Mal wieder ein kleiner Ausflug in die Linux-Welt... und wieder mit fadem Beigeschmack (kein Bashing!)

Es gibt 1.046 Antworten in diesem Thema, welches 82.598 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. November 2025 um 20:17) ist von controlport2.

  • Wie ich mich aktuell fuehle und nie hinkommen werde: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles

  • Das ist der Punkt, an dem viele schon angekommen sind - und die Harcore-Linuxer (nicht ALLE, aber VIELE) dann eben der Meinung sind, man würde nicht genug leiden oder sei unwürdig, Linux zu nutzen.

    Es stand ja irgendwo hier schon zu lesen, dass auch die Änderungen bei Ubuntu gerechtfertigt seien, da hat Canonical ja wohl auch einiges verändert.
    Ich hatte ja auch schon mal nachgefragt, warum ich keine Ordner mehr auf dem Desktop anlegen kann. Hier wurde mir gesagt - sinngemäß - dass ich mich damit abzufinden hätte, die Entwickler hätten sich schon was dabei gedacht. Es wurde nicht so grob gesagt, sondern vernünftig erklärt. Aber das war auch für mich dann eben ein Punkt, wo ich mich fragte, was das soll. Warum ändert man etwas so Gravierendes, wo die Leute sich seit Jahren dran gewöhnt haben?

    Aber das ist eine hypothetische Frage, wir brauchen das nicht neu zu diskutieren, ich selbst habe die Diskussion ja schon hinter mir.

    Und da kommt es immer wieder auf dasselbe heraus: wenn man bereit ist, sich mit diesen Gegebenheiten abzufinden und man Linux als "sein" System empfindet, dann ist doch alles gut.

    Anders herum ist es mit Windows auch. Das hat auch sehr viele Unzulänglichkeiten, die man aber ebenfalls in den Griff bekommt.

  • Update: Madame (bisher Linux Mint auf dem Laptop) wollte dann doch nach einigen langen Einblicken auf meinem Desktoprechner KDE haben. Ergo: Homeverzeichnis gesichert, Kubuntu drauf, Homeverzeichnis wieder zurück. Feddich. Allerdings hab ich die Standardinstallation dann noch von snaps auf flatpaks umgestellt (mir persönlich ist das verbreitetere Format einfach lieber, ist ne persönliche Präferenz...) Einziger Rant für die ganze Aktion: hat nur 30 Minuten gedauert. Langweilig. :D Und ja, sämtliche Hardware des Dell Laptops - auch WLAN und Touchpad - haben umgehend funktioniert.


    Meanwhile im "Experimentierland":

    Kubuntu auf einem in der Firma ausgemusterten Microsoft Surface Pro 4. Funktioniert auch soweit, On Screen Keyboard ist leider manchmal etwas hakelig. Notizen mit Stift mittels Rnote: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - funktioniert soweit auch erstmal, ist aber auf meinem Xiaomi Tablet mit Noteshelf einfach (noch) besser. Mal gucken was sich da noch so findet in den nächsten Tagen. Es funktioniert zumindest mal, aber das OSK (Mallit) ist echt noch gewöhnungsbedürftig - ich weiss nicht ob wir wirklich Freunde werden.

  • Das ist der Punkt, an dem viele schon angekommen sind - und die Harcore-Linuxer (nicht ALLE, aber VIELE) dann eben der Meinung sind, man würde nicht genug leiden oder sei unwürdig, Linux zu nutzen.

    Es stand ja irgendwo hier schon zu lesen, dass auch die Änderungen bei Ubuntu gerechtfertigt seien, da hat Canonical ja wohl auch einiges verändert.
    Ich hatte ja auch schon mal nachgefragt, warum ich keine Ordner mehr auf dem Desktop anlegen kann. Hier wurde mir gesagt - sinngemäß - dass ich mich damit abzufinden hätte, die Entwickler hätten sich schon was dabei gedacht. Es wurde nicht so grob gesagt, sondern vernünftig erklärt. Aber das war auch für mich dann eben ein Punkt, wo ich mich fragte, was das soll. Warum ändert man etwas so Gravierendes, wo die Leute sich seit Jahren dran gewöhnt haben?

    Aber das ist eine hypothetische Frage, wir brauchen das nicht neu zu diskutieren, ich selbst habe die Diskussion ja schon hinter mir.

    Und da kommt es immer wieder auf dasselbe heraus: wenn man bereit ist, sich mit diesen Gegebenheiten abzufinden und man Linux als "sein" System empfindet, dann ist doch alles gut.

    Anders herum ist es mit Windows auch. Das hat auch sehr viele Unzulänglichkeiten, die man aber ebenfalls in den Griff bekommt.

    Die Entwicklung geht halt weiter.

    Ich weiß noch, als so die Objektorientierung einzog und prozedurale Sprachen an Bedeutung verloren. Viele taten sich echt schwer.

    Es gibt kaum ein Einfamilienhaus welches in Deutschland gebaut wird, in welcher die Haustür elektrifiziert wird. Selbst heute noch nicht. Inzwischen ist ein Sicherheitsschlüssel in Sekunden, sogar aus der Ferne mit einem Handy fotografiert. Eine kleine KI Anwendung baut die 3D Vorlage für den Drucker in einem Wimpernschlag und die Türen sind kinderleicht aufzuschließen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob eine Hausratsversicherung sowas als Einbruch bewerten würde ... Trotzdem sind elektronische Schlösser im privaten Umfeld in Deutschland immer noch äusserst unpopulär. Wohl das synonym einer überalternden Gesellschaft. Wenn jemand an der Kasse vor mir bar bezahlt, dann stört mich das inzwischen. Selbst wenn der anfängt seine Geheimnummer auf dem Pad einzutippen nervt das. Die Gesellschaft in Deutschland ist alt, die Welt wird da keine Rücksicht drauf nehmen, die Welt ist ja eher jung. Ich glaube, wenn da jemand was auf den desktop zieht und da bleibt was liegen und mal liegt es in der cloud, mal lokal, mal als verknüpfung, mal als ordner usw, dann wird das Gelegenheitsnutzer auch abnerven.

    Firmen wie Microsoft wägen meist Business-Ziele gegen den "Change-Pain" der Nutzer ab.
    Wenn neue Nutzer und neue Geräte wichtiger sind als die alten, dann lohnt sich der Bruch.
    Technologien entwickeln sich weiter (Touchscreens, Cloud, KI). Alte Konzepte passen oft nicht mehr gut zu neuen Geräten oder Arbeitsweisen. Firmen wollen oft jüngere oder unerfahrenere Nutzer ansprechen, die mit moderneren, einfacheren Konzepten vertraut sind.

    Microsoft will ein einheitliches Design von Windows, Office, Teams bis zur Xbox, alles soll "One Microsoft" sein.
    Dazu kommt Mode und technische Notwendigkeiten, letztes immer dann wenn alte Konzepte schwer mit neuen Frameworks, APIs oder Barrierefreiheit vereinbar sind.

    Früher konnte man es sich leisten einen PC zu pflegen, die Icons schön persönlich anzuordnen. Heute soll der einfach funktionieren, ohne Aufwand, häufig wird der PC eh nicht mehr verwendet. Parallel hast SmartTV, Handy, Pad, Watch, Car HeadUnit, AR VR Unit und und und. Die dürfen alle nicht viel Aufwand machen und sollen möglichst ähnlich zu bedienen sein, weil sie alle genutzt werden.

    ChromeOS wächst gerade mit Android zusammen, eine tolle Entwicklung. Auf der Google Veranstaltung wurde die neue Android Desktop Oberfläche vorgestellt. Spannend. Da wächst hoffentlich eine neue Generation von Desktop-Geräten heran.

  • Mein neues Wallpaper :thumbsup:

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    (trotz allem bashing...) Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

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  • Die zwei angesprochenen Dinge wie, Strg+Mausrad und auch anlegen eines Ordners auf dem Schreibtisch funktionieren unter Linux nach wie vor.

  • Die zwei angesprochenen Dinge wie, Strg+Mausrad und auch anlegen eines Ordners auf dem Schreibtisch funktionieren unter Linux nach wie vor.

    Das sind ja beides dinge die "unter linux" garnicht funktionieren, du brauchst halt software dafür, ein browser und ein desktop manager, und davon gibts hunderte und die haben auch alle noch konfigoptionen, bei manchen gehts, bei anderen nicht

  • Sind die verschiedenen Linux-Distro so unterschiedlich in der Bedienung?

    Habe auf zwei alten 32-Bit Rechner MX-Linux mit XFCE-Desktop installiert.

    Dort funktioniert das vergrössern/verkleinern des Fensters, per Doppelklick in die Leiste.

    Auch das Zoomen im Browser (Firefox) funktioniert mit Control + Mausrad. Dauert machmal ein wenig, bis es ausgeführt wird.

    Ebenfalls kann ein Ordner auf dem Desktop erstellt werden, Rechtsklick -> Ordner erstellen.

    Was Deadkey oder die "Super"-Taste ist, kein Plan ;)

    Gruss C=Mac.

  • Dort funktioniert das vergrössern/verkleinern des Fensters, per Doppelklick in die Leiste.

    Auch das Zoomen im Browser (Firefox) funktioniert mit Control + Mausrad. Dauert machmal ein wenig, bis es ausgeführt wird.

    Ebenfalls kann ein Ordner auf dem Desktop erstellt werden, Rechtsklick -> Ordner erstellen.

    Mit Mint MATE funktioniert das auch alles wie erwartet. Control+Mausrad reagiert in Waterfox auch ohne merkliche Verzögerung.

    Wenn so grundliegende Sachen nicht funktionieren, hätte ich es wohl gar nicht erst installiert und mich gleich nach einer anderen Distro oder unterstützte DE umgesehen.

  • ind die verschiedenen Linux-Distro so unterschiedlich in der Bedienung?

    Das ist ja der Kicker - das ist die gleiche Mint Cinnamon Installation, nur das ich beim Login halt Wayland anstelle Cinnamon auswähle .. und dabei sich halt anders verhält. :cursing:

    Mit Mint MATE funktioniert das auch alles wie erwartet. Control+Mausrad reagiert in Waterfox auch ohne merkliche Verzögerung.

    Wenn so grundliegende Sachen nicht funktionieren, hätte ich es wohl gar nicht erst installiert und mich gleich nach einer anderen Distro oder unterstützte DE umgesehen.

    Siehe oben. Unter Cinnamon perfekt wie auch unter Mate und XFCE und Kubuntu. Mint Wayland - nope.

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
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  • Das ist ja der Kicker - das ist die gleiche Mint Cinnamon Installation, nur das ich beim Login halt Wayland anstelle Cinnamon auswähle .. und dabei sich halt anders verhält. :cursing:

    Wenn ich in ein Käfer ein Porsche-Motor einbaue, verhält sich der Käfer auch annerst.

    Auf französich: Ein Alpine-Motor im Dauphine boostet auch den Dauphine..

  • ind die verschiedenen Linux-Distro so unterschiedlich in der Bedienung?

    Das ist ja der Kicker - das ist die gleiche Mint Cinnamon Installation, nur das ich beim Login halt Wayland anstelle Cinnamon auswähle .. und dabei sich halt anders verhält. :cursing:

    Wayland ist sicherlich eine der wichtigsten Innovationen und positivsten Veränderungen der Linux Distributionen der letzten 10 Jahre.

    Fedora unterstützt und setzt Wayland z.B. seit dem Jahr 2016 ein.

    Bei Linux Mint ist Wayland Unterstützung immer noch in der Entwicklungsphase. Mint nutzt sehr gerne sehr gut abgehangene Techniken und Cinnamon ist aus der Entwicklung Mint.


  • Ich nutze wayland unter anderem aus diesem Grund nicht. X11 bietet mir alles, was ich benötige, was wayland nicht tut.

    Bei einem Kompromiss verlieren beide Seiten. Machen wir es so, wie ich es will, verliert nur eine Seite :thumbsup:

  • Ich verstehe immer noch nicht, warum Wayland überhaupt ein Thema ist. Was kann man damit machen, was nicht schon vorher ging? Ich lese immer nur wieder, was es alles anscheinend nicht kann. Muß man das Rad neu erfinden? Ich sehe auch keinen Grund, nicht beim bewerten X11 zu bleiben. Es tut doch, was es soll. Sogar unter Windows.

  • Wayland hat unglaublich viele Vorteile gegenüber X11.

    Es läuft nicht wie der XServer mit root Rechten, unter X11 kann jede Anwendung auf den Screen zugreifen. Damit z.B. Kennwörter auslesen. Bei Wayland ist das nicht möglich, eine App kann nur auf das eigene Fenster zugreifen. Sandboxing macht Keylogger etc Attacken viel schwerer.
    Wayland ist zudem frame perfect, Wayland unterstützt viel sauberer HiDPI und Fractional Scaling, Wayland hat eine viele geringere Latenz .. und viele weitere Vorteile.

    Kurz Wayland ist ein massiver Fortschritt zu X11

  • Eigentlich sind die meisten Probleme gelöst - die letzten zwei Jahre haben da einen massiven Fortschritt gebracht. Im normalen täglichen Einsatz habe ich da keine Probleme mehr, auch nicht beim gelegentlichen zocken (was bei mir die Ausnahme ist). Aber: your milage my vary.

  • Wayland hat unglaublich viele Vorteile gegenüber X11.

    Klingt schon sinnvoll. Leider ist es offenbar aber noch ein weiter weg bis dahin, daß das alles sauber funktioniert.

    Probleme hab ich keine. Auch Chrome/Chromium kann man z.B. in wayland Mode schalten, aber das sollte eigentlich automatisch passieren.

    Es gibt Distributionen wie Mint die ihre Anwendungen noch nicht komplett umgebaut haben. Ist halt ein kleines Team. Dort sollte man erst umsteigen, wenn Mint die Integration abgeschlossen hat.

  • Zwischendurch wechsel man auf Wayland, merkt dann was noch nicht geht und nutzt dann wieder X11. Irgendwann wird es halt Wayland sein, bis dahin dauert es halt bei manchen Distros noch. Stört mich jetzt nicht. Schön dass es parallel nutzbar ist.