Epson LX 800 mit 6pin DIN Buchse

Es gibt 60 Antworten in diesem Thema, welches 7.871 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Dezember 2024 um 13:19) ist von andi6510.

  • D7810G sind mittlerweile sehr rar geworden, ebay z.B. findet aktuell gar keine und was die div. Broker-Seiten so auspucken, ist mit Vorsicht zu geniessen, insb. wenn Hongkong resp. China mit im Spiel ist...

    Aber wenn das RS232-serielle Interface ohne Puffer auch ohne Microcontroller auskommt, dann ist das doch ein sehr gutes Zeichen, denn dann spricht der Drucker intern RS232 (vemutlich aber -wie der C64 auch!- mit TTL Pegel!) und wenn man dieses Primitiv-Modul klont (und eines der vielen Pegelwandler-Module für den Userport hernimmt, vom VC-1011A bis hin zu dem, was mit dem "Volks-"Btx-modem seinerzeit von 1&1 mitgeliefert wurde), oder aber rausfindet, ob die Pegel stimmen und es dann direkt an die auch am User-Port verfügbare RS232 des C= hängt- sollte es doch schon vergleichbar einfache Lösungen für VC20 und C64 geben, ohne Zeichensatz-Adaption natürlich, aber immerhin.

    Aber auch externe Lösungen sind hier denkbar, hat doch schon das gute alte Interpod für den VC20/64 neben der Wandlung von seriellen IEC auf den parallelen, GPIB-artigen IEC der "großen" CBM Rechner auch ein RS232 Interface in Senderichtung, also speziell für Drucker mit an Board.

    So ein RS232-Anschluss (Druckerseitig) wäre auch für die wirklich universelle Verwendung des Druckers dann ein echter Pluspunkt, da viele exotische Systeme und "embedded" Lösungen damals wieauch heute noch, z.b. in Messgeräten, Steuerungen, Telefonanlagen etc. gerne RS232 haben, Centronics eher selten, IEC wenn dann nur parallel HP/GPIB und selbst dann selten mit Druckern nutzbar...

    (wobei erwähnt werden sollte, das man -sofern keine anderen Geräte dranhängen- ein paralleler IEC sich relativ einfach zu einem Centronics umrüsten lässt, ganz ohne Software-Anpassung, nur mit ein paar TTL, die die Handshake-Signale anpassen! (im auch ansonsten sehr lesenswerten Buch "PET and the IEEE488 Bus" steht, wie es im Detail geht, hab ich hier auch schon mal als Ausschnitt hochgeladen (nur wo.... verd.... Suchfunktion!)


    Ansonsten bin ich auch der Meinung, das man mit einem der damals ja durchaus weit verbreiteten "universellen" IEC-Centronics Interfaces wie von W&T, Data Becker etc. besser fährt, als dieses doch recht spezifische Epson-Modul nach zu bauen und dann ewig nach dem passenden Controller zu suchen (dürfte auch nicht ganz billig werden dann...) Denn der D7810 war quasi der Entwicklerchip, der komplett externes ROM brauchte und schon lt Datenblatt nur für Prototypen und Kleinserien Verwendung finden sollte, in Serienprodukten der damaligen Zeit (z.b. in sehr vielen Kopierern verschiedenster Marken) findet sich aber dann meist die Maskenrom-Version D7811, welche aber dadurch nen festen Einsatzzweck hat und nicht (oder nur mit Einschränkungen verwendbar wäre, sofern man das interne ROM extern abschalten kann...).

  • Warum DIP4 auf ON?

    Kann ich erstmal nichts zu sagen :wink: .

    Ich hatte nie und habe auch heute keinen LX-800 oder LQ 500. Diese Belegung stammt aus dem Handbuch von GeosLQ (da wo auch die Druckertreiber herkommen). Diese Belegung gilt demnach für das Epson LX-800-Interface. Gehe davon aus, daß die Autoren damals wußten, was sie schreiben....

    Gruß

    Werner

  • Ich habe keine DIP-Schalter Einstellungen in meinem GeosLQ Handbuch gefunden (Anleitung Version 1.2d). Hast du eine andere Version?

  • Aha, der LX-800 hat DIP Switches auf dem Mainboard. Und zwar einen 8er und einen 4er Block. Und diese beiden sind in der GeosLQ Anleitung erwähnt.

    Die DIP switches auf dem Commodore Interface können ganz anders belegt sein.

    So wie ich das aus dem Manual aus Post Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sehe, müssten das dann folgende Einstellungen für das Interface sein:

    1 - ON Geräteadresse 4

    2 - ON EPSON-Befehlssatz

    3 - ON NLQ, egal für GEOS, da Grafikdruck

    4 - OFF LX-800

    5 - OFF egal für GEOS, da Grafikdruck

    6 - OFF HEXDUMP AUS (Commodore Interface verfälscht Ausgabe), für GEOS aber auch erst einmal egal.

    7 - ON egal für GEOS, da Grafikdruck

    8 - ON egal für GEOS, da Grafikdruck

    Dip 5,7 und 8 bestimmen den Zeichensatz (im nicht Grafik-Modus). Ich habe mal Deutsch ausgewählt (OFF ON ON). Je nach Anwendung kann aber ein anderer geeigneter sein z.B. USA (ON ON ON).

  • Und diese beiden sind in der GeosLQ Anleitung erwähnt.


    Die DIP switches auf dem Commodore Interface können ganz anders belegt sein.

    ... und sind in dieser Anleitung (liegt mir im Original vor) auf Seite 16 oben beschrieben .....

  • Jetzt funktioniert es! Den Druckertreiber hätte Ich ohne deinen Hinweis niemals gefunden ^^

    (Mit dem MPS-Treiber lief der LX-800 auch im Commodore Modus.)

  • Jetzt funktioniert es!

    Freut mich zu hören :wink: .

    Falls Du doch nochmal mit dem parallelen Anschluß des Druckers experimentieren willst, dann melde Dich. GeosLQ enthält natürlich auch Druckertreiber dafür. Einfach melden .....

    Nur um zu wissen, ob es einen Unterschied macht, kannst Du mal DIP-Schalter 4 auf OFF schalten und schauen was passiert? Danke.

    Gruß

    Werner

  • Nein, gar nicht, ich habe einen in der Bauform wie auf dem Foto und einen in der anderen Gehäusevariante abzugeben. Wenn Interesse besteht, am besten per Konversation anschreiben.

    Bei einem Nachbau kann man sicherlich auch noch einen Pufferspeicher integrieren. Ist höchstens die Frage, wieviel der Kontroller maximal unterstützen würde.

    Nach Datenblatt müßte wohl knapp 64 kB möglich sein, abhängig davon, wie groß bzw. klein man den EPROM-Inhalt bekommt.

    Mal schauen. Im Moment habe ich sowieso keine Zeit mich um einen Nachbau zu kümmern. Das müsste jemand anderes machen.

    Der Epson Drucker lässt sich meiner Erinnerung nach recht einfach um 32k zusätzliches RAM erweitern. Zumindest glaube ich, das bei meinem gemacht zu haben. Ohne jetzt in die Software für das Interface einzusteigen, dürfte es schwierig werden, extra RAM auf der Interfaceplatine unterzubringen.

    Könnte aber auch sehr einfach sein, da die Platine neben dem EPROM bereits lötaugen hat. Die müßte man mal durchmessen. Ansonsten wären 60 kB Puffer schon ganz nett. Externe Interfaces haben das meist nicht.

  • Ich hatte mehrere Angebote gesehen. Gibt den auch in 2 Gehäusevarianten. Das erhöht gleich die Wahrscheinlichkeit, was zu bekommen. Die könnte man auch gleich per Multipad-Lösung auf der Platine vorsehen, wenn man die Arbeit in die Hand nimmt und einen Nachbau plant.

  • Ja, jetzt habe ich die Einstellungen auf S.16 auch gefunden...

    Wobei es mich schon wundert.

    Im Interface Handbuch ist ja nun nicht beschrieben, was der Switch genau bewirkt. Zumindest nicht auf den beiden gescannten Seiten.

    Aber solange es funktioniert, ist es ja prima. :thumbup:

  • Ich hatte mehrere Angebote gesehen. Gibt den auch in 2 Gehäusevarianten. Das erhöht gleich die Wahrscheinlichkeit, was zu bekommen. Die könnte man auch gleich per Multipad-Lösung auf der Platine vorsehen, wenn man die Arbeit in die Hand nimmt und einen Nachbau plant.

    Hier bekommst Du welche angeboten:

  • Die könnte man auch gleich per Multipad-Lösung auf der Platine vorsehen

    Ja, damit kann man sich tagelang spielen, 64pins und mal im Zickzack, mal gerade, das könnte richtig in Arbeit ausarten, dazu noch das Sockel-Problem, denn für die ZIP-artigen, pseudo-4-reihigen Gehäuse sind auch Sockel sehr rar, bei den Geraden könnte vielleicht das passen, was auch für die C64-SPLA der späten Modelle passt, oder gar die vom 68K, hab mir das Rastermaß nicht angesehen...

    Wobei ich persönlcih ja durchaus IMMER einlöten empfehle *), die meisten gesockelten Chips sterben unnötig früh, weil mal die Masseleitung kurz potentialmäßig in der Luft hängt und es dann zum Latchup über ungewollte Ableitpfade kommt.

    Nur muss man dann eben auch ordentllich löten können, das ist einerseits auch Übungessache und in unserem Alter Ü40++ zunehmend auch eine Herausforderung hinsichtlich Sehkraft und Tremulus...

    Hab gesehen, das eine Variante namens D7810HG besser verfügbar ist, aber ob die wirklich passt, das wäre zu klären, NEC-Datenblätter waren -sofern überhaupt verfügbar immer schon recht kryptisch... Die NEC D78xx Serie war/ist ja sehr weit verbreitet in der Industrie, aber da werkeln teils ganz unterschiedliche, meist von Vorbildern wie Z80/I808x, aber eben auch mal von anderswo "inspirierte" Cores drin, der Z80 hiess dort übrigens D780. (NEC ist heute Teil von Renesas)

    Interessant wäre, ob die IEC-Variante rein von der PCB her sich auch als aktive RS232-Variante nutzen lässt, sieht mir sehr nach mehreen Bestückoptionen aus, Sockel für RAMs (vermutlich 6116/6264, viell. sogar 62256), Pegelwandler (hochstwahrscheinlich 1488/89) und auch Sub-D25 Steckverbinder scheinen ja schon im Layout vorhanden zu sein.

    Das könnte man dann in einem Redesign vielleicht wirklich intelligent so lösen, das beides parallel bestückt und mittels ROM-Adresspins dann umschaltbar ist, eventuell muss man aber auch die Treiber und RAMs dann passend entkoppeln, üblicherweise auf Logikebene über deren /CS resp /OE, notfalls aber auch über Analog-Schalter wie 405x oder 4066...

    Denn C= und IEC in allen Ehren, aber RS232 ist eben deutlich weiter verbreitet und würde die Nutzbarkeit der Drucker deutlich erhöhen (wenn bislang nur mit Centronics ausgestattet..)

    Inwieweit GEOS mit RS232 Druckern umgehen kann, weiß ich nicht, GEOS war NACH meiner C= Zeit...


    *) OT:

    Diese versetzten Gehäuse waren auch u.a. bei den frühen Modem-Chipsätzen von Rockwell etc recht verbreitet (die in den damals boomenden Faxgeräten verbaut waren) die waren echt ne Herausforderung beim Auslöten im Reparaturfeld, weil irgendwo verklemmte sich da immer unbemerkt ein Pin und riss dann beim rauspulen Lötauge und Leiterbahn mit sich, selbst das brutale Abzwicken der einzelnen Pins VOR dem Entlöten war aufgrund der Anordnung mit den damaligen "Standardgröße"-Werkzeugen nicht ganz ohne und forderte auch viele Kollateralschäden, d.h. unnötig geopferte, "unschuldig" getötete ICs...

  • Hallo,

    ich habe mir noch einmal ein paar Gedanken zu den DIP-Einstellungen des CBM-Interfaces im Epson LX-800 und denen im LX-800 direkt gemacht.

    Nachdem ich die Bilder in Posting Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. genauer angesehen habe, ist mir aufgefallen, daß theoretisch eine Einstellung gegenüber meiner Liste in Posting Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. aus der GeosLQ-Anleitung ( Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ) geändert werden sollte. Das betrifft Schalter 5. Setzt man den auf OFF, schaltet man die druckerinterne Schriftart auf Deutsch um.

    Das hat durchaus auch für Geos Bedeutung. Geos (GeoWrite z.B.) kann auch im Text-Modus (NLQ) drucken. Das geht sehr schnell und sieht ganz gut aus. Dafür werden druckerinterne Schriften genutzt. Für normale Briefe oder ähnliches reicht das völlig. Deshalb sollte DIP 3 auch auf OFF (für NLQ; bessere Druck-Qualität) stehen.

    Schalter 4 müßte wie schon erwähnt ausprobiert werden, was der bewirkt ...

    Nun gibt im LX-800 direkt auch noch 2 DIP-Schalter-Leisten. Hier gilt das gleiche wie schon beschrieben. Das GeosLQ-Handbuch sagt dazu:

    1. Reihe: 1 - ON, 2 - ON, 3 - OFF, 4 - ON, 5 - ON, 6 - OFF, 7 - ON, 8 - ON

    2. Reihe: 1 - ON, 2 - OFF, 3 - OFF, 4 - ON

    Meiner Meinung nach sollte Schalter 1-5 ON (NLQ) und die Schalter 1-6, 1-7 und 1-8 auf ON - OFF - ON (Deutsch) stehen.

    Die Bedeutung dieser internen Schalter habe ich im Internet gefunden. Man suche einfach mal nach "Epson LX-800 Anleitung" :wink: .

    Ich habe so ein englisches Service-Manual für den LX-800 als PDF gefunden (ca. 2,4 MB), das u.a. die DIP-Schalter erklärt. Das Dokument habe ich hier mal gezippt angehängt.

    Gruß

    Werner

  • Schalter 4 OFF (für LQ-500 Modus) scheint nichts zu bewirken. An Geos-Druckertreibern habe ich low und medium aufprobiert, funktioniert beides super.

    In geowrite funktionieren die Druckoption 'High' und 'draft' wie sie sollen. Aber 'NLQ' druckt nicht im grafischen Modus, mit simplen Buchstaben.

  • Aber 'NLQ' druckt nicht im grafischen Modus, mit simplen Buchstaben.

    Das ist ja der Sinn der Sache. Da wird im Text-Modus gedruckt, Grafiken werden nicht gedruckt. Deshalb sind auch die Einstellungen für die deutschen Schriftarten im Drucker und der NLQ-Modus im Drucker so wichtig. (NLQ - bessere Qualität, deutsche Fonts wegen der Umlaute). Und noch ein Hinweis: Wenn man NLQ in Geowrite nutzt, sollte als Font COMMODORE_GE benutzt werden.

    Gruß

    Werner

  • Nachtrag :wink: :

    Schalter 4 OFF (für LQ-500 Modus) scheint nichts zu bewirken.

    Solange wir keine ausführlichere Erklärung der Funktion dieses Schalters haben, sollte man ihn auf LX-800 stellen.

    Grund: Die Drucker sind unterschiedlich. So hat der LQ-500 z.B. wohl 2 druckerinterne Schriften und der LX-800 wohl nur eine. Irgendwann könnte das zu Problemen führen, weil ein falscher Befehl gesendet wird ......

    Gruß

    Werner

  • Hab den Schalter wieder auf ON gesetzt.

    Was mir noch auffällt ist das der Drucker ständig meinen IEC Bus einfriert. Mein sd2iec Laufwerk steht dann still und nichts bewegt sich. Ich habe noch kein Muster erkannt. Mal wenn der Drucker an ist, oder selbst wenn er aus ist. Wenn ich ihn dann ein oder ausschalte geht es wieder weiter. Manchmal muss ich sogar das DIN Kabel ziehen. Weisst du was da los ist?

  • das is "normal", dass ein ausgeschaltetes Laufwerk oder Drucker oder "whatever" den IEC-Bus blockiert ...richtige Reihenfolge wäre: ALLE am Bus angeschlossenen Geräte einschalten, warten, bis alle Ready sind ..DANN den C64 starten!

    sollte es trotzdem Probleme geben, so resultiert das daraus, dass der Bus zu stark belastet wird durch die einzelnen Pull-Down-Widerstände, die sich potenzieren, wenn alle Geräte am Bus hängen ...

    Bobbel hat Abhilfe:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    und NIE ein ausgeschaltetes Gerät ab Bus, solange der C64 läuft;)

  • das is "normal", dass ein ausgeschaltetes Laufwerk oder Drucker oder "whatever" den IEC-Bus blockiert ...richtige Reihenfolge wäre: ALLE am Bus angeschlossenen Geräte einschalten, warten, bis alle Ready sind ..DANN den C64 starten!

    sollte es trotzdem Probleme geben, so resultiert das daraus, dass der Bus zu stark belastet wird durch die einzelnen Pull-Down-Widerstände, die sich potenzieren, wenn alle Geräte am Bus hängen ...

    Bobbel hat Abhilfe:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    und NIE ein ausgeschaltetes Gerät ab Bus, solange der C64 läuft;)

    Aaaah ok, das wusste ich nicht, danke! :thumbsup: