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Datassette funktioniert trotz vorsichtig versuchter Reinigung nicht mehr richtig, kann sie mir jemand reparieren?

  • Sinus hat nur leider mit Rechteck maximal im Grenzwert irgendwas zusammen. Und da reden wir von unendlich.

    Sorry, aber Ihr habt wohl alle geschlafen als Fourier in Schule oder Studium behandelt wurde...


    aus: https://www.hartundtrocken.de/…he-der-rechtecksfunktion/


    Interessant ist dabei, das die Oberwellen, obwohl von der Amplitude her abfallend (also Tiefpassverhalten der Übertragungsstrecke) sich dennoch prägnant auf die Summenwellenform auswirken und gerade eben die Flankensteilheit schnell wächst. Hier sind gerademal VIER Oberwellen präsent, aber die Rechteckannäherung schon recht ausgeprägt. (und die höchste vorkommende Frequenz ist gerade 9x so groß wie die Grundfrequenz, das schafft bei 1,x KHz Basisfrequenz auch ein Kassettenrekorder noch!)


    VIER ist aber deutlich kleiner als "Unendlich"... gell detlef und muffi


    Und technisch kommt es auf diese Flankensteilheit um den Nulldurchgang an, denn je steiler, desto geringer ist die zeitliche Unsicherheit der technisch leider unvermeidlichen Spannungs-Unsicherheit dabei. Und da zählt JEDE Oberwelle mit rein!


    Daß es -bei technisch begrenzter Bandbreite oben auf den Wellenberg (resp. unten ganz im Wellental) dann kräuselt - weit von den Schaltpunkten weg - das juckt an der Stelle überhaupt nicht.

  • Um mal zum thema zurück zu kommen.

    Ich habe in meine Datasette einen kleinen Lautsprecher mit ner kleinen

    Transistorstufe eingebaut.

    Ich kann wunderbar nach Gehör den Azimuth eintellen.

    Laut Schematic wird das Signal vom Kopf kommend über einen

    Chip mit 4 OP's erstmal weit übersteuert um ein Rechteckähnliches Signal

    zu haben. Dann gelangt das Signal an einen zweistufigen Schmitttrigger,

    der richtige Rechtecksignale erzeugt.

    Vor den Schmitttriggern liegt ein Testpunkt, wo man super das

    Signal zum einstellen brauchen kann. Entweder LED oder kleiner Lautsprecher

    über einen einstufigen Verstärker.

    Ich habe es an meiner Datasette sogar abschaltbar gemacht, aber ist nicht

    nötig, was Versuche gezeigt haben.
    Gestern habe ich eine Datasette repariert und zum einstellen des Azimuth

    eine LED mit Vorwiderstand an den TP gelötet. Eindeutig wird die LED

    heller und dunkler beim drehen an der Azimuthschraube :)

    Interessant wäre noch ein Versuch direkt am Tapeportstecker mal zu hören,

    ob man auch da noch sehr gut wahrnehmen kann, ob die Datasette

    richtig eingestellt ist

  • Ich finde es immer wieder interessant wie ein Thema "Datassette funktioniert trotz vorsichtig versuchter Reinigung nicht mehr richtig, kann sie mir jemand reparieren?", bei dem dem Ersteller des Thread nach wenigen Antworten bereits geholfen wurde, in den tiefsten Ecken der Elektrotechnik und Physik landen :)

  • Sinus hat nur leider mit Rechteck maximal im Grenzwert irgendwas zusammen. Und da reden wir von unendlich.

    Und technisch kommt es auf diese Flankensteilheit um den Nulldurchgang an, denn je steiler, desto geringer ist die zeitliche Unsicherheit der technisch leider unvermeidlichen Spannungs-Unsicherheit dabei. Und da zählt JEDE Oberwelle mit rein!

    Und die hörst du dann raus? :D

  • t0m3000


    Nun wissen wir wenigstens wie das funktioniert.

    Ich finde meine Beschreibung verständlicher :) ;)


    Gibt es eigentlich eine Doktorarbeit zum Thema Datasette ? :) ;)


    Danach werde ich dann wohl mit einer Aushandlung zur 1541 habilitieren :) ;)

  • Und die hörst du dann raus? :D

    Ja, bis 10-12 Khz geht auch mein Rock&Disco-geschädigtes Gehör noch ganz gut, nur der Tinnitus nervt etwas...


    Aber an sich eine merkwürdige Frage: Wenns "dumpf" klingt, fehlen die Obertöne oder sind eben stark bedämpft, wenns "klirrt"&"kreischt" sind sie da.


    Zudem spiele ich (Hammond-)Orgel und da bekommt man ein Gefühl für die akustischen Auswirkungen der dort ja via Zugriegel in weiten Grenzen zumischbaren Obertöne, aber ich denke, den Unterschied von Sinus zu Dreieck und "Rechteck" hört doch z.b. beim SID auch jeder, oder? Rechteck in Anführungszeichen", da auch dort Bandbreitenbegrenzt und somit KEIN echter Rechteck, aber eben ne gute Annäherung...

  • Ruudi wieder in Höchstform. Und schon wieder den Kontext verloren. Die Frage war, ob du die für Tonkopfeinstellung relvanten Oberwellen raushörst, auf die es angeblich ankommt.


    Und da wir ja schon festgestellt hatten, dass die Datasette keine Rechtecksignale aufnimmt, ist die ganze Rechteck-Diskussion sowieso irrelevant.


    Wieviele Datasetten hast du eigentlich schon eingestellt?

  • Hi Fepo


    ich habe mir auch mal eine Datasette gemodded und einen abschaltbaren Lautsprecher dort mit eingebaut. Das mit der LED was Du beschreibst interessiert mich. Kannst Du bitte kurz was zur Größe des Vorwiderstandes und der verwendeten LED so wie dem TP (Abgriffpunkt) an der Elektronik sagen. Ich wäre dir sehr dankbar.

    Gruß :)


    PS. So ein Billigosszi hab ich auch hier rumliegen, aber zum Azimut justieren noch nie gebraucht bzw. benutzt. Muss ich auch mal ausprobieren.

  • So hat Commodore übrigens die Signalaufbereitung in der Datasette in den Schaltplan eingezeichnet. Und das ist auch in etwas das, was ich gemessen habe.


  • Ruudi wieder in Höchstform. Und schon wieder den Kontext verloren. Die Frage war, ob du die für Tonkopfeinstellung relvanten Oberwellen raushörst, auf die es angeblich ankommt.

    Hmja, also dumpf und weniger dumpf kann ja nun durchaus nahezu jeder unterscheiden.

  • Ruudi wieder in Höchstform. Und schon wieder den Kontext verloren. Die Frage war, ob du die für Tonkopfeinstellung relvanten Oberwellen raushörst, auf die es angeblich ankommt.

    Hmja, also dumpf und weniger dumpf kann ja nun durchaus nahezu jeder unterscheiden.

    Ruudi diskutiert über ein Rechtecksignal, das es an der Stelle, wo man das Signal misst, gar nicht existiert. Es geht alleine um die Amplitude.

  • Natürlich könnt ihr eure Datasetten gerne nach Klang einstellen. Ich beschränke mich da auf das Relevante.

    Na dann gibt es ja eigentlich gar keinen Grund mehr zu streiten 8o

  • Gab's für mich eigentlich von Anfang an nicht. ;)

  • Und da wir ja schon festgestellt hatten, dass die Datasette keine Rechtecksignale aufnimmt

    Sorry, mit Verlaub, aber du lernst es wohl auch nimmer...


    Sie nimmt angenäherte Rechtecksignale auf und diese Annäherung ist nix Anderes als die Summe einzelner Sinus-Schwingungen unterschiedlicher Frequenzen. Der Computer gibt Rechteck aus und das wird nur durch die Bandbreite des Schreibverstärkers, sowie dann der Bandbreite der Aufzeichnung selbst geschmälert und bei der Wiedergabe dann wieder "digitalisiert", aber eben im ZEIT-Bereich, da mit 1Bit. Daher kommt es sehr wohl auf die Oberwellen an, da diese das Timing der rekonstruierten Wellenform vorgeben.

    Wers nicht glaubt: Tiefpassfilter davor setzen und schaun, ob es noch geht...


    Die Darstellung im CBM-Schaltplan ist "schematisch", d.h. der Sinus steht für ein ANALOGES Signal und der Rechteck am Ausgang auf das dann wieder rekonstruierte Rechtecksignal. Es sagt aber NICHT aus, das das Signal davor zwingend rein sinusförmig (d.h. auch nur wirklich eine einzelne Tonhöhe enthaltend) sein müsse oder gar so wäre.


    Das wäre nämlich gerade beim Frequency-Keying auch eine gewisse Schaltungstechnische Herausforderung gewesen seinerzeit... Das Übersteuern (wie von Fepo richtig erklärt) verbessert die Flankensteilheit ebenso, aber Beides zusammen, möglichst obertonreiche Abbildung des Rechtecks und Übersteuerung als ne Art "Vorwandlung" in 1 Bit Digital stellt erst die originalen Nulldurchgangsabstände sicher und unter Ausblendung von analogen Effekten wie nichtlinearen Umpolungsverhalten an Kondensatoren, Schwächen der Halbleiter resp. der Verstärkerschaltung rund um den Nulldurchgang herum etc sicher.


    Tatsache ist: wenns hell klingt, sind VIELE Obertöne (Spektral wie auch in der Amplitudengewichtung) mit dabei, wenns dumpf klingt WENIGER in Anzahl und Amplitude, wenns extrem "fad" nach Blockflöte klingt, ist es nahe am reinen Sinus= Grundton.


    Den aber künstlich zu erzeugen und ohne Phasenversatz bei der Modulation mit dem digitalen Signal im Frequenzbereich umzuschalten, das wäre damals deutlich aufwändiger gewesen, den Luxus (sprich die Verwendung eines Modem-Chips) haben sich nur wenige Homecomputer-Hersteller gegönnt, C= definitiv nicht!


    PS: t0m3000 : A/D Wandler gabs beim C= Cassetteninterface nur in Form von 1Bit Schmitt-Trigger resp. rein physikalisch durch starke Übersteuerung, das war aber auch beim SID so: digital gesteuert, aber rein analoge Signalerzeugung, egal ob Sinus, Dreieck oder Rechteck!

  • Fast nichts gelesen von dem was bisher geschrieben wurde und den verlinkten Thread mit den Oszilogrammen ebenfalls ignoriert.

    Allles was zählt sind deine Theorien. Die bist ein echter Experte. :popcorn:


    Ich wiederhole meine Frage: Wieviele Datasetten hast du repariert und an wievielen hast du gemessen oder sie eingestellt?

  • Natürlich könnt ihr eure Datasetten gerne nach Klang einstellen. Ich beschränke mich da auf das Relevante.

    Na dann gibt es ja eigentlich gar keinen Grund mehr zu streiten 8o

    Du siehst ja wie schwierig das ist. Ruudi hat vermutlich niemals eine Datasette überhaupt nur in der Hand gehabt, Nachfragen zur Erfahrung mit der Datasette werden ignoriert. Er weiß nichts über das Aufzeichnungsverfahren. Trotzdem verbreitet er wilde Theorien über Rechteckaufzeichnungen, die meßtechnisch längst wiederlegt wurden. Auch den Schaltplan hat er nicht angeschaut oder nicht verstanden.


    Natürlich kann man sowas ignorieren, aber dann steht das für alle Ewigkeit falsch hier im Forum. Und manche glaube das dann.