Tabellenkalkulation aus der 64er?

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema, welches 7.104 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (13. April 2024 um 18:23) ist von Kickmaster64.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, sagte Leonard Tramiel mal in einem Interview, dass Commodore VisiCalc noch vor Apple angeboten worden war - er das aber abgelehnt hatte, weil so eine Tabellenkalkulation ja nichts könne, was sich nicht auch mit einem kleinen BASIC-Programm erledigen ließe.

    Im Nachhinein bereute er das freilich (bzw. die Fehleinschätzung, es würden ohnehin alle BASIC lernen), da VisiCalc dann die Killer-App auf dem Apple II wurde - aber ich finde, er hatte recht. (-;

    Ne, so grauenhaft Tabellenkalkulationsprogramme auch aus heutiger Sicht sind, muss man ihnen eines lassen: sie haben eine komplexe Funktionalität für Nicht-Programmierer erschlossen, indem sie ihnen das gewohnte User-Interface (ein Spreadsheet) präsentiert haben. Die ursprüngliche Idee finde ich absolut genial!

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  • Möglich wäre aber auch, dass Tramiel jr. durch gespieltes Desinteresse den Preis runterhandeln wollte. Das soll ja bei den Tramiels manchmal vorgekommen sein. :)

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  • Ne, so grauenhaft Tabellenkalkulationsprogramme auch aus heutiger Sicht sind, muss man ihnen eines lassen: sie haben eine komplexe Funktionalität für Nicht-Programmierer erschlossen

    Ja eben, wer deshalb wie Leaonard Tramiel (selbst Physiker und ein ziemlicher Nerd) davon ausging, dass ohnehin alle, die einen Computer besitzen, auch das Programmieren lernen - finde ich in der Frühphase der Microcomputer, in der sich überwiegend eingefleischte Nerds einen Comnputer zulegten, eine absolut plausible Annahme - fragt sich halt: "Was soll das, ich muss mich in das Programm einarbeiten und da in den Tabellen fummeln, und dann ist es immer noch weniger flexibel auf die genauen individuellen Anforderungen anpassbar als ein BASIC-Programm."

    gewohnte User-Interface (ein Spreadsheet)

    VisiCalc war die allererste Tabellenkalkulation, da war das noch für alle ungewohnt. (-;

  • Möglich wäre aber auch, dass Tramiel jr. durch gespieltes Desinteresse den Preis runterhandeln wollte.

    Ich glaube, Leonard Tramiel war so eine Art Schnittstelle zwischen der (Computer-)Technik und Jack Tramiel, der ja selbst kaum je einen Computer anfasste. Leonard schaute sich an, ob etwas Neues technisch interessant ist, und wenn ja, übernahm Jack die ökonomische Seite und gab gegebenenfalls grünes Licht.

    Das fing wohl so an mit der Frage, ob Commodore mit dem PET in die Computerherstellung einsteigen sollte.

  • isiCalc war die allererste Tabellenkalkulation, da war das noch für alle ungewohnt. (-;

    Ne, ich meinte sowas:

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  • Coole Sache. Als Kind hab ich da immer drübergeblättert zu den Spieletests. :D Aber da Du als „alter Hase“ hier mitliest, interessiert es mich nun doch: Welche Tools habt ihr/du zum Programmieren benutzt? Alles im Monitor oder Turbo Ass?

    Parallel läuft ja gerade ein echt spannender Thread zum Einstieg in ML für Nicht-Informatikstudenten von markusk2020 :

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  • Ganymed77 : Vielen Dank für Dein Interesse. Ich kann ganz bescheiden sagen, dass es über mich sogar eine eigene Seite in dem C64-Wiki gibt (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.). Dort steht auch, mit welchen Tools ich damals gearbeitet habe: Vor allem SM Kit und ProfiAss.

    Nikolaus Heusler