen.

    Ich glaube bei einem C65 bräuchte es zwei Pfeiler, auf die der stehen müsste.

    1. Der Preis.

    Wenn sich, wie wir es gerade beim C64U erleben, durch die Marke Commodore die Zielgruppe vergrößert, dann kann auch hier der Preis drastisch zurückgehen. Wir haben es in einem der Postings von Jim Drew gesehen:

    Zitat

    Working with Commodore to provide keyboards has changed everything. One big immediate advantage is that the quantities go up, which is great because most companies I have reached out to about the keycap printing want some ridiculous minimum number of keycaps printed before they will even take the business. So, approaching a company with needing only about 1200 sets of keycaps (in many different colors) is not well received. Needing tens of thousands is now getting people's attention and opening doors. So, this campaign is benefitting from this right now.

    --

    Die Zusammenarbeit mit Commodore bei der Bereitstellung von Tastaturen hat alles verändert. Ein großer unmittelbarer Vorteil ist die steigende Stückzahl. Das ist großartig, denn die meisten Unternehmen, die ich wegen des Tastenkappendrucks kontaktiert habe, verlangen eine lächerliche Mindestanzahl an Tastenkappen, bevor sie überhaupt den Auftrag annehmen. Daher kommt es nicht gut an, ein Unternehmen mit einem Bedarf von nur etwa 1200 Tastenkappen-Sets (in vielen verschiedenen Farben) anzusprechen. Der Bedarf an Zehntausenden erregt jetzt die Aufmerksamkeit der Leute und öffnet Türen. Davon profitiert diese Kampagne gerade.

    2. Der Ansatz.

    Soll das ganze ein Erfolg sein, würde ich dafür plädieren neben den Preis zu drücken, auch den Ansatz zu verbreitern. Was meine ich damit? Der C65 soll nicht nur der MEGA65 mit einer Commodore-Taste und einem Commodore Label sein, er soll der "ultimative Commodore Computer" sein.

    Dazu bräuchte es neben dem exzellenten MEGA65-Core auch andere Cores, die am besten weitgehend vorinstalliert drauf sind: C64 (natürlich), VIC-20 (ist noch nicht sehr stabil, aber es wird) und am besten noch C16 und Plus/4. Im Idealfall noch Amiga 500.

    Mit so einem Ansatz wäre der C65 tatsächlich der ultimative Commodore Computer. Viele Leute wünschen sich einen FPGA-Amiga und einen FPGA-C16 im coolen Formfaktor (also nicht auf irgendeiner Platine, sondern im Retro-Gehäuse). Dazu bräuchte Peri aber Leute, die die fehlenden MISTer Cores auf den FPGA des C65 umsetzen. Das ist dann der Hauptteil der eigentlichen Arbeit. Der Rest ist ja mehr oder weniger vorhanden.


    Die Werbung in seinem Shop ergibt sich dann automatisch. Es gibt den ultimativen Commodore 64, also den "Commodore 64 Ultimate". Und es gibt den ultimativen Commodore Computer. Der "Commodore 65 Ultimate". So, oder so ähnlich. :emojiSmiley-06:

    Ein C65 Classroom wäre ein schönes Vehikel, einen schlanken und modern aussehenden C64 einzuführen. Der Brotkasten ist ein ikonisches Gehäuse und wird immer ein Klassiker bleiben, aber spannend fände ich auch einen zuende-gedachten C64C, der dann eher aussieht wie ein kleiner C128. Wenn man nicht mehr an dieser klobigen C64-Tastatur hängt, sondern eine flache Platine und flache Keycaps wie beim C128/M65 verwendet, dann könnte man mit einem schmalen FPGA-Board ein sehr kompaktes Gehäuse umsetzen.

    Hier sprichst du zwei Punkte an. Der erste ist der C65 Classroom. Das ist für die, die das noch nicht wissen, ein C65 ohne eingebauter Floppy. Davon gibt es einen Prototypen unter dem Namen "C65 Classroom Edition". Der war bei den MEGA65-Machern im Gespräch, wenn eines Tages die Floppy-Laufwerke ausgehen sollten.

    Wenn wir hier also vom Preis sprechen (siehe oben Punkt 1), dann könnte man optional auch darüber nachdenken, die Floppy wegzulassen, sollte ihre Absenz helfen, den Preis deutlich drücken zu können. Dann wären wir bei der Classroom Edition und man könnte eine 1565 Floppy als Einzelfloppy anbieten für die, die sie haben wollen. Denn im Normalfall sind die Daten ja eher auf der SD-Karte.

    Der zweite Punkt ist einer, über den ich mir auch schon länger Gedanken mache. Zunächst habe ich schon damals nicht verstanden, warum Commodore 1986 die zur damaligen Zeit im Vergleich zu anderen nicht besonders gute C64 Tastatur im C64C verbaut hat und nicht eine flachere wie vom Plus/4, C128 und später im C65.

    Man könnte also nach dem Brotkasten C64U einen C64C Ultimate rausbringen und den optional mit einer "moderneren" Tastatur anbieten. Ich denke hier aber weiter und bringe einen möglichen C64 Ultimate Laptop ins Spiel. Der bräuchte genau das. Eine flachere (wenn auch nicht ganz flache) Tastatur, dazu ein neues Gehäuse mit Display und das vorhandene Ultimate-Board. So ein Retro-Laptop mit allen Anschlüssen würde nochmal ordentlich die Kassen klingeln lassen.

    Aber klar ist, dass all die aufgezählten Dinge weitaus höher hängen als die "low hanging fruit" C64U. Die Frage ist, wie weit Peri schon bereit ist hochzuklettern, um die verbotenen Früchte für uns zu pflücken... :emojiSmiley-06:

    Ich halte Kannibalisierung nicht für das beste Argument, denn mit derselben Argumentation könnte man sagen, dass sich niemand mit dem VIC-20, Plus/4 oder Commodore 128 beschäftigen sollte. Ich sehe den C64 als Zentrum der Commodore-welt, aber ich bin froh, dass die Welt der Retrocomputer größer ist als nur der C64. Der Commodore 65 / Mega65 ist ein sehr interessanter Retrocomputer. Genauso wie ich ein Spiel, das für den Plus/4 herauskommt, nicht für Unsinn halte, finde ich auch Software für den C65/Mega65 sinnvoll, sie macht die 8-Bit-welt bunter.

    Das sehe ich genau so. Es ist vielmehr ein Lebendighalten der Community. Und der C64 wird immer größer sein als der C65, egal was passiert.

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    Das sehe ich genau so. Es ist vielmehr ein Lebendighalten der Community. Und der C64 wird immer größer sein als der C65, egal was passiert.

    Das sehe ich auch so und sinngemäß hatte ich das ja auch schon geschrieben.
    Schön, dass ich mit meiner Meinung nicht allein bin. :)


    Ich finde es nicht total aus der Luft gegriffen, dass man dafür etwas verlangt.

    Ich auch nicht. Sprich einfach mit denen und frage nach. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

    Und die werden ganz sicher nicht sagen "Wie, Du willst uns das plötzlich nicht mehr SCHENKEN ??? DANN TUN WIR ES NICHT DAZU!"

    Ob Du dann von denen einen kleinen Obolus in monetärer Form oder anderweitig bekommst, das kannst Du alles besprechen.


    War das noch schön, als Commodore tot war und alles nur Hobby.

    Ich bin bei PeriComm einfach nicht so uneingeschränkt euphorisch, wie scheinbar die meisten hier.
    Einiges wirkt per Schrift vermutlich auch drastischer, als ich es meine.

    Wenn ich das sagen darf - und ich meine das auch völlig un-emotional, ich sage immer nur was ich denke... Du kommst streckenweise wirklich sehr negativ rüber. Das empfinde sicher nicht nur ich nicht als "nur uneuphorisch". ;)

  • Speziell dieses Produkt, sofern es 100% so geliefert wird, ist überhaupt nichts was es zu bemängeln/bekriteln gäbe. Alles deutlich günstiger, als wenn man die Einzelkomponenten dafür selber zusammenkaufen müsste. Wenn ich nicht schon ein U64 Board, samt neuem Retrofuzion Gehäuse, hätte würde ich auch zuschlagen.

  • Warum müsste der neue C65 denn dem MEGA65 zu 100% entsprechen? Warum nicht eine C65only lowcost Variante ohne zusätzlichen Cores? Und Laufwerk durch SD-Karte ersetzen, etc. Dann könnte nebenbei der MEGA65 auch Auftrieb durch neue Games bekommen - sowie der Next halt auch neue grafisch bessere Games hervorbringt mit den neuen Modis. Eben halt ohne auf die ("altbackene", im Sinne von Bitplanes etc) Amiga-Plattform zu setzen... Also retro und "Zukunft, die uns versprochen wurde".

  • Es gibt keinen grundlegenden Grund, warum ein Mega65 extrem teuer sein muss. Wenn man sich die Komponenten eines C64U ansieht, ist der Mega65 in seiner Herstellung nicht wesentlich komplexer. Der Grund für den hohen Preis liegt in den geringen Stückzahlen, den hohen Entwicklungskosten und Produktion in Deutschland.

  • Es gibt keinen grundlegenden Grund, warum ein Mega65 extrem teuer sein muss. Wenn man sich die Komponenten eines C64U ansieht, ist der Mega65 in seiner Herstellung nicht wesentlich komplexer. Der Grund für den hohen Preis liegt in den geringen Stückzahlen, den hohen Entwicklungskosten und Produktion in Deutschland.

    Der Mega 65 hat fast gar keine Entwicklungskosten, weil niemand aus dem Team auch nur einen Cent bekommen hat.