EPROMmer für den "Heimgebrauch"

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema, welches 11.100 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Februar 2007 um 19:15) ist von ^TePe^.

  • :D Das war ja nur ne Frage der Zeit, bis der Willem Progger vorgeschlagen wurde... Den kenne ich. Vor etwa zwei Jahren hatte ich mir so einen selbst gebaut. Er machte leider bei mir immer wieder seltsame Fehler - liegt unter Umständen daran, dass ich damals Komponenten aus alten, defekten Geräten ausgelötet und 'recycelt' habe.

    Ich habe mir jetzt mal den Eprommer von Batronix und den, der JerryMaus empfohlen hat, zur Ansicht und Probe bestellt. Mal sehen, welcher mir besser gefällt, denjenigen behalte ich...

  • Naja, Galep und Willem kann man gar nicht direkt vergleichen. Der Galep ist ein Profigerät zum entsprechenden Preis. Wer täglich mit so einem Gerät arbeit für den rechnet sich das.
    Der Willem und auch der Batronix sind "nur" Hobbygeräte.Da macht es dann auch nichts wenn das ändern des Chips mal ein paar Minuten dauert.
    Mein Willem,kein Bausatz, hat mit TSOP und einigen anderen Adaptern nicht soviel gekostet wie für den GALEP der TSOP Adapter alleine.
    Das Programmieren des Intelflashs der DBOX2 war damit ein Kinderspiel.

    Grüße

    Dirk

  • Vor einigen Tagen ist der (Freitag letzte Woche) ist ein Paket der Firma Batronix angekommen. Freude Herrscht - leider habe ich das Paket erst am Dienstag auf meinem Schreibtisch gesehen...

    Das ist nur ein kleiner "Vorbericht", da sich hier die Arbeit stapelt - ein richtiger Test kommt an einem der folgenden Wochenenden.

    Aufmachung und erster Eindruck

    Das Paket ist sehr gut verpackt - die Schachtel mit dem Brenner steckt in einer gut gepolsterten Transoprtkiste, nichts ist irgendwie geschädigt. In der Transportkiste findet sich neben der Schachtel ein Lieferschein, auf dem die Üblichen Auflagen für das Demogerät stehen. Soweit uninteressant.

    Die Schachtel macht einen stabilen Eindruck, sie sieht im Vergleich zum Foto des Gerätes auf der Webseite ziemlich gross aus. Die ersten beiden kleinen Negativpunkte offenbart die Verpackung: Beim Öffnen der Schachtel hätte ich beinahe ein Stück abgerissen, da die Lasche, die die Schachtel zusammenhält, in der Mitte einer langen Kante angebracht ist. Mit einem Schraubenzieher könnte man den Deckel anheben, dummerweise Steckt zwischen Deckel und darunterliegendem Karton die die Treiber-CD. Mit ein bisschen Geschick und einer Frau konnte die Schachtel schlussendlich geöffnet werden.

    Die CD sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, bei näherem Hinsehen wird aber klar, dass der Datenträger nicht aus einer Presse, sondern aus einem normalen Brenner mit anschliessendem Bedruck in einem Labeldrucker stammt. Das mag nichts heissen, aber den bitteren Geschmack von "mieser Software" zieht so ein Datenträger, vor allem in meinem Beruf, doch immer mit sich.

    Der Inhalt überrascht. Man findet neben dem Brenner ein passendes USB-Kabel. Der Brenner ist nicht sehr gross, doch sieht die Verarbeitung sehr stabil aus. Das Gehäuse besteht überaschenderweise aus stabilem Aluminium, der ZIF-Sockel macht einen stabilen Eindruck.

    Wünschenswert wäre hier eine Packungliste, sowie ein Adapter für ein optionales Netzteil, da auf gewissen Computern die USB-Schnittstelle höchstwarscheinlich zu wenig Strom für den Brenner liefern (z.B. der Compaq TC1100) wird.

    Treiber und Software

    Angeschlossen wird der Brenner in eine beliebige USB2-Schnittstelle, die Treiber-Installation geht problemlos von statten. Die beigefügte Software "Prog-Express" ist auch schnell und problemlos installiert. Auf der CD befindet sich ebenfalls noch die Software "Prog Express" in den Versionen 6 und 2006, welche aber noch nicht installiert wurde. Die Software wurde vorerst nur auf Windows getestet.

    Die Aufmachtung der Software kann man in einem Wort beschreiben: Bunt. Die wichtigsten Funktionen (Schreiben, Lesen, Serienproduktion, Hex-Editor) sind per Icons zu erreichen, und machen einen vernünftigen Eindruck.

    Der erste Test

    Schnell ein 27C1000 aus einem alten CD-Rom gezogen und in den ZIF-Sockel eingesteckt. Die Software wurde gestartet, und die Funktion "Lesen" gewählt. Der Brenner wurde von der Software erkannt, und ich sollte den Eprom-Typ angeben. Dies kann man entweder über eine Liste mit Suchfunktion tun, oder über einen Button "Autoerkennung". Da ich zu Faul war, den Eprom aus der Liste zu suchen, benutze ich die Autoerkenn-Funktion .

    Das Eprom wurde erkannt, und konnte gelesen werden. Millisekunden später wurde mir das ausgelesene Eprom im Hex-Editor präsentiert - es funktioniert!

    Den gleichen Versuch machte ich insgesammt mit 6 Eproms, von 5 Herstellern. Es wurden 3 Erkannt, 5 konnten gelesen werden. Vor allen ältere Typen, bsp. 2764K von Intel, 1985, wurden nicht erkannt, also habe ich einen möglichst kompatiblen Typen aus der Liste ausgewählt. Das Eprom, welches nicht gelesen werden konnte, stellte sich nachträglich als Defekt heraus.

    Da im Manual steht, dass die Firma Batronix auf Wunsch kostenlos weitere Eproms in die Software zu implementieren würde, wenn man Ihnen einige Parameter der Bausteine angibt, habe ich heute Nacht ein Mail aufgesetzt.

    Erstes Fazit

    Im ersten Test gefällt der Brenner. Wesentlich einfacher zu bedienen als seine grossen Brüder. Die Software ist um längen Besser als der Datenträger, auf dem sie ausgeliefert wurde. Die Eproms aus 64er und 1541 (Exos und Speeddos glaube ich) wurden richtig gelesen.

    --

    Einer der nächsten Tests wird eine PLA und ein Amiga 2.04 Kickrom sein. Den Kickrom-Baustein habe ich vor ein paar Wochen aus versehen kaputt gemacht.

  • Kann mich s2k nur anschließen. Ich habe den Batronix B32 Bartupo. Ist ein feines, kleines Gerät um mal eben ein Eprom zu brennen.

    Kleinere Probleme gab es nur mit dem USB-Anschluss am PC. Bei einigen USB-Anschlüssen wollte er nicht so recht. Ich führe das auf die mangelnde Stromversorgung zurück. Am HUB geht er nur, wenn ein zusätzliches Netzteil den HUB mit Strom versorgt.

    Der Auto-Identify der Eproms funktioniert bei den älteren 27x so gut wie überhaupt nicht, da die Hersteller die Eproms wohl nicht gebrandet haben.

    Ausgelesen habe ich schon eine Menge. Der Hex-Editor erfüllt völlig seinene Zweck. Man kann diverse BIN-Dateien zusammenfügen, komplette Änderungen an den Daten vornehmen etc. Auch das Brennen ist simpel. Einfach Datei auswählen, Eprom Typ bestimmen und los gehts.

    Mit EEproms gab es ein kleines Problem. Beschrieben hat er sie ohne Probleme, aber löschen konnte er sie nicht mehr. Es kam immer einer Fehlermeldung "Der Löschvorgang ist fehlgeschlagen". Nicht wirklich aussagekräftig.

    Ich werde dazu auch nochmal den Support befragen.

    Alles in allem ist das ein guter, preiswerter Brenner für den PC. Ich habe den Kauf bisher nicht bereut.

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  • Zitat

    Original von s2k
    Den gleichen Versuch machte ich insgesammt mit 6 Eproms, von 5 Herstellern. Es wurden 3 Erkannt, 5 konnten gelesen werden. Vor allen ältere Typen, bsp. 2764K von Intel, 1985, wurden nicht erkannt, also habe ich einen möglichst kompatiblen Typen aus der Liste ausgewählt. Das Eprom, welches nicht gelesen werden konnte, stellte sich nachträglich als Defekt heraus.

    Achtung!

    Die Autoerkennung von EPROMs funktioniert durch Anlegen der Brennspannung (12V) an den Adresspin A9! Das EPROM antwortet dann mit seiner Kennung in Adressen xxx0 und xxx1. Aber nicht alle EPROMs unterstützen die Erkennung, vor allem die älteren Exemplare nicht. Da kann es dann sein, dass das EPROM durch das Anlegen der 12V Spannung zerstört wird!

    Vielleicht war das EPROM vor dem Erkennungsversuch also noch in Ordnung ...

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • x1541: Das würde dann bedeuten, dass man sich nie sicher sein kann, ob man nicht doch ein Eprom mit der Auto-Identify-Methode über den Jordan schickt, oder? Wundert mich nur, dass in der Beschreibung vom Batronix nicht darauf eingegangen wird. :nixwiss:

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  • In anderen Eprommer Anleitungen habe ich die Warnung schon gelesen :)

    Es dürfte relativ sicher sein die 27Cxxx Reihe und eventuell auch die 12.5V Typen mit Autoerkennung zu behandeln. Bei 21V NMOS Typen wäre ich mal sehr sehr vorsichtig.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Na dann auf jeden Fall danke für den Tip. Ich bin dann etwas vorsichtiger. Hast Du eventuell ´ne Ahnung, warum es bei einem ATMEL EEPROM (28256) Probleme beim Löschen geben könnte? Beschrieben hat er ihn wunderbar. Ich kann mir das nicht so ganz erklären.

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  • Der Hinweis über die Gefahren (12 - 12.5V auf A9) beim Auto-Identify steht irgendwo im Handbuch zum Batronix-Brenner. Ich weiss nur nicht mehr wo, bzw. in welchem... Ich hab es jedenfalls gesehen.

    Das kaputte Eprom war ein 27C1001, ein zweites vom gleichen Typ (und gleicher Hersteller) konnte problemlos gelesen werden. Ich gehe mal davon aus, dass das Eprom schon vorher kaputt war. Beim ersten Test habe ich die Eproms aus Geräten von unserer E-Schrott-Tonne gezogen...

  • Hab mir grad nen Tiny Eprommer gebaut und nu gleich Fragen:

    1. Kann ich zum löschen auch eine Schwarzlichtröhre verwenden?

    2. Wenn das Programm beim auslesen und anschliessenden Verify eines EPROMs immer wieder Fehler an unterschiedlichen Stellen findet, ist das EPROM dann wohl hin, oder?

  • Zitat

    Original von CrazyIcecap

    1. Kann ich zum löschen auch eine Schwarzlichtröhre verwenden?

    Nein

    Zitat

    Original von CrazyIcecap
    2. Wenn das Programm beim auslesen und anschliessenden Verify eines EPROMs immer wieder Fehler an unterschiedlichen Stellen findet, ist das EPROM dann wohl hin, oder?

    Möglich, verify beim auslesen ist aber auch sinnfrei da der Inhalt ja nicht geändert werden kann. Der Speicherinhalt im RAM bzw. Eprom sind dann unterschiedlich - könnte auch ein defekt des Brenners bedeuten.

  • Naja, ich habe probeweise ein EPROM ausgelesen und anschliessend ein Verify durchgeführt, um zu sehen, ob der Eprommer auch sauber ausliest. Beim Verify liest er es ja nochmals aus und vergleicht dabei das ausgelesene mit dem Speicher.

    Bei 2 EPROMs war Verify in Ordnung, bei 3 weiteren nicht. Habe es mehrmals getestet. Die spinnenden EPROMs stammen von 3 defekten Grafikkarten, die guten von 2 heilen.

    Thema löschen: worauf kommt es dabei an?

    Ich habe hier z.B. noch eine 250W Phillips Photolita mit recht hohem UV-Anteil, die zum Platinenbelichten verwendet wird. Würde es damit klappen, oder muss ich mir ein Löschgerät kaufen?

  • dazu gibts hier nen eigenen thread ... wie man eprom löscher selber bastelt. mal suchen

    hab mir bei epay ein löschgerät für 28€ inkl versand gekauft.... da das unterm strich noch günsitger war und das teil besser ist.

    bei bedarf kann ich dir den verkäufer nennen

  • Zitat

    Original von CrazyIcecap

    Ich habe hier z.B. noch eine 250W Phillips Photolita mit recht hohem UV-Anteil, die zum Platinenbelichten verwendet wird. Würde es damit klappen, oder muss ich mir ein Löschgerät kaufen?

    Ich habe es auch mit einem UV Gerät zum Platinen belichten probiert, keinen Chance, ist einfach zu langwelliges UV Licht. Im Aquariumhandel gibt es aber UV Röhren die prima funktionieren für weniger als 10 Euro. Die Teile werden zur desinfizierung dort genutzt.

    Den Starter kriegt man aus ner Energiesparlampe.

    TP