Geschwindigkeit beim kopieren von PC auf SD Karte

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema, welches 14.972 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. April 2007 um 21:29) ist von wizzard2002.

  • Hallo,

    ich habe hier so ein Problem, wo ich nicht weiß ob das normal ist oder nicht. Ich wollte gestern 680 MByte an Datenmenge auf eine 1 Gbyte SD Karte kopieren.

    Dafür hat mein Rechner ganze 14 Stunden gebraucht und es hat nicht alles draufgepasst, der Datenträger war dann voll.

    Die SD Karte ist mit FAT formatiert und vermutlich liegt es an der festen Clustergröße daß nicht alles draufpasst.

    Aber die Geschwindigkeit hat mich doch etwas erschrocken. Ich habe Thomas64 Dateien, die HVSC und die T64 Dateien der GB64 kopiert. Allerdings so langsam, das ist der Wahnsinn.

    Ich habe USB 2.0 einen USB 2.0 Kartenschreiber und eine SD Karte von Transcend.

    Wie lange dauert das eigentlich bei Euch um die gleiche Menge auf eine Karte zu schreiben und was habt Ihr für eine genaue Config? (Readerfirma, Kartenfirma)

    Auf welche Karte kann ich mit Top Speed kopieren und wo passt die ganze Gamebase drauf? (Bitte nur ehrliche, eigene Erfahrungen)

    Wieso ist das langsam bei mir? Hat jemand einen Tipp?

    Wieviel einzelne Dateien kann man laut Spezifikation auf eine SD-Karte kopieren?

    Lässt sich die SD-Karte auch defragmentieren und wie lange dauert das?

    Was nehmt Ihr für ein Format? FAT oder FAT32?

    Vielen Dank für die Hilfe
    Pentagon

  • Boah.... und du hast 14 Stunden gewartet???? also, spätestens nach 1 Stunde wäre bei mir der Gedultsfaden gerissen (warscheinlich schon früher, da die geschätzte Zeit ja schon vorher zu sehen ist).

    Keine Ahnung wie das mit den Begriffen "High Speed" , "Ultra High Speed" "High Performance" usw ist... warscheinlich sind die nicht genormt und kann jeder verwenden wie er will...

    viele Karten haben 10 MB pro Sekunde (ist aber auch ein MAX Wert, und nicht der Standard).... aber egal, selbst wenn es nur 1 MB pro Sekunde wäre, dann käme man bei 600 MB rechnerisch auf 600 Sekunden, also 10 Minuten (ok, vielleicht auch etwas mehr wenn es viele Files sind).

    Hmmm... und vielleicht liegt genau DA der Hund begraben... wenn es tausende einzelne Files sind... dann kann es wohl viiiiiel länger Dauern

  • die geschwindigkeit kann *sehr* unterschiedlich sein, je nach verwendeter karte. grade so billige sonderangebotskarten sind oft so langsam, das ist der wahnsinn.

    viele kleine dateien tun dann noch ihr übriges dazu, grad windows steht da garnicht drauf und wird dann noch langsamer.

  • Ich tippe jetzt einfach mal, dass gerade das HVSC sehr viele kleine Dateien besitzt.
    Je nachdem, mit welcher Clustergröße Deine Karte formatiert ist, kann dadurch relativ viel Platz verschenkt werden. Wenn die Clustergröße z.B. 16kb groß ist, und die Dateien die Du draufkopierst zum Großteil kleiner sind, dann geht Dir ne Menge Speicherplatz verloren. Somit kann das gut sein, dass die Karte schon voll war.

    Ich würde die Karte nochmal mit Fat32 und ner Clustergröße von 8kb formatieren.

    Selbst benutze ich eine 1GB Karte von Sandisk und eine 2GB Karte von Hama in einem internen Cardreader im PC. Beide funktionieren grds. sehr gut, dauert zwar auch ein wenig beim kopieren, aber bei weitem keine 14 Std.

    I wanted to make this world better, but god denied to give me the sources...

  • >Ich würde die Karte nochmal mit Fat32 und ner Clustergröße von 8kb formatieren.

    Das geht bestimmt. Wird aber nichts nutzen. Meinens Wissens ist FAT32 im MMC64 nicht implementiert.

    Viele Grüße
    hexagon

  • Kann ich auch beim FAT Format die Clustergröße einstellen? Welche soll ich nehmen?

    512 byte???

    Gruß
    Pentagon

  • @Pentagon

    Die HVSC gibt es ja auch als ZIP-Version. Versuche doch einmal bitte diese ZIP-Datei einfach auf die SD-Karte zu kopieren und sie dann erst auf der SD-Karte zu entpacken. Dieses ist meiner Erfahrung nach wesentlich schneller.
    Wenn Du ebenfalls ein positives Ergebnis erhalten solltest, dann mach es immer so.
    Gegebenfalls packst Du Deine Daten immer vorher (auch wenn es nichts oder nicht viel bringt), schiebst die ZIP oder auch RAR auf die SD-Karte und entpackst sie dann erst dort. Danach kannst Du ja die gepackte Datei wieder Löschen.

    Ich denke Windows hat allgemein Probleme über einen Kartenleser (meist oder ausschließlich USB) mehrere tausend Dateien zu kopieren.
    Und lass das mit dem FAT32 bleiben, es bringt nichts und geht eh nicht mit dem MMC64.

    Ich benutze übrigens einen externen USB-KArtenleser von HAMA (blau und durchsichtig) für 10 €.
    Ich finde es ist der beste auf dem Markt und hatte in der Vergangenheit mit anderen (auch internen) nur Probleme.


    Gruß

    Lorraine

    Toleranz ist der Verdacht, daß der andere Recht hat.

    Kurt Tucholsky (09.01.1890 - 21.12.1935)

  • Auch wenn das nicht wirklich weiterhilft:
    Habe eine 1GB-Karte von Transcend, da hab ich letztens das Spielepäxken von Thomas64 draufkopiert....halbe Stunde. Und das für ca. 150MB.

    Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein.
    Gruß - cp2

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  • Zitat

    Original von hexagon
    >Ich würde die Karte nochmal mit Fat32 und ner Clustergröße von 8kb formatieren.

    Das geht bestimmt. Wird aber nichts nutzen. Meinens Wissens ist FAT32 im MMC64 nicht implementiert.

    Viele Grüße
    hexagon


    Sorry, Du hast natürlich Recht, es sollte auch korrekterweise Fat16 heißen. ;)

    @Pentagon:
    512b würde ich nicht machen. Je kleiner die Clustergröße, desto größer wird die FAT selber. Wenn nun was von der Karte gelesen wird, dauert es wieder deutlich länger, da es wesentlich länger dauert den entsprechenden Cluster zu finden, wo sich die gesuchte Datei befindet. Ich würds mal mit 8kb probieren. Ne handvoll Dateien draufkopieren und mal sehen wie die Karte sich verhält. Wenns nicht besser wird, kannst Du die Karte ja nochmal neu formatieren und evtl. ne größere Clustergröße wählen.

    I wanted to make this world better, but god denied to give me the sources...

  • Hallo,

    ich habe jetzt alles ausprobiert, was Ihr gesagt habt. Die Karte ist einfach "Mist". Anscheinend ist das die langsamste Karte die man bei Pro Markt kaufen konnte, natürlich habe ich sie wieder gekauft :wand

    Habe jetzt eine 48x Fach Karte auch von Transcend beim Nachbarn geliehen. Die geht ab wie Sau und schafft das alles in rasender Schnelle.

    Das formatieren auf eine niedrigere Clustergröße funktioniert nicht bei FAT, ich bekomme immer eine Fehlermeldung, daß die Größe zu klein gewählt ist.

    Also muss ich mir mal eine neuere 133x SD Karte leisten, am besten gleich mit 2 GB. Ich möchte gerne die komplette Gamebase und die HVSC auf einer Karte haben. Keine Ahnung ob das überhaupt geht.

    Hat mal jemand eine 4 GB ausprobiert???

    Anscheinend verschenkt man wirklich 400 Mbyte pro Gigabyte bei der Menge an kleinen Dateien.

    So ein Mist...

    gruß
    Pentagon

  • 4GB kannst Du vergessen. Fat16 erlaubt standardmäßig nur 2GB große Partitionen.

    I wanted to make this world better, but god denied to give me the sources...

  • Bei den grösseren Karten greift da noch ein anderer schlimmer Nachteil des FAT16 Formats:
    Es sind nur 65536 Cluster möglich (Daher die 16). Davon gehen noch ein paar für Verwaltungszwecke ab. Eine 2 GB Karte hat die gleiche Zahl Cluster wie eine 1 GB Karte, nur eben 32 KB anstatt 16 KB gross.

    Wenn man schon ne Spielesammlung auf der Karte hat geht einem also spätestens bei der HVSC der Platz aus - und zwar nicht der Speicherplatz, sondern die Anzahl der verwaltbaren Files.

    Viele Grüße
    hexagon

  • Alles klaro, verstanden. Das bedeutet das ich mir das Geld sparen kann und man nicht die komplette Gamebase + HVSC auf eine Karte kopieren kann?

    Dann muss es eben doch mit mehren Karten sein...

    Gruß und Danke
    Tom

  • Zitat

    4GB kannst Du vergessen. Fat16 erlaubt standardmäßig nur 2GB große Partitionen.

    stimmt-> jetzt aber mal ne blöde Frage:

    wie wärs mit 2 Partitionen?
    Vom PC aus machbar, man müsste der MMC64 halt beibringen das es quasi Disk A und Disk B gibt und mittels Befehl umschalten. Ob es programmtechnisch am C64 möglich ist kann ich natürlich nicht sagen aber was am C64 nicht geht, geht gar nicht. :roll2:

    gruß,

    znarF

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  • Was lernen wir draus? Nix bei Promarkt kaufen! Aber die anderen sind wohl auch nicht besser...! :roll:

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    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

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  • Zitat

    Original von znarF
    wie wärs mit 2 Partitionen?
    Vom PC aus machbar, man müsste der MMC64 halt beibringen das es quasi Disk A und Disk B gibt und mittels Befehl umschalten. Ob es programmtechnisch am C64 möglich ist kann ich natürlich nicht sagen aber was am C64 nicht geht, geht gar nicht. :roll2:


    Das sollte durchaus gehen. :) Natürlich wäre dafür ein neues BIOS oder ein spezielles Programm nötig.

    Andere Möglichkeit: Die SID-Files in ein großes T64-File packen und dem T64-Plugin beibringen, den SID-Player aufzurufen. ;)

    CU
    Kratznagel

  • Zitat

    Original von znarF
    wie wärs mit 2 Partitionen?
    Vom PC aus machbar, man müsste der MMC64 halt beibringen das es quasi Disk A und Disk B gibt und mittels Befehl umschalten. Ob es programmtechnisch am C64 möglich ist kann ich natürlich nicht sagen aber was am C64 nicht geht, geht gar nicht. :roll2:


    2 Partitionen erstellen ist kein Problem, derzeit kann das MMC aber nur die erste Partition (und ich glaube auch nur im TNT Browser) anzeigen. Es müßte also ein neues Bios oder ein neuer Filesbrowser her, der mehrere Partitionen unterstützt.

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  • The problem with partitions is that Windows only shows the first partition on removable media. If you manage to partition your card (not possible with Windows directly, but I bet there are some nice programs for that for Win32) you need to swap partition descriptors with some management program to see other partitions. There should be no prblems with Linux.

    About 4 GB cards: anyone here with Windows NT & 4 GB card? You should be able to use 64 KB clusters with FAT16. If you find supported card reader, that is...

  • FAT16 kann auch 4GB große Partitionen. Das ist dann aber auch tatsächlich das Limit, und von alten DOS-Versionen wird das nicht unterstützt. Windows ab NT4, Linux, etc sollten damit aber keine Probleme haben. Nur hat man dann eben extrem große Cluster (64KB). Kleine Clustergrößen gehen bei FAT16 aus naheliegenden Gründen nicht! (16 Bit = max. 65536 Cluster)

    Diese großen Partitionen kann man mit speziellen Formatierungsprogrammen oder mkdosfs erstellen.

    Ich hab hier auch so eine superlahme Karte. 1 GB, bei Reichelt für knapp 8 EUR gekauft - der Preisverfall ist ja unglaublich. :) Man kann da schon etwas machen, um das Schreiben zu beschleunigen.

    * wenn man unter Windows ist: standardmäßig beschreibt Windows solche externen Datenträger synchron, d.h. ohne Schreibcache. Man kann dann zwar "relativ" gefahrlos die Karte einfach rausziehen, wenn gerade nicht auf sie zugegriffen wird (ich würde das dennoch nicht machen), aber Schreibzugriffe werden verlangsamt. Im Gerätemanager kann man den Schreibcache wieder einschalten. (Beim Gerät auf "Eigenschaften, irgendwo dort)

    * ansonsten: ein Image der Karte auf Festplatte kopieren, das Image mit Daten füllen und wieder zurückschreiben. Meine Billigstkarte konnte ich so relativ schnell befüllen - beim sequentiellen Schreiben schafft sie gut 1,5MB/s. Bei zufälligen Schreibzugriffen ist sie einfach nur arschlangsam. :) Unter unixoiden Systemen ist das sehr einfach, ungefähr so:

    Code
    dd if=/dev/mmcblk0p1 of=image.sd
    mount -o loop image.sd /mnt
    <Dinge raufkopieren etc.>
    umount /mnt
    dd if=image.sd of=/dev/mmcblk0p1
  • Ich erkläre nochmal etwas zur Langsamkeit.

    SD-Karten benutzen in der Regel NAND-Flash. Diese Art von Flash ist physikalisch in Blöcken organisiert; einmal eine Blockgröße, die auf einmal beschrieben werden muss (512-2048 Byte) und zweitens eine Blockgröße, die auf einmal gelöscht werden kann (bei großen Karten 128kb und mehr!). Vor einem Schreibzugriff muss eine Flash-Speicherzelle gelöscht werden, und hier liegt dann das Problem...
    Für einen Schreibzugriff auf ein beliebiges Byte innerhalb eines solchen Blockes muss nun aber der gesamte Block neu geschrieben werden. Besser gesagt noch: 1. der Block wird in einen Puffer gelesen; 2. Die Daten im Puffer werden modifiziert; 3. Der Block auf der Karte wird gelöscht; 4. Der Block im Puffer wird auf die Karte zurückgeschrieben. Das passiert alles transparent nach außen im Controller auf der Karte.

    Wenn man mehr oder weniger sequentiell arbeitet (und dabei auch die passenden Kommandos für multi-block-Zugriffe benutzt, aber das ist eine andere Sache...) dann ergibt das kein großes Problem. Anders bei zufälligen Zugriffen.