PLA auslöten - geh jetzt frustriert ins Bett

Es gibt 50 Antworten in diesem Thema, welches 4.332 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Dezember 2024 um 19:05) ist von kinzi.

  • wobei die bei großen Masseflächen auch an ihre Grenzen kommt . Und was kinzi sagt: sehr oft verstopft, obwohl ich vor dem Ausschalten nochmal mit dem Stäbchen durchstochere :huh:. Der hintere Teil ist halt nicht mehr beheizt und wenn da z.B. Drahtreste festpappen - naja :)

    Kann ich auch so bestätigen. Meine ist mittlerweile sogar ganz defekt. Wenn ich das Netzkabel in die Steckdose stecke sendet sie irgendwelche Impulse ins Stromnetz so das andere Geräte welche an der gleichen Mehrfachsteckdose hängen, gestört werden. Als ich mir die ZD915 neu gekauft hatte war ich auch erstmal zufrieden damit, die ersten IC Entlötungen gingen gut, danach immer öfter und mehr verstopft (obwohl ich die Pistole immer zerlegt gründlich gereiniigt habe) und die Heizleistung wurde immer schlechter. Im Endeffekt ist das Teil nur Chinamüll.

  • Kann ich auch so bestätigen. Meine ist mittlerweile sogar ganz defekt. Wenn ich das Netzkabel in die Steckdose stecke sendet sie irgendwelche Impulse ins Stromnetz so das andere Geräte welche an der gleichen Mehrfachsteckdose hängen, gestört werden. Als ich mir die ZD915 neu gekauft hatte war ich auch erstmal zufrieden damit, die ersten IC Entlötungen gingen gut, danach immer öfter und mehr verstopft (obwohl ich die Pistole immer zerlegt gründlich gereiniigt habe) und die Heizleistung wurde immer schlechter. Im Endeffekt ist das Teil nur Chinamüll.

    Ich habe gerade nochmal extra nachgeschaut, was ich da habe.

    Ich habe die

    . Mit der kann ich jedenfalls sagen, dass sie kein Chinamüll ist. Ich habe sowohl privat, als auch an der Arbeit so eine und bin mit beiden sehr zufrieden. Man muss sich lediglich Ersatzspitzen zulegen, da diese verschleißen und die Entlötung dann nicht mehr gut funktioniert. Eine zwitlang kann man sich damit behelfen, die Spitze mit einer feinen Feile wieder richtig flach zu feilen, aber das geht auch nur ein paarmal, dann ist sie einfach endgültig hinüber.

  • Ich habe die

    . Mit der kann ich jedenfalls sagen, dass sie kein Chinamüll ist. Ich habe sowohl privat, als auch an der Arbeit so eine und bin mit beiden sehr zufrieden. Man muss sich lediglich Ersatzspitzen zulegen, da diese verschleißen und die Entlötung dann nicht mehr gut funktioniert. Eine zwitlang kann man sich damit behelfen, die Spitze mit einer feinen Feile wieder richtig flach zu feilen, aber das geht auch nur ein paarmal, dann ist sie einfach endgültig hinüber.

    Die ZD211 oder eine ältere Version davon (sieht fast genau so aus) hab ich auch noch hier liegen, so wirklich gut ging das Entöten damit auch nicht da man die Temp nicht einstellen kann.,

  • so wirklich gut ging das Entöten damit auch nicht da man die Temp nicht einstellen kann.,

    Ich muss sagen, hatte ich bisher nicht den Bedarf. Das hat auch so immer super funktioniert. Wenn nicht, dann war die Spitze nicht mehr OK. Gut, an engen Stellen geht das mit der nicht so gut möglich. Aber gerade bei den Retro-Sachen ist das ja meistens nicht so eng und damit völlig problemlos.

  • Ich möchte mal ein paar prinzipielle Tipps zum Auslöten von ICs aus Commodore-Platinen geben:

    - zuerst alle Lötstellen des auszulötenden ICs mit reichlich frischem, bleihaltigem Radiolot (Sn60Pb38Cu2 oder Sn60Pb40 mit säurefreier Flußmittelseele) nachlöten - Lötdrahtdurchmesser 0,7mm..1,0mm. Dünnere Drähte enthalten zu wenig Flußmittle für die Aufgabe, dickere Drähte sind eher nicht für das Löten von Leiterplatten geeignet.

    - wenn möglich / vorhanden mit professionellem Werkzeug arbeiten. Lötkolben mit direkt beheizter Spitze (z.B. JBC) sind den klassischen Lötkolben mit indirekter Heizung (z.B. Weller LR21) überlegen, weil sie die Temperatur direkt an der Spitze messen und erzeugen - es gibt dann bei großen Masseflächen keinen so drastischen Temperaturrückgang, da sofort nachgeregelt wird. Voraussetzung ist allerdings eine ausreichende Heizleistung. Meine Erfahrung ist, dass der Weller Mikrolötkolben (der eine direkt beheizte Spitze besitzt), der eigentlich für feine SMD Bauteile gedacht ist, dem 80W Weller Lötkolben hier deutlich überlegen ist. Irgendwelche 15W..30W Lötkolben (ungeregelt) sind absolut ungeeignet und werden zu einer beschädigten Leiterplatte führen. Eine gute Lötstation ist hier Pflicht.

    - wenn vorhanden, Entlötkolben und keine Entlötlitze verwenden. Entlötlitze führt immer sehr viel Wärme ab, die dann nicht mehr zum Schmelzen des zinns zur Verfügung steht. Eine manuelle Entlötpumpe ist eine Notlösung, die zumindest, solange die Saugspitze noch nicht allzu deformiert ist, auch funktioniert.

    Größter Nachteil dieser Lösung ist das Verteilen von feinsten Zinnpartikeln auf der Leiterplatte, die unvermeidbar aus der häufig gebrauchten Pumpe rieseln. Solange die Pumpe neu ist, besteht das Problem natürlich nicht.

    Viel besser funktioniert aber ein richtiger Entlötkolben (mit Vakuumpumpe). Wichtig ist hier, dass die Spitze nicht verstopft ist (Drahtreste verkeilen sich gerne in der Bohrung und blockieren oder schwächen die Saugleistung) und dass man die Lötstelle lange genug erhitzt, damit das gesamte Zinn flüssig ist, bevor man den Saugknopf betätigt. Dann sollte der Pin des ICs frei im Loch sein und vielleicht noch an einer Seite leicht haften. Das kann man dann durch Erhitzen nur des Pins mit dem Lötkolben und gleichzeitigem Bewegen des Pins bis zum Erkalten lösen. Ein Pin ist entlötet, wenn er sich ohne Lötkolben frei im Loch bewegen lässt. Dieser Vorgang muss für alle Pins wiederholt werden. Jetzt sollte sich das IC ohne Gewalt aus der Platine lösen lassen. Wenn nicht, solange nacharbeiten, bis das der Fall ist. Gewalt führt zu abgerissenen Leiterbahnen, da sich die Leiterbahnen im Zweiwel eher von der Leiterplatte lösen als vom Pin, von dem sie nicht vollständig abgelötet sind.

    - anschließend Löcher ggf. nochmals freisaugen, Fulssmittelreste entfernen (Alkohol oder Flux-Entferner), Sichtkontrolle ob nichts beschädigt ist bzw. ob keine Lötbrücken vorhanden sind (Bestückungsseite!) und gute Fassung einlöten.

    Die C64 Leiterplatten, die ich bisher repariert habe, haben sich alle dadurch ausgezeichent, dass Commodore super Leiterplattenmaterial verwendet hat und dass sich da bei sachgerechter Handhabung keine Leiterbahnen lösen. Das gilt aber nur, solange das Material weder überhitzt wird noch dass daran gezogen wird, solange das Zinn noch nicht komplett geschmolzen ist. Das sieht bei Arcade-Platinen teilweise ganz anders aus, da lösen sich die Leiterbahene schon, wenn der Lötkolben nur in die Nähe kommt...

    Die ersten Versuche mit dem Auslöten sollte man übrigens an Schrott-Leiterplatten vornehmen, nicht an dem Board, das man retten will. Wenn man dann ein Gefühl dafür entwickelt hat, kann man sich an das 'gute' Board trauen.

    Viel Erfolg!

  • Zum Thema Sichtkontrolle würde ich noch empfehlen, vor Einlöten des Sockels ein Handyfoto von der Oberseite zu machen. Wenn doch was nicht funktioniert kann man nochmal genau nachschauen, ob man nicht doch etwas beschädigt hat oder umgekehrt sicher sein, dass oben alles in Ordnung ist.

  • Ich kann, da immer noch Roses Metall empfehlen, kleinen Klecks auf die Lötspitze und mit dem alten Lötzinn vermischen, schont die Lötaugen beim Entlöten (Lötkolben mit Absaugfunktion) was wesentlich einfacher geht, ggf. Lötaugen mit etwas flugs und entlödlitze sauber streichen.

    Hatte ich damals eigentlich für hartnäckige fälle genutzt.

    ZX81 + 16k ,ZX81+38
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  • DirkS, ein Leidensgenosse, hab grad auch son ähnlichen Beitrag verfasst. Hab es jetzt mit einer Entlötstation (ZD-915) mit einem CIA versucht , damit gings jetzt ziemlich flott, aber man muss troztdem behutsam vorgehen und aufpassen bis man den endgültig raus hat. Hatte es Zeit her mit Lötstation und mit typischer mechanischer Enlötpumpe (son Plastikteil) versucht, keine Chance, hatte es dann auch aufgegeben.

    C64C,C64 Brotkasten,VIC20,2XAmiga500 mit 1xGOTEK FE und Bootselector,CD32 recapped,C64DTV mit externen IEC+Keyboard Mod,XBox1 chipmod,PS1 chipmod,NeoGeoAES mit Bios-Resetbutton-Mod,Minimig V1.1 mit SuperPIC,InnoHit Programaster-1978, SNes mit SD2SNES+Super Wildcard.

  • Ich hab die China Löte dem Amazon zurück geschickt, nach dem 3. Spitzenwechsel drehte die Haltemutter bereits durch, denke Leistung hatte die auch keine.

    Den Rest vom Auslöten habe ich dann mit einer frisch erstandenen Weller WCTP-S ausm Kleinanzeigen gemacht, ging dann wie die Feuerwehr. Hab mir jetzt noch ne neue Entlötpumpe (die mit dem Silikonschlauch) geholt, Test steht aber noch aus. Einfach zu viel zu tun im Betrieb derzeit.

    "I think there is a world market for maybe five computers."

    Thomas Watson, president of IBM, 1943

  • Platine vorwärmen hilft auch.

    mach ich auch immer.

    2 Std unter ner Piepmatzrotlichtlampe hilft Wunder 🙂

    Selbst die Elkos blühen auf 😀

    Arcade: Twinliner, Fashion Vision,
    "Cosmic Guerilla" cocktail table
    Pins: Scared Stiff + Getaway
    C64, C65, C66, Gammel+Mist...

  • Den Rest vom Auslöten habe ich dann mit einer frisch erstandenen Weller WCTP-S ausm Kleinanzeigen gemacht, ging dann wie die Feuerwehr.

    Meine Rede.

    Es geht nix über die WTCP-S.

    Steinalte Technik, aber extrem zuverlässig.

    :thumbup: