Nerdinnen der 80er, gab es sie?

Es gibt 118 Antworten in diesem Thema, welches 15.688 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. März 2023 um 09:09) ist von FXXS.

  • Und wenn man sich hier im Forum mal umsieht, [...]

    Da fallen mir spontan noch AnnaChristina und BastetFurry ein. Ich hoffe, es ist okay, dass ich euch hier erwähne.


    Als mein Vater 1991 den C64 mit nach Hause brachte, war der ja schon out.

    Im Osten noch nicht so. :)


    Roberta Williams, zusammen mit ihrem Ehemann Ken Williams, CEO von Sierra On-Line. Als Gamedesignerin bekannt für u.a. Kings Quest.

    Und auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sowie Inge Kuck und Birgit Menzenbach (waren beide z.B. bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. beteiligt).


    Also ich kann mich nicht erinnern, dass es in den 80ern in meinem Umfeld Mädels in der nähe von Computern gab.

    Etwa die Hälfte meiner Schulzeit habe ich ja nach der Wende erlebt, also in den 90'ern und im Osten. Da gab es schon einige Mädels mit eigenem Computer, nämlich C64 und Amiga. Also weit entfernt davon, dass es praktisch keine Mädels mit Interesse an Computern gegeben hätte. Aber ja, Jungs mit Computer gab's mehr.


    Amiga4ever, eine der Admins im a1k.org-Forum, fällt mir noch ein. Nach eigenem Profileintrag ist sie seit 1987 mit dem Amiga unterwegs.

    In diesem Zusammenhang fällt mir auch noch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ein.


    Nicht im Bereich Heimcomputer sondern eine echte Profinerdin: Grace Hopper

    Dann wären z.B. auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. und Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu nennen.


    Keine Ahnung, ob das eine was mit dem anderen zu tun hat...

    Njet.

  • @ Thunder.Bird:

    Ich philosophiere mal ganz unwissenschaftlich vor mich hin:

    Kann es sein, dass es Frauen mehrheitlich einfach zu technisch ist? Zu wenig intuitiv? Zu viel Kopf, zu wenig Bauch?

    In Sachen Musik geht mir z.B. auch so. Bin Gitarrist, schreibe auch einige Songs. Aber Songs/Tracks für den C64 zu machen, das zeckt mich nicht so an. Hab für meine Programmierprojekte bisher nur - zugegeben schlechte - Soundeffekte benutzt. Es ist mir dabei auch zu technisch. Während auf der Gitarre das meiste aus der Hand kommt, ich es also mit dem Körper in dem Moment beeinflussen kann (mit Ausnahme der paar Poti am Verstärker) und ein physisches Erleben dabei habe, brauche ich beim Komponieren am C64 bzw. Programmieren an einem Tracker wesentlich mehr Kopf als Bauch. Hab mir auch mal einen einfachen Synthi gekauft, wollte eine Arpeggiofläche für einen Song haben. Es kam mir wie ein anstrengendes Zusammenpuzzeln vor. Ich will das keinesfalls abwerten - ich bewundere solche Leute wie Alan Wilder, die wahnsinnige Soundwände erschaffen haben. Aber dafür muss man sich vielleicht schon eher mit Hüllkurven, Oszillatoren etc. vertraut machen - oder zumindest glaubt man das, wenn man zum Ersten mal damit zu tun hat.

    Ich finde es wahnsinnig toll, was Chris Hülsbeck, Rob Hubbard, Fred Gray etc. erschaffen haben und stehe total auf deren Kompositionen, aber es wäre nicht meine Art, Musik zu machen. Zu technisch, zu wenig Bauch, zu wenig physisches Erleben.

    Vielleicht ist das ein Grund?

  • Auch wenn solche Ansichten ja in der heutigen Zeit, wo man jährlich sein Geschlecht wechseln darf, man das Gefühl haben muss, dass man schon irgendwie aus Trendgründen irgendwie queer sein muss, oder mindestens anders, weil 'Standard normal' ja so dermaßen 'Mainstream' ist, wohl kaum noch erwähnt werden dürfen:

    Ich glaube, gewisse Interessen sind einfach genetisch in uns kodiert.

    Nicht umsonst gibt es so viele, natürlich überspitzte, Witzchen über das Genderverhalten.

    Wie bestellen Männer eine Getränkerunde, wie machen das Frauen,

    wie lange braucht eine Frau im Bad, wie lange ein Mann, etc.

    Ja, das ist eine total unwissenschaftliche Ansicht von mir. Und natürlich gibt es auch die Personen auf "beiden Seiten" die eben mit dem 'typischen Rollenbild' brechen. Ggfls. doch ein genetischer Grund, weil es doch nicht so binär funktioniert, wie man/wir/ich lange dachten? XX-Chromosom ergibt dies, XY das andere...

    Es gibt die Frauen, die sich auch für Autos interessieren. Die meisten Autofreaks sind aber Männer.

    Dafür entwickelt ein junges Mädchen schon früh das Interesse am Schminken und Stylen...

    Ja, es vermischt sich durch Vercasualisierung heute mehr. Medien sind nun allgegenwärtig, Spiele heute viel zugänglicher als zappelde Pixel zu unserer Zeit. Das ändert natürlich auch die Wahrnehmung auf Dinge.

    Und natürlich gibt es auch heute Streamerinnen. Manche spielen auch Shooter. Aber auch hier erkennt man schon auch die Muster in den Spielen: Während Mädchen eher zu "Die Sims" greifen oder digitale Haustiere hüten, sind die Jungs in "Call of Duty" unterwegs oder schnetzeln Zombies. Comichafte Gestaltung wie in 'Fortnite' bricht das hier zwar auch auf, dass sich auch viele Mädchen darin tummeln - aber ich denke die grundsätzlich anders strukturierte Charakterentwicklung wird auch maßgeblich mit von unserer Biologie beeinflusst.

    Und das, so meine Folgerung daraus, ergibt in der Summe, dass Jungs sich eher für technische Dinge und das 'wie und warum' dahinter interessieren oder sich gerne im E-Sport messen (als Ersatz für die heute nicht mehr notwendige "Jagd") und Mädchen eher die sozialeren Aspekte abbilden und dabei eher Dinge tun, die auf Gemeinschaft anstatt auf kompetativen Dingen liegen.

    Der Junge jagt noch immer. Highscores. Und das Mädchen kocht am digitalen Herd.

    Ja, und jetzt werfe ich 'nen Euro ins Chauvi-Schweinderl.

    Edit: Achso: Zur Kernfrage der Überschrift:

    In meiner Umgebung gab es viele Computerfreaks.

    Mädchen hingegen kenne ich nur ein einziges, dass auch begeistert mit/am Amiga spielte und auch noch bis heute Spielerin ist und der Computer ein Hobby darstellt. Aber auch hier zeigt sich "zwischen Ihr und mir" das oben dargelegte Rollenschema was etwa die Softwareauswahl angeht.

    Immerhin mögen wir aber beide 8bit/16bit Musik ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von He-Man1982 (28. März 2023 um 02:01)

  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ein Aufsatz darüber, dass sich zumindest die Werbeindustrie bemüht hat, auch Mädchen ins Heimrechnerboot zu holen.

  • Meine Cousine hatte ungefähr zur gleichen Zeit, als ich mir meinen C64 von meinem Konfirmationsgeld erwarb, von meinem Onkel auch einen C64 bekommen. "Unsere Tochter soll auch den Umgang mit Computern lernen". Mehr wie "10 Print"Hallo", GOTO 10 hat sie nicht zustande gebracht, weil sie überhaupt kein Bock auf den C64 gehabt hatte.

    Keine Ahnung, wo der geblieben ist.


    Genauso wie meine Cousine eine geniale Hammond-Orgel besaß. Außer dem Flohwalzer hatte sie nichts darauf gespielt. Die Orgel verrottete bei meiner Tante / Onkel da regelrecht, weil meine Cousine da auch kein Bock drauf hatte. Man hätte sie ja dem Cousin, also mir vermachen können..... Aber nein!

    Ich, der damals immer schon ein Keyboard, oder eine Orgel haben wollte, bekam erst in den frühen 90ér ein Yamaha PSR-310 aus dem Sonderangebot., welches ich heute immer noch besitze.


    Was ich damit sagen will:

    Meiner Cousine wurde der C64 aufgezwungen. Aus eigenem Antrieb war da Null Interesse. In meinem Bekanntenkreis war da auch kein weiblicher Computer-Nerd dabei. Im Gegenteil. Meine Exfrau gab meine Technikaffinität als "Scheidungsgrund" an.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Im SFB-Computerclub wurden 1984 auch mal Frauen befragt.

    Bandbreite: "Ich hab mal was mit Informatik gemacht, war ganz nett...." bis zur Programmiererin am 8032

    Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

  • So rein Küchenpsychologisch erscheinen mir die Ansätze von JohannDark und Endlosschleife relativ plausibel...

    Ich persönlich konnte mir erst 1989 (oder bereits 1988 :gruebel ) von meinem Kommunionsgeld einen C128DCR kaufen.

    Natürlich für rein schulische Zwecke.... ;)

    Vor dem Erwerb meines Blechdiesels habe ich immer bei zwei Schulfreundinnen gezockt. Beide hatten ältere Brüder mit C64 im Bestand.

    Also allein in meiner Klasse waren wir somit 3 Mädels die echt angefressen waren. Jedoch wirklich fast rein zum gamen.

    Die Herren der Schöpfung gingen da tatsächlich mehr in die Tiefe. Und da wären wie wieder bei den küchenpsycholischen Ansätzen der beiden o.g. Herren: Ich glaube auch, dass Jungs einfach mehr die technische Seite begreifen wollen.

    Ob das in deren DNA liegt oder und einfach noch in jener Generation so anerzogen wurde??? Ich weiss es nicht...

  • Video @ 16:12: "Interessiert hat's mich nicht so, sondern ich dachte, man braucht das ja mal."

    Während es bei mir (und wahrscheinlich beim männlichen Phänotyp öfter) mit dem Interesse anfing und erst dann die Erkenntnis kam, dass man das ja mal gebrauchen könnte, mindestens für den Eigenbedarf, aber natürlich auch für die Berufswelt.

    Ich sehe das also so, dass Frauen vor allem früher einfach pragmatischer veranlagt waren, sodass sie entweder keinen Sinn darin sahen oder das ernsthaft angingen und auf diesem Weg sogar führende Positionen in der Informatikwelt einnahmen. Dieser Unterschied zum männlichen Geschlecht zeigte sich spätestens ab der Pubertät. Heute, wo das Y-Chromosom verkümmert, sich Männlein und Weiblein offenbar immer mehr angleichen, bis sich der Mensch irgendwann nur noch in vitro fortpflanzt und das Orgasmotron benutzt, ist der Unterschied nicht mehr so groß. :)

    Interessant dazu: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Von meiner ersten Angebeteten ("willst Du mit mir gehen? ja/nein/vielleicht") wusste ich fast überhaupt nichts und musste dann erfahren, dass sie total technophob ist. 30 Jahre später waren wir noch mal für drei Jahre zusammen, und da stand ein Laptop auf ihrem Tisch, und sie hatte sogar einen Computerkurs erfolgreich absolviert. Toll, ich war hin und weg. Aber na ja, sie erklärte mir, dass sie das für ihren Job im Büro machte. Da war es also wieder: Es geht, wenn es muss. Aber schon ihre Tochter (nicht von mir:puhh:) benutze ihren Laptop stattdessen intensiv zum Spielen, z.B. Pflanzen gegen Zombies.

    Bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. war es anders: Sie hatte Ende der 80er einen C64 und experimentierte ein bisschen in BASIC. Ich erinnere mich, wie sie mal zu mir sagte, dass der RND-Befehl überhaupt nicht richtig funktionieren würde. Zwar stimmt diese Aussage sogar, aber ich gehe davon aus, dass sie das zu der Zeit nicht so meinte, wie wir das heute wissen. Am liebsten würde ich sie noch mal fragen, wie sie das meinte. Allerdings ist sie Ärztin geworden, und ich würde mich sehr wundern, wenn sie sich noch mal einen C64 zugelegt hätte. Das war auch bei ihr eher nur der Einstieg in die Computerzeit, in Kombination mit Textverarbeitung und Drucker ja schon ein großer Vorteil gegenüber einer Schreibmaschine.

  • Gabs da nicht mal eine Tanja :wink:

    Ansonsten bei mir das gleiche: Schulzeit eigl. fast nur Jungs. Ganz ganz wenige Mädels hatten später in der Oberstufe einen PC für die Schülerzeitung, für die war das mehr ein Arbeitsmittel. Spielen o. Proggen stand soweit ich mich erinnere nie auf'm Zettel der Damen.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in meinem Freundes- o. Bekanntenkreis dieser Umstand auf die böse Gesellschaft zurückzuführen ist, zumindest ist mir persönlich kein

    Fall bekannt, wo ein Mädel für die EDV brannte, aber Eltern und Schule ihr den Weg versperrten. Genauso das Herumschrauben an einer Mofa oder am Auto, es waren immer Jungs-Themen (keine Mega Fox am Motor *heul)

    Das man das erforschen kann *mmmhhh...Was ist denn das Ziel der Forschung? Was macht ihr , wenn das Ergebnis ist, dass die Interessen einfach anders gelagert sind. Ich kann mir schon vorstellen, da die Gesellschaft damals wie heute Rollenbilder vorgibt, aber letztlich wird niemand gezwungen mit Puppen zu spielen oder die Finger von der Tastatur zu lassen.

    "Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme." (Heinrich Heine)

    „Lerne leiden, ohne zu klagen!“ (Friedrich III.)

  • Was mir gerade noch einfällt: Sarah Jane Avory entwickelt doch auch schon ewig Spiele, und das wohl z. T. auch auf professioneller Ebene.

    Vielleicht kannst du mit ihr mal Kontakt aufnehmen?

    Obacht, vielleicht sollte man bei der Entwicklung von Interesse am Computer zwischen Frauen unterscheiden, die als Kinder Mädchen waren und die, die als Kinder Jungen waren. Insbesondere wenn es darum geht, wie an Schulen Informatikinteresse gefördert werden sollte. :prof:

    Aber noch mal zurück zu kommen auf das scheinbare Phänomen, dass in den 1980ern Mädchen nahezu computeravers waren und es heute doch weibliche Gamer gibt. Dies sollte man auch vor dem Hintergrund des Videospielcrashes zu Beginn der 1980er sehen. Die ganz frühen Konsolen in den 1970ern hatten wohl nicht viele Familien und wenn dann war das auch ein Familiending für alle. Dann kam der Crash und die Hersteller trauten sich kaum wieder an solche Geräte heran (Nintendo ließ dem Famicom extra für USA und Europa ein ganz anderes Gehäuse verpassen, dass nicht mehr an Computerspielkonsolen erinnern sollte und wie ein damaliger Top-Loader-Videorekorder aussah: Das Nintendo Entertainment System).

    Die nachfolgenden Konsolen - das Sega Master System und eben das NES - kamen dann auch erst recht spät in den 1980ern nach Europa und hatten, zumindest in meinem Umfeld, überhaupt keine Bedeutung. Genau in dieser Zeit, also von den frühen bis in die späten 1980er, übernahm der Homecomputer die Funktion des Spielgerätes am TV. Die Heimrechner waren zur Programmierung durch eingebautes BASIC leicht zugänglich und ihre Grafik- und Sound-Qualitäten wurden rasant immer besser. Hier erschienen dann auch die spannenden Spiele. Wir - als Jungs - fanden das toll, denn das war nicht nur reines Konsumieren und man konnte Kopieren statt Kaufen zu müssen, das was man bekam verändern und selber Software schreiben und auch an die mitgeben, denen man Software kopierte. Die Wand zwischen Konsummaschinen und Kreativgeräten war gebrochen und zum Seminararbeitschreinben taugte das Gerät auch.

    Aber genau das war evtl. nichts für Mädchen. Fragt mal nach, wann denn heutige, weibliche Gamer angefangen haben. Ich vermute das ist die Generation ab dem Zeitpunkt wo Sony mit der Playstation und Microsoft mit der ersten X-Box an den Start gegangen sind. Spielen an einem Gerät, dass sich nicht wie ein Computer anfühlt. Weibliche Streamer werden dann notgedrungen irgendwann auf das PC-Gaming umgestiegen sein, weil sonst die notwendige Software nicht läuft, aber Liebe ist das sicher nicht.

    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Es gibt eine brit. Studie, die besagt, dass männliche Babies eher den technischen Dingen zugeneigt sind weibliche eher auf Gesichter fokussieren. Ich weiss natürlich nicht, inweit diese Studie reproduzierbar ist oder schon mal wiederholt wurde. Sie wird von der Gegenseite natürlich als unseriös angesehen.

    In diesem Artikel wird sie erwähnt:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Was mir gerade noch einfällt: Sarah Jane Avory entwickelt doch auch schon ewig Spiele, und das wohl z. T. auch auf professioneller Ebene.

    Vielleicht kannst du mit ihr mal Kontakt aufnehmen?

    Obacht, vielleicht sollte man bei der Entwicklung von Interesse am Computer zwischen Frauen unterscheiden, die als Kinder Mädchen waren und die, die als Kinder Jungen waren.

    Meines Erachtens nicht, da in dem Fall sich die Frau eben wie eine Frau fühlt und dann wahrscheinlich auch so denkt. Was anderes ist es beim Sport; da halte ich es für ein Problem, weil eben der Körper nicht unbedingt typisch weiblich ist, Muskeln, Sehnen, Knochenbau etc., und dann ist es gegenüber anderen Frauen nicht gerecht. </Meinung>

    Weiblich trotz Y-Chromosom

    Erst unter dem Einfluss von Hormonen, die während der Schwangerschaft im Kreislauf des Kindes zirkulieren, entscheidet es sich, welche Geschlechtsorgane weiterentwickelt werden. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron bewirkt, dass der Penis wächst und sich Hoden und Samenleiter formen.

    Fehlen auf den Zellen jedoch die Rezeptoren, die molekularen „Aufnahmestationen“ für Testosteron, dann passiert auch bei einem Kind mit typisch männlicher Geschlechtschromosomen-Kombination (XY) etwas ganz anderes: Es formen sich Gebärmutter, Eileiter und Vagina, die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane wird gestoppt. Wenn die Hebamme das Kind nach

    der Geburt den Eltern übergibt, wird sie sagen: „Es ist ein Mädchen!“ Und ohne Chromosomentest kommt auch später niemand auf die Idee, dass es sich faktisch um einen Jungen handelt.

    Umgekehrt ist es dann natürlich genauso.

    Außerdem weiß man, dass eine Umerziehung zum einen oder anderen Geschlecht nicht wirklich funktioniert. Dazu gibt es böse Geschichten.

  • Endlosschleife Das wird auch in dem von mir verlinkten Dossier aus Scinexx erwähnt.

    Das Interesse kleiner Mädchen an sozialen Reizen wie dem mütterlichen Gesicht, ihrer Stimme oder Berührung scheint stärker ausgeprägt: Sie halten länger Blickkontakt mit ihrem Gegenüber, reagieren deutlicher auf menschliche Reize akustischer oder visueller Art und werden von ihren Bezugspersonen gemeinhin als „schmusiger“ beschrieben. Das Interesse der Jungen hingegen richtet sich verstärkt auf alles, was sich bewegt: Mobiles, Bälle, Autos werden in der Regel besonders aufmerksam verfolgt.

  • Dann lag ich, ohne solche Studien zu kennen, mit meinen persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen ja ziemlich richtig. Die Biologie scheint es vorzugeben, auch wenn es manchmal äusserlich nicht so erkennbar scheint, man also quasi den ZX80 in ein Commodore-Gehäuse gemoddet hat :D

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  • Ein rein biologistischer Erklärungsansatz scheint mir zu kurz gegriffen.

    Gesellschaft und Kultur spielen wohl auch eine entscheidende Rolle.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ein Artikel über Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen in ehemaligen Ostblock-Staaten.

    Zitat

    In Lithuania, 57% of scientists and engineers are women. In Bulgaria and Latvia, this number stands at 52%. In south-east Europe, 49% of scientific researchers are women.

  • Das wird auch in dem von mir verlinkten Dossier aus Scinexx erwähnt.

    Und wenn man dort mal weiter liest, kann man auch das lesen, was geradezu auf der Hand liegt: die erwähnten Unterschiede im Verhalten schon bei kleinen Kindern können anerzogen und nicht genetisch bedingt sein, weil man unbewusst eben schon mit kleinen Kindern je nach deren Geschlecht verschieden umgeht.

  • Also ich kann mich nicht erinnern, dass es in den 80ern in meinem Umfeld Mädels in der nähe von Computern gab.

    Ich habe mir aber Schulfotos rausgesucht - es gab damals definitiv Mädels, sogar in meiner Klasse.

    Aber die sind wohl alle in ihrer Entwicklung früher stehen geblieben und haben es nie bis an die Heimcomputer geschafft... ;)

    Nerd:Innen gab es damals tm definitiv nicht, denn damals tm wurde noch nicht gedschändert, außer bei Obst & Gemüse: Nektar:Innen, Apfels:Innen, Auberg:Innen, Clement:Innen etc.pp.

    Damals war aber die Schreibweise ohne ":" vor Innen :wink:

  • Das wird auch in dem von mir verlinkten Dossier aus Scinexx erwähnt.

    Und wenn man dort mal weiter liest, kann man auch das lesen, was geradezu auf der Hand liegt: die erwähnten Unterschiede im Verhalten schon bei kleinen Kindern können anerzogen und nicht genetisch bedingt sein, weil man unbewusst eben schon mit kleinen Kindern je nach deren Geschlecht verschieden umgeht.

    Und wenn man das ganze Dossier zu Ende liest, erfährt man, dass das Resultat in der Regel von beidem etwas ist, eben eine komplexe aufeinander aufbauende Angelegenheit: Angeborene Eigenschaften des Gehirns, Hormone, Umweltwahrnehmung, Selbstidentifikation, Erziehung und Einordnung. Dass die erwähnten Unterschiede schon im frühen Kindesalter auftauchen, wurde ja nicht gesagt.

    Am Ende ist es vielleicht wirklich eine Mischung aus beidem. Erziehung/Sozialisation prägt ja auch sehr stark das spätere Leben.

    So ist es.