Wie teuer waren denn damals die Magnetbänder?
Alte Tonbandspule in WAV/MP3 umwandeln?
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Snoopy -
20. Mai 2024 um 20:43 -
Erledigt
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Vor allem in den 50er und 60er Jahren feierten die Koffertonbandgeräte große Erfolge.
Beispiel aus der Familiensammlung:
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Und hier nochmal das UHER-Gerät, von dem ich jetzt zwei Stück rumstehen habe. Damit habe ich die Bänder digitalisiert (2019 war das).
Was mich aber um den Verstand bringt ist, wenn die Familientonbandsammlung aus 40-50 Bändern besteht und keines davon beschriftet ist. Man hat keine Chance vorzusortieren, ob etwas interessant sein könnte oder nicht. Ich weiß nicht, wie mein Vater gesehen hat, was auf den Spulen draufwar, wenn er eine der Spulen rausgezogen hat aus der Sammlung.
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EDIT:
Danke Snoopy für diesen Thread! Deinetwegen habe ich das Foto hier rausgesucht aus 2019 und nun habe ich eben eine Reparaturanleitung zu dem Gerät gefunden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
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Mir fällt gerade auf, dass auch wir noch Tapes haben, die ich digitalisieren wollte. U.a. war da ein Heiligabend aus unserer Kindheit drauf, mit den Stimmen von Oma & Opa usw.
Wahrscheinlich haben viele von uns noch Tapes aus der Familie zum "irgendwann mal digitalisieren"

Hab dafür extra ein Philips N4504 behalten, was ich sonst nur mal für Tape-Delay benutzt hab. Es hat drei Geschwindigkeiten, darunter auch 4.75cm. Mein großes Revox hat die langsame Geschwindigkeit gar nicht.
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Danke Snoopy für diesen Thread! Deinetwegen habe ich das Foto hier rausgesucht aus 2019 und nun habe ich eben eine Reparaturanleitung zu dem Gerät gefunden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
Bitte schön!

Viel Erfolg beim Reparieren!

Wir werden hier im Thread Alle noch zu Tonbandexperten!

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Beispiel aus der Familiensammlung
Ich hatte mal einen antiken Grundig Tonbandkoffer von meinem Vater mit dem gleichen Laufwerk. War ein 4-Spur-Gerät welches wahlweise Stereo oder die Spuren einzeln in Mono nutzen konnte. Die Elektronik war allerdings etwas beschränkt und ließ eine Hinterbandkontrolle nur im Monobetrieb zu.
Das Laufwerk kann mechanisch zwischen 3 Geschwindigkeiten umschalten, aber 4,76 cm/s klang schon ziemlich verrauscht.
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Bild zeigt das Modell, ist aber nicht von mir. Quelle: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
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aber 4,76 cm/s klang schon ziemlich verrauscht.
Interessant. Ich habe keine Ahnung von Tonbandgeräten, hätte aber intuitiv vermutet, dass eine niedrigere Bandgeschwindigkeit sogar zu weniger Rauschen führt. Zumindest wenn man annimmt, dass Bandrauschen eine konstante Energie pro Zentimeter hat, denn dann würde die Rauschleistung bei höherer Geschwindigkeit ja ansteigen. Aber vielleicht stimmt das mit der konstanten Rauschenergie natürlich auch gar nicht.
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Wenn es Snoopy nicht stört: das scheint ja jetzt im Grunde zum allgemeinen Tonband-Thread geworden zu sein- macht vielleicht auch mal Sinn, denn da gibt es viel Wissen (nein ich bin nicht dabei
) und kann auch mal helfen, die Infos gesammelt in einem zu haben!Interessante Videos, zumal ich beim Techmoan das Englisch auch top verständlich finde, nicht immer selbstverständlich bei native speakern.
Den kann man immer gucken irgendwie. Das Deck mit den Microcassetten kannte ich auch noch nicht, und im 2.Video kann man was dazu lernen bzw. wieder auffrischen:
Dort werden auch die verschiedenen Formate erklärt.
das ist ein gutes Erklärvideo dazu, kannte die Infos bis dato nur aus meiner von Philips übrig gebliebenen Anleitung
(auch kultig so von damals mit Orange auf Grau etc., aber im Video sieht man die Unterschiede grafisch besser)Aber wohl wegen dieser Problematik hat man bei den wirklich guten Decks fast immer auf Autoreverse verzichtet.
jep. Von Anfang an war mir das etwas schleierhaft, wieso man teuren/ anfälligen/ technisch nicht zuverlässigen Aufwand betreibt, nur um den Leuten das Umdrehen abzunehmen. Aber da gibt es ja echt einige kuriose Erfindungen
, die mir besser zu sein scheinen, als dieses übliche Kopfdrehen. War irgendwie klar, dass ein dejustieren dabei quasi unausweichlich ist.Ansonsten heute nochmal ein Qualitäts-Tapedeck ohne diesen Kram, aber dafür mit guten Bandlaufeigenschaften, SNR-Werten etc., betrieben nur mit geeigneten Kassetten, das wäre nochmal was. Man kann ja mal kurz träumen, nichts weiter

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Das erhöhte Rauschen hat auch mit der Entzerrung zu tun bzw der Sättigung des Bandes:
Zum Einen kann man ein schneller laufendes Band stärker magnetisieren, bevor es in die Sättigung geht. Dadurch ist der Abstand zwischen grundrauschen und Nutzpegel schon mal größer.
Zum Anderen ist vor allem die Sättigung im Hochtonbereich deutlich schneller erreicht. Also verwendet man bei langsamen geschwindigkeiten eine andere Enzterrung. Im Vergleich zu den schnelleren Geschwindigkeiten werden höhere Frequenzen leiser auf das Band aufgezeichnet und bei der Widergabe entsprechend wieder verstärkt. Dadurch wird auch das Rauschen mit verstärkt, was zu einem erhöhten grundrauschen führt (und trotzdem noch einen schlechteren frequenzgang als eine Aufnahme mit höherer geschwindigkeit hat).
Gruß C-Man -
DAS Ding fand ich fazinierend, passend zum Tonband-Thema:
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Wenn es Snoopy nicht stört: das scheint ja jetzt im Grunde zum allgemeinen Tonband-Thread geworden zu sein
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Interessanter Thread

Kann mich nur noch knapp erinnern das mein Onkel ein Spulentonbandgerät hatte.
Keine Ahnung mehr was es wirklich war, könnte ein Revox gewesen sein.
Es hatte jedenfalls verschiedene Geschwindigkeiten und lief an Festen stundenlang ohne Unterbruch durch.

Weiss nur noch das es ein riesiger Aufwand war, das Band zu bespielen.
Muss mal testen ob meine Kassettendecks (Sony und Technics) noch funktionieren, Kassetten habe ich ja noch.
Wenn man sich die Geschichte des Magnetbandes so ansieht, gab es da so ziemlich "interessante" Sachen.
Falsch im Kopf hatte ich die DCC, dachte immer die funktioniert mit normalen Kompaktkassetten, einfach digital.
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Gruss C=Mac.
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Oh ja mein Vater hatte auch ein Tonbandgerät von Grundig. Da habe ich damals als Kind alle meine Hörspielplatten auf das Band aufgenommen, damit ich die immer am Stück hören konnte,
Später dann natürlich auch Musik wie LP´s von "War of the Worlds" von Jeff Wayne. Ich fand es immer lästig die Platten zu drehen. Für mich war das Tonbandgerät wie ein DVD-Player mit seeeeehhhhhhhrrrrrr viel Speicherplatz.
Hat nur nicht in die Hosentasche gepasst.
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Interessanter Thread

Finde ich auch und ein sehr lehrreicher!

Und: Wir haben schon über 50 Beiträge und dass, ohne zu wissen, ob überhaupt was auf dem Band drauf ist.

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ob überhaupt was auf dem Band drauf ist.
Es ist was drauf und wenn es nur die perfekt komponierte Stille ist

Gruss C=Mac.
PS. Hab mein Walkmen wieder gefunden
mal testen ob er noch geht. -
a) auf 98% aller Tonbänder ist Radiomusik drauf, je nach Musikgeschmack
b) alter Walkman = Antriebsriemen bestensfalls ausgeleiert, schlimmstenfalls Brei

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Welchem Zeitraum kann man eigentlich die gefundene Spule zuordnen?
Reden wir da über 60er, 70er oder 80er Jahre?
Obwohl, in den 80ern hatte mein Vater schon früh eine "schicke Anlage" mit Musikkassettendeck. Ich kann mich auch so gut wie nicht daran erinnern, dass ich ihn mal mit einem Tonbandgerät Musik angehört mitbekommen habe. Er hat mir das mal als Kind vorgeführt und ich war auch ziemlich fasziniert davon, aber im Alltag benutzt hat er es in meiner Erinnerung nicht mehr. Da war die Anlage mit MCs in Betrieb.
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auf 98% aller Tonbänder ist Radiomusik drauf
Zu den 98% gehört auch die von mir oben bereits erwähnte einzige Spule, die ich noch habe. Wenn bspw. Demis Roussos aus dem Radiolautsprecher schmalzte, rannte meine Mutter los .. "WEG! WEG! DEN MUSS ICH HABEN!!!" und drehte hektisch den silbernen Knebel auf Start.
Heute ist meine schönste Erinnerung daran, wie meine Eltern zusammen zum laufenden Gerät Schlager mitgesungen hatten. Auch wenn ich das seinerzeit noch nervig fand, weil es natürlich nichts Ätzenderes als Schlager gab. 
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auf 98% aller Tonbänder ist Radiomusik drauf
Zu den 98% gehört auch die von mir oben bereits erwähnte einzige Spule, die ich noch habe. Wenn bspw. Demis Roussos aus dem Radiolautsprecher schmalzte, rannte meine Mutter los .. "WEG! WEG! DEN MUSS ICH HABEN!!!" und drehte hektisch den silbernen Knebel auf Start.
Heute ist meine schönste Erinnerung daran, wie meine Eltern zusammen zum laufenden Gerät Schlager mitgesungen hatten. Auch wenn ich das seinerzeit noch nervig fand, weil es natürlich nichts Ätzenderes als Schlager gab. 
Och es gab auch gute Schlager. Höre heute noch gerne zwischendurch mal eins bis zwei Lieder von Peter Alexander, oder Karel Gott mit der Biene Maja, oder wie wäre es mit Heidi und noch andere.

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Wie teuer waren denn damals die Magnetbänder?
Ich habe als Anhaltspunkt für damalige Preise ein paar Seiten aus dem "RIM-Elektronik"-Katalog von 1980 gefunden:
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