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XE-Kabel PC-C-64

  • Hallo,


    eine "Bedienungsanleitung" braucht's da nicht. Die x1541-/xe1541- usw.-Kabel sind schlicht dafür da, um C64-Software von einem Commodore-Laufwerk auf den PC respektive umgekehrt zu befördern. Der Übertrag mittels Diskette ist eben der einfachste Weg.


    Es ist ganz einfach: Diskette in die 1541, PC mit Startdiskette in den DOS-Modus bringen (DOS-Box unter Windows funktioniert nur bedingt), SC starten, kopieren. Quell- bzw. Zielordner auf dem PC ist derjenige, in dem der SC selbst liegt. Eine umfassende Anleitung gibt's aber auch im Netz.


    Ich empfehle, das Kabel selbst zu basteln, denn die Preise im WWW sind, sagen wir, etwas hoch. Ich jedenfalls finde das Teil... geil!

  • Hi, also 8 € oder 10 € sind echt nicht zuviel. Ich würde mir selbst sogar kein Kabel mehr löten - obwohl ich zwei Arme habe. Wenn mann sich richtig Mühe gibt und ein echt hochwertiges Kabel bastelt dauert das seine Zeit, ca. 1 Std. würde ich sagen. Alleine die Dioden an den D-Sub, bzw. in Gehäuse integrieren is so´ne Sache. Bis 15€ is völlig normal und wahrscheinlich noch unter Selbstkostenpreis (Zeitfaktor).
    @Gunnar: Ich möchte dir nicht zunahe treten, aber ein Bekannter hat auch nur ein Arm und der ätzt und bestückt Platinen das es nur so raucht. Der hat sogar sein Auto selbst umbaut für Einarmbetrieb, inclusive die Teile selbst angefertigt und gedreht. Hut ab !!!

  • Kann man denn eventuell ein X1541 Kabel quasi "aufrüsten" auf ein XE1541? Mir ist noch nicht ganz klar, warum das X1541 nicht mit "neuen" PC zusammen läuft. Also ich hatte mein X1541 an einem AMD K6-2 laufen, ohne Probs. Nun ist's aktuelle ein P4... geht das noch mit dem alten Kabel? Auf was muss man den Druckerport im Bios nochmal stellen?


    Und zu den tausend fragen noch eine... wie hieß des das Programm mit dem man den PC als Festplatten-Slave für den C64 einsetzen konnte? HD64?64hd?
    Ist das einfach einzurichten und taugt das was?


    Danke
    Jive

  • Dass das X1541 an manchen (vielen) PCs nicht läuft liegt nicht an der CPU sondern am LPT-Chip, der da verbaut wurde.


    Wegen Umbauanleitung klick Dich mal bei meinem Shop durch, da gibt es sowas irgendwo. Du brauchst eigentlich nur die vier Dioden passend einlöten.

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Quote

    Original von Jive
    ...
    Und zu den tausend fragen noch eine... wie hieß des das Programm mit dem man den PC als Festplatten-Slave für den C64 einsetzen konnte? HD64?64hd?
    Ist das einfach einzurichten und taugt das was?


    Ok., ich glaube, es ist einfach mal Zeit... :)


    64HDD:
    ------


    Das Softwarepaket "64HDD" von Nicolas Chopin ist eine einfache Methode, den C64 mit einer Festplatte, Lesefähigkeit von MS-DOS Disketten und sogar Zugriff auf CD-ROM auszustatten. Prinzip ist, die Festplatte für den C64 durch einen PC emulieren zu lassen, der den Datenaustausch über den seriellen Bus des C64 betreibt und deshalb nicht von einem üblichen Commodore Peripheriegerät zu unterscheiden ist. Die Software ermöglicht also den Zugriff des C64 auf PC-Peripheriegeräte. Die Steuerung von 64HDD erfolgt über den Kommando-Kanal 15.


    Die Hardwareanforderungen für 64HDD sind sehr gering. Das Programm kann schon mit einem 386er und wenigen Megabyte Ram arbeiten. Solche PCs findet man praktisch schon auf dem Schrott. Mein 64HDD läuft mit einem ausrangierten Pentium-I Rechner, der ansonsten wahrscheinlich schon im Recyclingzentrum gelandet wäre. Auf der Hardwareseite zu beachten ist, daß 64HDD mit einem X1541/XE1541-Kabel läuft, daß also die Probleme mit dem Pentium-Parallelport auch für 64HDD gelten. Man muß sich erkundigen, welches Kabel man besorgen sollte. Daß dein X1541-Kabel mit deinem Computer läuft, Jive, ist schieres Glück aber nicht repräsentativ. Erwähnenswert ist, daß man für den Betrieb von 64HDD weder Monitor noch Tastatur am PC benötigt, man gibt "DOS"-Befehle über den Kommando-Kanal #15. Mein System steht unter Schreibtisch, solange bis ich ein kleineres Gehäuse gefunden habe. (Kennt hier jemand gute Quellen für Kunstoff-Gehäuse, die nicht nach PC aussehen? Bei Conrad habe ich nichts gefunden, was mir gefällt.)


    64HDD unterstützt mit Hilfe von Zusatzsoftware lange Filenamen und kann mehrere Devices gleichzeitig emulieren. Auf .d64-Images kann ganz normal wie auf MS-Dos Directories zugegriffen werden. Deshalb ist der Zugriff auf Diskimages aus dem Internet in der 64HDD-Umgebung kein Problem, man kann sie einfach der PC-Diskette auf die Festplatte kopieren.


    64HDD hat zwei gravierende Nachteile: erstens ist die Verwendung von Floppy-Speedern (noch?) nicht möglich. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist etwas schneller als die einer Original 1541. Zweitens ist durch die Schwächen des originalen C64 Diskettenbetriebssystems der Dateiaustausch zwischen 1541 und 64HDD sehr schwierig. Viele Diskettenkopierer, die für zwei Laufwerke ausgelegt sind, enthalten Speeder, was sie für 64HDD untauglich macht. Ebenso ist es bei den meisten Disk-Tools nicht möglich auf höhere Laufwerk-Devices als #9 zuzugreifen. Mit einem Programm wie "Fast Filecopy" kann man sich durch Zwischenkopien auf #9 behelfen, aber befriedigend ist das ganze nicht.


    64HDD unterstützt so lala Erweiterungsmodule wie Action Replay und Final Cartridge. Das heißt, viele der Zusatzfunktionen dieser Module funktionieren auch unter 64HDD. Manches aber auch nicht, das muß man durch Erfahrung rausfinden. Den Speeder dieser Module muß man wie gesagt ausstellen, wobei Final Cartridge keine getrennte Ausschaltung von Speeder und Zusatzfunktionen ermöglicht, also eher nicht geeignet für den Betrieb und 64HDD ist.


    64HDD unterstützt die Verwendung von Multi-Disk Programmen (umfangreiche Computerspiele etc.) durch eine Spezialfunktion. Mit Hilfe eines nachrüstbaren Tasters oder der F12-Taste auf der PC-Tastatur läßt sich Disketten-Image auf einem Device wechseln, ohne daß ein Befehl auf der Basic-Zeile vorgenommen werden muß. Spiele wie Zak McKracken sind so möglich.


    Ich finde die Software trotz ihrer Nachteile sehr praktisch. Wenn man sich an die etwas fummelige Steuerung erst einmal gewöhnt hat (und vor allem daran, den Speeder rechtzeitig abzustellen), ist der Umgang mit der Festplatte ziemlich leicht.
    Ich habe mir ein ständiges Device für Systemtools auf #15 eingerichtet und kann dort Systemsteuerungen über ein kurzes Basicprogramm als Menu aufrufen. Weil ich kurze Basicprogramme mit LOAD miteinander verkettet habe, ist die jeweilige Ladezeit ziemlich fix.


    Sämtliche Software findet sich hier: http://www.64hdd.com/c64-proj.html
    Eine deutsche Anleitung hier: http://people.freenet.de/hannenz/64hdd.htm

  • @nele


    Vielen Dank für die Anleitung...
    Dazu noch ein paar Fragen:
    1. Kann man 64hdd auch auf einem Rechner laufen lassen, der keinen MS-DOS Modus hat, so z.B. XP/Win2000?
    2. Wenn ich das richtig verstehe, dann kann ich mir, wenn ich 64hdd eingerichtet habe, den StaCommander und den Anschluss einer 1541 sparen, oder? Die Daten kann ich doch dann direkt von Festplatte lesen und auf 1541 schreiben, oder?


    Danke!
    Jive

  • 1. nein. 64hdd benötigt DOS (am besten 6.2.2). ALso fällt z.B. XP aber auch Linux flach. Die DOS-Box unter Windows (98) soll angeblichfunktionieren, habs noch nie probiert. Hinzu kommt, daß ein Rechner auf dem XP installiert ist, mit großer Wahrscheinlichkeit Probleme mit dem X(E)1541 Kabel (parallele Schnittstelle) haben wird. Einen alten 486er o.ä. findet man aber tatsächlich, wie nele schon sagte, auf dem Sperrmüll (mit DOS ;)), kein Witz, erst neulich hab ich nen 1a 386er vorm Sperrmüll gerettet... meinen 486er auf dem 64hdd läuft hab ich für n paar euro bei blubbidiblubb bekommen.


    2. Jein. Man kann nun zwar Daten problemlos in alle Richtungen verschieben (lesen/schreiben), aber leider sind viele Programme nicht kompatibel mit 64hdd (z.B. Progs, die mit fastloader nachladen, und das ist nun mal der Großteil der Software), so dass man notgedrungen nicht ganz auf die 5.25" verzichten kann. Startcommander läuft bei mir auf dem gleichen Rechner, wie 64hdd, der wiederum über Nullmodemkabel mit dem Internetrechner in Verbindnug steht. So kann ich die c64 Software aus dem netz ziehen, rüber damit auf den 486er, mit 64hdd angetestet und wenns nicht geht, eben mit starcommander auf 5.25" gebannt.


    mehr dazu auch auf meiner hp: den link hat nele schon gepostet.

  • Okay, also wie ich an einen 386er oder so komme, denke ist nicht das riesen thema... wird halt alles dadurch so massiv chaotischer (noch ein tower rumstehen...).
    Ich hatte mal, ich meine in ner go64, gesehen, dass jemand den 386 samt platte in ein 1571 gehäuse gepackt hat. Das fand ich echt cool. Weiß jemand näheres?
    Fährt ein PC z.B. ohne Monitor, Tastatur, Maus, Grafikkarte hoch? Also ein 386 unter DOS meine ich?
    Wie ich das verstanden habe, geht's ja mit ner einfachen Batch Datei, die entsprechenden Progs auf dem PC zu laden, um ihn als HD-Slave zu nutzen.


    Wieder Fragen über Fragen!
    Jive

  • Quote

    Original von Jive
    wird halt alles dadurch so massiv chaotischer (noch ein tower rumstehen...).


    Kauf dir doch einfach bei blubb oder so einen alten 386 Laptop. Der nimmt nicht viel Platz weg und reicht vollkommen aus. Du musst halt deine Spiele vom PC auf eine 3,5 Zoll Diskette speichern und im Laptop auf dein 1541 drauf laden.

  • Quote

    Original von Jive
    Fährt ein PC z.B. ohne Monitor, Tastatur, Maus, Grafikkarte hoch? Also ein 386 unter DOS meine ich?


    Ja. Das ist in erster Linie keine Sache des Dos sondern des Bios'. Unter Umständen mußt du im Bios Einstellungen vornehmen um Fehlerüberprüfungen auszuschalten - das betrifft in erster Linie die Tastatur, die Maus ist ohnehin egal - der berüchtigte "Keyboard not found error. Press <F1> to continue". :rolleyes: Die Videokarte würde ich zumindest so lange drinlassen, bist du ein stabiles System eingerichtet hast. Wenn du sowieso das alte PC-Gehäuse weiterverwendest, stört sie ja nicht, auch wenn der Monitor ab ist.

    Quote


    Wie ich das verstanden habe, geht's ja mit ner einfachen Batch Datei, die entsprechenden Progs auf dem PC zu laden, um ihn als HD-Slave zu nutzen.


    Genau. Bei mir ist das so geregelt, daß config.sys/Autoexec.bat die nötigen Grundeinstellungen vornimmt - FILES und BUFFERS, CD-Rom, Pfade regeln - und dann ein Startbatchfile für 64Hdd aufruft, das heißt bei bir go64hdd.bat. Dieser Batchfile ruft sich am Ende selbst wieder auf, um so Programmcrashes von 64hdd abzufangen. Wenn's krumm kommt, kann's nämlich sonst passieren, daß sich dein PC auf der Dosebene befindet und die kriegst nichts mit, weil kein Monitor angeschlossen ist. X(


    Man kann 64hdd vom C64 aus beenden und dabei Exitcodes angeben. So könnte man dann aus so einem Startfile Dos-Anwendungen kontrolliert starten (was weiß ich - Apfelmänchenberechnungen, Crosscompiler oder so) Man kann aber auch im laufenden System Shells starten. Wenn du solche Sachen machen willst, solltest du dich aber etwas mehr in MSDos einarbeiten.


    Nele

  • Quote

    Original von hannenz
    1. nein. 64hdd benötigt DOS (am besten 6.2.2). ALso fällt z.B. XP aber auch Linux flach. Die DOS-Box unter Windows (98) soll angeblichfunktionieren, habs noch nie probiert.


    Ich verwende 64hdd problemlos mit MS-DOS 7.0, es hat aber auch ohne Schwierigkeiten mit dem Dos-Bootmodus von Windows 98 gearbeitet. Ich habe meine Zweifel, daß die Dos *Box* von Windows 98 arbeitet, da in der Multitasking-Umgebung das Timing von 64hdd durcheinanderkommen würde.


    Das Problem mit XP/2000/NT ist das NTFS Filesystem, daß diese Betriebssysteme verwenden. 64hdd kann nicht auf diese Filesysteme zugreifen - das gleiche Problem wie bei manchen alten Dos-Spielen. In der FAQ steht zwar, daß DOS32 Probleme bereiten soll, aber das war bei mir nicht der Fall.


    Nele

  • Quote

    Original von nele
    Das Problem mit XP/2000/NT ist das NTFS Filesystem, daß diese Betriebssysteme verwenden. 64hdd kann nicht auf diese Filesysteme zugreifen - das gleiche Problem wie bei manchen alten Dos-Spielen. In der FAQ steht zwar, daß DOS32 Probleme bereiten soll, aber das war bei mir nicht der Fall.


    Das ist Käse. Du kannst NTFS verwenden, musst es aber nicht. Das ändert nichts daran, dass die NTs irgendwelchen Programmen gar nicht erlauben den Druckerport direkt zu programmieren, das dürfen nämlich nur Gerätetreiber.


    SC umgeht das Problem, indem es durch einen zusätzlichen Treiber die Portzugriffe freischaltet. Bleibt immer noch das Problem, dass man unter einer timingfeindlichen Multitaskingumgebung arbeitet: Dazu verwendet SC einen spezielles Übertragungsprotokoll, das man beliebig unterbrechen kann. Geht bei 64HDD natürlich nicht, da die Unterstützung des lahmen Commodoreprotokolls genau der Hauptzweck des Programms ist. Sonst könnte man auch schnellere, aber inkompatiblere Lösungen verwenden (ich denke da an Sachen wie 64NET).


    Ach ja, was bitte ist DOS32?

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Quote

    Original von x1541

    Das ist Käse. Du kannst NTFS verwenden, musst es aber nicht.


    Ok., einverstanden, ich präzisiere:


    Das Problem mit XP/2000/NT ist, daß sie *häufig* das NTFS Filesystem verwenden, worauf 64hdd nicht zugreifen kann. Ich zitiere mal aus der 64HDD FAQ (http://64hdd.com/faq64hdd.txt)


    :>>Will 64HDD work under Win2000 or WinNT?
    :Most Win2k systems will be formatted in FAT32 or NTFS. You will not have
    :access to the HDD or DOS booting if your disk system is NTSF. You may be
    :able to make a special boot floppy from the Windows Setup Options.
    :Additionally, these OS also block hardware accesses and so it is unlikely
    :64HDD will work with this GUI active. It has been reported that drives
    :such as "giveio.sys" can be installed to allow DOS boxes to have access to
    :the LPT port


    Da nuneinmal viele solcher Rechner von Haus aus ein NTFS haben (so z.B. meiner, den ich von Conrad habe) und sich wahrscheinlich nur wenige wegen eines C64-Hilfsprogrammes die Festplatte neu formattieren, ist das ein Problem, auf das man *auch* mal hinweisen kann. Einigen wir uns auf Halbkäse? ;)


    An dem Hauptproblem, das mir nicht präsent war, ändert sich nämlich durch das Filesystem nichts:


    Quote

    Das ändert nichts daran, dass die NTs irgendwelchen Programmen gar nicht erlauben den Druckerport direkt zu programmieren, das dürfen nämlich nur Gerätetreiber.
    [...]
    Ach ja, was bitte ist DOS32?


    Ein Vertipper, ich meinte natürlich FAT32/16.


    Nele

  • @hannenz
    Also entweder ich muss nochmal zum Optiker oder die Seite ist unübersichtlich oder ich find's einfach so nicht.
    Wo auf http://www.64hdd.com ist diese Anleitung zum 386-in-ein-1571-Gehäuse-packen? Ich habe zwei Fotos gesehen auf denen das Teil einmal geöffnet und einmal geschlossen ist, aber so ne richtige Anleitung nicht.
    Kannste die Url genau angeben?
    Danke!
    Thomas