Ich habe mir jetzt mal ein paar der verlinkten Beiträge unter dem Wikipedia-Eintrag zu dem Manager-Spiel durchgelesen. In einem heißt es, das sei (wie der eben erwähnte "Antitürken-Test") ein "Multiple Choice Quiz" - also ein Spiel, in dem man bloß aus mehreren Antwortmöglichken zu einer Frage auswählen muss. Kein Wirtschaftssimulationsspiel also. Ich meine mich auch an dieses Quiz zu erinnern.
Ja dann ist das natürlich Dreck. Aber eine wirklich gut durchdachte KZ-Wirtschaftssimulation - besser von einem Kriegswaffenproduktions-KZ und keinem Vernichtungslager - mit wenig Bildern und dem Fokus auf Zahlen, könnte pädagogisch schon sehr interessant sein. Wenn da nämlich enge Produktionsvorgaben erfüllt werden müssen, der Materialnachschub immer knapp und der Ausfall der Arbeiter groß ist, würde sich der Spieler - nach dem anfänglichen Ekel - schnell in einer Hektik wiederfinden eben das "Geschäft" am Laufen zu halten und dann auch z.B. auch Zwangsarbeiter nachfordern oder die Wachen anhalten die Leistung zu erhöhen, wenn das Spiel die Option anbietet.
Gut umgesetzt würde das Spielgeschehen, das eben weit von der harten Realität entfernt ist und sich um das Managing dreht, immer hektischer und den Spieler völlig reinziehen. Das wäre - entgegen heutiger Emotionalisierung - ein interessanter Lerneffekt, um den Jugendlichen zu vermitteln warum Menschen früher mitgemacht haben. Als Twist am Ende sollte das Spiel dann aber so aufgebaut sein, dass du - egal wie gut du spielst - niemals gewinnen kannst und das Ende immer durch die Befreiung der Alliierten endet ... und du als Spieler entsprechend verhaftet und verurteilt wirst.
Aber ich fürchte, so eine Art von Spiel war das damals nicht.
Teilweise ist das "lustig finden" vermutlich auch eine Art damit umzugehen, wenn man eben nicht damit umzugehen weiss. Du erinnerst Dich aber heute immer noch daran und bist mit Sicherheit schlauer, also hatte es wohl doch irgendeinen nachhaltigen Effekt
Seien wir mal ehrlich, das "Lustig Finden" ist keine Bewältigungsstrategie der Jugendlichen, wie es Notfallsanitäter zuweilen an den Tag legen. Eher wird das, was da im Unterricht erzählt wird, grundsätzlich so cartoonartig imaginiert. Das kennen wir doch alle davon, wie wir uns z.B. die Schlacht im Teuteburger Wald (Arminius vs. Varus) vorgestellt hatten: Wie bei Asterix. Wenn man dann heute aber moderne Ausstellungen besucht und auch Serien, wie Spartacus mit drastischen Kampfszenen gesehen hat, realisiert man erst, was für ein bestialisches Morden das gewesen sein muss. Ich vermute da bei jetzigen Teenagern eine ähnliche Einstellung zum zweiten Weltkrieg, da die auch keine Großeltern mehr haben, die diesen noch miterlebt haben.
Wohin verbote führen zeigt sich aktuell doch sehr gut an Habecks Heizungsgesetz... Das hat dazu geführt, dass aktuell fast ausschließlich Ölheizungen gekauft werden - als Antwort nach dem warum - bekommt man öfter gesagt - ich lass mir doch nicht vorschreiben wie ich meine Wohnung heize, als : ich hab nicht das nötige Vertrauen in die Technologie. Und Flupp der Markt für Wärmepumpen ist eingebrochen.
Ich vermute hier keine Reaktanz, sondern Extrapolation der Vergangenheit: Die Grünen der 1980er wollten den Computer und später ISDN verbieten. Dinge mit denen (oder deren Nachfolger) wir heute gar nicht in unserer Welt leben könnten. Ende der 1990er waren sie dann ganz stolz mit an der Regierung den Transrapid endgültig gekippt zu haben, weil "wir haben ja das Flugzeug". Und heute? Da gibt es alberne Projekte für synthetisches Flugbenzin, während ein deutschlandweites Hauptstadtringnetz mit Transrapid-Verbindungen durchaus mit Photovoltaik betrieben werden könnte und innerdeutsche Flüge obsolet machen würde.
Tja und dann sagt der grüne Habeck heute nur die Wärmepumpe ist die Zukunft. Vor dem Hintergrund, wie falsch die Grünen in der Vergangenheit lagen - und vor allem mit der Gefahr, dass es auch zu Stromabschaltungen kommen kann - verstehe ich die Leute, die weiter auf Öl setzen, weil ihnen dann auch im Winter niemand spontan die Wärme abdrehen kann so lange noch Öl im Tank ist. Die Kosten sind da eher zweitrangig. Es geht um den Wagenburgbau. Wer privat Fotovoltaik installiert, rechnet ja auch eher weniger damit ob der ROI bei der Einspeisung positiv sein wird, sondern ob die Anlage im Falle eines Blackouts als Insellösung zumindest die eigenen Minimalbedarfe decken könnte.
Zu der Thematik noch eine kleine Warnung, auch wenn in Deutschland zu Studienzwecken oder journalistischen Tätigkeiten ein gewisser Spielraum existieren mag, in Österreich ist man da schnell mit einer Haftstrafe mit 10 Jahren konfrontiert. Und ich bin zwar kein Jurist, aber derartiges per Internet anzubieten, vor allem im deutschen Sprachraum kann schon extreme Folgen haben wenn eben jemand meinen könnte das es damit auch in Österreich verwendet wird.
Ja, Österreich ist da extrem. Diese Sachen, wie Kaiserschmarrn oder Ragout mit Sahnespätzle (der Name in Österreich ist wahrscheinlich anders) fand ich da vor Ort durchaus lecker und hätte ich Instagram würde ich im Urlaub und beim Essen gehen auch Bilder posten, wenn's mal wieder unfassbar gut aussieht. Dass dann Eiernockerl wohl das Lieblingsessen von Adolf waren und man dann Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. einfängt, wenn man etwas, was so aussieht am Tag, der irgendwie mit dem deutschen Reich in Verbindung gebracht werden kann, postet, hätte ich nicht gewusst. Aber da gilt dann - wie im Anhalter - du hättest dich ja informieren können
. Wenn so etwas bereits hart sanktioniert wird, gehe ich auch davon aus, dass man für eine 5,25"-Diskette mit einem KZ-Manager bereits mehrere Jahre einfahren würde.
Nur so als kurioses Beispiel, ein Bekannter von mir hat eine Vorstrafe wegen eines Pornofilms mit einem Esel. Ja, da schluckt man einmal.
Folgender Ablauf, er hatte eine Hanfplanze am Balkon, ein Nachbar meldete das er eine Plantage hätte. Bei der gründlichen Hausdurchsuchung fand man die besagte Pflanze die nicht einmal blühte, aber auf dem PC eine Mail mit einem 30 Sekunden Video das ihm ein Kollege vom Büro wohl einmal aus Jux schickte.
Wenn ich mich richtig erinnere habe ich die Mail damals auch bekommen, ungefähr zu der Zeit als Moorhuhn die Runde machte... . 10 Sekunden schmunzeln, gelöscht. Und dann stelle man sich vor man findet einen gewissen "Manager" oder ähnliches. Einsätze brauchen Rechtfertigungen.
Das ist übel und ich dachte es gibt noch so etwas, wie ein Beifangverbot, mit dem man rückwirkend eine illegale Hausdurchsuchung rechtfertigen kann. Also, wenn der Hausdurchsuchungsbeschluss bei dir die Tatwaffe eines Mordes sucht, dürfen die natürlich alles Mitnehmen, was dafür in Frage käme - Baseballschläger, Messer, Waffen, etc. - aber dann eine VHS-Sammlung auch einzupacken und dann eine Anklage auf Copyrightverletzung zu stricken, weil man keine Tatwaffe finden konnte aber der Verdächtige schuldig sein muss, dachte ich, wäre vor Gericht nicht legal (und schon gerade damals nicht gewesen).
bitte.