C128D Netzteil 250760-04 macht keinen Mucks mehr - Kondensatoren tauschen? Umbauen? Ersatz?

Es gibt 63 Antworten in diesem Thema, welches 9.855 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. August 2023 um 18:24) ist von Schmitti.

  • Nur ist dann die Frage wie ich die 9V AC bekomme.

    Aus dem Trafo (mit blauem Kunststoffteil) aus dem originalem Netzteil.

    Der 9V AC-Teil besteht dort nur aus Trafo, 2x schwarzen Kabeln und der Sicherung.

    Aber ich würde das originale NT reparieren.

    Nun... Ich kann den Trafo ja schlecht auslöten und einfach so mit ins Gehäuse bauen (mit Augenzwinkern gemeint).

    Spaß beiseite... Um das (wenn auch Defekte) Netzteil nicht zu zerstören könnte ich da nicht einen anderen Trafo neben dem Meanwell ins Gehäuse hängen? Gibt's sowas evtl fertig zu kaufen? Oder haltet ihr das für nicht sinnvoll?

  • Hab leider keine Stückliste oder einen passenden Schaltplan in den Weiten des www finden können

    Ist das nicht einfach das hier?

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    Edit: Ah, Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. hatte den schon

    Spaß beiseite... Um das (wenn auch Defekte) Netzteil nicht zu zerstören könnte ich da nicht einen anderen Trafo neben dem Meanwell ins Gehäuse hängen? Gibt's sowas evtl fertig zu kaufen? Oder haltet ihr das für nicht sinnvoll?

    Öh... was genau ist die Frage? Klar gibt's 9V~-Trafos fertig zu kaufen? EI 60/25,5 109 (vermutlich weit überdimensioniert) o.ä. bei Reichelt?

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  • Hab leider keine Stückliste oder einen passenden Schaltplan in den Weiten des www finden können

    Ist das nicht einfach das hier?

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    Ja das ist das Teil... Aktuell sind wir bei der Frage ob es a) jemand für mich reparieren mag und/oder b) wie ich die 9V AC bereitstellen kann ohne das Defekte Netzteil zu zerstören um den C128 zusammen mit meinem Meanwell Netzteil wieder Leben einzuhauchen

  • Denke der EI48/16,8 109 reicht. Das Original Netzteil hat 1A auf den 9V AC, das hier hat 1111mA

  • Naive Frage: Das originale Netzteil hat doch gar nicht derart viele Bauteile. Ich würde die - soweit die Teile überhaupt noch erhältlich sind - ganz einfach allesamt austauschen?

  • Die insgesamt vier Übertrager und Trafos von Schaffner kann man erhalten; die beiden roten Drosselspulen auch. Den Porzellan-Zementwiderstand kann man ja ausmessen wie die Übertrager.

    Zu tauschen wären insbesondere alle Kondensatoren und die wenigen Halbleiter; insbesondere die Dioden. Dafür gibt es ungleich stärkere Ersatztypen. Dazu die alten Kohlewiderstände (das "Kleingemüse").

    Danach geht das Netzteil ganz sicher wieder.

  • Die insgesamt vier Übertrager und Trafos von Schaffner kann man erhalten; die beiden roten Drosselspulen auch. Den Porzellan-Zementwiderstand kann man ja ausmessen wie die Übertrager.

    Zu tauschen wären insbesondere alle Kondensatoren und die wenigen Halbleiter; insbesondere die Dioden. Dafür gibt es ungleich stärkere Ersatztypen. Dazu die alten Kohlewiderstände (das "Kleingemüse").

    Danach geht das Netzteil ganz sicher wieder.

    Würde ich vielleicht sogar tun, aber wie finde ich die richtigen Bauteile - kenne mich einfach zu wenig aus um zu wissen was ich mit was ersetzen kann.

    Daher suche ich schon die ganze Zeit nach einer Stückliste oder Bauteileliste. Dann würde ich mir das Zeug bestellen und alles tauschen.

    Bei den Dioden vor allem... wie erkenne ich welche Diode es ist und woher weiß ich was ich "höherwertig" ersetzen kann? Was bedeutet in dem Fall überhaupt "häherwertig"?

    Sorry für die dummen Fragen, aber ich hab gerade erst angefangen mich ein wenig damit zu beschäftigen :wink: - quasi noch in Ausbildung

  • Also ich werde nun zweigleisig fahren und einerseits mit meinem Meanwell und einem Trafo auf Lochplatte für die 9V mal eine Ersatzstromversorgung bauen.

    Parallel habe ich nochmal nach den Komponenten geschaut.... Es interessiert mich halt doch irgendwie!

    Ein paar Komponenten konnte ich entziffern - sicher nicht alles 100% korrekt - war z.T. schlecht ablesbar:

    ZPD13 (Diode 13V 0,5W) --> kann ich eine mit 13V 1,3W nehmen?

    TIC 116 300V/5A --> Alternativ TIC 106D möglich? 400V/5A?

    BDX54 (Darlington Transistor) --> BDX54C CDIL als Ersatz?

    BU508A --> BU508AW als Ersatz?

    1N 4148

    1N 4934

    BYV19 45 (Schottky Diode 35V 10A) - MBR 1045 45V 10A als Ersatz?

    Unklare Komponenten:

    83C 27 (Zener Diode) -> BZX 85C 13 als Ersatz?

    41481

    1N48F

    Das ist lange nicht alles, aber ein erster Anfang....

  • Kleine Übersicht:

    Bei den Dioden ist es recht einfach: Die relevanten Werte bei Gleichrichterdioden sind die Spannung(sfestigkeit) und der maximale Strom. Das ist bei 230 Volt jeder grössere Wert (z.B. 400V). Die Amperezahl ist weniger kritisch: Selbst eine 1A Diode liefert ja schon 230x1 Watt (jaja, für die Erbsenzähler genau genommen 230 VA). Soviel hat das Netzteil aber bei weitem nicht. Die Frequenz ist ja mit 50 Hz sehr niedrig; das kann jede Diode. Es gibt "superschnelle" Dioden, die von Hifi-Fetischisten verbaut werden, aber das ist bei 50 Hz reines Vodoo.

    Die "kleinen" Wiederstände waren damals aus Kostengründen Kohleschichtwiderstände. Die altern und driften auch mal gerne. Heute bekommt man für wenige Cent fast nur noch Metallfilmwiderstände. Ausmessen oder die Farbringe ablesen.

    Kondensatoren gibt es in vielen Bauformen und Typen: Elektroyte sind die runden Blechtöpfchen. Da sind die Spannungsfestigkeit und die Kapazität relevant. Eine höhere Spannungsfestigkeit darf es zwar immer sein, aber nicht übertreiben. Die werden sonst doch wieder grösser; und es nützt nichts, wenn die Spannung 5 Volt beträgt und der Kondensator gleich 100 aushalten würde. Da genügen beispielsweise 16 Volt. Bei 12 Volt nimmt man gerne 25V. Elektrolyte halten of tein Leben lang, wenn, ja wenn sie entweder NICHT von "ROE" Roederstein oder "FRA" Frako sind oder generell auslaufen. Habe neulich in einem 50 Jahre alten Hifi CD-4 Decoder Kondensatoren von ELNA ersetzt: Die waren alle (!) noch perfekt "in spec". Aber die gelben ROEs oder FRAs müssen unbedingt runter; die haben oft Kurzschluss und reissen dann andere Bauteile mit in den Tod.

    Dann gibt es die etwas grösseren "eckigen" Kondensatoren: Das sind Kondensatoren aus Kunststoff für höhere Spannungen; zum ableiten von Störungen. Die tragen zusätzliche Kennzeichnungen wie X, X2, Y. Die ersetzt man mit genau dem gleichen Typ, aber am besten von einer anderen Firma. Berüchtigt und gefürchtet sind auch hier die von Roederstein, die gehen sehr gerne nach 30 Jahren hops. Und stinken dann abartig. Der Kunstatoff wird mit der Zeit rissig; bei den gelblich durchsichtigen kann man die Risse sogar sehen. Bei blauen oder grünen sieht man das leider nicht. Da sind vier grüne und zwei blaue bei dir auf der Platine. Die Werte stehen ja oben drauf. Mir persönlich sind bislang nur marode Typen in gelblich durchsichtig in die Hände gekommen. Dunkelgelb, wenn sie älter sind.

    Auf der Sekündärseite sind zwei kleine blaue Kondensatoren: Das scheinen dem Bild nach zwei kleinere Kunststoffkondenastoren zu sein. ODer zwei Spulen; das kann ich nicht erkennen. Meine Entscheidung wäre: Erstmal belassen. Dann ist da noch so ein gelber Tropfen: Wahrscheinlich ein Tantal Kondensator. Die altern auch und gehen selten mal in Rauch auf. Ersetzen, wenn es so ein gelber Tropfen ist.

    Dann gibt es noch keramische Kondensatoren: Die meisten von uns kennen die braunen Scheibchen in der Nähe von jedem Chip. Die altern sehr selten und dienen auch nur, um kleine Schaltspannungsspitzen zu glätten. Diehaben meist 100nF; also einen kleinen Wert. Die gelbe keramische Scheibe bei dir im Netzteil kann man gewiss lassen, die sitzt wohl im Eingangsfilter zusammen mit der kleinen blauen Spule. Die kann man auch lassen; das ist ja "nur" lackierter Draht.

    Die Übertrager sind allesamt von Schaffer; das ist eine renomierte Firma. Ich meine sogar, das ganze Netzteil wäre von denen. Die können alle bleiben. Die beiden dicken roten stehen Spulen sind auch unversehrt; da würde man Schäden am draht bzw. Lack sehen. Die brennen so schnell nicht durch...

    Die kleinen Transistoren muss man ablesen oder aus dem Schaltplan entnehmen. Selbst für 50 Jahre alte Typen gibt es passende Ersatztypen. Den Chip kann ich nicht erkennen: Ablesen oder aus dem Schaltplan.

    Dann gibt es noch die "dicken" Halbleiter auf den Kühlkörpern: Transistor, Doppeldiode oder Spannungsregler. Der Typ steht halt auf dem Bauteil; und es gibt sehr oft ganze Baureihen auch mit höherwertigen Typen. Und natürlich (Google... :wink: Ersatztypen.

    Dabei könnten wir dier hier auch helfen. Ich habe mal ein SX64 Netzteil repariert und auch höhere Ersatztypen genommen:

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    Ich hoffe, das hilft erstmal :smile:

  • Nachtrag: Hat sich überschnitten.

    Ohne eigene Recherche, klingt gut: ZPD13 (Diode 13V 0,5W) --> kann ich eine mit 13V 1,3W nehmen?

    Klingt auch gut: TIC 116 300V/5A --> Alternativ TIC 106D möglich? 400V/5A?

    Ebenso gut: BDX54 (Darlington Transistor) --> BDX54C CDIL als Ersatz?

    Ebenso gut: BU508A --> BU508AW als Ersatz?

    Universaldiode, gleicher Typ: 1N 4148

    Das ist eine Gleichrichterdiode mit 100 V, 0,5 A: 1N 4934

    Klingt gut: BYV19 45 (Schottky Diode 35V 10A) - MBR 1045 45V 10A als Ersatz?

    Unklare Komponenten:

    83C 27 (Zener Diode) -> BZX 85C 13 als Ersatz?

    Gar nicht gut: Die "27" sagt 27 Volt; die "13" sagt 13 Volt. Das muss wieder ein 27V Typ sein!

    41481

    Möchte wetten, das ist eine 4148. Auch als 4148-1 zu finden.

    1N48F

    Ganz erstaunlich: Wenn das zutrifft, wäre das eine Germaniumdiode. Sollte malselber in den Plan schauen.

  • Im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. war der BU508A und T4 und einer der goldenen 2200uF hin.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Es empfiehlt sich auch nen anderen leisen lüfter einzubauen. Habe bei meinen plastik diesel noiseblocker xr-1 verbaut...wer angst hat nimmt den lauteren xr-2

  • Die "kleinen" Wiederstände waren damals aus Kostengründen Kohleschichtwiderstände. Die altern und driften auch mal gerne. Heute bekommt man für wenige Cent fast nur noch Metallfilmwiderstände. Ausmessen oder die Farbringe ablesen.

    Hmm, also wenn die erste Aussage stimmt "altern und driften auch mal gerne", dann ist die zweite Aussage "ausmessen" aber totaler Quatsch, denn dann würde man ja den gealterten und "gedrifteten" Wert ausmessen und dann für teuer Geld aus Serie E192 den nächstpassend schiefen Wert besorgen in der Meinung, was Gutes zu tun...

    Meine Meinung mit über 30 Berufsjahren in Elektronik-Entwicklung wie auch Feld: die kleinen Kohleschichtwiderstände sind nur dann zu tauschen, wenn sichtbar thermisch verfärbt oder gebrochen oder die Beinchen (oft samt Metallhülse) abgerissen sind. Letzteres ist sehr selten und bei Ersterem sind die Widerstände nur Kollateralschäden, der Fehler liegt woanders...

    Ob man Spulen immer ansieht, ob ein Windungsschluss vorliegt, das wage ich auch zu bezweifeln, zudem sind viele Spulen mehrschichtig gewickelt und sehen kann man ja nur die äußere Lage. Zwar stimme ich zu, dass Induktivitäten eher selten ausfallen, aber ganz ausschliessen kann man sie nicht, insbesondere dann nicht, wenn Leistungshalbleiter durchoxidiert sein sollten und nicht sicher ist, ob immer eine passende Feinsicherung am Werk war und nicht etwa ein deutlich gröberer Ersatz, getreu dem Motto: "Elektronik ist Nichtraucher, wenns wo raucht, hat man den Fehler gefunden..."

    Ob die nächstgrößeren Ersatztypen immer die richtige Wahl sind, das wage ich ebenso zu bezweifeln, denn wenn man eine wohldefinierte Sollbruchstelle verlagert, bricht nicht selten mehr und teureres Material woanders...

    Und der Spruch hinsichtlich der Dioden, die wären bei 50Hz immer schnell genug, der ist auch ziemlich daneben, denn es handelt sich hier um ein Schaltnetzteil das (um nicht hörbar zu fiepen) mit min. 20KHz taktet, vermutlich noch deutlich höher und diesen Takt-Ripple bekommen -als Lastschwankung- sogar auch die primären Dioden mit, die sekundären aber voll ab! D.h.,mindestens die müssen für die Applikation schnell genug sein, aber zu schnell birgt andererseits auch Risiken, nämlich in Hinsicht auf die entstehende Störstrahlung, die dann enorm zunehmen kann, was eventuell zu Empfangsstörungen bei Radio & TV (oder Babyphone etc) beim Nachbarn führt.

  • Was ökonomisch ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. Aber mit Deiner Argumentation müßtest Du alles tauschen, da auch die anderen Bauelemente typischerweise für keine längere Lebensdauer ausgelegt sind, als die, die Du zum Tausch vorschlägst. Das Thema Arrhenius gilt auch für alle Bauelemente.

    Gegen Folgeschäden kannst Du Dich nur besser absichern, wenn Du Schutzschaltungen vorsiehst. Auch ein neues Bauelement kann ausfallen. Insbesondere Frühausfälle spielen dann eine Rolle. Hätte ich aber gedacht, dass Du das kennst.

    Ja, das mit dem guten Gefühl würde ich Dir sogar abnehmen. Aber das ist wie mit dem Glauben und gehört dann doch eher in die Kirche.

    Daß Du Arbeitszeit sparst, ist nicht belegt und lediglich eine Behauptung von Dir. Erstmal hast Du mehr Arbeit, alles zu besorgen und zu tauschen.

  • Nur ist dann die Frage wie ich die 9V AC bekomme.

    Aus dem Trafo (mit blauem Kunststoffteil) aus dem originalem Netzteil.

    Der 9V AC-Teil besteht dort nur aus Trafo, 2x schwarzen Kabeln und der Sicherung.

    Aber ich würde das originale NT reparieren.

    Ich auch.

  • Ich würde es reparieren. Du hast ja auch bereits defekte Bauelemente ausgemacht. Ersatz kannst Du ja auch aus einem Schlachtgerät nehmen, wenn Du Dir sowas hingelegt hast. Dann brauchst Du nicht alles einzeln bestellen. Das spart Zeit und Geld.

  • Du kannst ja auch einfach ein neues Gehäuse nehmen und darin die anderen Netzteil reinpacken. Auch könntest Du die 9 Vac über ein Steckernetzteil von extern einspeisen, also per Dual-Netzteil. Lösungsmöglichkeiten gibt es mehrere.

  • Ihr seid mir ja wirklich ein lustiger, netter und hilfsbereiter Haufen!

    Ich lerne viel, aber ich bekomme nicht alles in mein Hirn. Nun... jeder spricht von Schaltplan und nennt dann dort eingetragene Bauteile wir z.B. "T4" - nehme an das heißt "Transistor 4" - aber mein Hauptproblem ist, dass ich keine Liste von Bauteilen habe. Ich mag nicht 5x bei Reichelt bestellen, alle nicht 1:1 identischen Teile durch andere ersetzen in der Hoffnung, dass es klappt und das Ding nicht in die Luft geht.

    Nicht falsch verstehen.. ich schätze die Infos und Kommentare sehr, aber es überfordert mich schlichtweg.

    Daher nochmal die Frage: Gibts irgendwo eine Bauteileliste? Und gibts evtl. jemanden, der sich das Netzteil mal anschauen möchte (kann es gerne zusenden)?

  • Naja, das mit der Lebensdauer stimmt so definitiv nicht: Elkos 1000-5000 Std. (bei Tmax =70/85°C), ICs deutlich über 100.000 Std bei gleichen Bedingungen, aber z.b. Leistungshalbleiter wiederum nur 10-20T Std. oder 5000 Kalt-Warm-Zyklen. Die Zementwiderstände sind für ihr hinterhältiges Verhalten bekannt, alle gängigen Teile habe ich in größeren Mengen hier lagernd, mach das ja auch beruflich und Zeit spare ich definitiv, allein schon das zweite Aufschrauben des Gehäuses etc. kostet oft mehr Zeit als ein paar Lötstellen mehr (mit gutem Ent-/lötplatz geht das ratzfatz...)

    Neuausfälle, ja, da hast Du prinzipiell recht, die gibt es, Stichwort "Badewannenkurve", aber wenn so ein Elko beim Burn-In wirklich fliegt, dann kommt halt nochmals einer rein, ist mir aber ehrlich seit Ewigkeiten nicht mehr passiert, nichtmal mit überlagerten und daher beim Einschalten reformierenden Elkos. Beim Rest spielt das statistisch bei den kleinen Mengen und Markenbauteilen keine Rolle, da müsste ich Millionen Widerstände oder Dioden tauschen, bis ich statistisch mal nen Frühausfall erwischen würde, wenn dann spielen mech. Beschädigungen beim Einbau ne Rolle, also selbst eingebaute Fehler...

  • Ruudi: Die Elko-Stunden sind aber eine WC-Angabe. Jeder gute Entwickler legt das auf eine längere Lebensdauer aus und Deine 5k TCs sind schon sehr viel und nicht nur. Nicht jeder hat Dein Profiequipment und tauscht das alles ratzfatz aus. Davon kann man nicht ausgehen. Es ist ja auch jedem selbst überlassen, wo der Glaube und die Ängste liegen, dass ein funktionstüchtiges Bauelement gleich ausfällt, wenn man es nicht getauscht hat. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, daß alle älteren Bauelemente ausfallen, nur weil sie älter sind oder ein paar Betriebsstunden auf dem Buckel haben. Im Gegenteil, in der Regel fällt nichts aus und bereits gebrauchte Bauelemente, die defekte Bauelemente ersetzen, funktionieren ohne erneuten Ausfall. Von daher kann man hier in der Praxis tatsächlich ökologisch mit umgehen. Wir sprechen hier auch nicht über Geräte, die rund um die Uhr laufen müssen und von einem Ausfall eine Firmenpleite abhängt.