ZitatOriginal von Gamersine1984
Auf solche Versprechungen gebe ich nichts mehr. Commodore ist seit 1994 tod, und es wird nie wieder eine Zeit kommen, die so war wie damals.
Natürlich wird es diese Zeit nicht noch einmal geben. Aber so ist nun mal der Lauf der Dinge. In den 80ern sind viele verschiedene Systeme aufgetaucht und letztenendes nur noch 2 Große übrig geblieben (obwohl sich Apple Rechner heutzutage ja kaum noch von einem Standard-PC unterscheiden).
Am Ende entscheidet immer noch der Kunde selbst, welches System angenommen wird und welches nicht.
Ich sehe das Ganze etwas anders...
Das erste Mal mit meiner ersten Freundin war schließlich auch anders, als meine Aktivitäten heutzutage. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass es damals besser war. Es war halt anders und alles spannend und neu.
Die Beziehung zu einem Unternehmen wie Commodore ist doch ganz ähnlich wie Sex. Früher hat man begeistert die neue Technik aufgenommen. Auch wenn Commodore aufgrund besseren Managements den Anfang der 90er überlebt hätte, so kann doch keiner mit Sicherheit behaupten, dass sie heute weiterhin als Exot bestehen könnten. Das liegt vermutlich an der Zielgruppe.
Commodore war ja keine Firma, die Produkte für Randgruppen hergestellt hat. Apple hat schnell erkannt, dass Ihre Rechner in ganz speziellen Anwendungsgebieten genutzt werden, und ihre Vermarktung ganz konkret darauf ausgerichtet. Commodore wollte aber stets Computer für den Massenmarkt liefern.
Die IBM-kompatiblen Systeme haben sich ja nicht deshalb durchgesetzt, weil Commodore gestorben ist. Diese Tatsache war eher ein begünstigender Nebeneffekt. Vielmehr stellten sie eine Plattform dar, die leicht von Drittherstellern kopiert werden konnte. So war für viele Hardwareproduzenten ein völlig neuer Markt entstanden.
Commodore hätte im Idealfall mit Sicherheit rechtzeitig reagiert, und die eigene Rechnerplattform zugunsten eines Weiterbestehens der Firma aufgegeben. Ich vermute, dass sie auch auf den Zug der IBM-Kompatiblen aufgesprungen wären, um weiterhin die Massen bedienen zu können.
Man kann es dem Unternehmen CommodoreGaming also nicht zum Vorwurf machen, die Marke Commodore nicht so weiterzuführen, als wäre keine Zeit seit ihrem Untergang vergangen.