D7810G sind mittlerweile sehr rar geworden, ebay z.B. findet aktuell gar keine und was die div. Broker-Seiten so auspucken, ist mit Vorsicht zu geniessen, insb. wenn Hongkong resp. China mit im Spiel ist...
Aber wenn das RS232-serielle Interface ohne Puffer auch ohne Microcontroller auskommt, dann ist das doch ein sehr gutes Zeichen, denn dann spricht der Drucker intern RS232 (vemutlich aber -wie der C64 auch!- mit TTL Pegel!) und wenn man dieses Primitiv-Modul klont (und eines der vielen Pegelwandler-Module für den Userport hernimmt, vom VC-1011A bis hin zu dem, was mit dem "Volks-"Btx-modem seinerzeit von 1&1 mitgeliefert wurde), oder aber rausfindet, ob die Pegel stimmen und es dann direkt an die auch am User-Port verfügbare RS232 des C= hängt- sollte es doch schon vergleichbar einfache Lösungen für VC20 und C64 geben, ohne Zeichensatz-Adaption natürlich, aber immerhin.
Aber auch externe Lösungen sind hier denkbar, hat doch schon das gute alte Interpod für den VC20/64 neben der Wandlung von seriellen IEC auf den parallelen, GPIB-artigen IEC der "großen" CBM Rechner auch ein RS232 Interface in Senderichtung, also speziell für Drucker mit an Board.
So ein RS232-Anschluss (Druckerseitig) wäre auch für die wirklich universelle Verwendung des Druckers dann ein echter Pluspunkt, da viele exotische Systeme und "embedded" Lösungen damals wieauch heute noch, z.b. in Messgeräten, Steuerungen, Telefonanlagen etc. gerne RS232 haben, Centronics eher selten, IEC wenn dann nur parallel HP/GPIB und selbst dann selten mit Druckern nutzbar...
(wobei erwähnt werden sollte, das man -sofern keine anderen Geräte dranhängen- ein paralleler IEC sich relativ einfach zu einem Centronics umrüsten lässt, ganz ohne Software-Anpassung, nur mit ein paar TTL, die die Handshake-Signale anpassen! (im auch ansonsten sehr lesenswerten Buch "PET and the IEEE488 Bus" steht, wie es im Detail geht, hab ich hier auch schon mal als Ausschnitt hochgeladen (nur wo.... verd.... Suchfunktion!)
Ansonsten bin ich auch der Meinung, das man mit einem der damals ja durchaus weit verbreiteten "universellen" IEC-Centronics Interfaces wie von W&T, Data Becker etc. besser fährt, als dieses doch recht spezifische Epson-Modul nach zu bauen und dann ewig nach dem passenden Controller zu suchen (dürfte auch nicht ganz billig werden dann...) Denn der D7810 war quasi der Entwicklerchip, der komplett externes ROM brauchte und schon lt Datenblatt nur für Prototypen und Kleinserien Verwendung finden sollte, in Serienprodukten der damaligen Zeit (z.b. in sehr vielen Kopierern verschiedenster Marken) findet sich aber dann meist die Maskenrom-Version D7811, welche aber dadurch nen festen Einsatzzweck hat und nicht (oder nur mit Einschränkungen verwendbar wäre, sofern man das interne ROM extern abschalten kann...).