Ich habe den Quelltext hier verlinkt (ZIP-Datei).
Danke ![]()
Hast du auch den Sourcecode zum "scroll-editor" aus Ausgabe 12/90 da?
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Ich habe den Quelltext hier verlinkt (ZIP-Datei).
Danke ![]()
Hast du auch den Sourcecode zum "scroll-editor" aus Ausgabe 12/90 da?
Wenn ich mich richtig erinnere, sagte Leonard Tramiel mal in einem Interview, dass Commodore VisiCalc noch vor Apple angeboten worden war - er das aber abgelehnt hatte, weil so eine Tabellenkalkulation ja nichts könne, was sich nicht auch mit einem kleinen BASIC-Programm erledigen ließe.
Im Nachhinein bereute er das freilich (bzw. die Fehleinschätzung, es würden ohnehin alle BASIC lernen), da VisiCalc dann die Killer-App auf dem Apple II wurde - aber ich finde, er hatte recht. (-;
Ne, so grauenhaft Tabellenkalkulationsprogramme auch aus heutiger Sicht sind, muss man ihnen eines lassen: sie haben eine komplexe Funktionalität für Nicht-Programmierer erschlossen, indem sie ihnen das gewohnte User-Interface (ein Spreadsheet) präsentiert haben. Die ursprüngliche Idee finde ich absolut genial!
Möglich wäre aber auch, dass Tramiel jr. durch gespieltes Desinteresse den Preis runterhandeln wollte. Das soll ja bei den Tramiels manchmal vorgekommen sein. ![]()
Ne, so grauenhaft Tabellenkalkulationsprogramme auch aus heutiger Sicht sind, muss man ihnen eines lassen: sie haben eine komplexe Funktionalität für Nicht-Programmierer erschlossen
Ja eben, wer deshalb wie Leaonard Tramiel (selbst Physiker und ein ziemlicher Nerd) davon ausging, dass ohnehin alle, die einen Computer besitzen, auch das Programmieren lernen - finde ich in der Frühphase der Microcomputer, in der sich überwiegend eingefleischte Nerds einen Comnputer zulegten, eine absolut plausible Annahme - fragt sich halt: "Was soll das, ich muss mich in das Programm einarbeiten und da in den Tabellen fummeln, und dann ist es immer noch weniger flexibel auf die genauen individuellen Anforderungen anpassbar als ein BASIC-Programm."
gewohnte User-Interface (ein Spreadsheet)
VisiCalc war die allererste Tabellenkalkulation, da war das noch für alle ungewohnt. (-;
Möglich wäre aber auch, dass Tramiel jr. durch gespieltes Desinteresse den Preis runterhandeln wollte.
Ich glaube, Leonard Tramiel war so eine Art Schnittstelle zwischen der (Computer-)Technik und Jack Tramiel, der ja selbst kaum je einen Computer anfasste. Leonard schaute sich an, ob etwas Neues technisch interessant ist, und wenn ja, übernahm Jack die ökonomische Seite und gab gegebenenfalls grünes Licht.
Das fing wohl so an mit der Frage, ob Commodore mit dem PET in die Computerherstellung einsteigen sollte.
isiCalc war die allererste Tabellenkalkulation, da war das noch für alle ungewohnt. (-;
Ne, ich meinte sowas:
Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.
Ach so. (-:
Alles anzeigenVielen Dank an Euch alle für Euer Interesse. Ich versuche, den Quelltext als ZIP-Datei hier hochzuladen. Leider waren damals alle meine Quelltexte, falls überhaupt, nur sehr spärlich kommentiert. Hätte ich denn ahnen können, dass 35 Jahre später jemand danach fragt?
Im Tabula-Rasa-Quelltext ist - neben der geheimnisvollen Birgit-Widmung - folgende Passage enthalten:
LDA Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
.BYT $2C
8242: PI5 LDA Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
((Warum kann man denn hier in diesem Forum Quelltexte nicht in Courier setzen??? In der Wertpapier-Community, wo ich sonst unterwegs bin, geht das doch auch. Und die Community-Software ist vermutlich immer von Lithium bzw. Khoros.))
Ich weiß heute nicht mehr genau, was der Opcode $2C macht. Das waren damals schon üble Tricks, mit denen meine Programme bis auf das letzte Bit optimiert waren. Nur 64 K Speicher, nicht viel! Ich vermute, das ist ein Befehl, der den folgenden LDA-Befehl ausmaskiert. Früher konnte ich die Codes auswendig, aber man wird alt.
Wenn ich das richtig sehe, hatte Tabula Rasa immerhin keinen selbstmodifizierenden Code, obwohl ich das sonst auch gerne gemacht habe.
Tja, Birgit. Ich war damals im zweiten oder dritten Semester und habe durchaus einen Verdacht ... Leider kann man die Dame (trotz exotischem Familiennamen) nicht googeln; entweder hat sie früh geheiratet und ihren Namen geändert, oder sie ist halt unwichtig. Jedenfalls findet Ihr sie im Quelltext.
Weitere Quelltexte, auch von Oil Challenge (64'er Sonderheft 54; die Idee habe ich 1990 von Oil's Well geklaut, aber das Wortspiel mit "Well" habe ich damals nicht kapiert; mehr dazu findet man mit einer Gooooogle-Recherche über mich), gerne auf Anfrage - aber bitte mit etwas mehr Euphorie als hier. Das DFÜ-Adventure war in Basic, daher gibt es keinen Quelltext.
Fun Fact: mein Redakteur war damals in beiden Fällen Harald Beiler. Während ich für Tabula Rasa richtig Ärger mit ihm bekommen habe, weil es keine Druckfunktion gab, hat er mir den dreisten Ideenklau bei Oil Challenge verziehen. Ich fürchte, er lebt nicht mehr - wie leider so viele 64'er-Redakteure. Kein Wunder: In der Redaktion hat man sich damals gefühlt wie in einem Hochofen, so sehr haben die alle gequalmt. R.I.P. - für mich als Schüler und Student war das damals mit und in der Redaktion eine tolle Zeit, die mich bis heute geprägt hat.
Weh tut auch, dass sie den alten Redaktionsbungalow in der Hans-Stießberger-Straße/Ecke Wabula/Münchner Straße vor ein paar Jahren abgerissen haben; da steht jetzt ein Hochhaus, wenn ich das richtig "erinnere" (Anglizismus!).
Witzig: Die komplette TXT-Datei mit allen meinen Quelltexten ist gerade mal 4,1 MByte groß - für damalige Verhältnisse extrem viel. Die bekommt Ihr aber nicht einfach so, wenn Ihr mal eben schreibt "auf jeden Fall". Da muss schon mehr Euphorie kommen. (Hier steht so ein moderner Zwinkersmiley)
Nochmal vielen Dank an alle, die nach 35 Jahren noch über meine damaligen Werke diskutieren. Für mich unglaublich.
Herzliche Grüße aus München
an alle, die das hier lesen müssen
und schönes Wochenende
Nikolaus Heusler
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Die obige Zeile sollte die ZIP-Datei (19 KByte) mit dem Quelltext verlinken; keine Ahnung, ob und wie das hier funktioniert.
Coole Sache. Als Kind hab ich da immer drübergeblättert zu den Spieletests.
Aber da Du als „alter Hase“ hier mitliest, interessiert es mich nun doch: Welche Tools habt ihr/du zum Programmieren benutzt? Alles im Monitor oder Turbo Ass?
Parallel läuft ja gerade ein echt spannender Thread zum Einstieg in ML für Nicht-Informatikstudenten von markusk2020 :
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Ganymed77 : Vielen Dank für Dein Interesse. Ich kann ganz bescheiden sagen, dass es über mich sogar eine eigene Seite in dem C64-Wiki gibt (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.). Dort steht auch, mit welchen Tools ich damals gearbeitet habe: Vor allem SM Kit und ProfiAss.
Nikolaus Heusler
Hatte noch nie was mit Tabellenkalkulation zu tun. Neulich zum ersten Mal einen Schnupperkurs besucht.