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Gleichtakstörungen - nie von gehört


  • Gleichtakstörungen nie von gehört - hatte aber schon immer gewundert, warum manchmal man so ein "Summen" spürt, wenn man metallische Oberflächen berührt.

    Bin wirklich kein grosser Bastler, aber die Erklärung ergibt Sinn. Und evtl. auch für den ein oder anderen hier interessant, darauf beim Basteln zu achten.

  • Meine Worte, hier aber meist ungehört verhallt...


    Schaltnetzteile leiten hochfrequente Ströme in den Null-/ Schutz-leiter (PE) ab, das dient einerseits der Entstörung, aber leider sind auch die elektrischen Leitungen im Gebäude nicht "kurz" und "ideal", sondern eher länger und induktionsbehaftet, d.h. leiten höhere Frequenzen nicht ideal ab. Das Ergebnis ist dann meß- und sogar spürbar und im Falle von "Hot plugging", also dem Verbinden von Geräten untereinander, die bereits mit vorgeschalteten Netzteilen am Netz hängen -egal ob die Geräte selbst nun eingeschaltet sind oder nicht- kommt es somit zu einem Potentialausgleich, der durchaus die Energien hat, Bauelemente zu schädigen oder gar zu zerstören.


    Was hilft: entweder Schaltnetztteile vermeiden oder sekundär konsequent erden, Leitungen kurz und vom Querschnitt her üppig dimensionieren, Schaltnetzteile PRIMÄR mit ECHTEN, 2pol. Schaltern schaltbar machen, aber NICHT zig Stück davon mit einer (Billig-Baumarkt-) Steckdosenleiste auf einmal einschalten! Hausinstallation ertüchtigen, was Anzahl und Wirksamkeit der "Erder" anbelangt, aber das ist je nach genauer Netzform und baulichen Gegebenheiten teils sehr herausfordernd und DEFINITIV eine Aufgabe für eine Fachfirma!


    In Geschäftsgebäuden werden übrigens aufgrund der hohen Anzahl an Schaltnetzteilen von Computern und Peripherie seit Längerem schon dafür speziell angepasste Sicherungsautomaten verwendet, sowie teils sogar auf Personenschutzschalter verzichtet (bei gleichzeitig engmaschigerer Kontrolle von Kabeln und Verbrauchern), da diese aufgrund dieser Lastsituation sporadisch abschalten würden ohne erkennbaren Grund. (der teils in den Anlaufströmen liegt, teils aber auch in den PE-Ableitströmen...)


    Übrigens: selbst die turnusgemäße u.a. Schutzleiterprüfung "BGV A3" jetzt DGUV V3 genannt hat das Potential empfindliche Geräte zu beschädigen, diese Erfahrung mussten wir in unserem Labor machen, wo es nach jeder jährlichen Überprüfung zu auffälliger Defekthäufung gerade an hochwertigen Oszis und aktivem Zubehör (Meß-Verstärker z.b.) gekommen war.