Amiga 600 SMD Kondensatoren blau statt schwarz ?

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema, welches 1.709 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Dezember 2024 um 14:10) ist von Superingo.

  • Ich habe gerade meinen 600er zerlegt um ihm ein Recap zu gönnen.

    Hatte vor Jahren schon mal einen gemacht.

    Mich wundert, das die Caps zum größten Teil Blau/Silber statt Schwarz/Silber sind.

    Ist das nur ein anderer Hersteller?

    Oder eine andere Art der Caps ?

    Auf jeden Fall sehe ich noch keinen Schmodder, aber wenn die schon gemacht wären wäre das wohl ungewöhnlich.

    Auf jeden Fall hat schon mal jemand einen Kickstart Umschalter verbaut.

  • Wenn ich mich nicht täusche, könnten das Poymer Elkos sein.

    Bin mir aber nicht 100% sicher

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  • Diese Kondis hatte ich auch schon mal bei einem Recap gehabt, sind evtl. anderer Hersteller. Jedenfalls habe ich mir keine Gedanken gemacht und die trotzdem getauscht.

    Der Kickumschalter war früher standart für den A600 als die Eproms noch teuer waren. Heute würde man ein 27C800 nehmen.

  • Ja gut die Kerkos und Elkos liegen ja schon lange bereit...wird auf jeden Fall gemacht.

    Mit Kick 1.3 hat sich der 600 mittlerweile zu meinem Amiga Favoriten gemausert.

    Mit Kick 2.04 mein Alter, das war nicht so toll, da lief ein großer Teil meiner Disketten nicht.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Das Board schaut aber trotzdem grundsätzlich gut aus, wenn tatsächlich noch nicht recapped wurde.

    Hab ich bisher nur "Schlimmere" gesehen :-).

    Und gute Wahl mit den Kerkos, macht Dir die Arbeit viel einfacher.

    Bitte an dieser Stelle gerne auf mich einbashen, weil sich mit Kerkos ja ganz garantiert z.B. die Audioeigenschaften massiv ändern :-).

  • Bitte an dieser Stelle gerne auf mich einbashen, weil sich mit Kerkos ja ganz garantiert z.B. die Audioeigenschaften massiv ändern :-).

    War da nicht mal was mit Farbproblemen am Composite-Video-Ausgang nach Umrüstung auf Keramik?

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • War da nicht mal was mit Farbproblemen am Composite-Video-Ausgang nach Umrüstung auf Keramik?

    Nach der Umrüstung aus Kerkos hatte ich Störstreifen am Composite festgestellt (auf jeden Fall bei einem CD32 - und wenn ich mich richtig erinnere auch bei einem A1200). Ich habe dann zumindest im Videoteil wieder normale Elkos verbaut, was das Problem löste.

    CU

    Kratznagel

  • War da nicht mal was mit Farbproblemen am Composite-Video-Ausgang nach Umrüstung auf Keramik?

    Nach der Umrüstung aus Kerkos hatte ich Störstreifen am Composite festgestellt (auf jeden Fall bei einem CD32 - und wenn ich mich richtig erinnere auch bei einem A1200). Ich habe dann zumindest im Videoteil wieder normale Elkos verbaut, was das Problem löste.

    CU

    Kratznagel

    Zu einem CD32 kann ich nichts sagen, aber beim 1200er hatte ich das beschriebene Problem noch nie. Welche Kerkos hattest da verwendet?

  • Ich hatte diese hier verwendet: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


    Ich habe jetzt auch meine alten Postings zu dem Thema im A1K-Forum wiedergefunden.

    Bei einem A1200 Rev. 1B gab es nach der Umrüstung auf Kerkos tatsächlich ein instabiles Farbsignal (wie Unseen richtigerweise schon angedeutet hatte; ich hatte das Problem völlig verdrängt). Die Lösung war, für C459 wieder einen Elko zu nehmen:

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    Beim CD32 kam es nach dem Kerko-Umbau zu Störstreifen (Composite und S-Video):

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    Für das CD32 hatte ich damals auch ein paar Vergleichsbilder gemacht. Links der Composite-Ausgang mit Kerkos verbaut, man sieht diagonale Streifen durchs Bild laufen. Rechts dann nach dem Rückbau auf Elkos im Videoteil:

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    Bei meinem nächsten Umbau habe ich dann direkt wieder überall Elkos verwendet. Ich nehme mal an bzw. hoffe, dass die heute hergestellten SMD-Elkos auch nicht mehr so schnell auslaufen, wie die damals von Commodore verwendeten.

    CU

    Kratznagel

  • Also meinen anderen 600er hatte ich mit Kerkos bestückt und den Modulator ersatzlos gestrichen.

    Da war ich vollkommen zufrieden mit.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Das Board schaut aber trotzdem grundsätzlich gut aus, wenn tatsächlich noch nicht recapped wurde.

    Hab ich bisher nur "Schlimmere" gesehen :-).

    Und gute Wahl mit den Kerkos, macht Dir die Arbeit viel einfacher.

    Bitte an dieser Stelle gerne auf mich einbashen, weil sich mit Kerkos ja ganz garantiert z.B. die Audioeigenschaften massiv ändern :-).

    Nö führt in 10% der Fälle zu Bildstörungen. Auf A1K ist uns das erste Gerät untergekommen wo selbst der RGB gestört war. Wenn einem Kerkos wichtig sind kann man bei C459 einen 1R Widerstand in Reihe löten, das fixt die Bildstörung zu 99%

  • Das Board schaut aber trotzdem grundsätzlich gut aus, wenn tatsächlich noch nicht recapped wurde.

    Hab ich bisher nur "Schlimmere" gesehen :-).

    Und gute Wahl mit den Kerkos, macht Dir die Arbeit viel einfacher.

    Bitte an dieser Stelle gerne auf mich einbashen, weil sich mit Kerkos ja ganz garantiert z.B. die Audioeigenschaften massiv ändern :-).

    Nö führt in 10% der Fälle zu Bildstörungen. Auf A1K ist uns das erste Gerät untergekommen wo selbst der RGB gestört war. Wenn einem Kerkos wichtig sind kann man bei C459 einen 1R Widerstand in Reihe löten, das fixt die Bildstörung zu 99%

    Interessant, dann hatte ich bisher mit den 90% Glück.
    Gibt's da eine technische Erklärung dafür?

    Wilde Theorie: Zu hoher Ladestrom von C459 erzeugt ein Feld, das in das (nicht mehr durch einen hohen Elko geschirmte) Bildsignal einstreut? :smile:

  • Gibt's da eine technische Erklärung dafür?

    Ja, ich habe das ausmessen können, der Farbträger den der CXA1145 erzeugt ist durch den Kerkos gestört, der Burst ist kürzer als normal.

    Da niemand außer Sony weiss wie genau der CXA1145 arbeitet wird es genauer nicht heraus zu bekommen sein.

    Hier mal aus A1K kopiert.

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    Micha

  • Gibt's da eine technische Erklärung dafür?

    Der fragliche Kondensator hängt am VREF-Pin des CXA und dient wahrscheinlich als Stabilisierung für einen internen Spannungsregler. Spannungsregler mögen es nicht so sehr, wenn die externe Beschaltung deutlich andere Parameter hat als die für die der Regler designt wurde und das kann zu Regelungsproblemen wie zB Schwingungen in manchen Betriebszuständen führen. Keramikkondensatoren haben einen drastisch niedrigeren äquivalenten Serienwiderstand (ESR) als Elkos, da kann locker ein Faktor von 100 bis 1000 dazwischenliegen. Gerade bei linearen Spannungsreglern muss man daher immer erstmal ins Datenblatt schauen ob die Verwendung von Keramik-Kondensatoren ok ist oder es entweder Elkos oder ein anderer Regler sein müssen.

    Ausserdem gibts bei Keramikkondensatoren im Kapazitätsbereich des Elko-Ersatzes noch den Effekt, dass deren Kapazität abhängig vom Gleichspannungsanteil der anliegenden Spannung ist.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Ausserdem gibts bei Keramikkondensatoren im Kapazitätsbereich des Elko-Ersatzes noch den Effekt, dass deren Kapazität abhängig vom Gleichspannungsanteil der anliegenden Spannung ist.

    Dann sind diese auch Temperatur und Frequenzabhängig.

    Wir haben direkt hinter unseren Reflow Öfen Bauteiltester stehen die die Platinen auf richtige Bestückung prüfen, je nach Chargen haben wir bei Keramikkondensatoren direkt nach dem Löten ziemliche Abweichungen.

    Einmal hatte ich den Fall das 4,7uF bestückt werden sollte, die Teile ausgefallen sind und ich per Multimeter nur 3,6uF messen konnte, als ich dann mit der Messfrequenz rumgespielt habe konnte ich dann Entwarnung geben weil ich den korrekten Wert dann messen konnte.

    Micha

  • Der hat ein Recap bitter nötig! Der "Hauch des Todes" liegt schon an den (matten) Lötstellen!

    Da hattest Du defenitiv Recht...

    Die Pads waren schon teilweise richtig grün unter den Elkos.

    War ein Krampf das ganze mit Entlötlitze zu entfernen und zwei Lötpads sind direkt flöten gegangen.

    Zum Glück konnte ich da was flicken aber herzeigen möchte ich das nicht :sm:

    Aber ich bin heilfroh das die Kiste wieder gestartet ist.

    Der große Elkp neben dem Modulator ist auch dermaßen ätzend, das lötauge bekommt man absolut nicht sauber entlötet, ich hätte mit dem Kopf auf den Tisch knallen können.

    Kumpel hat noch nen A600 und nen A1200 den bequatsche ich gerade das der die Dinger unbedingt machen lassen muss.

    Bei fremden Geräten ist MIR das zu heiss.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Ich habe hier aus dem Forum ein Gerät erstanden, leider war der Zustand ebenfalls katastrophal. Nach kurzem Testlauf war Audio komplett weg!

    Nach aufschrauben und Besichtigung des vermeintlich "recappten" Amiga 600 kam der ganzen Lötschaden und Elektrolytschaden zum Vorschein.

    Sämtliche Kondensatoren mussten ausnahmslos runter. Teilweise waren Lötpads gar nicht mehr(oder nur mit erheblichem Aufwand) zu retten.

    Nach Stunden des Lötens und säubern der Platine konnte alles wieder hergestellt werden. Das Gerät ist nun ordentlich recapped, IDE auf CF Umbau, Gotek LW.

    Ist das nun nen stabiles Gerät war sicherlich so die nächsten 20 Jahre durchhält! Das ist nun mein Lieblingsamiga geworden! :)

    Ich kann da nur jedem Raten diese Geräte ordentlich in stand zu setzen !