C128D Netzteil 250760-04 macht keinen Mucks mehr - Kondensatoren tauschen? Umbauen? Ersatz?

Es gibt 63 Antworten in diesem Thema, welches 9.868 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. August 2023 um 18:24) ist von Schmitti.

  • Ruudi: Die Elko-Stunden sind aber eine WC-Angabe. Jeder gute Entwickler legt das auf eine längere Lebensdauer aus und Deine 5k TCs sind schon sehr viel und nicht nur. Nicht jeder hat Dein Profiequipment und tauscht das alles ratzfatz aus. Davon kann man nicht ausgehen. Es ist ja auch jedem selbst überlassen, wo der Glaube und die Ängste liegen, dass ein funktionstüchtiges Bauelement gleich ausfällt, wenn man es nicht getauscht hat. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, daß alle älteren Bauelemente ausfallen, nur weil sie älter sind oder ein paar Betriebsstunden auf dem Buckel haben. Im Gegenteil, in der Regel fällt nichts aus und bereits gebrauchte Bauelemente, die defekte Bauelemente ersetzen, funktionieren ohne erneuten Ausfall. Von daher kann man hier in der Praxis tatsächlich ökologisch mit umgehen. Wir sprechen hier auch nicht über Geräte, die rund um die Uhr laufen müssen und von einem Ausfall eine Firmenpleite abhängt.

    Alles richtig bis auf eines: ein schlechter "tauber" Elko STRESST über den stark erhöhten Ripple auf der Versorgung all die anderen Bauteile, INSBESONDERE auch die teuren und schwer erhältlichen MOS-Bausteine wie VIC(-II), SID, CIA, CPU etc.

    Das ist keine Esoterik, das ist Physik. Und jedes Grad wärmer bedeutet eben auch schnellerer Ausfall und jeder Absturz aufgrund eines durchkommenden Spikes birgt die Gefahr dass ein Bauteil lokal überhitzt (die damaligen Geräte hatten weder Watchdogs, die sie bei Hängern resetted hätten, noch ein schützendes Thermomanagement on chip)

    Wer das Gerät samt NEUER Elkos dann bloß wieder ins Regal oder die Vitrine stellen will, weiß immerhin noch, dass die nächsten Jahre gewiss nix ausläuft, aber wer die Geräte nutzt beugt mit einem Austausch eben auch solchen schleichenden Schäden vor.

    Ist wie Zähneputzen, wenn man es weglässt, fallen auch nicht am nächsten Tag die Zähne aus, aber sicherlich irgendwann und früher als wenn man korrekt putzt, so auch bei den Elkos: die verrichten einen eher unauffälligen Job (ausser im Audio-Bereich, da hört man es dann kräftig Brummen wenn die Netzteil/Sieb-Elkos taub sind), aber wenn sie dem nicht mehr nachkommen, gehts an die Lebensdauer vom (wertvolleren!) Rest.

  • Alles richtig bis auf eines: ein schlechter "tauber" Elko STRESST über den stark erhöhten Ripple auf der Versorgung all die anderen Bauteile, INSBESONDERE auch die teuren und schwer erhältlichen MOS-Bausteine wie VIC(-II), SID, CIA, CPU etc.

    Das ist keine Esoterik, das ist Physik. Und jedes Grad wärmer bedeutet eben auch schnellerer Ausfall und jeder Absturz aufgrund eines durchkommenden Spikes birgt die Gefahr dass ein Bauteil lokal überhitzt (die damaligen Geräte hatten weder Watchdogs, die sie bei Hängern resetted hätten, noch ein schützendes Thermomanagement on chip)

    Wer das Gerät samt NEUER Elkos dann bloß wieder ins Regal oder die Vitrine stellen will, weiß immerhin noch, dass die nächsten Jahre gewiss nix ausläuft, aber wer die Geräte nutzt beugt mit einem Austausch eben auch solchen schleichenden Schäden vor.

    Ist wie Zähneputzen, wenn man es weglässt, fallen auch nicht am nächsten Tag die Zähne aus, aber sicherlich irgendwann und früher als wenn man korrekt putzt, so auch bei den Elkos: die verrichten einen eher unauffälligen Job (ausser im Audio-Bereich, da hört man es dann kräftig Brummen wenn die Netzteil/Sieb-Elkos taub sind), aber wenn sie dem nicht mehr nachkommen, gehts an die Lebensdauer vom (wertvolleren!) Rest.

    Physikalisch richtig, in der Praxis bis zu der kritischen Grenze aber nicht so relevant. Ein Überspannungsschutz hilft da effektiv. Ansonsten müßte man nach dem Elkotausch aber auch kontrollieren, daß kein faules Ei unter den neuen war. Sonst böeibt es beim Glauben oder Aberglauben. Nur die Wahrscheinlichkeiten haben sich eventuell verschoben.

  • Ansonsten müßte man nach dem Elkotausch aber auch kontrollieren, daß kein faules Ei unter den neuen war.

    Wenn man Markenware - nach Möglichkeit AEC-Q qualifiziert - verbaut, dann ist die Wahrscheinlichkeit in der Tat verschwindend gering (im Bereich weniger ppm), es sei denn, mit den eigenen Löt- und Feinmotorikkünsten ist es nicht so weit her, Elkos kann man z.b. auch die Anschlussbeinchen schnell ein Stück weit aus dem Gehäuse ziehen, in dem man sie nach dem Einlöten verkantet sprich seitlich Kräfte aufbringt, das tut denen aber gar nicht gut (stehende radiale Ausführungen, die axialen im C64 sind da weniger betroffen...)

    Nachmessen des Ripples via Oszi nach der Reparatur sollte Standard sein, dazu aber das Gerät min. ein paar Minuten, besser ne halbe Stunde laufen lassen, da der neue Elko sich erst formieren muss (man bekommt in Kleinmengen eher "gut abgelagerte" Ware...)

  • Wenn man Markenware - nach Möglichkeit AEC-Q qualifiziert - verbaut, dann ist die Wahrscheinlichkeit in der Tat verschwindend gering (im Bereich weniger ppm)

    Glaubst Du ernsthaft, das hier die meisten AEC-Q Ware besorgen? Dem Glauben erliege ich nicht. Consumerware wird nicht sonderlich getestet. Das

    macht der Kunde.