Disketten Formatieren Wie?


  • JagdTiger
  • 2263 Aufrufe 22 Antworten

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  • ... oder man ein Laufwerk hat, es kaputt geht und man ein neues braucht.
    ... oder das Laufwerk zu langsam (zu schnell) wurde, und man es deshalb wieder justiert hat.

    Nochmal: Das Spiel mit solchen Disketten entspricht dem russischen Roulette für die Daten. Ok, heutzutage ist jedes Spiel mit Disketten russisches Roulette. ;)

    Gruß,
    - Spiro.
  • Original von Fröhn
    Und ob. Bei Mechaniken, die etwas langsamer drehen, kann das schon mal vorkommen, daß das Ende des letzten Sektors den Anfang des ersten überschreibt. Und ansonsten können einige Fastloader etc extrem langsam werden, wenn die Sektorverteilung nicht stimmt. Ein Beispiel: Das Schreiben einer Disk mit Warpcopy. normalerweise knapp über 30 Sekunden, kann aber durchaus viel länger dauern, wenn die Sektorverteilung nicht stimmt.

    Ok, hab ich nicht bedacht - ich nehm alles zurück und behaupte, dass es bei mir in der Praxis nie zu Problemen geführt hat ;) Aber du meinst Mechaniken, die etwas schneller drehen - oder mach ich jetzt nen Denkfehler? Und der 1. Sector dürfte doch nicht vom Ende des letzten Sectors überschrieben werden, da sind ja dann gerade die meissten Gap-Bytes? Und was meinst du mt Sectorverteilung, da würde ich jetzt die Reihenfolge drunter verstehen (Interleaving etc.) ? Was Warpcopy betrifft: Wenn ich spitzfindig wäre, könnte ich jetzt sagen dass Warpcopy halt nicht sauber programmiert ist. ;)

    Original von strik
    Richtig. Alle nicht-ausmessenden Fast-Formatter gehen davon aus, dass die Floppy mit ziemlich genau der richtigen Drehzahl dreht. Falls das nicht der Fall ist, gibt es Probleme.
    Falls z.B. eine Diskette auf einem langsam drehenden Laufwerk formatiert wurde, nun aber in einem schnell drehenden beschrieben wird kann es wiederum passieren, dass der Datenblock des gerade beschriebenen Sektors den Header des nächsten überschreibt.

    Ok, soweit - so klar. Ich hab mir die Routine vom 1541 Kernal nochmal angesehen: Nachdem der Track vermessen wurde wird die Anzahl der Gap-Bytes nach jedem Sector berechnet, wenn diese grösser als 4 ist wird formatiert. Als 5 Bytes sind (nach Commodore) das Minimum, wenn ich also in meiner Fastformat-Routine 7 Gap-Bytes verwende, sollte das doch nicht zu Problemen führen? Oder anders: Das Problem des unterschiedlichen Speed's verschiedener Laufwerke könnte also in speziellen Fällen auch bei der Original-Formatier-Routine auftreten ?

    Original von strik
    Nicht umsonst treibt cbmcopy (seit OpenCBM 0.4.0) einigen Aufwand, dieses Problem zu entschärfen. Wir hatten einige Reports, dass mit cbmformat formatierte Disketten scheinbar defekt waren, während die ROM-Routine die Disketten richtig formatierte.

    Da fällt mir ein, dass ich da mal einen Artikel drüber schreiben wollte, wieso man das so braucht und wie cbmformat das "richtig" macht.

    Ich hab mir mal Gedanken dazu gemacht: Könnte man nur den 1. Track vermessen und von daher Schlüsse auf den Speed bzw. auf die Gap-Bytes der anderen Tracks ziehen? Das müsste imo eigentlich klappen, vom Zeitaufwand 2-3 sec. - damit könnte man dann ne Disk immernoch in weniger als 20 sec. formatieren. Und kannst du mal kurz anreissen, wie du das gelöst hast?

    Gruss,
    EOR#64

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  • Original von EOR#64
    Ok, soweit - so klar. Ich hab mir die Routine vom 1541 Kernal nochmal angesehen: Nachdem der Track vermessen wurde wird die Anzahl der Gap-Bytes nach jedem Sector berechnet, wenn diese grösser als 4 ist wird formatiert. Als 5 Bytes sind (nach Commodore) das Minimum, wenn ich also in meiner Fastformat-Routine 7 Gap-Bytes verwende, sollte das doch nicht zu Problemen führen? Oder anders: Das Problem des unterschiedlichen Speed's verschiedener Laufwerke könnte also in speziellen Fällen auch bei der Original-Formatier-Routine auftreten ?

    Die Original-Routine will die Spur nicht hundertprozentig ausmesen. Könnte sie auch gar nicht, weil von einer Umdrehung zur nächsten auch schon Schwankungen auftreten können, und bei der (Original-) 1541 passiert es auch, da sie nicht direkt angetrieben ist.

    Das wird dort abgetestet.

    Original von strik
    Ich hab mir mal Gedanken dazu gemacht: Könnte man nur den 1. Track vermessen und von daher Schlüsse auf den Speed bzw. auf die Gap-Bytes der anderen Tracks ziehen? Das müsste imo eigentlich klappen, vom Zeitaufwand 2-3 sec. - damit könnte man dann ne Disk immernoch in weniger als 20 sec. formatieren. Und kannst du mal kurz anreissen, wie du das gelöst hast?

    Ja, der Ansatz ist in etwa das, was cbmformat macht. Der erste Track wird vermessen, danach wird geschrieben. Nach dem Schreiben jedes Tracks wird nochmal getestet, ob die Lücke immer noch richtig ist (benötigt nicht viel Zeit).

    So wird jede Spur mit dem gleichen Gap geschrieben, sofern der Test positiv war. Wobei: Das stimmt nicht ganz, die 1541 hat ja 4 Speed-Zonen. Allerdings kann man von dem Gap in einer Zone auf die Gaps in den anderen Zonen schließen, so dass im Idealfall tatsächlich nur ein einziges Mal die Diskette vermessen werden muss. Wie gesagt, es wird aber immer getestet, ob diese Annahme wirklich richtig ist - im Zweifelsfall wird neu vermessen.

    Gruß,
    - Spiro.