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letzter Beitrag von Claus am

Commodore C64 Gold Edition 1.000.176 Echtheit?

  • Mittlerweile wurde ich von anderer Seite darüber aufgeklärt: :)


    Mindestpreisauktionen werden oft dann gestartet, wenn man "eine gewisse Summe als Hoffnung hat", man sich aber nicht sicher ist, ob diese Summe auch realistisch ist. Dann gibt man den Mindestpreis an, den man gerne haben will, startet aber ab 1 EUR und wartet, wie hoch die Gebote gehen.


    Falls der Mindestpreis überschritten wird, ist alles gut, man hat das, was man mindestens wollte und den Artikel verkauft.


    Und falls nicht, muss man nicht verkaufen oder kann, wenn man das möchte, dem Höchstbietenden den Artikel trotzdem verkaufen. Dann kann man sich das nochmal überlegen.


    Ob das hier konkret auch so der Fall ist, weiß ich nicht, aber das scheint mir eine sinnvolle Erklärung für manche Mindestpreisauktionen zu sein.

  • Also die Geschichte mit dem Apple I finde ich spannend.


    Wenn ich mir also vor vielen Jahren was damals noch völlig übliches gebraucht gekauft habe (gehen wir mal von einem Gameboy aus) und ich dann Jahrzehnte später merke, irgendwas ist an dem ist ein besonderes Merkmal (und offenbar einer der originalen Hersteller das Gerät sogar signiert hat und damit ja imho bestätigt, dass man da ein Originalgerät hat, Prüfmöglichkeiten seien dahingestellt) - dann wird trotzdem unterstellt, es habe ein Geschmäckle, weil man dieses Gerät nicht schon seit Jahren ständig irgendwo (im ForumGameboy?) vorgestellt hat?!


    Also, langsam bekommt das hier sehr dicke Aluhut-Schichten.


    Und ich wollte nur noch mal dran erinnern: "Echter" Goldie oder nicht: Es ist in jedem Falle nur ein C64...... und wenn er original ist sogar sehr wahrscheinlich einer, der vor bald 40 Jahren schon einmal repariert werden musste...

  • Fast 19 Jahre ist es her, dass der Mindestpreis bei eBay eingeführt worden ist. Ja, das hast du richtig verstanden :thumbsup:

  • Zitat
    Das halte ich für unrealistisch, da dürften eher zwei Nullen mindestens noch fehlen, es geht ja nicht darum, ob es aus Plexi ist, sondern ob das Plexi bereits knapp 40 Jahre auf dem Buckel hat, ditto für die Farben, die für das Abbild der PCB-Struktur drauf sowie für die Lackierung des Gehäuses verwendet wurden.



    Ruudi

    Denk nicht so weit. Eine Altersprüfung, könnte man machen, da Plexiglas ein polymer ist, also Kohlenstoff. Es hat zwar weniger Kohlenstoff drin als bei normaler Kunststoff, aber Kohlenstoff und damit wäre eine Altersprüfung möglich. Da wird eine chemische Analyse im mittleren 3 stelligen Bereich sein. Aber eine chemische Analyse geht einfacher, der Druck der Folie ist der Schlüssel - heute wird anders gedruckt als früher. Klar könnte man auch fälschen, aber man müsste alte Druckgeräte haben usw. Das lohnt sich bei einem Gerät in der niedrigen Preisklasse aber nicht dafür extra teures altes Druckmaterial anzuschaffen.

    Ein Experte würde den Unterschied auch auf jedem Fall im Vergleich mit einem anderen goldenen sofort erkennen. Wobei der Schaltplan der benutzt wurde auch so ein Ding ist. Hatte der Fälscher eine 1:1 Vorlage und einen echten goldenen, dann stimmt der Schaltplan, auch die Abstände der Bauteile des Schaltplans und deren Größe usw.

    Darum chemisches Labor, Untersuchung des Drucks oder Experte und Vergleich mit einem echten goldenen und deren Plexiglasscheibe und dann kommt ganz schnell raus ob echt oder gefälscht.


    Zitat

    Oder seid ihr neidisch auf die Kohle die eingenommen wird ?


    Ich würde mich freuen wenn er echt wäre, weil ich dann vielleicht mitbieten würde (Edit: ne doch eher nicht, als Wertanlage gibts da besseres). Aber der hier nicht, der hat kaputte Ecken, da schaut man ja sofort drauf wenn das Ding an der Wand hängt.


    Und Kohle eingenommen, wie ich erwähnte, stellt der Käufer nach der Auktion fest, bzw. bestätigen Experten das es eine Fälschung ist, muss der VK das Geld eh zurückzahlen, plus Kosten für Experten, chemisches Labor, Rechtsanwalt usw. weil das Gerät als echt angeboten wurde.

  • Wer auf eBay etwas kauft, für das er für so viel Geld (gut für manche ist das nicht viel) ausgeben will und es

    ihm dann reicht, dass "..einige Experten aus dem Forum64 überprüft und festgestellt [haben], dass es sich hier um ein Original handelt"

    ausreicht, dann doch viel Spass damit! Der Verkäufer hat meiner Ansicht alles richtig gemacht, und mal hier nachgefragt.

    Wenn das bestimmten Käufern nichtausreicht dann halt nicht...


    Wenn ich als Käufer dann natürlich bei Nachfrage "bestätigt von @hanselmann, @wurstbude &co" zurückbekomme, dann

    reicht mir das oder eben auch nicht. Und wenn doch der Vor-ort-angesehene-Experte mit seinem Namen dafürsteht,

    warum auch nicht? Man kann sich ja auch mal irren, ist ja auch kein Problem.


    Es geht hier um ein Sammlerstück, das nur einen ideologischen Wert hat. Soll jeder doch dafür bezahlen was er mag.

  • Zitat

    Also die Geschichte mit dem Apple I finde ich spannend.


    Wenn ich mir also vor vielen Jahren was damals noch völlig übliches gebraucht gekauft habe (gehen wir mal von einem Gameboy aus) und ich dann Jahrzehnte später merke, irgendwas ist an dem ist ein besonderes Merkmal (und offenbar einer der originalen Hersteller das Gerät sogar signiert hat und damit ja imho bestätigt, dass man da ein Originalgerät hat, Prüfmöglichkeiten seien dahingestellt) - dann wird trotzdem unterstellt, es habe ein Geschmäckle, weil man dieses Gerät nicht schon seit Jahren ständig irgendwo (im ForumGameboy?) vorgestellt hat?!


    Also, langsam bekommt das hier sehr dicke Aluhut-Schichten.


    He-Man1982, jeder, wirklich jeder weiß das ein Apple 1 Computer viel wert ist. Viele Hausfrauen haben zwar noch nie einen Computer von innen gesehen, wissen auch nicht wie ein Apple 1 aussieht, aber sie wissen, er ist wertvoll, sehr wertvoll.

    Also, du hattest in den 80ern einen Computerladen in den USA, incl. Reperatur, Ankauf und Verkauf. Du hast dann zu dieser Zeit einen Apple 1 gekauft, hast ihn behalten, vielleicht in eine Schachtel in deine private Sammlung gepackt. Spätestens Ende der 90er, wo das Internet allgegewertig wurde und es Zeitungsberichte gab wo solche Apple 1 für Rekordsummen von über 100.000 Dollar verkauft wurden (man konnte zu der Zeit solche Apple 1 wirklich noch für 100k kaufen), hättest du es als Computerfachmann mit ehemaligen Computershop mitbekommen, dass dein Apple 1 den du in den 80ern angekauft hast ein kleines Vermögen wert ist. Du hättest nicht unbedingt Hier geschrien, dass du auch einen hast, hättest aber wahrscheinlich in den Jahren danach den Kontakt gesucht und wärst auf Apple Treffen erschienen..


    Das man dann aber wenige Monate vor eine recht bekannten Apple Messe Hier schreit und dann dort Woz überredet den Apple 1 zu signieren und dann wenige Monate später der bei ebay zum Verkauf steht, das passt einfach nicht.

    Wäre es ein Erbstück, der Vater hätte den Computerladen gehabt und nach dem Tod des vaters hätte man beim auräumen den Apple 1 gefunden, wäre dann zu der Messe gefahren, dann hätte das gepasst. Alle hätten sich gefreut, dass wieder ein Apple 1 aufgetaucht wäre. Die Story drum rum ist es, die natürlich auch überprüpbar sein muss. Das hat also nix mit Aluhut zu tun. Und wenn der C64 golden Besitzer mit Plexi die runde Ecken hat schreibt vorher gehörte das Teil dem Papst ist das wurscht. Der Papst war nicht auf der Computerparty wo die C64 verteilt wurden. Die Story hier passt also auch nicht, der Würstenfabrikant mit dem goldenen C64..

  • Zitat

    Wenn ich als Käufer dann natürlich bei Nachfrage "bestätigt von @hanselmann, @wurstbude &co" zurückbekomme, dann

    reicht mir das oder eben auch nicht. Und wenn doch der Vor-ort-angesehene-Experte mit seinem Namen dafürsteht,

    warum auch nicht? Man kann sich ja auch mal irren, ist ja auch kein Problem.


    Haben die das Ding in real gesehen oder nur auf Bildern?

    Aber du hast schon recht, wenn @hanselmann, @wurstbude &co sagen, der ist echt, stehen die mit ihrem Namen ein. Interessant wäre dann wie ein Rechtsanwalt das sehen würde, wenn sich beispielsweise durch ein chemisches labor rausstellt das es eine Fälschung ist. Wer muss letzlich die ebay Auktionssumme dem Käufer zurückzahlen, der VK oder der oder die Experten die sagten er wäre echt?

    Vielleicht schreibt hier mal ja jemand der sich mit Rechts auskennt und es studiert hat.


    Zitat

    Es geht hier um ein Sammlerstück, das nur einen ideologischen Wert hat. Soll jeder doch dafür bezahlen was er mag.


    Die Mehrheit die bei ebay auf so was bieten, wollen eine Wertanlage. Ob Briefmarken, Comicheft. Gemälde, klar freut man sich über das schöne Objekt, aber es stellt letztlich eine Wertanlage dar. Sammler horten auch Dinge die nichts oder nur wenig wert sind. Es mag Sammler geben, die C64 Kassetten sammeln, einige sind dann sicher hundert Euro oder mehr wert, aber die masse wird bei 10 oder 20 Euro das Stück liegen. Das aber stört den echten Sammler nicht, er sammelt, weil er möglich alle haben möchte. Der mit der Wertanlage will nur die Spitzen haben.

  • Wer muss letzlich die ebay Auktionssumme dem Käufer zurückzahlen, der VK oder der oder die Experten die sagten er wäre echt?

    Der Verkäufer! Er hat das Teil als "Original" in der Beschreibung angeboten und der Käufer hat mit ihm einen Vertrag.


    Den Käufer interessiert nicht, ob Hanswurst oder Zwergnase irgendwo mal dem Verkäufer geschrieben haben, dass sie ihn für echt halten. Das hat für den Kaufvertrag bei ebay keine Relevanz.


    Wenn überhaupt, dann könnte der Verkäufer versuchen, Hanswurst und Zwergnase "in Haftung" für ihre "Falschaussage" zu nehmen. Aber da sehe ich keinerlei Rechtsverbindlichkeiten.


    Fazit: Wenn, dann muss der Verkäufer dafür geradestehen.

  • Nochmal dieses Stück Bild, schaut es euch mal bitte genau an:



    Bildausschnitt auf der Auktion. Das goldene Logo ist einfach schief. Senkrecht passt das, wenn man sich rechts runter die Reihe der runden Lötpunkte ansieht und dann rüber geht zu der sw senkrechten Linie, das passt.

    Aber waagerecht passt das nicht. Als wenn das Logo in sich links zu weit runter ist, gleichzeitig die Waagerechte aber stimmt, also das ganze eine Raute ist.

    Im Grafikprogramm hab ich nachgemessen, dort ist das ein Pixel auf der linken Seite zu weit nach unten - kann aber auch an der schlechten Auflösung liegen. Aber schau ich da länger drauf, ist es einfach links zu weit unten.


    Schaut euch mal die Kontaktpunkte über dem I von EDITION an, der ist von dem goldenen Logo leicht verdeckt. Nun schaut euch den Kontaktpunkt ganz links über dem Logo an, der Kontaktpunkt ist tiefer, so das der Kontaktpunkt voll sichtbar ist. Oder seh ich das völlig falsch?


    Oder sind die Originalen auch schief?

  • ... und wenn ich schreibe, sie wurden von ein paar Experten aus der Irrenanstalt "Narrenturm" überprüft und für echt befunden, hat das die gleiche Relevanz. Das sind keine "Sachverständigen" im rechtlichen Sinne.


    Ein Problem wird der Verkäufer erst haben, wenn der "echte" 1.000.176 auftaucht (oder halt ein anderer, der halt die Echtheit behauptet). Oder der Käufer durch einen Sachverständigen den Nachweis erbringt, dass das hier eine Fälschung ist. DANN muss der Verkäufer das liefern, was er versprochen hatte, der Käufer aber nicht bekam.

  • DANN muss der Verkäufer das liefern, was er versprochen hatte, der Käufer aber nicht bekam.

    Exakt so!


    Insofern hätte ich als Verkäufer vermieden, explizit ein "Original" zu bestätigen. Ein "Ich kann es nicht sicher wissen, aber einige Leute vom Fach sind der Meinung, er wäre Original ..." wäre hier für den Verkäufer sicherer. Könnte halt evtl. paar Euro weniger einbringen. ;)

  • Ja, da sind die auch schief.


  • Ja bei dem sieht man es deutlich, dass der linke obere Punkt voll zu sehen ist.

    Dann hat da wahrscheinlich der Layouter der diese Plexiglasfolien erstellt hat etwas gepennt oder hatte zittrige Hände, wenn er es mit der Hand aufgelegt hat.


    Da jetzt aber beide schief sind, heißt das nicht das der goldene mit den runden Ecken auch echt ist. Der mit dem runden Ecken kann eine kopierte Folie von einem echten draufgeklebt haben. Aber ich denke mal das würde man nur im direkten vergleich sehen. Auch die Farben des Foliendrucks, die dicke der Folie usw. Man würde auf jeden Fall rausbekommen ob echt oder gefälscht.