Bastelthread: Alter PDA aus dem Jahr 1977 mit MOS 6504

Es gibt 132 Antworten in diesem Thema, welches 18.500 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. November 2024 um 19:45) ist von Asklia.

  • Soooo, habe, leider, noch EINEN Schaltplan hervor gekramt, ...

    Ich klopfe nochmal leise an ... :)

    Besteht eine kleine Chance, dass sich ein passender Schaltplan noch bei dir finden lässt? :whistling:

    Kann ich, leider, noch nix zu sagen. Den Schaltplan hab ich selber nicht, es hatte mich nur wer deswegen angemailt. Aber, leider, habe ich damals nie was bekommen :/

    Bin aber weiterhin 'dran'

    ink 0,26,0
    ink 1,0,26
    speed ink 1,1
    eine einfache 3d Schrift mit dem passendem Computer :drunk:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ultraspannend das Thema! Ich bin gespannt wie es weitergeht ...

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Soooo, habe, leider, noch EINEN Schaltplan hervor gekramt, ...

    Ich klopfe nochmal leise an ... :)

    Besteht eine kleine Chance, dass sich ein passender Schaltplan noch bei dir finden lässt? :whistling:

    Kann ich, leider, noch nix zu sagen. Den Schaltplan hab ich selber nicht, es hatte mich nur wer deswegen angemailt. Aber, leider, habe ich damals nie was bekommen :/

    Bin aber weiterhin 'dran'

    Super ! Vielen Dank! :thumbup:

    Ich wäre dir jedenfalls sehr dankbar, wenn du mir mal die Bedienungsanleitung einscannen könntest. Sind das viele Seiten?

  • Ich habe seit Gestern Abend das Gerät wohlbehalten bei mir und bereits mit Analyse und Reparatur begonnen.

    Das Netzteil ist zwar recht konservativ aufgebaut, aber weist eine Besonderheit auf:

    Das ganze Gerät wurde aus einem externen Netztrafo mit 9V AC Ausgang versorgt, also so wie frühe VC-20 oder später auch diverse Modems.

    Das hält das externe Netzteil einfach und austauschbar, was insbesondere für unterschiedliche Netzspannungen damals sinnvoll war. Zudem volle galvanische Trennung, d.h. berührbare Metallteile eher kein Problem.

    ABER: Da das Gerät intern für die Versorgung des Nixie-artigen Panaplex-Displays an die 200V Anodenspannung benötigt, wurde ein kleiner zweiter Netztrafo ins Gerät integriert (ohne jede Vorsicherung im Übrigen, das ganze Gerät enthält KEINE Sicherungen!), der -direkt aus den 9V AC Eingang gespeist "rückwärts" betrieben wird und somit eine höhere Spannung an seinem Ausgang liefert, die auf dem Board dann gleichgerichtet und gefiltert wird.

    Deshalb lässt es sich aber im Gegensatz zu manch anderem Gerät mit AC-Eingang- NICHT wahlweise mit 9V DC von extern betreiben, dann würde mindestens das Display dunkel bleiben, bei längerem Versuchsbetrieb aber der interne Trafo sicher überhitzen... (habe ich mit Snoopy schon abgeklärt, er hatte es überhaupt nicht in Betrieb, vom Vorbesitzer ist das nicht bekannt, das Originalnetzteil fehlt aber...)

    Zudem ist die 5V Versorgung in zwei Teile unterteilt, RAMs und Hilfslogik werden bei Netzausfall aus 3 Mignonbatterien (nicht aufladefähig im Gerät) gepuffert, was aber wirklich nur eine NOT-Lösung darstellte, ich habe einen Verbrauch von 300mA auf dieser Leitung gemessen, aber es wurde KEINER der Chips besonders warm, d.h. das scheint "normal" zu sein. Erst wenn die Netzspannung ein gewisses Level überschreitet, wird über einen FET der eigentliche 1.5A 5V Regler im TO3 Gehäuse zugeschaltet, der dann auch Prozessor, ROMs und I/O (6820 PIO) versorgt.

    Aktuell kämpfe ich noch mit der Analyse dieses Netzteils sowie der Display-Ansteuerung, um auszuschliessen, das ein möglicher Defekt dort den 5V- Teil "grillt".

    Snoopy hat mir heute auf Nachfrage erlaubt, die Platine dazu zu entstücken, da die großen Bauteile mir die Sicht auf die Leiterbahnführung versperrten und aktuell ja leider KEIN Schaltplan verfügbar ist, d.h. ich einen solchen wohl durch Nachzeichnen des Layouts mir selbst erzeugen muss.

    Interessanterweise hat dieser nun schwarze ROM Chips und eine 6507 CPU.

    6504 und 6507 unterscheiden sich (wie von kinzi weiter oben erwähnt) im Pinning nur in einem Detail: die 6507 hat einen RDY Eingang anstelle eines IRQ-Eingangs.

    Ob der IRQ-Eingang im hier behandelten Gerät genutzt wurde (immerhin gibt es einen NE555 auf dem Board von snoopy, der für ne IRQ-Erzeugung in festen Abständen prädestiniert wäre...) kann ich noch nicht zu 100% sagen, da der NE555 bei dem ersten externen Bestromungsversuch gestern nicht mit angelaufen war (keine Aktivität erkennbar). CPU zeigte an Phi2-out einen ca. 1 MHz Takt, ist aber quarzlos über RC-Glied getaktet. (Messung gestern Abend nur mit der Frequenzmessoption des DMM, also nur grobe Schätzung)

    Zu den ROMs:

    Der Übergang von den Keramikteilen "8316" zu den "normalen" 2316 zeugt (wie auch die PCB mit Lötstopplack anstelle der verzinnten Ausführung) davon, das das Gerät aus der eigentlichen Serie stammt, während snoopy s Variante wohl ein recht frühes Gerät zu sein scheint, aus einer Null- oder Vorserie.

    Datecodes der ICs unterscheiden sich aber nur minimal, beides 1977...

    nalkem:

    Bitte auch ein Foto von dem Flachbandkabelanschluss an die PCB im Detail zeigen, bei snoopys Exemplar ist das Kabel abgerissen, aber sieht so aus, als hätte es verdrehte Adern gehabt, d.h. wäre NICHT 1:1 aufgelegt. Dazu am Besten auch ein Detail-Foto von der Tastatur selbst, eventuell gibt es auch dort Unterschiede, die vielleicht auch die unterschiedliche Verdrahtung erklären könnten... (Wird wohl noch ein Puzzle, die wieder richtig anzuschliessen...)

    DANKE!

  • Die Sache ist eigentlich viel "harmloser":

    Der 6502 Core braucht ja 2 Clocksignale:

    PHI1 und PHI2 die sich nicht überlappen (also nie gleichzeitig HIGH sind) und um ~180 Phasenverschoben sind.

    MOS bezeichnet mit "Internal Clock" lediglich eine Schaltung (Bonding Option + kl. Maskenänderung), die aus einem PHI0 diese Beiden

    Signale generiert. Im wesentlichen ist das nur ein RS-FlipFlop mit aus NOR Gattern und ein paar Verzögerungen.

    Was anderes wäre mir tatsächlich nicht bekannt.

  • 6504 und 6507 unterscheiden sich nur in einem Detail: die 6507 hat einen RDY Eingang anstelle eines IRQ-Eingangs, aber dafür angeblich eine "internal clock", also irgend einen Timer-Counter, der wohl intern einen IRQ auslösen kann.

    Äußerst unwahrscheinlich.

    Das offizielle Datenblatt sagt bei beiden "onboard clock", was die Takterzeugung onboard meint. Die haben beide. Ein Timer/Counter bräuchte immer irgendwo ein oder mehrere Register zum Konfigurieren, sonst wäre das ziemlich sinnfrei. Da lese ich weit und breit nichts davon, und das wäre dann auch nicht mehr kompatibel zum Rest.

    Der Unterschied 6504/6507 besteht nur im Bonding. Intern ist das immer ein 6502-Core.

  • 6504 und 6507 unterscheiden sich nur in einem Detail: die 6507 hat einen RDY Eingang anstelle eines IRQ-Eingangs, aber dafür angeblich eine "internal clock", also irgend einen Timer-Counter, der wohl intern einen IRQ auslösen kann.

    Äußerst unwahrscheinlich.

    Das offizielle Datenblatt sagt bei beiden "onboard clock", was die Takterzeugung onboard meint. Die haben beide. Ein Timer/Counter bräuchte immer irgendwo ein oder mehrere Register zum Konfigurieren, sonst wäre das ziemlich sinnfrei. Da lese ich weit und breit nichts davon, und das wäre dann auch nicht mehr kompatibel zum Rest.

    Der Unterschied 6504/6507 besteht nur im Bonding. Intern ist das immer ein 6502-Core.

    Stimmt! Habe ich anhand weiterer Unterlagen dann auch erkannt und innert 5 min. nach Erstbeitrag geändert, bist Du eigentlich IMMER online ????

    OT: Hätte mir aber vorstellen können, das z.b. eine Art interner NE555 ein 100Hz IRQ-Signal generiert, das man ja ignorieren kann, wenn nicht benötigt, aber in diesem Frequenzbereich durchaus sinnvoll sein kann, z.b beim Einsatz als Tastaturcontroller etc. wäre theoretisch ja sogar als multi-Die in einem Gehäuse möglich (wäre dann ein früher SoC sozusagen gewesen...) So sinnbefreit sähe ich das gar nicht, spart immerhin einen externen Chip.

    OT2: Auf einen IRQ-Eingang ganz zu verzichten, finde ich hingegen schon "mutig", d.h. das ganze Programm muss -da das Display & Keyboard ja gemultiplext ist- somit in einer doch recht eng tolerierten Endlosschleife laufen, eine längere Bearbeitung z.b. zum Suchen eines Eintrags im RAM ist somit nicht möglich (Display würde zucken, Tastendrücke verloren gehen) und auch eine spätere Erweiterung um Massenspeicher etc. wird damit sehr schwierig zu realisieren, es fehlt ja nicht nur der IRQ-Geber, sondern der passende Eingang. Eher hätte ich noch auf /reset verzichtet (hätte dann aber wirklich intern mit Pullup auf Vcc gebondet werden müssen...), denn geschickt programmiert kann der IRQ wohl einen Reset-Wunsch des Users erkennen, aber ein echter Reset kaum eine IRQ-Routine bedienen, da die Inhalte der internen Register des Prozessors einen Reset (zumindest einen etwas längeren Resetpuls) nicht überstehen würden... Müsste nachsehen, ob der 6502 Core auch die Register auf fixe Werte stellt oder nur PC und Statusregister, aber Letzteres würde ja schon reichen, um den Programmfluss nachhaltig zu stören...

  • ... und aktuell ja leider KEIN Schaltplan verfügbar ist, d.h. ich einen solchen wohl durch Nachzeichnen des Layouts mir selbst erzeugen muss.

    Und da soll mal noch Einer sagen, dass der Bastelthread "zu einfach" ist. :D

    Vielleicht taucht ja doch noch ein Schaltplan auf.

    Vielen Dank auf jeden Fall für deine ganze Mühe und Zeit, die du hierfür aufbringst! :thumbup:

  • Wenn Zeit ist wirds gemacht. Ist nicht sehr viel.

    We oder nächste Woche.

    ink 0,26,0
    ink 1,0,26
    speed ink 1,1
    eine einfache 3d Schrift mit dem passendem Computer :drunk:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Prima! Vielen herzlichen Dank! :thumbup:

    Das passt dann super zum Gerät als Geschenk! :)

  • Auf dieser Seite wird das Gerät auch erwähnt und ein Foto davon ist zu sehen:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Allerdings ist auch hier von einem Z80 die Rede, was ja in meinem Gerät definitiv nicht der Fall ist.

  • Ich selbst bin noch nicht zum Scannen gekommen ....

    AAAABER ....


    man hat mir die Schaltpläne zukommen lassen!!!!

    Wegen des 5 MiB Limits musste ich es erstmal etwas runterrechnen ....

  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    ink 0,26,0
    ink 1,0,26
    speed ink 1,1
    eine einfache 3d Schrift mit dem passendem Computer :drunk:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Schau an, sogar insgesamt 6k ROM zu je 2k. Dazu 1k RAM und ein 6820, und das alles nicht von MOS.

    Da wurde der Adressraum nahezu ausgeschöpft. High Tech aus der Zeit, als wir (oder unsere Eltern?) noch zur Schule gingen und ein DUAL Plattenspieler als High Tech galt.

  • nalkem : Danke!

    Ja, die Kiste war wohl nicht ganz billig seinerzeit... Wirklich interessantes Stück Technik und schon spannend, was man alles in 6KB unterbringen kann, heute reicht das ja noch nichtmal für ne digitale Visitenkarte....

  • Das ganze erinnert mich an diese Taschendatenbank:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Kurze Zeit später gab es solche Dinger als Werbegeschenk an jeder Ecke: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. die aber aufgrund der Tasten kaum bedienbar waren.

    Das Problem mit all diesen Dingern war das sie abgesehen von der Größe und der Stromversorgung in etwa den selben Komfort boten wie die hier abgebildeten 1979 Version.

    Da fällt mir noch diese Kuriosität ein:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Schönes Stück Geschichte.

  • Über den Bus sollte man die ROMs auslesen können wenn man DBE auf low zieht und so die CPU tristated.

    Ein AIM65 müsste eigentlich bestens für eine Emulation / Portierung geeignet sein. Der hat ein sehr ähnliches Display und eine brauchbare Tastatur.

    Auch ein C64 oder als ROM Modul für den VC20 sollte man eine schöne Portierung basteln können.