Die Auflage ist das Eine. Man kann das vermutlich auch mit dem allgemeinen Lauf der Dinge begründen, dass ohnehin weniger Printhefte gelesen werden. Allerdings sehe ich auch die Reduktion der Auslage allgemein. Wenn sich die Auswahl immer weiter reduziert, zieht dass auch immer weniger Laufkundschaft an. Wenn meine Ma zu der Fernsehzeitschrift sonst noch eine Landlust-Ausgabe mitgenommen hat, greift sie nicht zb zu Bild der Frau, nur weil es Landlust nicht mehr gibt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich die Großverlage hier konstant das eigene Fundament austrocknen und für kleinere Publikationen gleich mit.
RETRO Gamer wird (doch nicht) eingestellt
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sign-set -
22. Juli 2023 um 10:18 -
Unerledigt
Es gibt 390 Antworten in diesem Thema, welches 83.933 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (
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Ich finde, der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Artikel hat recht: wir als genau definierte Zielgruppe von Retrogeräten sind zwar klein (und werden
lansgam weniger), bleiben aber stabil - sprich: solange treu, solange es qualitativ gute Inhalte gibt - selbst wenn der Preis (moderat) ansteigt.
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Tja, das kommt davon, wenn man seine "Auflage" mit gedruckten Exemplaren bewertet und nicht mit tatsächlich verkauften Exemplaren - denn ob der Händler von 10 bestellten nur 4 verkauft und die restlichen 6 wieder zurückgehen hat mit der "Sichtbarkeit am Kiosk" überhaupt nix zu tun. Er bestellt beim nächsten mal eben nur 5 - was eben die realistische "Auflage" hier ist - das macht die Sichtbarkeit nicht geringer. Ob es wirtschaftlicher für den Verlag ist, dann doch 10 zu drucken und nur 5 auszuliefern, bleibt Aufgabe deren Controller.
Doch, das hat schon was mit der Sichtbarkeit zu tun.
Das ganze ist schon etwas komplexer als... dann bestellt nen Händler halt nur noch 5.
Das geht damit los das der Verlag die Verkaufszahlen erst Monate später hat, das man nicht davon ausgehen kann das jedes Geschäft bei jeder Ausgabe die gleichen Mengen verkauft, ob ein Händler überhaupt die Mengen reduziert und auch umgekehrt... die Menge erhöht, das viele Geschäfte die Mengen gar nicht beeinflussen können, Mindestmengen, Verteilerschlüssel und und und.
Das ist bei diesem Vertriebsweg ein riesiges Problem. Deswegen machen wir das zum Beispiel auch nicht.
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- Interessanter Beitrag
Alles anzeigenIch habs heute auch per Post bekommen. Und ja, da steht eindeutig man wird automatisch in ein t3n-Abo umgewandelt, d.h. man muss aktiv kündigen.
Auch wenn das ganze mit "Möglichkeit anbieten" und "möchten gerne übernehmen" formuliert wird - der Satz "Wenn Sie die Inhalte überzeugen, müssen
Sie nichts weiter tun. Wir wandeln Ihr Retro Gamer-Abo direkt in ein t3n-Abo um" zeigt hier die fiese Falle.
Ich finde, das geht so gar nicht - mal sehen wie ich das dem Verbraucherschutz mitteilen kann.
Argl #%! Echt jetzt? Hab da nur eben dübergelesen. Das ist doch Heise.
Eben überprüft. Ich reg mich jetzt grad mal mächtig auf und hab denen ungefiltert mitgeteilt was ich davon halte.
Danke für den Tip, hätte mich über die t3n gewundert. Für mich völlig uninteressant das Blatt.
Nachdem ich hier ja gelsen habe dass das "automatisch" umgewandelt wird, habe ich mal die letzte Abbuchung zurückgehen lassen. Kein Abo mehr, warum sollten die dann auch abbuchen? Ich habe dann ganz schnell einen Brrief gekommen in dem sie sich beschwert haben dass sie "ihr" Geld nicht bekommen haben (was ihnen ja sowieso nicht mehr zusteht). Daraufhin habe ich jetzt angerufen und der Dame erklärt dass ich kein Abo mehr habe, weil das ja eingestellt wurde und es deshalb auch kein Recht auf eine Bezahlung gibt. Sie wollte mir erst einreden dass ich doch noch das Abo habe und das kündigen müsste. Ich habe ihr dann gesagt dass ich KEIN Abo mehr habe weil sie die Zeitschrift eingestellt haben. Ich habe einen Vertrag mit ihnen für die Retro Gamer, nicht für Donald Duck, die Bild oder sonst irgendwas anderes. Sie meinte dann dass ich ja aber diese T3 bekommen hätte. Ja, ganz schön. Sie haben mir eine Probezeitschrift geschickt, die mich absolut nicht interessiert, aber daraus leitet sich noch lange kein rechtsverbindliches Vertragsverhältniss ab. Danach hat sie dann gemeint, ich kann die Mahnung ignorieren und das Abo wird storniert.
Sicherheitshalber habe ich mir noch ihren Namen notiert und auch Datum und Uhrzeit wann ich mit ihnen gesprochen habe. Mal sehen ob sie es tatsächlich probieren sollten, jedenfalls habe ich noch keine Benachrichtigung für die Kündigung bekommen.
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Alles anzeigenAlles anzeigen
Ich habs heute auch per Post bekommen. Und ja, da steht eindeutig man wird automatisch in ein t3n-Abo umgewandelt, d.h. man muss aktiv kündigen.
Auch wenn das ganze mit "Möglichkeit anbieten" und "möchten gerne übernehmen" formuliert wird - der Satz "Wenn Sie die Inhalte überzeugen, müssen
Sie nichts weiter tun. Wir wandeln Ihr Retro Gamer-Abo direkt in ein t3n-Abo um" zeigt hier die fiese Falle.
Ich finde, das geht so gar nicht - mal sehen wie ich das dem Verbraucherschutz mitteilen kann.
Argl #%! Echt jetzt? Hab da nur eben dübergelesen. Das ist doch Heise.
Eben überprüft. Ich reg mich jetzt grad mal mächtig auf und hab denen ungefiltert mitgeteilt was ich davon halte.
Danke für den Tip, hätte mich über die t3n gewundert. Für mich völlig uninteressant das Blatt.
Nachdem ich hier ja gelsen habe dass das "automatisch" umgewandelt wird, habe ich mal die letzte Abbuchung zurückgehen lassen. Kein Abo mehr, warum sollten die dann auch abbuchen? Ich habe dann ganz schnell einen Brrief gekommen in dem sie sich beschwert haben dass sie "ihr" Geld nicht bekommen haben (was ihnen ja sowieso nicht mehr zusteht). Daraufhin habe ich jetzt angerufen und der Dame erklärt dass ich kein Abo mehr habe, weil das ja eingestellt wurde und es deshalb auch kein Recht auf eine Bezahlung gibt. Sie wollte mir erst einreden dass ich doch noch das Abo habe und das kündigen müsste. Ich habe ihr dann gesagt dass ich KEIN Abo mehr habe weil sie die Zeitschrift eingestellt haben. Ich habe einen Vertrag mit ihnen für die Retro Gamer, nicht für Donald Duck, die Bild oder sonst irgendwas anderes. Sie meinte dann dass ich ja aber diese T3 bekommen hätte. Ja, ganz schön. Sie haben mir eine Probezeitschrift geschickt, die mich absolut nicht interessiert, aber daraus leitet sich noch lange kein rechtsverbindliches Vertragsverhältniss ab. Danach hat sie dann gemeint, ich kann die Mahnung ignorieren und das Abo wird storniert.
Sicherheitshalber habe ich mir noch ihren Namen notiert und auch Datum und Uhrzeit wann ich mit ihnen gesprochen habe. Mal sehen ob sie es tatsächlich probieren sollten, jedenfalls habe ich noch keine Benachrichtigung für die Kündigung bekommen.
Einfach nochmal per Mail kündigen, habe ich auch und den zuviel bezahlten Betrag wurde mir sofort zurücküberwiesen und die Kündigung per Mail bestättigt - schaden tut es nicht wenn man formlos kündigt.
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FYI: Meine Kündigung (eMedia) per Mail hat ca. 14 Tage gedauert, bis ich eine Bestätigung bekommen habe.
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Die Auflage ist das Eine. Man kann das vermutlich auch mit dem allgemeinen Lauf der Dinge begründen, dass ohnehin weniger Printhefte gelesen werden. Allerdings sehe ich auch die Reduktion der Auslage allgemein. Wenn sich die Auswahl immer weiter reduziert, zieht dass auch immer weniger Laufkundschaft an. Wenn meine Ma zu der Fernsehzeitschrift sonst noch eine Landlust-Ausgabe mitgenommen hat, greift sie nicht zb zu Bild der Frau, nur weil es Landlust nicht mehr gibt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich die Großverlage hier konstant das eigene Fundament austrocknen und für kleinere Publikationen gleich mit.
Naja, ja und nein.
Ich habe wenig Ahnung vom Verlagswesen, kann mir aber vorstellen, dass der Retro Markt (genauso wie Nicht-E-MTB's) dahin geht wo er hergekommen ist: Nische.
Und eine Zeitschrift in jedem Bahnhof und Kiosk für immer weniger Kunden bereit zu halten endet mit hoher Auflage ohne Absatz nur um die paar restlichen potentiellen Kunden zu treffen.
Dann leider Abo oder elektronisch. Nennt mich von gestern aber ich liebe es auf Papier zu lesen. Nach zig Versuchen mit Kindle, Handy, Tablet, Online und und und: Ich komm damit nicht klar, will die Haptik. Zumindest Stories, Magazine die nicht schon bei Klick der Veröffentlichung völlig veraltet sind. (Hihi-> Wird eine Retro Zeitung wieder neu wenn sie dann doch nicht mehr veralten kann?)
Vielleicht auch wegen dem Sammeln. Online (Daten) sammeln ist Mist.
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- Offizieller Beitrag
Hatte das Abo bei Heise.
Eingeloggt, Abo gekündigt, ein paar Minuten später Bestätigung per Email, 2 Tage später Gutschrift vom Restabo auf dem Konto.So einfach kann es sein...
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Ich werde mir jetztz wieder wie früher die englischen Ausgabe der RetroGamer am Bahnhofskiosk holen, z.B. in Stuttgart am Bahnhof gab es die damals noch, aber jetzt ist da Stuttgart21-Baustelle ....
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Hatte das Abo bei Heise.
Eingeloggt, Abo gekündigt, ein paar Minuten später Bestätigung per Email, 2 Tage später Gutschrift vom Restabo auf dem Konto.So einfach kann es sein...
Danke! Genauso habe ich es auch gemacht, ging Ratz Fatz, kaum Aufwand.
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Ich werde mir jetztz wieder wie früher die englischen Ausgabe der RetroGamer am Bahnhofskiosk holen, z.B. in Stuttgart am Bahnhof gab es die damals noch, aber jetzt ist da Stuttgart21-Baustelle ....
Ich geb Jörg eine Chance. Haben sie bisher ja gut hinbekommen. Zumal die deutschen Themen immer mal wieder in der englischen fehlen.
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Ich werde mir jetztz wieder wie früher die englischen Ausgabe der RetroGamer am Bahnhofskiosk holen, z.B. in Stuttgart am Bahnhof gab es die damals noch, aber jetzt ist da Stuttgart21-Baustelle ....
Ich geb Jörg eine Chance. Haben sie bisher ja gut hinbekommen. Zumal die deutschen Themen immer mal wieder in der englischen fehlen.
das auf jeden Fall, ich ziehe eine deutsche Ausgabe der RetroGamer immer vor.
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Hatte das Abo bei Heise.
Eingeloggt, Abo gekündigt, ein paar Minuten später Bestätigung per Email, 2 Tage später Gutschrift vom Restabo auf dem Konto.So einfach kann es sein...
Das habe ich auch versucht, aber unter Heise habe ich kein Abo gefunden. Da musste ich mein Abo erstmal mit dem Account verknüpfen, keine Ahungn was ich da tun soll und die Abonummer hatte ich auch nicht mehr. In meinem Account ist jedenfalls nichts eingetragen.
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Das habe ich auch versucht, aber unter Heise habe ich kein Abo gefunden. Da musste ich mein Abo erstmal mit dem Account verknüpfen, keine Ahungn was ich da tun soll und die Abonummer hatte ich auch nicht mehr. In meinem Account ist jedenfalls nichts eingetragen.
Du hast doch ein Anschreiben zu deiner letzten Retro Gamer bekommen.
Über der Adresse, direkt über deinem Namen steht die Abonummer, sie ist 10 Stellig und zwischen zwei Sternchen --> *Abonummer*...
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Dann leider Abo oder elektronisch. Nennt mich von gestern aber ich liebe es auf Papier zu lesen. Nach zig Versuchen mit Kindle, Handy, Tablet, Online und und und: Ich komm damit nicht klar, will die Haptik. Zumindest Stories, Magazine die nicht schon bei Klick der Veröffentlichung völlig veraltet sind. (Hihi-> Wird eine Retro Zeitung wieder neu wenn sie dann doch nicht mehr veralten kann?)
Das passiert vermutlich nur begrenzt. Was Zeitschriften angeht, sind ein erheblicher Teil der Kunden Impulskäufer. Von denen wird ein ebenfalls erheblicher Anteil nicht zum Abo greifen, sondern geht davon aus, dass es die jeweiligen Magazine nicht mehr gibt oder denkt einfach nicht mehr dran.
Das ist auch nicht wirklich altersabhängig. Man muss doch nur mal durch Kommentare zu Printmagazinen lesen, und man stolpert regelmäßig darüber, dass Leute meinen, es gibt es einfach nicht mehr. Geh einen Schritt zur Seite wenn in zeitgenössischeren Plattformen mal auf Printmags eingegangen wird und man stolpert über Kommentare, wo man denn überhaupt noch Zeitschriften kaufen kann. Mit jeder Reduktion der Auslage kommt der Tag näher, bis sich zb für Einzelhändler Zeitschriften nicht mehr lohnen - auch Bunte und Bildzeitung nicht. Wieso Platz für einen Bereich freihalten, der für andere Warengruppen effektiver nutzbar ist. In meinem Umfeld haben kaum noch Lebensmittelmärkte überhaupt noch Zeitschriften im Sortiment.
Das ist eine Entwicklung, die auch Abos und Readly nicht aufhalten können. Nur mMn drücken große Verlage und Grossisten mit ihrer Vorgehensweise gerade auf Schnellvorlauf, denn in erster Linie reduziert man die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. -
Du hast doch ein Anschreiben zu deiner letzten Retro Gamer bekommen.
Über der Adresse, direkt über deinem Namen steht die Abonummer, sie ist 10 Stellig und zwischen zwei Sternchen --> *Abonummer*...
Ja, aber da es eingestellt wurde, war das für mich erledigt. Und deshalb hat meine Frau den Brief etwas voreilig weggeworfen.
Aber nachdem ich das Geld zurückgebucht hatte, hat mich Heise freundlicherweise mit einem neuen Schreiben versorgt, wo dann auch die Nummer drauf stand, so dass ich dann telefonisch kündigen konnte. 
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Das passiert vermutlich nur begrenzt. Was Zeitschriften angeht, sind ein erheblicher Teil der Kunden Impulskäufer. Von denen wird ein ebenfalls erheblicher Anteil nicht zum Abo greifen, sondern geht davon aus, dass es die jeweiligen Magazine nicht mehr gibt oder denkt einfach nicht mehr dran.
Als ich die erste Retro Gamer (deutsch) gekauft habe, wusste ich nichtmal dass das eine regelmäßige Zeitschrift ist. Ich habe die am Kiosk gesehen und dachte das wäre eine Sonderausgabe von irgendwas anderem, deshalb habe ich schnell zugeschlagen.
Das Abo habe ich dann bestellt als ich gesehen habe dass die regelmäßig rauskommt. -
Gerade eben kam Retro-Gamer Update Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
ZitatAlles anzeigenLiebe Retro-Gamer-Unterstützer,
im letzten Newsletter Anfang November teilte ich euch mit, dass wir die offizielle Lizenz für Retro Gamer im deutschsprachigen Raum erhalten haben (nebst einigen Insider-Infos, wie es dazu gekommen ist). Heute möchte euch über den aktuellen Stand der Planung und Produktion informieren.
Wir haben vor einigen Wochen mit der Erstellung von Retro Gamer 2/2024 begonnen, der am 16.2.2024 in den Handel kommen wird (Achtung, das ist ein Freitag – neuerdings müssen Computer- und Spielehefte freitags erscheinen, sonst zahlt man „Strafe“, kein Witz). Und bei den Abonnenten wollen wir schon mehrere Tage vorher vorstellig werden mit dem Heft.
Wir arbeiten schon an Retro Gamer 2/2024
Erstellung heißt zunächst einmal Heftplanung, Beauftragung der Autoren, Beginn der Lokalisierungsarbeit – bei der ja retrointeressierte Spielefans (Florian Pfeffer, Tom Schmitz, Patrick Bertele, Jonas Schramm, Christian Gehlen, Hagen Gehritz und meine Wenigkeit) die englischen Texte eindeutschen, dabei kürzen (weil wir der Lesbarkeit wegen einen größeren Schriftsatz verwenden) und auch um neue Infos erweitern. Durch die Vorauswahl und die Überarbeitung der Artikel, durch den Umstand, dass wir immer drei bis vier englische Hefte zu einem deutschen komprimieren, und nicht zuletzt natürlich durch die neu geschriebenen Artikel von Autoren wie Heinrich Lenhardt, Anatol Locker, Michael Hengst und vielen anderen, bin ich überzeugt: Der deutsche Retro Gamer ist der bestmögliche Retro Gamer!
Wir werden zudem die Chance nutzen, einige kleine inhaltliche Änderungen vorzunehmen. Ich denke da an nichts Wildes, aber wir werden zum Beispiel die Original-Autoren und den jeweiligen deutschen Lokalisierer bei jedem Artikel nennen. Das gehört sich so, finde ich, und im Zeitalter von KI-generierten Inhalten und Copy-Paste-Websites ist es wichtiger denn je, darauf hinzuweisen: Hier texten Menschen, keine Algorithmen! Ich möchte auch die Autorenriege noch etwas erweitern und habe da schon ein oder zwei alte Bekannte im Visier…
Zu den inhaltlichen Belangen kommen die Verlagsaufgaben, die wir ja neuerdings übernehmen dürfen, nachdem Heise/eMedia das Heft nicht mehr publizieren möchte. Es ist auch für mich als altem Printler interessant, um was man sich so alles kümmern muss, wenn man ein Druckerzeugnis an den Mann (und an die Frau) bringen will. Das fängt bei der EAN/GTIN-Nr. an und hört mit der PV-Nummer der deutschen Post noch nicht auf. Vergesst diese Kürzel am besten sofort wieder, es reicht, wenn ich von Buchstabensuppe und Portokosten träume…
Druckerei und Heftausstattung
Zwei der vier wichtigen Grundsteine in dieser Beziehung sind mittlerweile gelegt und festgeklopft: Nach langem Auswahlprozess habe ich mich für eine Druckerei entschieden – die nur zufällig auch die bestehende ist, nämlich DDM in Kassel. Für unsere Pläne hat DDM, aus einem guten Dutzend interessierter Druckereien, das insgesamt beste Angebot vorgelegt – und mich zudem sehr geduldig beraten. Wir freuen uns sehr auf die erneuerte Zusammenarbeit! Damit stehen nun auch andere wichtige Parameter fest, insbesondere die Heftausstattung – zumal so eine Papierbestellung einen erstaunlichen Vorlauf hat.
Um die Papierqualität merklich zu verbessern und wieder auf 180 Seiten hochgehen zu können, werden wir den Preis moderat anheben müssen. Um wie viel genau, wird sich in den kommenden Wochen noch zeigen. Es ist niemandem gedient, wenn wir den Preis zu niedrig ansetzen und den neuen Retro Gamer nicht dauerhaft finanziert bekommen. Es hilft aber auch nicht, wenn wir den Preis zu hoch wählen und das Heft am Kiosk nicht genügend Käufer findet. Übrigens kommen weniger als 50% des Heftpreises, den ihr im Einezelhandel zahlt, bei uns an.
Ich gehe davon aus, dass wir den Einzelheft-Preis um1,50 oder 2 Euro werden erhöhen müssen (also auf 14,40 oder 14,90 Euro). Das wäre die erste Heftpreiserhöhung bei Retro Gamer seit vielen Jahren, denn bislang setzte der Verlag lieber auf das Konzept "weniger Seiten/schlechteres Papier", um die höheren Kosten aufzufangen. Diesen Trend wollen wir stoppen! Wir wollen ein hochwertiges Printprodukt in Händen halten – und hoffen sehr, dass ihr das ähnlich seht! Die Alternative wäre übrigens, bei 172 Seiten und dem bestehenden Papier (oder einem gelblichen statt grauen) zu bleiben und trotzdem im Preis hochgehen zu müssen, um etwa 0,5 bis 1 Euro. Ich wünsche mir, dass ihr diesen Plan mittragt – und euch mit uns auf ein dickes, schönes, inhaltsreiches Heft freut, das man gerne in Händen hält.
Über die Auslandspreise (Österreich, Schweiz, Luxemburg) kann ich noch nichts Genaues sagen, wir werden versuchen, diese so niedrig wie möglich zu halten – aber sie werden über den deutschen Preisen liegen. Ach ja: Wir planen, im Abo auf andere Versandtaschen umzusteigen, auf denen sehr deutlich stehen wird: "Nicht knicken!"
Vertriebspartner für Kiosk & Abos
Der zweite wichtige Grundstein ist der Vertriebspartner, der unsere Hefte, zusammen mit einer Spedition, an die Kioske sowie in den Bahnhofs- und Buchhandel bringt, nachdem der Laster aus der Druckerei die Paletten abgeladen hat (nach Stand der Dinge übrigens in Nürnberg). Da es immer noch deutlich mehr Heft-Verkaufsstellen in Deutschland gibt als unsere geplante Druckauflage groß ist (wir reden von einer niedrigen fünfstelligen Stückzahl), kommt es entscheidend darauf an, den richtigen Kiosken und Supermärkten und Buchhandlungen die passende Zahl von Heften zuzuschicken – und auch darauf, dass sie dann sichtbar platziert werden, statt in der hintersten Ecke zu landen oder unter einem Stapel „Bild der Frau“. Als Nationalvertrieb habe ich mich für den MZV in Unterschleißheim bei München entschieden, den ich nicht nur aus alten Zeiten als GameStar-Chefredakteur als verlässlichen Partner kenne, sondern der, in Person meines Ansprechpartners, auch richtig Lust hat auf Retro Gamer.
Es ist überhaupt interessant, wie viele Menschen, mit denen ich neuerdings oder wieder zu tun habe, Retro Gamer, Retrospiele generell, Brotkasten und SNES und Atari ST und Co. kennen und schätzen!
Der dritte Grundstein ist die zukünftige Website Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (aktuell gibt’s dort nur diesen Newsletter zu bestellen). Hier sind wir mit einer ersten, simplen Variante schon fast fertig, und haben sogar schon ein David-Fox-Exklusivinterview (von Roland Austiant) als Startinhalt. Doch wir befinden wir uns gerade in einer Zwickmühle – weil der letzte, vierte Baustein noch Probleme bereitet.
Denn Grundstein Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist der Partner, der sich um die Abonnement-Verwaltung, das Zahlungswesen, den Einzelheft-Versand und idealerweise auch die ePaper-Bereitstellung kümmert. Hier sind wir auch nach zwei Monaten von Gesprächen und Angebotseinholungen noch nicht am Ziel angekommen, weil überraschend wenige Firmen dieses Komplettangebot in für uns bezahlbarer Form anbieten. Ich möchte beispielsweise vermeiden, dass sich ein Abonnent, wenn er sowohl das ePaper als auch die Printversion beziehen möchte, sich bei zwei Unternehmen anmelden muss. Aber wenn es am Ende doch ein solcher Partner werden muss, dann sollte der wenigstens einen so günstigen Preis bieten, dass uns Luft bleibt, die fehlenden Services (etwa ein Kombi-Abo Print/ePaper mit Rabatt) anderweitig oder selbst anzubieten.
Dieses Problem wird sich lösen lassen in den nächsten Wochen – und zwar notfalls auf unserer eigenen Website. Daher rührt die oben erwähnte Zwickmühle und der verzögerte Website-Start: Wenn wir nicht nur einige Inhalte und einen Heft-Countdown bieten wollen, sondern gleich auch eine Bestellmöglichkeit fürs Abo samt Adresserfasung und Bezahloption, muss das erst noch mit einem professionellen Shopsystem umgesetzt werden. Dabei muss nicht zuletzt die Sicherheit von Adressen und Bezahldaten gewährleistet sein. Und das wird noch mal einige Wochen dauern.
Wieso Abos so wichtig sind für uns
Apropos bezahlen: Die kommende „Erstausgabe“, also Retro Gamer 2/24 am 16.2.2024, wird mehrere zehntausend Euro kosten für Autoren, Layout, Lizenz, Druck und Vertrieb sowie Aboverwaltung und Postzustellung – und zwar vorab, ohne dass ich wissen kann, ob das Geld auch wieder reinkommt. Einige Monate später werden wir dann die nichtverkauften Hefte entsorgen lassen – auch das kostet noch mal Geld. Ungefähr dann kommen die Erlöse des Einzelhandes rein, also der Anteil, der für uns am Ende übrigbleibt. Ihr seht also: Jeder Abonnent, der schon im Vorfeld bestellt und bezahlt, ist da nicht nur im übertragenen Sinne Gold wert. Er verhindert zudem, dass mir die letzten verbliebenen grauen Haare auch noch ausfallen. Ganz zu schweigen davon, dass pro Abo-Heft mehr bei uns hängen bleibt als pro verkauftem Kioskheft. Ich bin somit aus vielerlei Gründen hochmotiviert, euch schnellstens die Abo-Bestellmöglichkeit anzubieten.
Einstweilen könntet ihr unserem Retro-darf-nicht-sterben-Projekt helfen, indem ihr weiterhin Werbung im Bekanntenkreis und auch online für diesen Newsletter macht, also für Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – damit wir möglichst schnell möglichst viele Abo-Interessierte erreichen können, wenn wir dann endlich soweit sind. Ihr könnt auch direkt diesen Newsletter euren Bekannten Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..
Danke im voraus dafür!
Was ich euch zum Schluss noch sagen möchte: Das Team hinter Retro Gamer freut sich wirklich sehr, dass es weitergeht! Retro ist unsere große Leidenschaft. Und wir hängen an dem Heft, das wir überwiegend schon seit über elf Jahren zusammen machen. Und das wir, wenn ihr das wollt und unterstützt, noch viele Jahre weitermachen werden!
Euer Jörg Langer
P.S.
Wie immer freue ich mich über euer Feedback – ich lese jede Antwort auf diesen Newsletter und versuche, so viele wie möglich auch zu beantworten, wenn ihr Fragen stellt.[...]
Impressum:
Publishing Office Langer, Hermann-Oberth-Str. 9, 85640 Putzbrunn
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Ein kleiner Kommentar aus der Schweiz: Hierzulande herrscht die üble Sitte, den Euro Heftpreis knapp zu verdoppeln. Das komnt natürlich nicht gut an, auch ich habe neulich angewidert eine Elektor Elektronik Zeitschrift ins Regal zurückgelegt wegen dem unanständigem Preis ( wer zahlt schon knapp 30 Franken für ein Heft?).
Daher meine Bitte, falls ihr auch ins deutschsprachige Ausland geht, den Preis feinfühlig zu gestalten.
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wir in Österreich sind auch immer die Trotteln. Obwohl so manche Druckerei näher an Wien als an Hamburg ist. Und die höhere Steuer in Österreich ist auch BS. Das sin 2 oder 3 Prozent und nicht 30. und spannend ist auch, dass das deutsche Retro Gamer den Preis des englischen Imports übernommenen hat. Und als Rat für die Zukunft: Sucht euch mal Übersetzer die sinngemäß übersetzen und nicht mit Google translate.
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