Mal wieder ein kleiner Ausflug in die Linux-Welt... und wieder mit fadem Beigeschmack (kein Bashing!)

Es gibt 1.046 Antworten in diesem Thema, welches 82.529 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. November 2025 um 20:17) ist von controlport2.

  • Ein Kumpel von mir arbeitet zum Beispiel mit einem Photoshop Elements, den er schon seit über 15 Jahren benutzt.

    Wobei das dann ja eigene Selbstschuld ist, wenn man sich so beschneidet. Ist ja jetzt nun auch nicht so, dass andere Photoshop Derivate, sei es Affinity oder selbst einfach neue Photoshop Elements Versionen. Das man "nicht mehr braucht" ist oftmals einfach ein "weil man nichts anderes kennt" Ding. Ich hab mit vielen Programmen, ja selbst dem OS an sich, erlebt dass man ohne eine "ich brauche was neues" reingeht, aber dann Dinge findet die einem die Arbeit deutlich erleichtern, und die man kurze Zeit später nicht missen will.

    Eine Anwendung die noch massiv auf ein OS Unterbau setzt ist schlicht nicht mehr zeitgemäß und garantiert selbst auch architektonisch noch aus längst vergangenen Tagen.

    Oder ein Linuxport wird einfach ignoriert, weil eben auch nicht (mit Blick auf die Verbreitungszahlen) "benötigt". Mac ist halt vor allem in den USA halbwegs verbreitet, Win auf dem Rest der Welt. Fusion gibts zum Beispiel für Mac und Win, und das ist kein Programm "aus längst vergangenen Tagen". Henne-Ei-Problem.

  • Im Allgemeinen würde ich " normalen " Benutzern unter Linux aber Virtual-Box für Windows-Sachen empfehlen .

    Was spricht für Dich gegen QEMU mit entsprechender Verwaltungsoberfläche (VirtManager)? Bevor man sich wieder von Oracle abhängig macht...?


    Fakt bleibt aber leider, dass es durchaus Nischensoftware gibt, für die es auch keine Ersatzlösungen gibt und die auch unter Wine nicht anständig funktionieren. Ich hab da leider auch noch so Kandidaten - das ist zum einen die Software zum Codieren am Auto (VCP und VCDS) und zum anderen wie schon an anderer Stelle geschrieben mein FlightSim (wobei es da nicht der Sim ist, der unter Proton wunderbar läuft, sondern das Ökosystem drumrum). VCP und VCDS laufen allerdings wunderbar in einer VM - wobei die Fenster dank vernünftig laufendem RDP auf meinem normalen KDE Desktop aufplöppen - nd für den FS... nuja. Man bootet halt mal schnell neu.

    Ein natives C64Studio wäre noch nice - mit wine ist das halt auch Gefrickel... :D

  • Was spricht für Dich gegen QEMU mit entsprechender Verwaltungsoberfläche (VirtManager)? Bevor man sich wieder von Oracle abhängig macht...?

    Nichts, das nutze ich schon unter Proxmox, und Proxmox kann ich nur empfehlen .

    P.S. VirtualBox ist ja kostenlos, kann man auch in der Firma einsetzen, nur die Gast-Tools sind Lizenz-Pflichtig .

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    Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit. ( Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA )

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ( Albert Einstein )

    Einmal editiert, zuletzt von Primzahl (22. August 2024 um 09:59)

  • Magix ist eine eine kleine Firma. Morgen kommt die nächste Heuschrecke und schon sind die Produkte übermorgen ggf. gar nicht mehr da.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. gibt es seit 1993, also schon "paar Tage". Und selbst wenn das Produkt mal eingestellt werden sollte, kann man die bereits vorhandene ja immer noch weiter verwenden.

    Ein Kumpel von mir arbeitet zum Beispiel mit einem Photoshop Elements, den er schon seit über 15 Jahren benutzt. Damit kennt er sich blind aus, kennt seinen Workflow und er kann damit alles machen, was er möchte. Er hat gar keinen Grund, auf irgendwas anderes oder eine andere Version zu wechseln. Leute, die mit ihrer Arbeit mit Programmen Geld verdienen, die wechseln in der Regel seltener als welche, die das als Hobby machen. Jede Umstellung kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. ;)

    Verstehe ich total.

    Aber alte Software würde ich nie einsetzen, oder den Einsatz empfehlen. Also alt, im Sinne von ausserhalb eines Supports. Das ist auch der Anspruch an einem OS. Ich möchte keine nicht supporteten Elemente auf meinem privaten Systemen.

    Eine kommerzielle Software, die per se nicht mehr supportet werden kann, da es die Firma dahinter nicht mehr gibt, ist meiner Meinung nach sofort zu entsorgen. Software war und ist schon immer ein Service gewesen, kein statisches Produkt. Wenn solches Entsorgen eine echte Sinnkriese, oder auch nur größere Lücke reißt, dann war die Entscheidung davor(!) schon falsch. Kein BackUp, kein Mitleid.

    Das ist ja genau ein eklatanter Nachteil von Windows. Bedingt durch den hohen Kompatibilitätsanspruch des OS, gekoppelt mit der stark verbreiteten Closed Source idee führt ja zwangsläufig zu Altlasten. Treiber, Tools, Anwendungen oder selbst Systemerweiterungen. Das ist im Kern schlecht.

    Inzwischen sehe ich selbst alte Datenbestände sehr zwielichtig. Ein modernes System sorgt dafür, dass alle Aspekte auf dem aktuellst möglichen Stand gehalten werden. Inkl. der Datendateien und ihren Formaten.

    Solch ein Anspruch ist so fern, so unglaublich utopisch aus der Sicht Windows, dass ich echt keine Idee hab, wie Microsoft dort eine Transformation hinbekommen möchte. Ich denke, irgendwann wird MS ein Windows einfach selbst einstellen. Ähnlich ihrem Internet Browser.

  • Eine Anwendung die noch massiv auf ein OS Unterbau setzt ist schlicht nicht mehr zeitgemäß und garantiert selbst auch architektonisch noch aus längst vergangenen Tagen.

    Oder ein Linuxport wird einfach ignoriert, weil eben auch nicht (mit Blick auf die Verbreitungszahlen) "benötigt". Mac ist halt vor allem in den USA halbwegs verbreitet, Win auf dem Rest der Welt. Fusion gibts zum Beispiel für Mac und Win, und das ist kein Programm "aus längst vergangenen Tagen". Henne-Ei-Problem.

    Sind denn OS spezifische Ports selbst noch zeitgemäß? PWAs sind doch der Weg.

    Also für die klassische Anwendung. Dass es System-Tools darüber hinaus geben muss steht ausser Frage, aber die sollten doch abseits einer architektonischen Planung eher keine Rolle spielen. Das sind schlicht Programme mit die kein Benutzer einer Büro Kommunikation in Berührung gerät.

  • PWAs sind doch der Weg.

    Grundsätzlich sind sie eine gute Idee. Aber nur, wenn sie in der Lage sind, systemspezifische Dinge so zu erledigen, wie native Anwendungen auf den jeweiligen Plattformen. Wenn also Shortcuts identisch zu denen des Systems sind, wenn Menüleisten sich dort befinden und so aufgebaut sind, wie bei nativen Anwendungen, wenn die systemeigenen Datei/Druck/Teilen-Dialoge verwendet werden, wenn Drag & Drop und Scrollbars so funktionieren, wie gewohnt, die Button-Reihenfolge/Beschriftung in Dialogen der Systemvorgabe entspricht, die systemspezifischen Funktionen zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen (z.B. Sprach-Ein- und Ausgabe, Tastatursteuerung ...), vielleicht sogar Scripting durch das OS unterstützt wird usw. Das wird eine PWA durchaus können – nur muss der Programmierer das eben auch berücksichtigen und nicht denken, alles sei überall genau so wie bei Windows.

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  • Eine kommerzielle Software, die per se nicht mehr supportet werden kann, da es die Firma dahinter nicht mehr gibt, ist meiner Meinung nach sofort zu entsorgen. Software war und ist schon immer ein Service gewesen, kein statisches Produkt.

    Den Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Wenn eine Software genau das tut und kann, was jemand benötigt, dann sehe ich noch nicht mal einen Grund, dafür einen Service in Anspruch zu nehmen. Gute Software benötigt genau Null an Service. Sie funktioniert einfach! ;)

  • "Service" bedeutet auch, kritische Fehler und Sicherheitslücken zu fixen. Heute mehr denn je. Ich erinnere da nur mal an Log4J.

    Wenn ich als Beispiel das von mir oben erwähnte Grafikprogramm nehme, dann sehe ich nach über 15 Jahren in Benutzung keinerlei Bedarf für Support oder Service. Das Programm macht genau das, was mein Kumpel benötigt. Das läuft auch in 15 Jahren immer noch genau so. ;)

  • "Service" bedeutet auch, kritische Fehler und Sicherheitslücken zu fixen. Heute mehr denn je.

    Heute wird ja auch mehr den je unfertiger Rotz veröffentlicht, dessen Komplexität der Hersteller nicht mal ansatzweise mehr beherrscht, weil er aus Unfähigkeit einen Stapel sinnloser Abstraktionsebenen aufeinander türmt, bis die eigentliche Programm-Funktion kaum noch erkennbar ist. Ist Photoshop noch ein Grafikprogramm oder schon eine Abofalle? Ist Windows noch ein Betriebssystem zur Verwaltung lokaler Ressourcen oder schon ein Erpressungstrojaner?

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    MS hat einen Workaround vorgestellt - sofern noch nicht gebootet wurde ...

    Zitat

    Die Autoren schlagen einen etwas halbherzigen Workaround vor: Sofern die Installation des August-Updates noch nicht mit einem Reboot abgeschlossen wurde, können potenziell Betroffene einen Registry-Schlüssel zum Opt-out nutzen, sodass das SBAT-Update nicht installiert wird. Der Schlüssel lasse sich später auch wieder löschen, wenn doch SBAT-Updates installiert werden sollen. Der Befehl zum Ergänzen des Schlüssels lautet laut Microsoft:

    reg add HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SecureBoot\SBAT /v OptOut /d 1 /t REG_DWORD

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles

  • nutzen

    "Service" bedeutet auch, kritische Fehler und Sicherheitslücken zu fixen. Heute mehr denn je. Ich erinnere da nur mal an Log4J.

    Wenn ich als Beispiel das von mir oben erwähnte Grafikprogramm nehme, dann sehe ich nach über 15 Jahren in Benutzung keinerlei Bedarf für Support oder Service. Das Programm macht genau das, was mein Kumpel benötigt. Das läuft auch in 15 Jahren immer noch genau so. ;)

    ja, aber sowas gibt es doch nicht. Fehlerfreie Software gibt es eh nicht und alle Anwendungen nutzen massiv Funktionen des Systems darunter, ob also die Anwendung funktioniert oder nicht hängt letztendlich gar nicht an der Anwendung selbst. Vermutlich sind auch noch ein Sack voll lizenzierter Thirdparty Lösungen da drin, die gleich System weit wirkend bereit gestellt werden. Selbst wenn alles funktioniert, wer legt die Hand ins Feuer, dass nicht im Hintergrund irgend ein Scheunentor weit offen steht?

  • Wobei das dann ja eigene Selbstschuld ist, wenn man sich so beschneidet.

    Manchmal braucht mal halt wirklich nicht mehr, als man braucht. Einen Nagel klopfe ich dir auch mit einem Hammer aus dem Jahr 1920 rein, wenn er stabil gebaut war. ;)

  • Das läuft auch in 15 Jahren immer noch genau so.

    Wenn Microsoft weiterhin eine x86-Emulation innerhalb von Windows für die dann wahrscheinlich weit verbreitete ARM-Hardware anbietet. ;)

    Ich verwende zum Teil ja auch recht abgehangene Software. Ich kann damit immer noch tolle Ergebnisse zaubern und bin zufrieden. Aber manche Hardware-Neuerungen, wie z.B. Hi-DPI- oder HDR-Darstellung ist dann eben evtl. nicht möglich. Das muss einem klar sein. Die IT schreitet halt immer weiter voran und wenn man sich davon abkoppelt, dann muss man eben mit den Konsequenzen leben. Ich z.B. profitiere auf meiner betagten Hardware (bis zum nächsten Kauf) nur von KI, die in der Cloud läuft.

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  • Wobei das dann ja eigene Selbstschuld ist, wenn man sich so beschneidet.

    Manchmal braucht mal halt wirklich nicht mehr, als man braucht. Einen Nagel klopfe ich dir auch mit einem Hammer aus dem Jahr 1920 rein, wenn er stabil gebaut war. ;)

    Ich denke so ein Vergleich hinkte etwas. Der Hammer ist seit Jahrtausenden ausentwickelt, so wie der Nagel. Die IT ist eher der Kuhknochen, mit dem man versucht einen Dorn ins Holz zu dreschen. Weder ist die Technik gut, noch kann man die Folgen, bzw überhaupt die Entwicklung irgendwie abschätzen. Das ist alles ist immer noch totales Neuland und das Missbrauchs- und Schlampigkeitspotential ist riesig. Eine Hammer ist ein Hammer.

  • Ich habe MX Linux auf einen Stick gepackt und dann damit meinen iMac als Live-System gestartet.

    Leider funktioniert die Apple Bluetooth Tastatur nicht und die Desktop Schrift und Smbole sowie die Taskleiste sind extrem klein. Hab in den Einstellungen nichts gefunden wie ich das ändern kann.

    :nixwiss:

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    Hier liegen die aktuellsten Versionen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich habe MX Linux auf einen Stick gepackt und dann damit meinen iMac als Live-System gestartet.

    Leider funktioniert die Apple Bluetooth Tastatur nicht und die Desktop Schrift und Smbole sowie die Taskleiste sind extrem klein. Hab in den Einstellungen nichts gefunden wie ich das ändern kann.

    :nixwiss:

    Probier es mal mit Debian .

    Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit. ( Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA )

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ( Albert Einstein )

  • Magix ist eine eine kleine Firma. Morgen kommt die nächste Heuschrecke und schon sind die Produkte übermorgen ggf. gar nicht mehr da.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. gibt es seit 1993, also schon "paar Tage". Und selbst wenn das Produkt mal eingestellt werden sollte, kann man die bereits vorhandene ja immer noch weiter verwenden.

    Ein Kumpel von mir arbeitet zum Beispiel mit einem Photoshop Elements, den er schon seit über 15 Jahren benutzt. Damit kennt er sich blind aus, kennt seinen Workflow und er kann damit alles machen, was er möchte. Er hat gar keinen Grund, auf irgendwas anderes oder eine andere Version zu wechseln. Leute, die mit ihrer Arbeit mit Programmen Geld verdienen, die wechseln in der Regel seltener als welche, die das als Hobby machen. Jede Umstellung kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. ;)

    Kann ich gut verstehen. Hab mich im Laufe der Zeit auch an Photoshop gewöhnt. Die Einarbeitungszeit war nicht ohne. Hab dann auch mal Affinity ausprobiert, aber wenn man weiß wo die Buttons im Programm sind welches man immer verwendet fällt es mir schwer einen Haufen Zeit abermals hinein zu stecken, die ich auch kreativ mit dem gewohnten Programm verbringen könnte.

    Linux würde mich schon reizen, aber dort müsste ich neben dem neuen OS auch gleich viele neue Programme lernen wenn ich nicht auf meinem 10 Jahre alten Rechner auf Wine/Virtuelles Win zurückgreifen möchte. Und ich weiß nicht ob der alte Rechner so viel Ressourcen hat um am Ende vernünftig damit arbeiten zu können.