C128DCR Netzteil piept nach Elkotausch

Es gibt 33 Antworten in diesem Thema, welches 3.196 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. November 2023 um 10:50) ist von x1541.

  • Hallo Leute ,

    ich habe ein Problem mit einem Netzteil des C128DCR im BLechgehäuse. Wenn ich die Frako Eklos tausche piept der Computer nach dem Einschalten. Wenn ich aber dann wieder einen Frako einlöte zb den 4700uf 6V dann piept er nicht. Hat jemdand schonmal das Problem gehabt? Habe jetzt schon einige Elkomodelle ausprobiert aber keine Chance.

  • Was ist genau Original als Frako verbaut?

    Was hast Du als Ersatz genommen?

    Bei Elkos gibt es verschiedene Familien bei einem Hersteller mit unterschiedlichen Eigenschaften. Das sollte also beim Tausch zusammenpassen. Andernfalls ändern man quasi die Schaltung, was funktionieren kann, aber nicht muß.

  • Auf dem Frako steht EPZ 4700-25 und EPJ 4700-6 . Genommen habe ich 4700UF 25V

    Sobald dann der C128DCR startet und das Einschaltbild kommt piept der Rechner im Dauerton über den Lautsprecher.

  • Warum hast du die Elkos tauschen wollen? Ging irgendwas nicht?

    Klingt eher nach einem anderen Bauteil und der Piepton kommt nicht (nur) über den Lautsprecher. Welcher Lautsprecher überhaupt? Der vom Monitor?

  • Sorry vielleicht ist es klar, nur mir nicht: Spielt jetzt der SID verrückt und erzeugt einen Piepton? Oder streut da irgendeine Störung ein?

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  • Alte Frakos und Roederschleim Kondensatoren sind notoeisch bekannt für Fehlfunktionen bis hin zum Kurzschluss. Diese auszutauschen isg also eine GUTE Idee. Die sind auch anderswo und schädigen dann auch mal die ganze Elektronik. In der Firma haben wir so unsere Grundig Monolith Kautsprecher verloren.

    Aber dass neuere Kondensatoren mit besserem ESR dann offenbar einen SID zum Singen bringen, ist ja mehr als unverständlich.

    Es gibt noch den alten Trick, einen kleinen Folienkondensator parallel, unter die Platine, anzulöten. Der glättet dann vor allem hochfrequente Anteile - wo auch immer die herkommen mögen.

  • Oszi dranhängen und schaun, wie der Ripple am Ausgang aussieht, dann weiß man auch, ob da von der Versorgung kommend was stören könnte.

    (5V und 12V Schiene vermessen!)

    An den 5V Ausgang gehören auch Elkos mit niedriger Spannungsfestigkeit, oder eben LowESR, was aber natürlich relativ zur Spannungsfestigkeit ist, d.h. kann auch ein LowESR für hohe Spannungen einen deutlich höheren ESR haben, als ein normaler Niedrigspannungselko... Je Flacher und dicker der Elko ist, desto niedriger ist sein ESR.

    Möglicherweise pfeift auch das Schaltnetzteil an sich, das könnte dran liegen, dass durch den Elkotausch eine andere Schaltfrequenz sich eingestellt hat (waren ja oft so pseudo-resonante Selbstschwinger Designs) und die jetzt im hörbaren Bereich liegt. Dann braucht es keinen Lautsprecher, aber natürlich würde man den Ripple dann auch dort hören, sofern keine CMR-Drossel im Signalweg liegt...

    Einfach mal zwei, oder drei der neuen Elkos parallel dranhängen mit möglichst kurzen Beinchen oder "fettem" Kabel (aber immer noch möglichst kurz!), dann müsste sich die Frequenz massiv ändern oder es gar wieder unhörbar werden.


    OT: Frako und Roederstein sind oder genauer:waren nicht schlechter oder besser als andere zeitgenössische Kondensatoren, ich würde eher sogar behaupten, das sie eher besser waren, die wirklich üblen haben das neue Jahrtausend schon gar nicht mehr erlebt... Wir schreiben 2023 und da werkeln immer noch Elkos aus Mitte der 1980er Jahre, ein Standard-Elko hat 1000 Std bei 70°C, d.h. bei Raumtemperatur und guter Kühlung vielleicht 8000 Std. Lebensdauer im Betrieb und eine Shelf-Lebensdauer von 4-8 Jahren (letzteres aber auch nur, wenn neu formiert wird dann bei Inbetriebnahme!)

    Warum fallen die dann in C= Geräten (insb. aus Dt. Produktion) gehäuft aus? Nun, sie wurden damals gehäuft verbaut, daher fallen sie auch gehäuft aus, was nicht drin ist, kann nicht ausfallen und damals waren das eben die bekannteren dt. Hersteller.

    Nestbeschmutzung zwingt früher oder später zum Auswandern, mehr sag i ned :pumpkin:

  • Auf dem Frako steht EPZ 4700-25 und EPJ 4700-6 . Genommen habe ich 4700UF 25V

    Sobald dann der C128DCR startet und das Einschaltbild kommt piept der Rechner im Dauerton über den Lautsprecher.

    Von Frako finde ich leider kein Datenblatt. ich vermute, das sind 85 Grad C oder?

    Hat hier jemand vielleicht die Frako-Datenblätter?

    Falls nicht, könntest Du Ersatz aus der Teapo-Familie der SK-Serie bei 85 Grad C oder der SE-/SEK-Familie bei 105 Grad C versuchen.

    Die dürften den Frakos mit Sicherheit näher kommen als Panasonic aus der FR-Familie.

    Nimm mal Panasonic FR oder andere hochwertige Low ESR und nicht.. was immer das da auch ist.

    Gibt es einen technischen Grund für Deine Aussage?

    Oder ist das nur so allgemein, dass Low ESR bei allem hilft?

    Dem ist übrigens absolut nicht so, da die ganz andere elektrische Werte als die meisten Standard-Elkos aus der Zeit haben.

  • Oszi dranhängen und schaun, wie der Ripple am Ausgang aussieht, dann weiß man auch, ob da von der Versorgung kommend was stören könnte.

    (5V und 12V Schiene vermessen!)

    Frako und Roederstein sind nicht schlechter oder besser als andere zeitgenössische Kondensatoren, ich würde eher sogar behaupten, das sie eher besser waren, die wirklich üblen haben das neue Jahrtausend schon gar nicht mehr erlebt... Wir schreiben 2023 und da werkeln immer noch Elkos aus Mitte der 1980er Jahre, ein Standard-Elko hat 1000 Std bei 70°C, d.h. bei Raumtemperatur und guter Kühlung vielleicht 8000 Std. Lebensdauer im Betrieb und eine Shelf-Lebensdauer von 4-8 Jahren (letzteres aber auch nur, wenn neu formiert wird dann bei Inbetriebnahme!)

    Warum fallen die dann in C= Geräten (insb. aus Dt. Produktion) gehäuft aus? Nun, sie wurden damals gehäuft verbaut, daher fallen sie auch gehäuft aus, was nicht drin ist, kann nicht ausfallen und damals waren das eben die bekannteren dt. Hersteller. Nestbeschmutzung zwingt früher oder später zum Auswandern, mehr sag i ned :pumpkin:

    Das mit dem Oszi ist natürlich ein sehr guter Weg, wenn vorhanden.

    Richtig, das mit der Häufung und den verbauten Stückzahlen, hatten wir hier im Forum auch schon bei anderen Bauelementen. Solange man aber die absoluten Ausfälle nicht in Relation zu den verbauten Stückzahlen setzt und das vergleicht, fehlt für solche Aussagen einfach jede Grundlage und es wird über Glauben geredet.

  • Gibt es einen technischen Grund für Deine Aussage?

    Oder ist das nur so allgemein, dass Low ESR bei allem hilft?

    Es ist ein Sekundärseitiger Elko in einem Schaltnetzteil. Der wird mit der Schaltfrequenz geladen -> low ESR.

  • In praktisch jedem Gerät mit Frakis hatten diese irgebdwann Kurzschluss. Ich habe mal Elna's von 1974 (!!) un einem CD-4 Decoder gewechselt, DIE hatten alle noch Sollwerte.

    Aber Frako und Roederstein sind gefährlich nach 30 Jahren.

    Allerdings laufen die nicht aus, die haben einen Kurzschluss.

    Die angebliche Lebensdauer gilt übrigens bei Maximaltemperatur. Jeweils 10 Grad weniger verdoppelt diese.

  • Könnt ihr mir eine Empfehlung geben wo vielleicht der eine oder andere mal verbaut hat in ein dcr Netzteil .

    Ich hab schon bei unzähligen C128DCR die Elkos gewechselt und auch gegen die hier empfohlenen Panasonic und nie gabs Probleme!

    Wäre aber auch schön, wenn du auf einfache(!) Fragen wie:

    Klingt eher nach einem anderen Bauteil und der Piepton kommt nicht (nur) über den Lautsprecher. Welcher Lautsprecher überhaupt? Der vom Monitor?

    diese hier eingehen würdest! Du willst ja schließlich Hilfe!!!

    ... dacht ich zumindest ...

  • ja der piepton kommt aus dem monitor. Sobald ich aber den frako 4700uf 6v wieder einlöte ist das piepen weg. Jetzt habe ich ein Video gesehen wo so ein Netzteil reapariert wird und er hat auch das problem mit dem Piepton.

  • Du meinst das Video?

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    Das hört sich nach ca. 1,5kHz an. Ich würde tatsächlich mal (wie vorgeschlagen) einen kleinen Folien C mit 1µ versuchsweise einbauen und mal schauen obs weg geht.

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