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RETRO Gamer wird (doch nicht) eingestellt

  • Heute morgen sickerte eine Info durch, die bei uns doch für etwas Aufruhr sorgte: Die RETRO Gamer wird eingestellt.

    Es sollen nun noch zwei Ausgaben folgen (August und November), dann soll angeblich Schluss sein. Diese Info kommt von Jörg Langer, der es in einem Podcast angekündigt haben soll. Allerdings ist weder auf der Gamers Global Seite, noch auf den Seiten des Heise Verlag davon etwas zu lesen. Und die Abonnenten haben wohl auch noch nichts erfahren.

  • https://www.kultboy.com/Retro-Gamer-deutsch-Zeitschrift/494/

    Da schreibt auch ein Autor, dass das Magazin eingestellt wird.

    Dort verlinkt auf

    https://www.gamersglobal.de/ne…-manchmal-kommt-es-anders

    Da steht es auch unter 01:11

    Für mich ist es schade, dass ein deutsches Magazin geht, aber der Großteil wurde ja ohnehin aus dem englischen Magazin entnommen und das gibt es ja weiter jeden Monat.

  • Damit wird es dann keine einzige Retrocomputerzeitschrift mehr in der Öffentlichkeit zu kaufen geben :(


    Ich muss allerdings sagen, das ich auch schon lange keine Retrogamer mehr gekauft habe, das Format gibt mir nichts mehr. Ich hatte das Gefühl, das ich alles irgendwo schon einmal gelesen habe, zumindestens das was mich interessiert und es sich langsam wiederholt.

    Da finde ich die RETURN interessanter und zukunftssicherer, weil sie sich hauptsächlich mit aktuelleren Sachen beschäftigt.

  • Damit wird es dann keine einzige Retrocomputerzeitschrift mehr in der Öffentlichkeit zu kaufen geben :(

    Die Return gibt es nur mehr auf dem Schwarzmarkt?

    Die habe ich in österreichischen Zeitschriftenläden schon oft gesehen. Halt nicht in jedem Supermarkt.


    EDIT: Mist,. die Return gibt's ja nur noch im Abo. Hatte ich ganz vergessen.

  • Das trifft mich schon hart. Bei beiden Mags bin ich Abonnent der ersten Stunde.

    Und ich lese beides gerne, RETURN und Retro Gamer, weil sie für mich verschiedene Bereiche bedienen... Schade, wenn es wirklich stimmt.

    Ist der Markt doch zu klein für zwei solche Magazine im deutschsprachigen Raum? Klar, die englische Retro Gamer deckt die USA mit ab, den Vorteil hat DE halt nicht.

  • Ich muss allerdings sagen, das ich auch schon lange keine Retrogamer mehr gekauft habe, das Format gibt mir nichts mehr.

    Hier das selbe, habe vor einem halben Jahr gekündigt. Der Teil dessen, was mich NICHT interessierte, wurde leider immer größer...


    Da finde ich die RETURN interessanter

    Dito. :)


    Und an die ASM-Redakteure.... JAAAAAAAAHAAAAAA! Wir wollen mehr ASM!!! ;) ;)


    Die aktuelle ASM ist im Prinzip das, was mir irgendwie all die Jahre gefehlt hat. Die Retro Gamer war ja nun schon nicht günstig, aber anfangs war sie es mir wert. Für die ASM würde ich auch noch mehr geben.

    Aber dennoch schade für die RG-Fans...

  • Nun, wo es ASM wieder gibt, wird es halt interessant mit Konkurrenz.

    Hm. Ich habe da noch nirgends gelesen, dass das Revival der ASM über die eine Ausgabe hinaus gehen soll, oder habe ich das übersehen?


    Die RETRO Gamer zahlte ihren Autoren Honorare.

    Kommt aber auch aus einem grossen Verlag, die können sowas. Und so schlecht scheint die mir nicht zu laufen. Sogar hier in meinem Kuhdorf gibt es jedes Mal 5 Stück im Edeka, und die sind immer sehr schnell weg.


    Wer weiss schon, was wirklich dahinter steckt...

  • Wir hatten doch letztens mal einen Thread hier, warum es die RETURN nur noch im Abo gibt und für die Retrogamer wurde es ja dann auch schwerer. Ich denke schon, das sie sich einfach nicht mehr halten kann, es ist zu teuer geworden.


    Das es die ASM irgendwann einmal regelmässig gibt, sehe ich aus verschiedenen Gründen gar nicht so und selbst der Fortbestand ist der RETURN ist nicht in Stein gemeiselt.

  • Der Fortbestand aller Retromagazine ist prognostizierbar: Wenn bis zur, in etwa, Generation PS3 alles geschrieben wurde, was geschrieben werden konnte, wird es das gewesen sein mit dem Markt. Ab in etwa Generation PS4 mit Schwenk in Richtung Downloadtitelschwemme, Großserien-Titeln 15, 16, 17 und Remake 1, 2, 3 des gleichen Spiels wird m.E. nie wieder so eine Nostalgiewelle kommen, wie sie jetzt gerade am auslaufen zu sein scheint. Man darf nicht vergessen, dass die jüngeren Generation ganz anders zocken als wir das gewohnt sind. Ich denke aber vor allem, dass die inflationäre Großwetterlage ALLEN Nischenmärkten oder margenschwachen Märkten extrem zu schaffen macht. Da besteht dann kein Unterschied mehr zwischen dem schließenden Bäcker/Metzger um die Ecke und einer eingestellten Mini-Zeitschriftenproduktion. Diese inflationäre Großwetterlage überlagert alles. Es ist natürlich trotzdem sehr schade, denn ich habe natürlich auch die Retro Gamer im Abo und lese sie immer sehr gerne. Ich fand immer, dass sich die Revival-Projekte der "alten Spielejournalismus-Garde" mit den Nischenprojekten der Hobbyjournalisten in den vielen Hobbyzeitschriften (RETURN, LOAD, AmigaFuture) immer gut ergänzt und nicht kannibalisiert haben.

    Gruß, Goethe.
    _______________
    C64, C128DCR, SX64, C16, plus/4, A1200+Blizzard1230/IV, A600HD+Vampire600V2, A300+ACA620, MEGA65, Atari 800+810
    Vectrex, Game Boy, NDSi, GameCube, Game Gear, Mega Drive, Mega CD, 32X, Multimega, Nomad, Saturn, Dreamcast, XBox, PS2, PSP, PS3, PS Vita, Ouya, PS4, PS5

  • Hm, ich hatte und habe mir - damit der Retro-Kram nicht zu viel wird - vorgenommen nur Magazine zu kaufen, wenn auch für die 264er ein Artikel dabei ist. Ab und an erscheinen ja neue Spiele und da gleich zwei (Multiplattformer) auch in der ASM besprochen werden, hatte ich die natürlich geordert. Bei der RETURN ist das ähnlich (mir fehlen dort nur noch Ausgabe 11 und 28), aber die Retro Gamer hat nie irgendetwas für die 264er besprochen, oder? Im downloadbaren Archiv von Kultboy finde ich da weder Pet's Rescue noch Alpharay. :(


    Es ist aber nicht so, dass ich keine Retro Gamer habe. Bei drei Spezialausgaben hatte ich schon zugeschlagen. Das von Chester Kollschen signierte NES und ein alter 64er im Retro-Beige-Gehäuse sollen mal in eine Vitrine und da hatte ich schon die 64er und die NES/SNES Sonderausgabe gekauft. Die für den Amiga sicherheitshalber auch, könnte ja noch ein Maxi von Koch Media (oder wie die sich jetzt nennen) kommen. Eine 264er Sonderausgabe würde es wohl nie geben und deshalb ist da auch nichts auf das ich enttäuscht warten würde. :/


    Aber vielleicht ist das Heise-Verlagsstrategie. Die c't-Retro wurde ja auch nach vier Ausgaben zwischen 2018 und 2021 eingestellt. Vielleicht steckt eine Doktrin dahinter und man will weg vom "alten weißen Mann" als Zielgruppe: Möglichwerweise stehen wir dann vor dem Launch der "Cyber Emotions - gefühlte Informatik für die Generation Z". Wäre dann auch ein besseres Werbeumfeld, wenn Monte seine Gönrgy-Dosen inserieren will. Da gibt's dann auch kein Prozessorgeflüster sondern Twitch/Kick-Whispers. :D


    Spaß beiseite, vielleicht drehte sich das Thema doch zu oft um alte und längst bekannte Software. Möglicherweise steigt die ASM da besser ein, wenn es zwar um Retro-Rechner geht, aber das "A" ernst zu nehmen ist und es wirklich in jeder kommenden Ausgabe um Neuerscheinungen für alte Hardware geht. Aus den letzten Parties sind ja wieder mal beeindruckende Demos und Spiele - Lemmings für den plus/4! - herausgefallen, Sam's Journey für das NES kommt bald und auch auf anderen Plattformen gibt es Neues.

  • Ich finde das grundsätzlich schade, wenn ein etabliertes Retromagazin eingestellt werden soll. Aber irgendwie hatte ich an der RETRO Gamer schon vor längerer Zeit das Interesse verloren, und auch mein damaliges Abo gekündigt, was dann auch prompt mit einer negativen Erfahrung mit dem Heise Verlag verbunden war.

    Das wäre doch der beste Moment für die RETURN in der finalen Ausgabe eine Anzeige zu schalten, um auf das eigene Magazin als Ersatz hinzuweisen.

    Super Idee. In der neuen ASM ist ja auch eine ganzseitige Anzeige der RETURN drin.

  • Musste grad nochmal prüfen, dass ich tatsächlich die Erstausgabe der Retro Gamer habe. :) Aktuell stehen 16 Ausgaben im Regal, immer nur geholt, wenn die Themen "interessant genug" waren. Die Hefte kosten Geld und nehmen ordentlich Platz ein. Bei aller Liebe zum Schwelgen in der Vergangenheit, irgendwann muss man dem Retro-Recycling auch mal entsagen. Die Mischgründe sind sicher "sinkende Verkaufszahlen", "steigende Kosten" und "wir haben langsam alles durch". Irgendwo ist es schade, aber mal ehrlich, wir sind doch mehr als versorgt. Packt einen die Retrolust, schappt man sich einfach eine alte Power Play, Happy, 64'er, ASM oder Retro Gamer zum durchblättern oder durchswipen.

  • Das wäre doch der beste Moment für die RETURN in der finalen Ausgabe eine Anzeige zu schalten, um auf das eigene Magazin als Ersatz hinzuweisen.

    DEN Gedanken hatte ich auch schon. Ich denke aber, dass der Verlag eine solche Form von Anzeige nicht erlaubt.

  • Habe erst jetzt gesehen, dass man die Retro Gamer auch als PDF kaufen kann. Die Retro Gamer kostet in der Schweiz am Kiosk nämlich stolze bzw. unglaubliche SFr 24.50, also etwa das Doppelte von dem, was man in Deutschland dafür zahlt. Ist wohl dem Zwischenhandel/Grenzabkommen/etc. geschuldet? Jedenfalls war damit meine Schmerzgrenze klar überschritten. Ich glaube, auch wenn man sie abonniert hätte (Direktvertrieb), wäre der Preis derselbe geblieben. Aber die nächste Ausgabe kaufe ich mir vermutlich dann als PDF.

  • Die Retro Gamer kostet in der Schweiz am Kiosk nämlich stolze bzw. unglaubliche SFr 24.50, also etwa das Doppelte von dem, was man in Deutschland dafür zahlt. Ist wohl dem Zwischenhandel/Grenzabkommen/etc. geschuldet?

    An anderer Stelle wurde dieses Thema schon mal angesprochen. Ich weiß nicht, wie es in diesem Fall ist, aber oft sind es unter anderem auch die deutschen Verlage selbst, die für die hohen Preise ihrer Druckerzeugnisse in der Schweiz sorgen.