1541-II funzt nicht

Es gibt 60 Antworten in diesem Thema, welches 12.567 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. Februar 2024 um 12:24) ist von naujoks.

  • Ein weiteres Netzteil zu kaufen stellt mich vor ein ökonomisches Problem. Das neue Netzteil kostet 69€, eine andere, funktionierende 1541-II 45€.

  • Mal abgesehen von den Schaltnetzteilen im C128DCR und manchen 1571(?)

    In Originalen aus den 80ern? Hatten die damals tatsächlich schon Schaltnetzteile verwendet?

    Schaltnetzteile inen Trafo

    Das ist richtig. Allerdings gibt es einen Rückkopplungszweig. Die Trennung ist da etwas gefährdeter. Also meine Erfahrung ist, dass man mit Zusammenschaltungen von Niederspannungsseite von Schaltnetzteilen eher mal Probleme bekommt, als bei klassischen Trafonetzteilen.

  • ein ökonomisches Problem

    Immer. Bringt das Hobby nunmal mit sich. :) Aber 70 Euro muss man dafür nicht unbedingt nach Polen schicken.

    Hier ein Original:

    vom Händler. Da steht getestet, was sicher auch zutrifft. Aber das Alter lässt sich trotzdem nicht abstreiten.

    Hier ein umgebautes:

    ebenfalls vom Händler. (ein modernes Tischnetzteil, wo der passende Stecker angebracht wurde)

    Wenn man so ein Netzteil findet (mit +5V und +12V) und einen passenden Stecker hat (oder das Kabel vom alten Netzteil nimmt) und etwas Lötübung hat, kann man das auch selbst bauen. Vermutlich aber nicht billiger und zurückgeben, wenn es doch nicht funktioniert, ist dann auch schlecht. :) So einen Umbau habe ich ein paar mal gemacht. Die Ausschussrate bei solchen Netzteilen ist allerdings auch größer Null, oder die Kabel sind zu störrisch, oder es fiept im Leerlauf oder ....

    Das sind nur zwei Beispiele, auf die Schnelle gefunden. Vielleicht hat auch hier im Forum jemand eine Floppy inkl. funktionierenedem Netzteil für das Geld zu verkaufen. Dafür ist der Marktplatz. Dann sparst du dir sogar noch die evtl. notwendige Reparatur...

    PS

    Wen du noch ein altes externes CD-ROM-Laufwerk oder eine externe Festplatte (3.5 Zoll) hast - das sind oft relativ gute 5V/12V-Netzteile dabei...

  • In Originalen aus den 80ern? Hatten die damals tatsächlich schon Schaltnetzteile verwendet?

    Andere als aus den 80ern sind mir nicht bekannt. Oder wurden die 1990 noch produziert? In PCs (z.B. IBM XT) waren auch schon lange Schaltnetzteile. Ist halt deutlich effizienter bei höherem Strombedarf.

  • Also, gemessen daran, dass ich nun über vier verschiedene Netzteile ausprobiert habe und das Laufwerk mit einem, nämlich dem originalen, auch funktioniert hat, wenn auch kurzfristig, sagt mir mein Bauchgefühl eigentlich, dass etwas anderes nicht in Ordnung ist.

    ICs auslöten, sockeln und austauschen ist zwar nervig, kostet dafür aber auch fast nichts. Kann ich den Austausch irgendwie geplanter angehen, als nur zufällig einen IC zum Austausch auszuwählen?

  • ICs auslöten, sockeln und austauschen ist zwar nervig, kostet dafür aber auch fast nichts

    Spannung im Betrieb messen ist einfach,. kostet nichts und ist auch nicht nervig.

    Hast du denn das jetzt einmal gemacht?

  • ICs auslöten, sockeln und austauschen ist zwar nervig, kostet dafür aber auch fast nichts

    Spannung im Betrieb messen ist einfach,. kostet nichts und ist auch nicht nervig.

    Hast du denn das jetzt einmal gemacht?

    Ja, gerade eben.

    11,58V im eingeschalteten Zustand, 11,18V wenn der Motor läuft. Mit dem Originalen Netzteil.

    Heute bekomme ich mal wieder den ?File not found error bei LOAD "$",8

  • Ich find jetzt die Idee, erst mal ein funktionierendes Netzteil zu nutzen und den Lesekopf zu reinigen besser.

    Da bringt auch der beste Fön keine neuen Erkenntnisse wenn die Spannung nicht stimmt.

    Netzteile hatte er doch schon 4 Stk durchprobiert und R/W-Kopf reinigen, das ist einerseits Basis, andererseits ging/geht es ja sporadisch noch, das ist nicht wirklich typisch für nen verschmutzten Kopf, ausser:

    Zuletzt verwendete Disketten mal auf "klebrige" oder sonstwie auffällige (teils weißer Belag, wie "Schimmel" aussehend) Oberflächen (also die braune Folienscheibe im Inneren der Hülle!) untersuchen.

    Wenn ja: weg damit! (Datenrettungsversuche nur dann, wenn es wirklich unwiderbringliche PERSÖNLICHE Daten sind, Spiele und Anwendungen findet man allesamt bereits im Web!), R/W-Kopf gründlich reinigen (aber KEINEN Druck aufbringen, wenn der Kopf nicht gegengehalten wird, sonst verbiegt man die Mechanik rsp. bricht gar was ab!) und mit noch intakter Diskette neu versuchen (Alkohol vom Reinigen vorher verdunsten lassen, ganz wichtig!)

  • Nein, die verwendeten Disketten sind alle sauber.

    Ich habe, weil heute Samstag ist, das Labornetzteil noch mal versucht. Diesmal gab's keine Brummschleife. Hab wohl vorher irgendwas verdaddelt.

    12V eingestellt. Ohne Motorbetrieb messe ich 11,81V, bei laufendem Motor 11,5V.

    Das muss doch reichen.

    Da muss irgendein anderer Fehler sein.

  • Andere als aus den 80ern sind mir nicht bekannt. Oder wurden die 1990 noch produziert? In PCs (z.B. IBM XT) waren auch schon lange Schaltnetzteile. Ist halt deutlich effizienter bei höherem Strombedarf.

    Schaltnetzteile gibt es historisch gesehen schon recht lange, sogar schon länger als Halbleiter, da wurden dann schnell laufende Motoren mit 2. Kollektor drann als "Zerhacker" eingesetzt, zu finden z.b. in alten Röhren-AUTO-Radios, in der Avionik etc.

    Schaltnetzteile sind zunächst mal: KLEINER und GÜNSTIGER in der Fertigung. Ob wirklich effizienter, das hängt ganz von der Auslegung, dem betriebenen Aufwand und der Ausgangssituation ab. Wenn von DC nach DC gewandelt werden soll, sind sie unverzichtbar, wenn man Netzspannung zur Verfügung hat, sind Trafonetzteile bei korrekter Auslegung (und bekannter konstanter Ausgangsspannung) zwar deutlich größer und teurer, aber nicht zwingend uneffizienter, es sei denn, man wählt die sekundäre Spannung des Trafos zu hoch und verbrät den Rest dann im Linearregler. Aber es gibt auch irre schlechte Schaltnetzteile...

    Schaltnetzteile sind klein, können sehr variable Spannungen noch mit relativ gutem Wirkungsgrad liefern, aber verursachen zum Einen aktiv massive elektromagnetische Störungen über ein sehr breites Frequenzband und sind, was die Potentialtrennung anbelangt meist deutlich schlechter ausgelegt als herkömmliche Netzteile mit echtem 2-Kammer-Sicherheitstrafo.

    Denn zum Einen würde so ein höherfrequent genutzter Trafo deutlich an Effizienz verlieren, wenn man die Spulen örtlich trennt (Beispiel, wo es gemacht wird: Zeilentrafo in CRT-TVs und -Monitoren), zum Anderen überbrücken dort als Gegenmaßnahme zu den erzeugten hochfrequenten (im Vergleich zu den 50/60 Hz jedenfalls) Störungen X/Y-Kondensatoren die magnetische Potentialtrennung und können im Fehlerfall die volle Netzspannung an den Ausgang durchleiten (so gab es z.b. sogar mit original Apple-Ladegeräten für iphone etc. TÖDLICHE Unfälle bei Nutzung des an die vermeintlich sichere Kleinspannung angeschlossenen Geräts in der Badewanne!)

    Zudem, und das ist der Grund, warum ich es hier auf F64 immer wieder erwähne:

    Nicht nur das Netzteil unterscheidet sich in der Auslegung sehr stark zw. klassischen Trafonetzteil und Schaltnetzteil, nein: auch die angeschlossenen Geräte müssen darauf ausgelegt sein, denn die wenigsten Schaltnetzteile (insb. nicht die günstigen Ausführungen mit denen der Markt überschwemmt wird) erfüllen alleine sämtliche Anforderungen ( Personenschutz, Störabstrahlung, Betriebssicherheit)!

    Das wird ins angeschlossene Gerät verlagert, beginnend mit ganz anderen Eingangsfiltern, im C64 z.b. ist eine (gern mal überbrückte oder bei späten Hongkong-Geräten gar nicht erst bestückte) CMC (Gleichtaktunterdrückungsdrossel) und ein paar große, aber nur für sehr niederfrequenten Netzripple ausgelegte Elkos drin, ein Schaltnetzteil liefert aber deutlich höherfrequenten Ripple, der damit kaum zu filtern ist.

    Zudem eben das Problem mit der oft mangelhaften Potentialtrennung, manche Steckernetzteile sind enger bestückt, als es die Einhaltung der Luft&Kriechstrecken auch nur für die nominale Netzspannung erfordern (nach VDE) erfordern würde, oft werden die für 90 - 110V Netze passenden Abstände 1:1 übernommen bei dann bis zu dreifacher tatsächlicher Spannung (unser Netz hat gerade durch die sog. erneuerbaren Energien inzw. massive Schwankungen, 250V eff. sind an sonnigen Tagen mit Wind in Nähe lokaler Erzeuger KEINE Seltenheit!)

    Man spielt also letztlich auch mit seinem Leben, wenn man arglos Billig-Netzteile an Geräten mit berührbaren Metallteilen einsetzt, wo im Fehlerfall Netzspannung (auch bei trockener Anwendung) zu Stromschlägen führen kann! Z.b. das Blech seitlich am Ein/Ausschalter des C64/VC20, sowie die oft offen liegenden Erweiterungsmodule, also alles, was irgendwie elektrisch mit dem Innenleben verbunden ist. Dazu muss übrigens das Gerät noch nicht mal eingeschaltet sein, die Masseverbindung der +5V sind z.b. permanent mit dem Netzteil verbunden und wenn das durchschlägt, hat man diese Spannung an berührbaren Teilen auch im Zustand "Aus"!

    Es gibt natürlich auch Schaltnetzteile, die "ordentlich" designt und aufgebaut sind, aber sicher nicht für lau! (Wobei man auch Schrott teuer verkaufen kann, d.h. Preis allein ist kein Qualitätsmerkmal!)

    Zudem ist vielen nicht klar, das C64 & Co. eben für erdfreien Betrieb ausgelegt sind, aber dennoch (s.o.) berührbare Metallteile enthalten, was zulässig ist, solange eben das Netzteil die sichere Potentialtrennung (Sicherheits-Trafo mit 2 Kammern) bietet oder diese Metallteile nicht berührbar sind.

    Ersteres hat Commodore damals mit den "Elefantenfüßen" Trafonetzteilen realisiert (auch das Steckernetzteil von C16/116 ist diesbezüglich sicher), Letzteres ist auch bei Geräten mit werksmäßigem Schaltnetzteil nur dann gewährleistet, wenn man angebrachte Erweiterungen selbst erdet, sofern dort Metallteile berührbar sind (die CMD-Geräte sind da z.b. mit ihren Ganzmetallgehäusen aber hoher Stromaufnahme z.b. so ein Fall...)

    Es mag übertrieben wirken, wenn ich hier bei entsprechenden Themen das stets betone, aber: die Todesfallzahlen durch Stromeinwirkung sind nach steilem Abfall seit den 1970ern durch Einführung von Schutzleitern und FI-Personenschutzschaltern *) und Stagnation nun seit Jahren wieder am Steigen, die der durch fehlerhafte Geräte ausgelösten Sachschäden (Brände etc) sogar sehr deutlich!

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    *) das ist wohl immer noch der bekanntere Begriff, im Fachjargon heißen die RCCB, oft auch fälschlich RCD (nur für reinen Sachschutz)

  • In Originalen aus den 80ern? Hatten die damals tatsächlich schon Schaltnetzteile verwendet?

    Beim Apple II wurde von Anfang an (1977) serienmässig ein Schaltnetzteil verbaut.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Nein, die verwendeten Disketten sind alle sauber.

    Ich habe, weil heute Samstag ist, das Labornetzteil noch mal versucht. Diesmal gab's keine Brummschleife. Hab wohl vorher irgendwas verdaddelt.

    12V eingestellt. Ohne Motorbetrieb messe ich 11,81V, bei laufendem Motor 11,5V.

    Das muss doch reichen.

    Da muss irgendein anderer Fehler sein.

    Die 12V hatten damals eher Plus-Toleranz, d.h. 12V sollten es BEI Motorbetrieb mindestens sein. Auch wenn ATX & Co. heute weniger fordern, aber +10% auf der 12V Schiene sind auf jeden Fall tolerierbar. Auf sternförmige Masse achten, wenn mehrere Netzteile verwendet werden, und darauf KEINESFALLS eine der Masse -Anschlüsse zu "verlieren", d.h. löten, nicht nur stecken, am Netzteil notfalls klemmen. (gibt 4mm Büschelstecker&-Buchsen, die man mechanisch festklemmen kann)

  • So, mittlerweile habe ich ein weiteres 1541-II aufgetrieben, es wurde als "nicht getestet" angeboten.

    Es kam mit einem andersartigen Netzteil, nicht das in Harz gegossene, wie mein erstes. Der Power On Test läuft auch gut, allerdings gab es viele Lesefehler.

    Deswegen habe ich den mechanischen Teil meines ersten Laufwerks genommen und in die andere 1541-II eingebaut, wo es auch funktioniert. Im Nachhinein kann man sehen, dass bei dem anderen Teil der Schreibkopf irgendwie komisch ist.

    Wenn ich jetzt aber die erste 1541-II mit dem neuen Netzteil verbinde, bekomme ich zwar endlich die richtigen Volt angezeigt, aber das Laufwerk läuft dauert und es brennt nur die rote LED, die grüne gar nicht. Am Sonntag hatte ich alle ICs gesockelt und geprüft (mit Ausnahme des quadratischen und dem großen IC unter den 6522 (der FDC, glaube ich)). Meine Lötarbeit ist gut, denke ich, ich habe alles dreimal geprüft und die ICs auch.

    Ich weiß wirklich nicht, woran es jetzt noch liegen könnte. Etwa doch die ICs, die ich nicht austauschen und testen konnte?

  • Es liegt mit ziemlicher Sicherheit daran, dass nicht systematisch vorgegangen wird.

    Das wilde Sockeln aller ICs bringt nichts als weitere Fehlerquellen.

    Aber gut, es darf natürlich jeder seinen eigenen Weg beschreiten, das ist OK.

    Nur bitte nicht wundern, wenn die Unterstützung dann eher endenwollend ist.

  • Ich glaube Bobbel hat 5/12V Netzteile + Stecker da. Muss man nur umbauen. :/:nixwiss:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • wie ist Stand naujoks, rennt der Gerät wieder?

    ;)

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"