Elektronik - Anfängerfragen

Es gibt 29 Antworten in diesem Thema, welches 2.512 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. Oktober 2024 um 12:00) ist von Zitruskeks.

  • Ich starte einfach mal diesen Thread für Anfängerfragen zu Elektronikbasteleien. Ich befürchte vermute, den werde ich mehr als einmal benötigen. :)

    Ausgerüstet mit modernster Literatur (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) wollte ich mich für die geplanten Basteleien mit meinem älteren Sohn auch theoretisch rüsten. :D

    Und scheitere schon an einer einfachen entprellten Taste (auf Seite 13). ;(

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    Da wir ja nun nicht mehr 1978 leben, habe ich mir auf die Schnelle diese App "VoltSim"

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    aufs Android geladen und die Schaltung

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    dort nachgebastelt.

    Diese App kann den Stromfluss "anzeigen" (die Leitungen werden dann grün) und so ganz gut zum Zuschauen visualisieren.

    Nur mit dieser Schaltung mache ich wohl was falsch oder verstehe was falsch.

    Der Taster ist auf:

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    Dann drücke ich auf den Taster:

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    Und löse ihn wieder:

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    In allen drei Situationen bleibt der Ausgang vom NAND-Gatter "grau", also ohne Strom (dann wäre es grün).

    Die Schaltung müsste doch funktionieren oder habe ich schon das dahinterliegende Prinzip nicht verstanden? Und/oder die App nicht?

    Könnte mir bitte hier vielleicht jemand vom Schlauch helfen? :thnks:

  • Hm, müsste bei Drücken der Taste der Kondensator nicht entladen werden und damit der Ausgang vom NAND auf HIGH gehen?

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

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  • Hm, müsste bei Drücken der Taste der Kondensator nicht entladen werden und damit der Ausgang vom NAND auf HIGH gehen?

    Das würde ich auch erwarten. Tut es aber (in der App) nicht.

    Ich weiß jetzt nur nicht, wo genau ich den (Denk-)Fehler gemacht habe. :/

  • die Kombination 100Ohm und 10nF dürfte beim Schließen des Schalters nur einen sehr kurzen High-Impuls am Gatterausgang auslösen - auch wenn der Schalter geschlossen bleibt.

    Öffnest Du den Schalter danach, erfolgt die Entladung des Kondensators über beide Widerstände.

    Wenn der Kondensator dann entladen ist, kann das Spiel von vorn losgehen.

    Vermutlich wird solch ein kurzer Impuls in der Simulation gar nicht erst angezeigt.

    Nimm mal spaßenshalber als Kondensator einen Wert von 4700µF in Deiner Simulation und ersetze den 2MOhm-Widerstand mit 100 Ohm, dann sollte in der Simulation etwas "klappern" am Ausgang ;)

    Viele Grüße,
    GI-Joe
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    Einmal editiert, zuletzt von GI-Joe (13. Januar 2024 um 00:22)

  • Kannst ja mal Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. probieren. Da kann man auch Oszi und sowas unterbringen, dann sieht man das entprellte Signal vielleicht besser.

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • In falstad sieht man auch auf dem oszi nix -> ändert man den 100er aber in 100k wird ein kurzer Impuls ausgelöst. Ich bau das morgen mal spaßeshalber in RL nach.

    EDIT: 100Ohm und 10nF sind ja auch nur 0,000001 s RC-Zeitkonstante

  • Ich denke die App zeigt immer die stationären Potentiale (quasi nach unendlich langer Zeit) an. Da der Schaltungsimpuls nur während des Ladens des Kondensators vorliegt, ist er für die App nicht erkennbar.

    EDIT: ne, das passt nicht im 3. Bild. Dann weiß ichs auch nicht ^^

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  • Hm, müsste bei Drücken der Taste der Kondensator nicht entladen werden und damit der Ausgang vom NAND auf HIGH gehen?

    Geladen. Und zwar sehr schnell.

    Das ist kein entprellter Taster im eigentlichen Sinn. Es wird nur ein kurzer Impuls am Ausgang erzeugt.

    Ein entprellter Taster hat das C parallel zum Taster.

  • Hm, müsste bei Drücken der Taste der Kondensator nicht entladen werden und damit der Ausgang vom NAND auf HIGH gehen?

    Geladen. Und zwar sehr schnell.

    Das ist kein entprellter Taster im eigentlichen Sinn. Es wird nur ein kurzer Impuls am Ausgang erzeugt.

    Ein entprellter Taster hat das C parallel zum Taster.

    Ok, macht Sinn, da vorher ja kein Weg zu GND existiert. Also: Im geöffneten Zustand werden die Eingänge des NAND auf +5V gezogen -> Ausgang 0V. Bei geschlossenem Taster lädt der Kondensator -> Eingänge gehen auf 0V, da die +5V den Kondensator laden -> Ausgang +5V. Wenn der Kondensator geladen ist, geht der Eingang wieder auf +5V -> Ausgang 0V. Daher der Impuls. Korrekt?

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

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  • In falstad sieht man auch auf dem oszi nix -> ändert man den 100er aber in 100k wird ein kurzer Impuls ausgelöst. Ich bau das morgen mal spaßeshalber in RL nach.

    EDIT: 100Ohm und 10nF sind ja auch nur 0,000001 s RC-Zeitkonstante

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    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. kann man an unten angeschlossenen Puls-Generator die Pulslänge varieren und mit der Kapazität spielen

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Daher der Impuls. Korrekt?

    Ja.

    Die Länge des Impulses wird bestimmt von der Zeitkonstante "tau".

    tau = R * C

    Nach 1 * tau ist ein Kondensator zu 63% geladen bzw. entladen.

    Nach 3 * tau ist er zu 95% ge-/entladen.

    Nach 5 * tau ist er zu 99% ge-/entladen.

    Da die TTL-Schaltschwellen nicht bei 100% und 0% liegen, kann man überschlagsmäßig mit 1 * tau rechnen.

  • Wie lange muss denn eigentlich ein Impuls sein, damit ihn z.B. das NAND-Gatter auch tatsächlich als "geänderten Eingang" erkennt? Gibt es da einen Schwellwert?

    Ja, das hängt von verschiedenen Faktoren ab (Betriebsspannung, Temperatur, TTL-Logikfamilie, Bauform, Strukturgröße, ...).

    Irgendwnn bewegen sich die Ladunsgträger nicht mehr schnell genug, um noch eine Wirkung zu erzielen.

    Konkrete Werte habe ich jetzt nicht, ich schätze mal je nach Randbedingungen zwischen 100 ps und einstelligen ns.

  • Keine Frage, aber für einen Anfänger eine "Quantenerkenntnis". :whistling:

    Gerade in "Hardware-Basteleien zum C64/C128" von Uwe Gerlach

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    auf Seite 20 gelesen:

    "Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Zustand" :D

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Zwischen 0,8V und 2,0V: "HIGH or LOW, that's the question!" :prof:

  • Ja, klar damit entprelle ich den Schalter, da der Kondensator sich in der Zeit sich auflädt.

    Aber der Nand hat immer beide Eingänge auf 100R im Original ?

  • Im ersten Post von Snoopy sind in seinem Bild am Nand beide Eingänge mit dem 100 R Widerstand verbunden.

    In meiner Skizze habe ich diese Verbindung getrennt. Dadurch funktioniert die Schaltung einwandfrei.

    Die einfache Entprellung wird dann über den 2,2M Ohm Widerstand und den Kondensator an einem Eingang bewirkt.

    Dass das keine echte Schaltung für dass Entprellen ist , ist mir bewusst.