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Tastatur C128d

  • Hallo zusammen,


    bei meiner C128d-Tastatur ist leider die Kommataste defekt. Ausgerechnet die Taste benötige ich für das Laden von Spielen oder Programmen. Kann man anstatt „…,8,1“ auch anders Programme laden? Macht es Sinn, die Tastatur zu zerlegen? Kann ein Stift mit einer anderen Taste ausgetauscht werden? Der „Stift“ lässt sich nicht mehr drücken. Hin und wieder funktioniert die Kommataste. Die Platine sollte also nicht kaputt sein. Danke Alex

  • Einfach zerlegen (also Gehäuse öffnen und dann die vielen kleinen Schräubchen rausdrehen, die die PCB halten) und die Gummi-Fläche(n) unten an dem/n betroffenen Stiften/Stößeln mit reinem Alkohol putzen, ebenso die Kontaktflächen auf der PCB.


    Man kann die Stößel der Tasten durchaus untereinander tauschen, gibt aber ein paar unterschiedliche Bauformen innerhalb der Tastatur, (F-Tasten z.b.), aber das siehst Du dann schon...

    Wenn die Taste "klemmt", dann ist meist gröbere Verschmutzung mit im Spiel, oder aber es ist ne Führung gebrochen. Musst Dir vergleichend ansehen zw. funktionierender Taste und der defekten. Dazu kann man dann vorsichtig und ohne Scherkräfte aufzubringen die Tastenkappen abziehen.


    Beim Zerlegen aufpassen, da hüpfen schon mal ein paar Kleinteile (Schrauben, Federn) weg, also aufgeräumter Arbeitsplatz und frisch gesaugter Boden (möglichst kein Hochflor-Teppich) sind sehr förderlich... Fotos machen schadet auch nicht, also vom Urzustand und zwischendrin mal, insb. wenn unterschiedliche Schrauben gelöst werden etc.


    Graphitpulver oder -Spray hilft auch wenn der Gummi nicht mehr so gut leitet, zumindest temporär, aber sparsam mit umgehen!

  • Einen Bleistift mit dem Härtegrad 8B kaufen, das macht deutlich weniger Sauerei und ist quasi reines Graphit. Damit die Kontaktfläche be"malen" funktioniert sehr gut.

    Stimmt, so haben wir das "damals" auch immer gemacht, nur dachte ich, moderne Bleistifte hätten nicht mehr die passende Konsistenz, aber wenn "8b" der Schlüssel zum Erfolg ist, dann ist das günstiger und einfacher als Graphitspray (oder gar -staub). Andersrum hilft das auch bei festen (Auto-)schlössern, da muss der Bleistift wohl passen :pumpkin:

  • aber wenn "8b" der Schlüssel zum Erfolg ist, dann ist das günstiger

    8B ist tatsächlich nicht das Ende der Fahnenstange, aber überall erhältlich. Es geht sogar bis 14B - die kriegt man dann aber nicht mehr so leicht und sind auch teurer.

    Da ich (früher) sehr viel gezeichnet habe, war so ein 8B immer absolute Pflicht. Gibt es auch als richtige "Brocken"-Stifte ohne Holzummantelung.

    In ein Schloss passen die natürlich nicht, aber man kann mit einem Messer (oder einem Anspitzer) ein wenig Pulver im Notfall auch abschaben. ;)

  • Ich benutze MG Chemicals 831AR Farbe zum auffrischen von Amiga und Plus/4 Tastaturen. Ich denke es sollte auch bei C128 Tastaturen funktionieren. Es gibt das als Pen oder im Fläschchen. Ich habe den Pen, aber benutze immer einen Joghurtbecher, einen Pinsel und 99% IPA zum verflüssigen und auftragen. Daher würde ich in Zukunft nur das Fläschchen kaufen. Aber selbst der Pen reicht für mehrere Tastaturen...


    https://www.muellerbestellung.…hlenstoff-Lack-Stift-5-ml

  • Den Adapter habe ich mir jetzt auch direkt mal bestellt.


    Besten Dank für den Tipp :emojiSmiley-04::emojiSmiley-106:

  • Den Adapter habe ich mir jetzt auch direkt mal bestellt.

    Wer selbst löten kann, baut den in 10min und für lau nach, das Kabel ist ja zudem offenbar NICHT im Lieferumfang enthalten und 13 EUR (incl Versand) sind für das, was man dafür bekommt schon ganz schön teuer, mit Verlaub gesprochen. Angeblich ja schon an die 150 Stk von verkauft, dachte der C128D wäre seltener....

    Dummerweise fehlen damit dann aber all die Tasten, die der C128 mehr hat als der C64, das dürfte die Bedienung noch weit mehr erschweren, wie es dies die eine schwergängige KOMMA-Taste tut...


    Für den Dremel gibt es solche "Schleifschwämmchen" Aufsätze, die nur ganz leicht anrauhen... Die benutze ich immer um die Gummikontakte der Tastatur wiederzubeleben, oder Chip Pins zu polieren.

    Da wäre ich hinsichtlich letzterer Verwendung "Chip pins polieren" aber sehr vorsichtig, das "Schwämmchen" sieht nach Kunststoff aus und könnte durch Reibung sich elektrostatisch aufladen, das tut dann den "polierten" Chips nicht wirklich gut....


    Abhilfe wäre, die ICs mit speziellem Klemmadapter oder aber auch z.b. Entlötsauglitze quer über alle Pins auf ein Potential zu bringen und diese auch (über Schutzwiderstand 100k oder höher) zu erden. Dürfte aber vom Handling her kompliziert werden... Müssen aber wirklich ALLE Pins immer Kontakt machen, sonst verschlimmbessert es eventuell die Sache noch...

  • Ich bleib bei meiner Rasiermesser/Cuttermethode: einmal abziehen, wie beim Messerschärfen und nimmt nicht nur Oxid, sondern auch gleich überschüssiges Lot weg, wenn der Chip mal eingelötet war... Aber ok, werds mal ausprobieren, hab hier ja noch nen verranzten A2K, dessen 68000 hat gleich 64 Pins zum probieren 8o

  • Oder du kaufst dir ne neue aus der Bucht für 130 Euro plus...

    Der Preis ist massiv übertrieben. Um das Geld hab ich vor 4 Monaten meinen 128DCR komplett gekauft (hab also das Gerät zur Tastatur dazu "geschenkt" bekommen :-)).

    Und was glaub ich noch nicht erwähnt wurde: Die Amiga-Tastatur-Stempel und Caps sind zum 128er kompatibel. Wäre eine Alternative und eventuell leichter aufzutreiben.

  • Oder du kaufst dir ne neue aus der Bucht für 130 Euro plus...

    Der Preis ist massiv übertrieben. Um das Geld hab ich vor 4 Monaten meinen 128DCR komplett gekauft (hab also das Gerät zur Tastatur dazu "geschenkt" bekommen :-)).

    Wenn ich mir die aktuellen Preise für den 128 D so angucke, hast du da verdammtes Glück gehabt.

  • Oder du kaufst dir ne neue aus der Bucht für 130 Euro plus...

    Der Preis ist massiv übertrieben. Um das Geld hab ich vor 4 Monaten meinen 128DCR komplett gekauft (hab also das Gerät zur Tastatur dazu "geschenkt" bekommen :-)).

    Wenn ich mir die aktuellen Preise für den 128 D so angucke, hast du da verdammtes Glück gehabt.

    Die verlangten Preise sind schon eine Weile ziemlich abgehoben (wie üblich ist die Bucht am extremsten).

    Aber solange sich kein "muss unbedingt sofort haben"-Käufer findet, lässt sich mit dem einen oder anderen erwachsenen Verkäufer ein fairer Preis aushandeln.

  • Um das Geld hab ich vor 4 Monaten meinen 128DCR komplett gekauft (hab also das Gerät zur Tastatur dazu "geschenkt" bekommen :-)).

    Das wäre auch schon vor 2-3 Jahren ein extrem guter Preis gewesen, natürlich steht auch jeden Tag ein dummer VERkäufer auf und bietet so ein Teil zu günstig an, aber unter 200 EUR für nen funktionstüchtigen Gerät oder 300 für nen funktionstüchtiges Gerät MIT Tastatur ist alles mehr oder minder heute die Ausnahme. Andersrum kann man natürlich auch für besonders hübsche Geräte (unverbleicht und unverbastelt) das Doppelte oder Dreifache nochmals hinlegen.


    Zum Thema Kappen und Stempel/Stößel vom Amiga: A1000(-Tastaturen) werden deutlich teurer gehandelt, A500 sind wirklich noch vergleichsweise günstig, aber ob deren Tastaturen wirklich baugleich sind, das wage ich zu bezweifeln, zumindest gibt es beim A500 meines Wissens nach schon mal mehrere (Zulieferer=)Hersteller und die Kappen sind auch zumindest jenseits der Standardbuchstaben abweichend beschriftet, vom Stil der Bedruckung ganz zu schweigen...

  • Um das Geld hab ich vor 4 Monaten meinen 128DCR komplett gekauft (hab also das Gerät zur Tastatur dazu "geschenkt" bekommen :-)).

    Das wäre auch schon vor 2-3 Jahren ein extrem guter Preis gewesen, natürlich steht auch jeden Tag ein dummer VERkäufer auf und bietet so ein Teil zu günstig an, aber unter 200 EUR für nen funktionstüchtigen Gerät oder 300 für nen funktionstüchtiges Gerät MIT Tastatur ist alles mehr oder minder heute die Ausnahme. Andersrum kann man natürlich auch für besonders hübsche Geräte (unverbleicht und unverbastelt) das Doppelte oder Dreifache nochmals hinlegen.

    Es ist natürlich ein Unterschied ob jemand ein Gerät als "Hat vor 25 Jahren noch funktioniert und ist immer trocken im Kellerschrank gelagert worden" oder als "Netzteil recapped, Tastatur grundgereinigt, Commodore Chips mit Kühlkörpern versorgt und Gerät durchgecheckt mit Funktionsgarantie" anbietet.

    Haben möchten BEIDE 300 Euro, aber zumindest einer von den zweien sollte beim Preis ziemlich nachgeben.

    Dafür brauchst als Käufer allerdings einen langen Atem.