Alte Tonbandspule in WAV/MP3 umwandeln?

Es gibt 136 Antworten in diesem Thema, welches 17.685 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Juni 2024 um 16:39) ist von Lauxmueller.

  • Vor zwei Jahren hatte ich auch in den Kleinanzeigen endlich eine kleine AKAI Bandmaschine einen Ort weiter geschossen und konnte so endlich die 10 eingelagerten Bänder digitalisieren. Habs aber aus technischen Gründen nicht ganz zum Abschluss bringen können. Nach einigen Problemen ist die Bandmaschine ab Band 7 oder so stehengeblieben.

    Aber neben Clayderman, Pink Floyd und mal mehr mal weniger interessanten Radioaufzeichnungen habe ich eines meiner damaligen Lieblingsbändern entdeckt UND eine mir bis dahin völlig unbekannten Aufnahme meiner Eltern und meiner älteren Schwester. Ausserdem noch eine Aufnahme von meiner Schwester und mir, die wir immer auf einer Kassette vermutet hatten und nie wieder gefunden hatten.

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  • Da muss das Hefeweizen sehr langsam getrunken werden, wenn der letzte Schluck zum Ende der Aufzeichnung genommen werden soll. ;)

    Ich war bei meinem Digitalisieren froh, wenn ich die Wellenform in Audacity groß auf dem Bildschirm gesehen habe, dann wusste ich auch aus 5 Meter Entfernung: das Ding läuft noch.

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  • Wie teuer waren denn damals die Magnetbänder?

    Ich habe als Anhaltspunkt für damalige Preise ein paar Seiten aus dem "RIM-Elektronik"-Katalog von 1980 gefunden:

    Nicht übel. Wenn ich das mit Brötchenpreisen von damals umrechne, dann würde man heute so 30-40 Euro je Stunde bezahlen. Das rechtfertigt den technischen Aufwand, um auch mal was billiger aufnehmen zu können.

  • Wobei die Frage ist, wer 1980 neue Bänder gekauft hat, wo da die Kompaktcassette schon beliebt war und die alten Hasen alte Bänder neu bespielen konnten, die sie 1960 zusammen mit dem Tonbandgerät gekauft hatten.

    Sicherlich, Profis mit Archiven brauchten immer neue Bänder.

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  • Rostbraune Bänder in Plastik-Spulen wird Ende der 70er wohl nur noch der Gelegenheitshörer genutzt haben. Zu dem Zeitpunkt hat man sich entweder vom Koffertonbandgerät verabschiedet (Hallo Kassette), oder schon eine hochwertigere Bandmaschine für's HiFi-Deck gekauft.

    Tonband war ja die High-Quality Alternative zu Platte und Kassette. War auch noch bis weit in die 90er *das* Medium im Tonstudio. Alle Platten, MCs und sogar CDs bekamen ihren Inhalt vom Band.

    Eine unbenutzte 10" Aluspule von z.B. TDK kostet heute 80-100€! Tonband war wohl zu keinem Zeitpunkt günstig :)

  • Das rechtfertigt den technischen Aufwand, um auch mal was billiger aufnehmen zu können.

    Deswegen wurden die gleichen Bänder auch in Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. verwendet. Konnte sich aber außerhalb von Amerika nicht durchsetzen.

    Auch dazu hat Techmoan natürlich zahlreiche Videos, wie dieses hier:

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  • Rostbraune Bänder in Plastik-Spulen wird Ende der 70er wohl nur noch der Gelegenheitshörer genutzt haben. Zu dem Zeitpunkt hat man sich entweder vom Koffertonbandgerät verabschiedet (Hallo Kassette), oder schon eine hochwertigere Bandmaschine für's HiFi-Deck gekauft.

    Nicht jeder hat immer gleich sofort die neuesten Gerätschaften gekauft. Den erwähnten Grundig Tonbandkoffer hatte mein Vater noch bis in die 80'er ausgiebig genutzt. Der Hauptgrund für die Anschaffung eines Kassettendecks Ende 80'er war im Prinzip, um das Autoradio füttern zu können. Ganz anders sah es bei ihm im Walkman-Bereich aus. Da war der Einstieg das allererste MiniDisc-Modell.

    Tonband war ja die High-Quality Alternative zu Platte und Kassette. War auch noch bis weit in die 90er *das* Medium im Tonstudio.

    Vereinzelt immer noch. Im Tonstudio Europa, bekannt für zahlreiche Hörspielproduktionen, sind immer noch 3 Telefunken M15a und 4 weitere Tonbandgeräte im täglichen Einsatz. Hier ist eine davon zu sehen:

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    Quelle: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Auch zu erkennen: die deutsche Tonkopfanordnung. Da werden die Bänder wie bei einer MC von außen bespielt. Das gab es so im Heimbereich praktisch nicht.

    Die gezeigte Maschine ist auch für den blutigen Schnitt ausgestattet. Wer sich schon immer gefragt hat, warum man überhaupt vom "Schneiden" spricht. Hier auch mal ein schönes Beispielvideo, wie sowas aussieht:

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    Die M15a gilt als eines der besten Studio-Tonbandgeräte aller Zeiten. Es hat allerdings keine Aussteuerungsmöglichkeiten oder Anzeigen. Das muß alles extern gemacht werden. Die Anschlüsse per Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sind heutzutage auch eher exotisch.

  • Vereinzelt immer noch. Im Tonstudio Europa, bekannt für zahlreiche Hörspielproduktionen, sind immer noch 3 Telefunken M15a und 4 weitere Tonbandgeräte im täglichen Einsatz.

    Warum macht man sowas? Ist das digital nicht viel einfacher und vaD. viel billiger?

  • Warum macht man sowas? Ist das digital nicht viel einfacher und vaD. viel billiger?

    Ich schätze, daß es was mit Gewohnheit zu tun hat. Wenn man diesen Job 50 Jahre lang gemacht hat, fängt man wohl nicht mehr an, alles nochmal umzurüsten, wenn die vorhandenen Anlagen noch einwandfrei ihren Zweck erfüllen. Da sieht man mal, was Telefunken damals für Qualität abgeliefert hat.

  • Deswegen wurden die gleichen Bänder auch in Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. verwendet. Konnte sich aber außerhalb von Amerika nicht durchsetzen.

    Gegeben hat es die aber durchaus auch bei uns, wir hatten in den 70ern gleich zwei davon. Einmal so ein gelbes Kugelradio von Weltron, und mein Vater hatte in seinem 130er Fiat ein Kassettenradio mit 8-Spur Technik.

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(

  • Gegeben hat es die aber durchaus auch bei uns

    Gegeben hat es vieles. Sehr verbreitet waren die bei uns aber sicher nicht. Ich hab die Dinger noch nichtmal auf Flohmärkten gesehen. Tonbandgeräte hingegen häufig. Da dürfte sogar die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., die in PAL-Ländern auch nicht gerade als Erfolg gilt, verbreiter gewesen sein.

  • Alle Platten, MCs und sogar CDs bekamen ihren Inhalt vom Band.

    Ja, die ganzen Jahrzehnte, z.B. Vinylklang- das kommt von MasterBÄNDERN :) .

    Unrühmliche Ausnahmen: seit den 90ern gab es leider auch die "Andersrum"-Geschichte: digital produzierten CD Klang auf's Vinyl zu pressen, sparte Kosten.... und dann nochmal mp3 draus machen, dauert ja nur 'ne Minute... aber ich lasse das :/ , das Tonbandthema ist angenehmer. Das ging jedenfalls Jahrzehnte ganz normal: Tonband war die Top Qualität und, für Vinyl und alles andere, die Quelle.

    Vereinzelt immer noch. Im Tonstudio Europa, bekannt für zahlreiche Hörspielproduktionen, sind immer noch 3 Telefunken M15a und 4 weitere Tonbandgeräte im täglichen Einsatz.

    Da geht auch vieles an der Öffentlichkeit vorbei, einfach auch, weil der Fachbereich auf das Inet Theater mit den zahlreich vorhandenen "Experten" keine Lust mehr hat bzw. Zeit dafür. Es hat auch evtl. Refurbished Sale Aktionen von Tonbandtechnik mit vielen Verkäufen nach Amerika gegeben ("evtl." nur, weil es sich schlecht nachprüfen lässt und die Infos aus dem Internet kommen). Es geht schlichtweg auch vieles an uns hierzulande vorbei, warum auch immer.

    Ihn hier kann man als deutschsprachigen Tonstudiomensch auch ganz gut gucken (wenn es um allgemeiner formulierte Infos geht oder Konsolen, Band etc..). Obwohl mich seine Sachen da im Hintergrund viel mehr interessieren (z.B. die digitale High End Konsole oder die Strauß Boxen 8o, wenigstens kann man sowas bei dem mal sehen).

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    Verschlanktes Setup ´24: C64G+1541 Ultimate II, C64Aldi+Dolphin DOS+1541 II, Blue Dual-SID Mod "R-Flux-Edition"+OC 118, MSSIAH, 1351.

    Einmal editiert, zuletzt von R-Flux (26. Mai 2024 um 12:46)

  • Ihn hier kann man als deutschsprachigen Tonstudiomensch auch ganz gut gucken

    Ja, erklärt er ganz gut verständlich. Die M15/M15a gibt es entgegen seiner Aussage allerdings auch mit internationaler Spurlage. Die deutsche Spurlage hatten nur die Maschinen für den deutschen Markt.

    Da fällt mir gerade ein, daß es doch Tonbandkoffer mit deutscher Spurlage gab. Hatte Meister Jambo hier mal vorgeführt:

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  • Das 8-Spurband finde ich interessant, die Bandführung ist schon speziell, dass dies überhaupt funktioniert hat.


    Gesehen habe ich dies noch nie in echt.

    Kenne es nur aus Erzählungen, war anscheinend im Autos beliebt, bevor sich die Kassette durchgesetzt hat.

    Spoiler anzeigen

    War nix mit Kassetten hören.

    Der Walkman mach kein Mucks mehr.

    Das Sony Doppeldeck; Deck B macht kein Mucks mehr, Deck A lief eine Weile dann hat es den Tonkopf abgerissen ;( Kassetten laufen einwandfrei.

    Keine Ahnung ob man dies reparieren kann bzw. ob es noch Teile gibt.

    Tja so ist das mit alter Technik.

    Ausser es ist Commodore, das läuft heute noch :thumbsup:

    Gruss C=Mac.

  • Die M15/M15a gibt es entgegen seiner Aussage allerdings auch mit internationaler Spurlage. Die deutsche Spurlage hatten nur die Maschinen für den deutschen Markt.

    Ja, kann ich mir vorstellen, deshalb hatte ich es mal so vorsichtig "(wenn es um allgemeiner formulierte Infos geht (...) )" benannt. Wenn ich manche Fakten (bei mir eher bzgl. Klangerzeuger) genau weiß, stelle ich selbst bei solchen Studioprofis fest, dass sie nicht alles 100% wissen (können). Da merkt man, wie riesig Audio generell ist, es geht gar nicht, alles zu kennen.

    Jedenfalls hier mal interessant, vieles als gesammelte Infos im Thread zu finden, was man alles noch lernen kann über Band ^^. Selbst das Thema ist ja schon wieder ziemlich umfassend. Es gibt ja sogar Kassetten-Nerds und Fachleute dafür, neue Tapes etc.- gerade gestern entdeckt.

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    Einmal editiert, zuletzt von R-Flux (27. Mai 2024 um 12:49)

  • Der Brief mit der Spule ging gerade zur Post! Jetzt heißt es abwarten und gespannt sein.

    Kam denn schon was an?:rolleyes:

    Ich hoffe es, habe aber noch nichts von Commodore Man gehört. Keine Ahnung, wie lange die Post für eine Spule braucht. Vielleicht wird sie standesgemäß mit der wöchentlichen Postkutsche transportiert? :)

  • was man alles noch lernen kann über Band

    Wenn es generell um Band geht, kann man das ganze direkt auch noch auf den Videobereich ausdehnen. Gerade erst bei Meister Jambo gelernt, daß es tatsächlich auch 1-Zoll-Band für den Hausgebrauch gab. LDL mit Viertelzoll war aber wohl das erste Format, daß sich einigermaßen im Hausgebrauch durchsetzen konnte. Ich kenne allerdings niemanden, der so ein Gerät hatte.

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    Und Dudu hat auch einen eingebauten Videorecorder:

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  • Wenn es generell um Band geht, kann man das ganze direkt auch noch auf den Videobereich ausdehnen.

    Ja, im Grunde wäre ein Video Thread auch was hier. Aber ich glaube, das ist für die Meisten längst ganz vorbei, habe hier noch als Ausnahme 2 VHS Recorder, mit denen ich die letzten noch existenten Kassetten gucke. Alles in mir sträubt sich gegen das zum E-Schrott bringen, aber es gibt bald einfach kein Band mehr. Bis dahin wird, vor allem bei dem Sharp (SP only aber mit besserem Bild als Sony), die Verschrottung immer weiter hinausgezögert.

    Im YT Video:

    8o tatsächlich, ein Video Dinosaurier und alles geht noch. Bei dem ersten, dort gezeigten: das Band wiegt 1,3 kg und die Aufnahme ist nach 60 Jahren immer noch relativ scharf in der Qualität drauf! Interessante Infos. Und auch mal nett, Video 2000 so von innen zu sehen (Min.22). Das Format mit den 2 Kassettenseiten, jetzt kann ich es zuordnen.

    Der ist ja auch schon 80!

    Und Dudu hat auch einen eingebauten Videorecorder:

    Mit einem ganz eigenen, rustikalen Format :D . Kings Geschichten um solche Fahrzeuge waren da leicht derber geartet, von Christine über die Trucks bis zu Raststätte Mile 81, dagegen sind die Käfer alle "wie aus anderen Zeiten", Herbie und Dudu... ^^ .

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    3 Mal editiert, zuletzt von R-Flux (28. Mai 2024 um 00:26)

  • 14:55 sagt er, die Kopfscheibe läuft mit 1.500 Umdrehungen 8o

    1500 Umdrehungen pro Minute (25 pro Sekunde) stimmt für die allermeisten PAL-Rekorder. Da wird jeweils mit einem Kopf ein Halbbild in einer halben Umdrehung aufgezeichnet. Ausnahmen davon sind Quadruplex mit einer deutlich höheren Drehzahl, sowie sehr kompakte Camcorder-Designs, die Halbbilder in einer 3/4 Umdrehung aufzeichnen konnten.

    Noch beeindruckender sind diese 1500 eigentlich bei der Laserdisc, welche als viel größere Scheibe selbst auf diese Drehzahl gebracht wird.