Datassette funktioniert trotz vorsichtig versuchter Reinigung nicht mehr richtig, kann sie mir jemand reparieren?

Es gibt 101 Antworten in diesem Thema, welches 9.913 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. April 2024 um 18:54) ist von Fepo.

  • war das nicht so, dass man auch oft zwischen den orig. Spielekassetten den Tonkopf nachjustieren musste?

    da gab es doch noch nie diese eine korrekte Lage der Tonspur nach der sich alle richten mussten

    Bei Originalspielen hatte ich das noch nicht, wenn die Datasette auf den korrekten Azimuth eingestellt wurde. Und genau das ist das Problem: Jede Aufnahme unterliegt gewissen Toleranzen, und den Azimuth danach einzustellen setzt die Abweichung dann zum "Standard". Weicht eine andere Kassette dann "in die andere Richtung" ab, die mit korrektem Azimuth noch lesbar wäre, ist es ggf. relativ zur anderen Kassette zu viel.

    Nicht umsonst gibt bzw. gab es professionelle Azimuth-Kassetten, die waren zum Einen meist mit anderen Geräten aufgezeichnet (teilweise spezielle Spulenmaschinen mit gleicher Bandbreite, soweit ich weiß) und zum Anderen sind die Kassettenhüllen auch oft massiver (so dass beim Abspielen zum Einstellen des Azimuths der Bandlaufpfad möglichst genau ist).

    Ich habe selbst diverse Azimuth-Einstellkassetten für Tapedecks, die man dann mit Oszilloskop exakt einstellt. Bei der Datasette ist es mit Monokopf schwieriger, da man da nur nach Amplitude gehen kann. Es gab m.E. auch Verfahren, in denen linke und rechte Spur phasenverkehrt aufgezeichnet wurden um beim Monokopf auf möglichst niedrige Amplitude einzustellen (wäre ggf. mal ein Experiment wert selbst so ein Tape auf einem sehr guten und exakt eingemessenem Tapedeck zu erstellen), da die sich in Summe bei optimaler Einstellung aufheben müssten.

    Nun kann man die billige Kassettenmechanik dieser Datasette nicht mit einem hochwertigen Kassettendeck mit Doppel-Capstan vergleichen, dennoch hilft meiner Meinung nach eine exakte Einstellung dort enorm, um möglichst viele Kassetten lesen zu können (vor allem Originale). Ich habe keine Information darüber, wie genau Commodore die Datasetten einstellte, mache mir da aber keine Illusion.

    Das Problem waren doch eher die selbstaufgenommenen Kassetten, die die Leute lesen können wollten. Welche, die teilweise mit fraglich eingestellten billigen Doppelkassettendecks oder anderen Alternativen aufgenommen wurden. Wenn tatsächlich eine Originalkassette nicht in einem Laufwerk mit optimal eingestelltem Azimuth (aber manuell anderer Einstellung) gelesen werden kann, dann war die Produktion sehr fraglich. Unternehmen, die Kassetten professionell vervielfältigt haben, hatten Personal um die Geräte optimal einzustellen bzw. zu warten. Das wäre schon für Musikproduktionen negativ aufgefallen, wenn dort die Höhen fehlen - Kaufkassetten waren doch eher qualitativ hochwertig aufgenommen.

    Ein korrekter Azimuth ist in der Theorie keine Hexerei, weshalb es da auch nur eine Einstellung gibt: exakt rechtwinklig zum Bandlauf. In der Praxis ist es vom Gerät und vor allem von dem verwendeten Referenzmaterial bei Einstellung abhängig, wie gut man den optimalen Azimuth trifft.

    Das Drama beginnt ja erst, wenn man sich auf eine Aufnahme mit schlechtem Azimuth selbst einstellt, nur um die Aufnahme lesen zu können. Nicht nur, dass man dann korrekt aufgenommene Originalkassetten nicht mehr lesen kann, man verursacht nur weitere Schrottaufnahmen, wenn man selbst Daten mit der Datasette speichert. Diese Selbstjustagen sind für mich das schlimmste was der Datasette passieren konnte, dadurch musste man sich regelmäßig neu einstellen und Lesefehler waren ein Ablehnungsgrund für die Akzeptanz. Und dass überhaupt Modifikationen wie eine LED als Justagehilfe erstellt wurden, zeigt welch Ausmaß es genommen hat. Statt dass lieber alle Geräte sich auf den einzig richtigen Azimuth einstellen, der über Referenzbänder bei Tape Decks Standard ist.

    Praktisch kann man diese verstellten Aufnahmen nachträglich nicht mehr rückgängig machen, deshalb empfehle ich Datasettenliebhabern zwei Datasetten: die schönere auf korrektem Azimuth für alle sauber produzierten Originale und Eigenaufnahmen ohne verstelltem Azimuth, und eine schlecht erhaltenere (um die es nicht schade ist) für Rumorgeln an der Azimuth-Einstellung für schlechte Aufnahmen (und ja markieren, dass man damit keine neuen Aufnahmen anfertigt).

    Sorry für die lange Nachricht, aber als absolutem Datasetten- und allgemein Kassettenliebhaber, der auch die Justageseite mittels Azimuthkassetten kennt, finde ich es wirklich traurig was da in der Vergangenheit speziell bei Datasetten abgegangen ist.

  • Ja,leider verführte das Loch zur Kopfschraube sehr schnell dazu,wild dran rumzudrehen, bevor man vielleicht erst mal die Reinigung versucht hat. Ich hatte nie Originale und "Kopie" Kassetten von Kumpels waren dann oft nicht lesbar und schwupp war man an der Schraube dran:nuss:

    Da fand ich es beim KC85 immer gut, dass man schon während des Ladens Lesefehler zu sehen bekam. Atari hatte sowas auch glaub ich:nixwiss:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Meine Datasette hat nen kleinen Lautsprecher drinnen. Nach Gehör einstellen :)

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Meine Datasette hat nen kleinen Lautsprecher drinnen. Nach Gehör einstellen :)

    und Bit's mitzählen :thumbsup:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Bei Originalspielen hatte ich das noch nicht, wenn die Datasette auf den korrekten Azimuth eingestellt wurde

    again what glernt :thumbsup:

    ich selber hatte ja damals keinen C64 aber kenne das eben von meinen Schulkameraden. Gut die haben auch untereinander Tapez ausgetauscht 8)

  • Der PET 2001 hatte die gleiche Datasette und da hat keiner ständig am Tonkopf rumgeschraubt und alle Kassetten, auch die von anderen Benutzern, waren lesbar. Dieses unsinnige und unnötige Rumgeschraube fing erst mit dem C64 an. Wenn alle ihren Tonkopf in Ruhe gelassen hätten, hätte das Problem gar nicht existiert.

    Das Gerücht, dass gekaufte Spiele mit verstelltem Tonkopf produziert wurden, finde ich spannend.

  • da gab es doch noch nie diese eine korrekte Lage der Tonspur nach der sich alle richten mussten

    Doch: die gibt es:

    Der Spalt im Tonkopf muss haagenau senkrecht zu der Bandlaufrichtung stehen, dann ist der WIRKSAME Spalt an Kleinsten, d.h. die Übertragung auch höherer Frequenzanteile optimal. (hat Einfluss auch auf die Kurvenform niederfrequenter Signale, Fourier lässt grüßen...)

    Chromdioxid kann gehen, aber passt eigentlich NICHT zu der Entzerrcharakteristik und den Schreibströmen, die in der Datasette fest eingestellt sind, nämlich für Eisenoxid.

    Neben Verschmutzung kann auch eine Aufmagnetisierung des Kopfes schuld sein, das zu beheben braucht eine spezielle Drossel und etwas Erfahrung damit.

    Riemen muss neu und auch die Andruckrolle am Kapstan sollte man erneuern oder wenigstens "aufkochen" damit die wieder etwas flexibler wird (darf aber keinesfalls "pappig" sein, sonst schädigt sie die Bänder!)

    Was auch sein kann sind Gleichlaufstörungen aufgrund zu schwachen, überalterten oder schlicht ungeeigneten Netzteils am Computer, das originale ist perfekt, aber es gehören nach jetzt teils über 40, sicher aber über 30 Jahren dort die Elkos erneuert und eventuell auch Dioden und Spannungsregler, wobei man bei Linear bleiben sollte oder aber auch die Filterung an nen Schaltreglerersatz anpassen muss! Auch im C64 selbst können die Elkos schon längst "taub" sein, auch wenn die nicht zum Auslaufen neigen und auch die Spannungsregler dort kann man bei der Gelegenheit gleich mal erneuern. Dann noch nen Überspannungsschutz dran und es funzt wieder wie früher...

    Viel Erfolg und auch noch der Tipp: es gibt deutlich hochwertigere Kassettenrecorder wie die Datasette, z.b. von Grundig oder ITT aus den 1970ern und frühen 1980ern, MONO müssen die sein, das wurde danach dann immer seltener resp. eben "low cost", aber mit nem hochwertigen (auch überholten) Recorder und nem guten Interface hat man dauerhaft ne Sorge weniger, wenn man denn auf Cassette wirklich noch setzen will...

  • Ruudi : ich hab noch zig nicht funktionierende Datasetten. Wenn ich mich da mal dran begebe, würde ich gerne bei allen die Antriebsriemen austauschen. Weißt Du zufällig, welchen Durchmesser die offiziell haben und ob es offiziell Rundriemen sind oder quadratische?

    In den unterschiedlichen Chats gibt es immer eieder mal Hinweise, Links und Tipps - aber nichts offizielles.

    Falls Du einen Tipp hast, wo man am besten bestellen sollte (30 korrekte Riemen sind mir lieber als 50 Riemen, von denen nur einer passt) und wo man die Andruckrolle noch bekommt? (Durchmesser?)

    Besten Dank im Voraus!!!

  • Viel Erfolg und auch noch der Tipp: es gibt deutlich hochwertigere Kassettenrecorder wie die Datasette, z.b. von Grundig oder ITT aus den 1970ern und frühen 1980ern, MONO müssen die sein, das wurde danach dann immer seltener resp. eben "low cost", aber mit nem hochwertigen (auch überholten) Recorder und nem guten Interface hat man dauerhaft ne Sorge weniger, wenn man denn auf Cassette wirklich noch setzen will...

    So kann nur jemand sprechen, der die Kassetten-Ära nicht selbst miterlebt hat.

    Die Speichung auf Kassette war beim PET absolut zuverlässig. Selbst auf billigstem Kassettenmaterial. Das Aufzeichnungsverfahren ist sehr robust und man braucht dafür definitiv keinen hochwertigeren Kassettenrekorder.

    Auch wenn unnötig, aber mit welchem Interface willst du einen hochwertigen Kassettenrekorder anschließen? Du hast doch sicher eine Lösung parat?

  • Ruudi : ich hab noch zig nicht funktionierende Datasetten. Wenn ich mich da mal dran begebe, würde ich gerne bei allen die Antriebsriemen austauschen. Weißt Du zufällig, welchen Durchmesser die offiziell haben und ob es offiziell Rundriemen sind oder quadratische?

    In den unterschiedlichen Chats gibt es immer eieder mal Hinweise, Links und Tipps - aber nichts offizielles.

    Ja, der Ruudi ist offensichtlich der Experte für Datasetten. :thumbsup:

  • da gab es doch noch nie diese eine korrekte Lage der Tonspur nach der sich alle richten mussten

    Doch: die gibt es:

    Der Spalt im Tonkopf muss haagenau senkrecht zu der Bandlaufrichtung stehen, dann ist der WIRKSAME Spalt an Kleinsten, d.h. die Übertragung auch höherer Frequenzanteile optimal. (hat Einfluss auch auf die Kurvenform niederfrequenter Signale, Fourier lässt grüßen...)

    Ich dachte, mit der Einstellschraube ändert man primär die vertikale Lage des Tonkopfs und dass sich dabei der Winkel des Tonkopfs leicht ändert, sei eher ein unerwünschter Nebeneffekt. Oder täusche ich mich?


    EDIT: hätte ich mal googeln sollen, es geht tatsächlich um das Einstellen des Winkels. Again what learned… ^^

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    Einmal editiert, zuletzt von Claus (25. März 2024 um 06:34)

  • Hallo zusammen,

    Das hier habe ich im Funkschau Sonderheft Nr. 203 "Klartext für den C64" gefunden:

    Auch wenn unnötig, aber mit welchem Interface willst du einen hochwertigen Kassettenrekorder anschließen? Du hast doch sicher eine Lösung parat?

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Hat zwar nix mit der Reparatur der Datasette zu tun, aber es beantwortet eine Frage.

    Grüße

    Fladdy


  • Auch wenn unnötig, aber mit welchem Interface willst du einen hochwertigen Kassettenrekorder anschließen? Du hast doch sicher eine Lösung parat?

    Es gab und gibt zig Bauanleitungen wie auch Bausätze und sogar Fertiggeräte für Interfaces von DIN oder Cinch nach "CBM-Datasette", die meisten arbeiten leider mit 4069 Bausteinen, die nicht sonderlich robust sind, daher der Zusatzhinweis "gutes" Interface, denn den genannten C-MOS-Chip muss man extern schützen, z.b. mit antiparallelen 1N4148 Dioden wie teils auch im C64 für div. Ports vorhanden oder eben "sophisticated" Devices, also passende Schutzdioden, die es ja damals wie heute in großer Auswahl und allen möglichen Bauformen und Packungdichten (also auch mehrere in einem Gehäuse ähnlich den Widerstands"netzwerken") gibt.

    Ich hatte die Version, die ICH damals am VC20 eingesetzt hatte auch hier im Forum schon mal vorgestellt. Miterlebt hab ich die Cassettenzeit definitiv, wenngleich mehr an ZX-Geräten, da DEREN Cassetteninterface zum Einen den Anschluss "normaler" Recorder per se erlaubte als es auch für mein Empfinden deutlich stabiler (und sogar schneller!) lief als das was C= da zusammengeschustert hatte.

    Die Mechaniken der Datasetten stammen von Sanyo, für die ich später dann mal tätig war, sind robuste, aber auch eben LOWEST Cost Laufwerke.

    BEVOR ich die restauriere, mache ich mir die Mühe doch lieber bei nem formschönen und HOCHWERTIGEN Recorder wie diesem hier:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Der hat dann auch gleich ne "Chrom-Automatik" für Fepo und Andere, die Chromdioxid-Kassetten bevorzugen und kann manuell ausgeteuert werden und die Mechanik ist grundsolide!

    (nur ein Beispiel unter vielen... )

    Es gab leider nur für recht kurze Zeit, so bis ca. 1975 hochwertige MONO-Tapedecks, meist als "Schul"- oder "Büro"-geräte (als Diktiergerät-Ersatz oder -Wiedergabegerät, sogar mit Fußstart/stopptaster), in Stereo danach natürlich noch bis Mitte der 1990er noch deutlich weiterentwickelte Geräte, nur leider bedingt die -vermutlich erwünschte- Kompatibilität zu den Original-Datasetten eben einen Mono-Kopf. Zudem braucht man schon ein wirklich gutes Stereo-Tape-Deck, um damit eine ähnliche Zuverlässigkeit zu erreichen wie eben mit den Mono-Geräten.

    Und detlef : es ging mir nicht um "DAMALS", es ging mir mit meiner Anmerkung darum ob es HEUTE mehr Sinn macht, sich gleich ein MARKEN- und QUALITÄTS-Produkt zu restaurieren oder ne schnöde und LowCost-Datasette, deren Design ja bekanntermaßen auch nie so wirklich stimmig war... Spätestens wer mal den Blick über den C=-Tellerrand wagt, der weiß es zu schätzen, dann auch gleich einen vollwertig zu verwendenden Recorder auch für andere Systeme zu haben, seien es Sinclair, BBC oder irgendwelche Exoten oder auch ein AIM65 oder SEL-Trainer etc...

  • Ruudi : ich hab noch zig nicht funktionierende Datasetten. Wenn ich mich da mal dran begebe, würde ich gerne bei allen die Antriebsriemen austauschen. Weißt Du zufällig, welchen Durchmesser die offiziell haben und ob es offiziell Rundriemen sind oder quadratische?

    In den unterschiedlichen Chats gibt es immer eieder mal Hinweise, Links und Tipps - aber nichts offizielles.

    Falls Du einen Tipp hast, wo man am besten bestellen sollte (30 korrekte Riemen sind mir lieber als 50 Riemen, von denen nur einer passt) und wo man die Andruckrolle noch bekommt? (Durchmesser?)

    Besten Dank im Voraus!!!

    Leider muss ich Dich da enttäuschen: es gab bekanntlich mehrere Varianten der Mechanik, auch wenn ein Großteil -meines Wissens nach- auf einem Sanyo-Chassis basierte, es sind mir auch keine "offiziellen" Riemendaten bekannt, auch in den -gerade eben konsultierten- Servicemanuals Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. ist nichts dergleichen zu finden, dort geht es fast nur um die Elektronik...

    Ich glaube aber auch nicht, das das so kritisch ist, "damals" hat man sich mit den üblichen Haushalts-Universal-Gummi-Ringen beholfen und heute gibt es ja ganze Sortimente mit Riemen in den gängigsten Größen... Ob Vierkant oder Rund, das zeigt die Nut im An-/Abtriebsrad und ob flach oder eher quadratisch, das ergibt sich meist auch einfach aus dem zur Verfügung stehenden Bauraum, sprich je breiter der Riemen, desto unwahrscheinlicher wird nen quadratischer Querschnitt...

    Mir hat der Tipp übrigens schon mehrfach geholfen, alte Riemen, egal ob für Floppy, Recorder, Plattenspieler oder sogar größere Ausführungen in heißem Wasser 15 min. zu "kochen", die waren danach tatsächlich etwas "aufgefrischt", sprich wieder elastischer wie auch etwas geschrumpft, d.h. gingen nicht mehr leer durch. In ein paar Fällen aber zeigte sich auch, das die Substanz nicht mehr zu retten war, sprich zerfielen dann förmlich.

  • Ruudi : ich hab noch zig nicht funktionierende Datasetten. Wenn ich mich da mal dran begebe, würde ich gerne bei allen die Antriebsriemen austauschen. Weißt Du zufällig, welchen Durchmesser die offiziell haben und ob es offiziell Rundriemen sind oder quadratische?

    In den unterschiedlichen Chats gibt es immer eieder mal Hinweise, Links und Tipps - aber nichts offizielles.

    Ja, der Ruudi ist offensichtlich der Experte für Datasetten. :thumbsup:

    detlef : ich hatte den letzten Beitrag gelesen und dann gefragt.

    Welche Tipps hast Du denn? Gibt es einen gesten Antriebsriemen-Durchmesser für alle Datasetten oder hast Du eine kleine Auflistung für die drei gängigsten?


    Fepo : Du wirst sicherlich auch viele Erfahrungswerte haben. Vielleicht helfen mur die.

    Ich möchte z.B. 30 Datasetten auf den Tisch legen, alle gleichzeitig öffnen, der Reihe nach säubern (inkl. Lesekopf und Löschkopf), bei allen die Antriebsriemen wechseln und dann die Andrucktolle. Ggf. noch einen kleinen Tropfen harzfreies Öl auf die bewegliche Metallmechanik. Immer bei allen Datassetten.

    Danach die Spureinstellung prüfen.

    Danach sollten 80% funktionieren hnd fit für die nächsten Jahre sein. Die defekten 20% würde ich dann reparieren wollen.

    Wäre schön, wenn jemand die Riemenmaße und ggf. Bezugsquellen kennt. Das gleiche für die Andrucktolle.

  • s gab bekanntlich mehrere Varianten der Mechanik, auch wenn ein Großteil -meines Wissens nach- auf einem Sanyo-Chassis basierte,

    Ja, d sind die mit dem schwarzen Zählwerk, die sind deutlich in der Mehrheit. Dann gibt es noch die Version mit weißem Zählwerk.

    Ich glaube aber auch nicht, das das so kritisch ist, "damals" hat man sich mit den üblichen Haushalts-Universal-Gummi-Ringen beholfen und heute gibt es ja ganze Sortimente mit Riemen in den gängigsten Größen... Ob Vierkant oder Rund, das zeigt die Nut im An-/Abtriebsrad

    Stimmt, das geht auch. 'Problem' hierbei ist: das haushalsgummi wird schnell porös, hält also nicht ewig.

    Ansonsten: eigentlich gehört da ein Vierkant-Gummi rein, aber ein rundes tut da auch seinen Dienst, ist also untritisch.

    Aus dem Kopf meine ich das die Länge so 200mm haben müsste... das müsste ich jetzt tatsächlich mal nachmessen. Die Riemen passen aber in beide Versionen (also Taiwan- und Japan-Verson) der Datasette

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  • ADAC

    Vielen Dank, Gerd. Auf den Farbunterschied beim Zählwerk hatte ich noch gar nicht geachtet.:/

    200mm Länge sind dann knapp 64mm Durchmesser. Da werde ich dann schon mal googeln bzw. „buchten“.


    Ist die Andruckrolle (also nur die Rolle, ohne Halterung) eigentlich bei allen Datasetten/Tapedecks gleich? Theoretisch müsste das so sein, da sie ja ein passives Bauteil ist und die Kassetenbandbreite genormt ist. Und dann werden die Guten vermutlich einen Messingkern haben und die anderen einen aus Plastik. Ist aber nur eine Vermutung …

  • Ergänzung: habe eben festgestellt, dass die Aufnahme/Halterung der Rolle sehr unterschiedlich sein kann und die Gummistärke ebenfalls.


    Frage: welchen Durchmesser hat die Rolle inkl. Gummierung im Neuzustand?

    Breite und Aufhängung kann ich ja selbst ermitteln.

  • DOC64

    Beim Riemen habe ich mal einen alten abgenommen, durchgeschnitten und Länge gemessen.
    Dann was von der Länge abgezogen. :)

    Da die Preise da doch relativ hoch sind ( 8 - 12 Euro ) , habe ich mir
    einen Riemensatz mit verschiedenen Riemen bei Ali Express gekauft.
    Ich glaube 3 Beutel 7 Euro.

    Nicht zu stramm und nicht zu losen rausgesucht und funktioniert bestens.
    Wie ADAC schreibt, ist es nicht ganz so kritisch :)

    Die Andruckrolle nutzt so nicht ab. Messe Aussendurchmesser, Mittelloch und
    Höhe. Danach suchst Du dir dann welche.
    Bei den Rollen wird nur das Gummi hart und " rutscht " dann.

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Bei den Rollen wird nur das Gummi hart und " rutscht " dann.

    Den Abrieb von den Bändern auf der Rolle nicht zu vergessen. Da sammelt sich mit der Zeit auch ordentlich was an. Ich habe so eine Rolle nach der Reinigung zu Testwecken mal mit x000 Schleifpapier (genaue Körnung weiß ich nicht mehr) ganz leicht angeraut. Das ging sogar.