Nachbau Netzteil RCEU1264-C64-PSU liefert nur 4,3 Volt unter Last

Es gibt 45 Antworten in diesem Thema, welches 5.026 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. März 2024 um 12:48) ist von tdettling.

  • Mir kommen die Werte für die Primärseite so hoch vor. Wenn es bei 240V~ "nur" 0,3A sind, ist das immerhin eine Stromaufnahme von über 70 Watt. Und das schwächelt schon bei 20 Watt sekundär ? - Was macht das Ding mit dem ganzen Strom ? :)

    Naja, ist schon eine Weile her aber ich habe zwei PSU von ELEKTROWAER aus PL bestellt.
    Ein POWER Teil für C64 & Floppy Anschluss

    Ein POWER Teil für den C128 & FLoppy Anschluss

    Die C64 PSU habe ich in allen DC Schienen auf die Nennlast testen wollen und das DING kackte ab ... sorry "bad language"

    Die 9V~ war solide ... warum auch nicht ... der Trafo sieht gut aus.

    Dann habe ich von ELEKTROWARE PL eine Antwort auf meinen Test erhalten, dass die Angaben EXTREM-Werte seien ...
    Naja, warum schreibt man das dann auf das Typenschild?!

    Egal ... lange Reder kurzer Sinn.
    In dieser PSU steckt ebenfalls dieses IRM-20-5 und dann wird die 12V Schiene mit einem Step-Up realisiert.
    Ich habe dann so lange rumgefummelt bis ich ca. 15W auf den DC Schienen abgreifen konnte.

    Das meinte ich mit "keine 20W" es waren halt auch keine 20W auf der Output Seite.

    Als Last habe ich halt diese billigen DC_electronic_Load Teile genommen. Meiner Meinung nach vollkommen O.K.
    Ich kann mich aber da auch täuschen ... sind halt keine Profi DC-Loads.

    AC habe ich mit Lastwiderständen realisiert - ca. 8 Ohm = ca. 1A

    Ich könnte das IRM-20-5 mal auswechseln und schauen ob es dann besser wird.
    Es kann aber auch sein, dass der Step-Up einen ziemlich schlechten Wirkungsgrad hat und deswegen weniger als 20W (5V & 12V) als Output.

    ... "Bio-technology, ain't what's so bad, like all technology, it's in the wrong hands - Biotech is Godzilla" ... (Quelle: Sepultura) 

    ... "I'm just the man in the back - I'm just demeaning the pack -War! I need to fck the sys, I need to fck the sys, I need to fck the sys" ... (Quelle: System of a down)  

  • Wenn es bei 240V~ "nur" 0,3A sind

    Das ist vermutlich der sog. Inrush-Current, also der Strom, den es beim Start kurzzeitig zieht, um den oder die Zwischenkreiskondensatoren zu laden. Oft wird auch einfach der Wert der primären Sicherung angegeben, das wäre dann reine Phantasie, was die Ableitung der realen Stromaufnahme anbelangt. Zudem gilt, das je weniger sekundär angefordert wird, desto weniger auch primär aufgenommen wird. Nicht ganz linear versteht sich und mit Untergrenze, sprich Eigenverbrauch, aber grundsätzlich eben ein Zusammenhang.

    n.b.: Netzteile / Verbraucher ab 75W MÜSSEN seit einiger Zeit eine aktive PFC aufweisen, d.h. einen ohmschen Verbraucher emulieren, sprich die Leistungsaufnahme muss genauso zyklisch schwanken, wie es die Sinusform der Netzspannung vorgibt. (weshalb traditionelle Leuchtmittel wie Glühbirnen etc. ja "flackern" mit 100Hz, also für Menschen nur bei Interferenzen oder sehr ausgeprägtem Sheriff-Effekt warnehmbar..) Das dient der Netzstabilität wie auch der korrekten Verbrauchsabrechnung, erfordert aber einigen Aufwand im Netzteil, d.h. bis 70W sind die Netzteile je Watt günstiger herstellbar als knapp darüber...

  • sind halt keine Profi DC-Loads.

    AC habe ich mit Lastwiderständen realisiert - ca. 8 Ohm = ca. 1A

    Kann man aber recht einfach aufrüsten, z.b. mit einer NE555 Schaltung mit Optomos am Ausgang, der das Stellpoti dann im Takt der Schwingung (und einstellbarer Tastbreite im Idealfall) so überbrückt, das nur noch 10% oder auch gar keine Last mehr herrscht (mit nem Leistungsmosfet könnte man auch die Last direkt takten, auch eine "ohmsche").

    10/90% Lastsprung bei versch. Frequenzen u.a. eben genau bei Netzfrequenz also 50Hz (bei Einweggleichrichtung) oder eben 100 Hz in Graetz-Schaltung sind beliebte Herausforderungen, weil man da eben genau ins Leistungstal des Netzsinus fassen kann und dann zeigt sich, wie gut der Zwischenkreis funktioniert und wie potent dessen Kondensatoren sind... Aber auch höhere Frequenzen bis in die Nähe der Schaltfrequenz des Wandlers sind aufschlussreich über dessen Regelverhalten resp. Kompensation.

    Fast alle elektronischen Lasten haben einen Modulationseingang, würde mich glatt wundern, wenn der bei dem Chinateil gänzlich fehlen würde...

    Ich kann hier in meinem eigenen Labor auf 4 Stk Zentro ELA500 zurückgreifen, die können jeweils 75V mit bis zu 99A (natürlich nicht gleichzeitig, sondern bis zu 500W je Gerät, aber kaskadierbar par/ser), die lassen sich bis 40kHz auch modulieren. Also wenn mal ne Lösung vermessen werden soll, dann her damit :wink: --> PN

    Bei Eigenentwicklungen verwende ich für die Erstinbetriebnahme -nach alter Väter Sitte- leistungsstarke Glühbirnen als Last, die ziehen relativ viel Anlaufstrom, das fordert den Wandler schon mal "dynamisch" und sind günstig und einfach zu verwenden.

    Für kleinere Lasten auch sog. Rheostaten, die kennen die meisten noch aus dem Physikunterricht: riesengroße Flachbahn-Potis mit erlaubbaren Leistungen teils im Bereich eines Heizlüfters. Wenn damit alles stabil ist, kommen dann erst die elektronischen Lasten für dynamische Tests zum Einsatz...

    PS: Für die eMobilitäts-Ladegeräte habe ich mir (vor 10 Jahren als deren Entwicklung boomte) sogar einen Dreiphasen-Stell-Trenntrafo zugelegt, der kann 3x 16A bis 250/400V, allein 200kg Kupfer haben aber (auch gebraucht) ihren Preis...

  • Mir kommen die Werte für die Primärseite so hoch vor. Wenn es bei 240V~ "nur" 0,3A sind, ist das immerhin eine Stromaufnahme von über 70 Watt. Und das schwächelt schon bei 20 Watt sekundär ? - Was macht das Ding mit dem ganzen Strom ? :)

    Dann habe ich von ELEKTROWARE PL eine Antwort auf meinen Test erhalten, dass die Angaben EXTREM-Werte seien ...

    Naja, warum schreibt man das dann auf das Typenschild?!

    Das macht man, da die Quelle, wo Du das Nezteil reinsteckst, das abkönnen muß für einen Betrieb ohne Störungen (siehe Beitrag 41). Das ist so auch richtig und korrekt, daß man das macht.

  • Das macht man, da die Quelle, wo Du das Nezteil reinsteckst, das abkönnen muß für einen Betrieb ohne Störungen (siehe Beitrag 41). Das ist so auch richtig und korrekt, daß man das macht.

    ähhh ... die Quelle wo ich das Netzteil reinstecke - du meinst die Schuko-Dose?! ?(

    Und die Stromangaben [Typenschild] des Ausgangs der PSU sind Extremwerte die im Normalbetrieb halt nicht gleichzeitig gezogen werden?

    ... "Bio-technology, ain't what's so bad, like all technology, it's in the wrong hands - Biotech is Godzilla" ... (Quelle: Sepultura) 

    ... "I'm just the man in the back - I'm just demeaning the pack -War! I need to fck the sys, I need to fck the sys, I need to fck the sys" ... (Quelle: System of a down)