Datenrettung 3,5" HD Diskette PC

Es gibt 52 Antworten in diesem Thema, welches 6.790 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. Mai 2023 um 14:12) ist von Ocer R..

  • Daher kam auch mein Hinweis, keine unnötigen Versuche zu machen.

    Was man probieren kann, ist eine vorsichtige Reinigung der Magnetscheibe. Diese dann in ein sauberes Diskettengehäuse einsetzen und auslesen. Das würde ich aber nur machen, wenn du dich bereits damit abgefunden hast, dass die Daten höchstwahrscheinlich verloren sind. Andernfalls lieber an ein Datenrettungsunternehmen geben. Da gibt es übrigens auch unterschiedliche. Per Google findet man Unternehmen, die auch nur mit den frei verfügbaren Programmen arbeiten. Wenn, dann solltest du dir schon ein vernünftiges Unternehmen suchen.

  • Das ist wirklich sehr schade, aber den Zusammenhang mit dem Verzeichnis und VGA Copy verstehe ich auch nicht. Die Kratzer können doch nur vom Schreib-/Lesekopf kommen, oder sind die kreisrund und ggf. Dreck im Diskettengehäuse? Dann würde die Option von Matula vielleicht gehen. Die kleinen Vliesscheiben im Diskgehäuse können auch machmal aufgeben...

  • Wieso soll das nicht gehen wenn das Verzeichnis nicht lesbar ist? Man will doch die ganze Diskette kopieren und nicht einzelne Dateien.


    Micky

  • Die Kratzer sind Kratzer, weil sich offenbar die Diskette/Beschichtung löst.

    Ich bekam die Disk mit Kratzern im äußeren Bereich auf beiden Seiten.

    Könnte ja ein verdreckter Kopf beim Laufwerk des Besitzers gewesen sein.

    Nach meinem Kopierversuch hat die Diskette nun Kratzer auf der gesamten Oberfläche, also wird´s wohl nicht am

    vorigen Laufwerk gelegen haben. Das beide Laufwerke die Disk zerkratzen, schließe ich aus, zumal meine anderen Disketten

    lesbar sind und die Disketten auch nicht zerkratzt werden. Ich hab´ mein Laufwerk natürlich vor und nach dem Kopierversuch

    mit anderen Disketten getestet, hätte ja blöderweise sein können, dass das Laufwerk zufällig gerade sein Leben ausgehaucht hat.

    Ist ja schon ein paar Jahre alt. ;)

    Und ja, es sind Kratzer, kein Dreck.

    VGA-Copy hat den Kopiervorgang sofort mit einer Fehlermeldung abgebrochen, statt stumpf Spur für Spur zu kopieren.

    Ich ging davon aus, weil das Directory nicht lesbar war - oder weil das Programm nicht für den Zweck gedacht ist.

    Teledisk hat hingegen die gesamte Diskette "abgegrast", allerdings laufend "No Data found" oder "Data Error" gemeldet,

    konnte also auch nahezu keine Sektoren lesen.

    Anbei Fotos der Diskette und Screenshots von Teledisk.

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  • Ich halte 300 EUR für eine(!) Diskette für absurd viel Geld.

    Selbst wenn man dem guten Datenretter 60 EUR Stundenlohn zugestehen möchte, wären das immer noch 5 Stunden, die für die Datenrettung einer Diskette in Rechnung gestellt werden. Liest er die Bit weise händisch mit dem Mikroskop aus? :whistling:

    Professionelle Datenrettung ist nun mal teuer. Wie hier im Thread schon viele schrieben, ist ein simples Floppy in ein FDD reinschieben und mit ein paar Tools testen, ob diese die Daten wiederherstellen können - total kontraproduktiv.

    Die einfachste Methode ist, die Floppy zu reinigen (was wohl bei einer 3,5" Floppy auch heißt das, die Plastik Ummantelung zu wechseln), und dann mit einem GUTEM FDD und Greaseweazle, KryoFlux, SuperCard oder FluxTeen ein Flux Image erzeugen. Alle weitere Arbeiten erfolgen dann vollkommen unkritisch mit dem zuvor erstellten FluxImage.

    Wenn es etwas professioneller sein soll, muss man unterhalb der Magnetflusswechsel Impuls Ebene gehen, die ein FDD liefert. D.h. jenseits von Greaseweazle, KryoFlux & Co. Hier muss dann der Magnetfluss auf der Floppy genauer analysiert werden, als es die FDD Elektronik im letzten Jahrtausend vermochte. Siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. von Chris Evans. Und hier ist auch Handarbeit bei der Analyse notwendig, teils mit Tools aus dem Audio Bereich wie Audacity. Chris Evans arbeitet mit echten FDDs, dessen Elektronik modifiziert wurden und mit externen Komponenten verbunden sind. Eine berührungslose Analyse von FDDs im Reinraum (analog zu Festplatten) dürften von den Kosten her jenseits von gut und böse sein.

  • Nach der Kopieraktion hat die Originaldiskette nun weitere "Schleifspuren".

    30 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. :(

    NEIN: das akute Prozedere hat seine Spuren hinterlassen, rsp. die Vorschäden noch verschlimmbessert!

    Sorry, aber GENAU DAS ist der Grund, warum die 300 EUR für die professionelle Datenrettung gut investiert gewesen wären!

    Die hätten nämlich mit Sicherheit den mech. Zustand VOR jedem weiteren Schritt abgecheckt, üblicherweise werden die Hüllen dabei sogar entfernt, weil die professionellen Lesegeräte mit speziellen, eigenen Hüllen arbeiten oder auch ganz ohne (im Reinraum).

    In die Richtung ging übrigens auch mein Tipp, zuerst die Freigängigkeit per Hand (am Besten im Vergleich zu einem "problemlosen" Gut-Muster zu testen und gegebenenfalls die Diskette hochkant auf eine harte Oberfläche zu kloppen, das löst manchmal die Blockade...

    Was ich übrigens bei fragwürdigen 3.5" Disketten IMMER als erstes entferne ist die Alu-Schiebehülse, die hat nämlich sowohl ne total hinterhältige Feder innen drin (die ich schon mal lose IN der Diskette drinnen fand mit entsprechender Auswirkung auf die eigentliche "floppy"Disk), als ich mir auch schon mal nen R/W-Kopf beschädigt habe, als diese Schiebehülse etwas abstand und beim RAUSNEHMEN den Kopf(-träger) touchiert hat... Zudem sieht man dann besser auf die Magnetschicht und den alten 5.25" Floppies hat der permanent offene Kopf-Schlitz auch nicht geschadet :wink:

    Wenn das Ganze aber nur die äusseren Spuren betrifft, könnte man die Daten der inneren Spuren vielleicht noch retten, dazu braucht man natürlich einen guten Disk/image- Editor *) und das Wissen über den Aufbau des Filesystems bis runter auf physikalische Ebene und nicht alle Ketten werden aktuell sein oder gar vollständig, aber bei den zu erwartenden einfachen Datei-Formaten wäre wohl auch mit Fragmenten was anzufangen...


    *) vergesst bezüglich Tools alles wo Norton draufsteht, nichtmal der legendäre "Commander" war je annähernd fehlerfrei (lässt u.v.a. -zumindest ab V4=LFN&UNC-Unterstützung- in Netzwerkumgebungen beim Kopieren UND Verify ganze Teilbäume weg, OHNE einen Fehler oder auch nur ne Warnung anzuzeigen, schön, wenn man das erst merkt, wenn das Original gelöscht oder entsorgt ist etc...)

  • Wäre denn diese Kryoflux-Geschichte noch einen Versuch wert oder aufgrund der Schilderung der Beschädigung auch eher hoffnungslos?

    Mit Standard-HW und in der originalen Hülle (in der vermutlich ein paar Sandkörner oder sonstwas Reibendes stecken...) macht man nur noch mehr kaputt.

    Also ein Fall für einen Profi oder zumindest Semi-Profi, der nach dem Stripping und Verpflanzen der Magnetscheibe in eine gute Hülle wenigstens auch noch die Möglichkeit hat, den R/W-Kopf eines guten, aber handelsüblichen LWs an einen justierbaren Verstärker/ Hysterese-Detektor-kreis anzuschliessen und mit nem Oszi umzugehen weiß, um -gegebenenfalls Spur für Spur oder Sektor für Sektor- die optimale Einstellung rauszukitzeln für die beschädigten Bereiche. Grundsätzlich ist die Dichte der Information noch nicht all zu hoch, d.h. da ist schon physikalisch noch einige Redundanz mit drin, aber jede Umdrehung, die hier weiter Material abträgt oder verteilt oder jeglicher Reinigungsversuch der schon angegriffenen Oberfläche wird es verschlimmbessern!

    Also entweder ist es 300 + x EUR wert, dann BEAUFTRAGEN, oder aber auf höheren Beistand hoffen und noch ein paar Leutchen damit beschäftigen, getreu dem alten James-Dean-Filmmotto: "denn sie wissen nicht, was sie tun" :pumpkin:

    PS: sollte auch die professionelle Datenrettung (bei einem der namhaften und seit DAMALS =90er Jahre minimum DURCHGÄNGIG am Markt befindlichen Unternehmen) GAR KEINEN Erfolg ergeben, dann wäre MEIN Ehrgeiz geweckt und ich würde mich dann für nen weiteren Versuch anbieten, wohl wissend, das das zeitlich ausufern wird...

  • Wie passt

    >Mit Standard-HW ... macht man nur noch mehr kaputt.

    mit der vorigen Aussage

    > Man müsste es mit einem internen und "traditionell" angebundenen, bekannt funktionstüchtigen LW versuchen.

    zusammen?

    > DAS ist der Grund, warum die 300 EUR für die professionelle Datenrettung gut investiert gewesen wären!

    Die wollte der OP aber nun mal nicht dafür ausgeben, oder hast Du das überlesen?

    > auch mein Tipp, zuerst die Freigängigkeit per Hand (am Besten im Vergleich zu einem "problemlosen" Gut-Muster zu testen

    Jupp, ich bin zu blöd dafür. Habe zwar die Diskette per Hand gedreht, um die Fotos zu machen,

    dabei auch den Schieber geprüft, aber ich hätte sie natürlich ein paar mal auf den Tisch klopfen müssen.........

    > und den alten 5.25" Floppies hat der permanent offene Kopf-Schlitz auch nicht geschadet :wink:

    Ahja....das haben wir immer so gemacht....... das kommentiere ich lieber nicht.

    > Wenn das Ganze aber nur die äusseren Spuren betrifft, könnte man die Daten der inneren Spuren vielleicht noch retten...

    Hast Du meinen Beitrag richtig gelesen? Es betrifft NICHT nur die äußeren Spuren.

    Auch mit einem Disk-Editor wird man hier nicht weiterkommen.

    Die einzige Vorgehensweise, die evtl. Erfolg gehabt hätte, wäre tatsächlich eine berührungsloses Auslesen.

    Sofern auf der Diskette überhaupt noch brauchbare magnetische Informationen gewesen wären,

    denn dieser Punkt ist ja völlig offen. Niemand wusste bzw. weiß, ob überhaupt noch irgendwas lesbares auf der

    Diskette ist oder war!

    > oder jeglicher Reinigungsversuch der schon angegriffenen Oberfläche wird es verschlimmbessern!

    Aha. Siehe die anderen Tipps

    "Die einfachste Methode ist, die Floppy zu reinigen"

    und

    "Was man probieren kann, ist eine vorsichtige Reinigung der Magnetscheibe"

    Ja, was denn nun?

    Ist schon merkwürdig, was für viele Tipps hier kommen, die sich teilweise widersprechen.

    Hätte ich mal lieber Ocer R. rangelassen, dann dürfte der sich nun die Kritik anhören. ;)

    Ich biete meine Hilfe jedenfalls nicht nochmal "öffentlich" an, egal wobei. :(

  • Ist schon merkwürdig, was für viele Tipps hier kommen, die sich teilweise widersprechen.

    Hätte ich mal lieber Ocer R. rangelassen, dann dürfte der sich nun die Kritik anhören. ;)

    Ich biete meine Hilfe jedenfalls nicht nochmal "öffentlich" an, egal wobei. :(

    Es gibt keine Garantie bei so einer Datenrettung. Auch ein teurer professioneller Dienstleister kann "scheitern" (oder nur unzureichende Resultate liefern). Mein Posting sollte keine Kritik an Deiner freiwilligen Hilfe sein. Wenn einem die Inhalte auf einer alten (konventionell nicht mehr lesbaren) Diskette sehr wichtig sind, muss er ordentlich Geld in die Hand nehmen, um die Wahrscheinlichkeit der Datenrettung signifikant zu erhöhen. Es sei den, er kennt Leute, die das entsprechende Equipment, die benötigten Kenntnisse und Zeit & Motivation haben. Ich bin nur Amateur, der testet und Verluste in Kauf nimmt. :)

  • Ich halte 300 EUR für eine(!) Diskette für absurd viel Geld.

    Selbst wenn man dem guten Datenretter 60 EUR Stundenlohn zugestehen möchte, wären das immer noch 5 Stunden, die für die Datenrettung einer Diskette in Rechnung gestellt werden. Liest er die Bit weise händisch mit dem Mikroskop aus? :whistling:

    Das müssten schon extrem "überlebenswichtige" Daten sein, dass ich auch nur überlegen würde, solche Preise dafür hinzulegen.


    60 wäre ja sehr günstig. Ich würde eher das Doppelte oder mehr schätzen.

  • ...

    Hätte ich mal lieber Ocer R. rangelassen, dann dürfte der sich nun die Kritik anhören. ;)

    Ich biete meine Hilfe jedenfalls nicht nochmal "öffentlich" an, egal wobei. :(

    Ich fühle mit Dir. Hätte auch nicht gedacht, dass Freiwillige hinterher über ihre Rechte aufgeklärt werden...

    Sicher gibt es diverse Methoden und Erfahrungen auf allen Gebieten, aber wo waren denn die 'Profis' als Hilfe gebraucht wurde? Sicher, die Option mit den 300+ Euro wurde oft erwähnt.

    Nimm es Dir nicht zu Herzen. Am Ende hast Du es wenigstens versucht.