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Spiel wie "Animal Well" machbar auf Amiga?

  • Es gibt seit kurzem ein sehr schön gemachtes Spiel, was auf den ersten Blick wie ein einfaches Retro Spiel aussieht, aber interessante Komplexitäten aufweist. Und ich frage mich gerade zwei Dinge -- was haltet ihr von dem Spiel, und glaubt ihr, sowas könnte man überhaupt auf einem Amiga realisieren? Ich frage micht, weil ich es mir auf dem Amiga wünsche, aber ich würde gerne einfach wissen, ob ihr denkt, ob sowas funktionieren kann.


  • Ich hab das Video nicht lange und im Detail betrachtet, aber abgesehen von coolen Grafikeffekten scheint es ja auch recht viele unterschiedliche Assets zu haben. Eine 880K Diskette und 512K ChipRAM dürften dafür kaum reichen.


    Aber ohne die Effekte, mit reduzierten Assets, einer HDD und mehr RAM könnte ich mir sowas auf dem OCS A500 vorstellen.

    Besser natürlich noch auf Geräten mit mehr ChipRAM, (echte, evtl. zeitgenössische 68k-) Turbokarte, aufgebretzelter A1200/CD32, etc.


    Ist wohl nur eine Frage, wie viel Entwicklungsaufwand, wie viele Abstriche im Vergleich zum Original und welche HW-Grundausstattung man ansetzt.


    „Amiga“ ist ein dehnbarer Begriff. Für Vampire/V4 Systeme mit Apollo „68080“, AMMX und „Super“AGA könnte man das vielleicht 1:1 umsetzen - aber dann ist wieder die Frage „Ist das ein Amiga?“.


    Für manche schon, für andere ist es halt HW-Fantasy-Emulation auf modernem FPGA.


    Billigste Lösung: spiel es auf deinem PC/Mac/whatever und klebe ein Label „SuperAMIGA 50000“ drauf. Dann läuft es auf einem modernen high-end „Amiga“.

    Du musst nur fest dran glauben, und es

    ist „Dein“ neuster Amiga.


    Solange es Spass macht, ist das doch alles ok… ;-)


    Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich jetzt jemand an einen A500 von 1987 setzt und das jetzt die nächsten paar Jahre möglichst gut als „Demake“ nachbaut, ist eher gering.

  • Jammet ich glaube das könnte man etwas reduziert aber so ähnlich nachbauen … A500 1MB und vielleicht 2 Disketten? 1:1 würde etwas schwierig wegen der farblichen Effekte und dem CRT Effekt… also den CRT Effekt würde man dann einfach nicht nachprogrammieren und dem echten CRT überlassen (oder einem Shader des Emulators)… ansonsten kostet es halt einfach nur eine Menge Zeit, dass so hinzubekommen aber möglich wäre das bestimmt in einer etwas abgespeckten Form aber sonst mit gleichem Gameplay.

  • Naja, dass man mit genug RAM und CPU Leistung jedes informatische Problem lösen kann weiß man ja.. :D

    Plus evtl. Fähigkeiten der Grafik- und Soundhardware. Eine Cray2 am Textterminal wird‘s ja auch nicht bringen ;-)


    Und im Gegensatz zum C64 ist „Amiga“ bzgl. Rechenleistung, RAM und Grafik deutlich diverser - selbst wenn man sich auf zeitgenössische original Commodore Hardware beschränkt.

  • Neben der ganzen Lichteffekten (und Farben) hat mich besonders beeindruckt wie sehr kleine Teile der Grafik auf Bewegung der Spielfigur reagieren. Da hängt von oben so Pflanzliches Zeug herunter was z.B. mitschwingt, wenn man daran entlangläuft, und das ganze sieht aus als wäre es recht komplex und erinnert ein bischen an das, wofür man in heutigen Spielen extra "Physik-Engines" bemüht.


    Vielleicht ginge sowas also in der Theorie dann mit reduzierten Lichtern, Farben, und Physikvortäuschung.


    Ist schon richtig, "Amiga" ist nicht Amiga. Viele der Animationen in diesem Spiel scheinen auch fast schon vektorisiert zu sein, z.B. die Schwäne wirken fast wie eine Animation aus "Another World", und sind vielleicht garkeine Sprites. Die springende grosse Katze auch.


    Es wirkt alles einerseits eher wie ein 8 Bit Spiel vom Spectrum, aber dann hat es andererseits diese unglaublich schönen anderen Aspekte, deswegen dachte ich, ich frage mal ob ein Amiga 500 eine Kompromisslösung schaffen könnte. Naja und wie gesagt, nur aus Flachs, weil mir dieses Gedankenexperiment Spass macht. Dieses Spiel scheint schon was sehr besonderes zu sein.

  • Mit all den coolen Effekten? Stock A500 oder A1200? Wohl kaum.


    A1200 mit Pistorm ginge sicher, aber imho ist das dann halt ein Raspi, der in einem Amiga versteckt ist, der als Tastatur und evtl. Joystick-Adapter dient.

    Mal davon abgesehen, dass die PiStorm eine Turbokarte ist und kein Alien, das die Kontrolle übernimmt ;) würde ich schon mal behaupten, dass so ein Spiel auf einem 1260 bestimmt auch unter AGA machbar ist. Die Frage ist vielmehr, worin der Sinn besteht es auf den Amiga zu portieren.

  • RexRetro Ja das mag so sein, aber neue Titel schaffen es ja manchmal in die modernen Pressemedien und können dadurch auch ein neues Publikum erreichen. Und bei manchen erweckt es vielleicht einen Sinn für Nostalgie und sie besorgen sich entsprechende Emulatoren.

  • Mal davon abgesehen, dass die PiStorm eine Turbokarte ist und kein Alien, das die Kontrolle übernimmt ;)

    Eher ein Turbokartenemulator mit opt. vielen Extras, die das eigentliche System zur billigen I/O degradieren.

    Aber ist halt Geschmackssache, ob man damit „Retrofeeling“ und Amiga-Nostalgie erlebt.


    Ist aber eh off-topic, also genug davon.


    Turbokarte und mehr RAM scheint mir halt bei dem Spiel notwendig, wenn man all die bewegten Details nachprogrammieren wollte. Da scheint mir ein stock A1200 mit 14MHz 68020 und 2MB rel. langsamem ChipRAM doch zu begrenzt für. Aber ich kann mich natürlich täuschen.

  • Die Frage ist vielmehr, worin der Sinn besteht es auf den Amiga zu portieren.

    Weil neue Software alte Hardware am Leben hält. :)

    Und weil es einem Programmierer einfach nur so viel Freude bedeuten kann, so eine Umsetzung zu versuchen. :)