Nerdinnen der 80er, gab es sie?

Es gibt 118 Antworten in diesem Thema, welches 15.628 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. März 2023 um 09:09) ist von FXXS.

  • Nicht im Bereich Heimcomputer sondern eine echte Profinerdin: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Absolut, aber das sind Ausnahmeerscheinungen.

    Ich glaube, es geht hier eher um grundsätzliche gesellschaftliche, psychologische oder... biologische Gründe. =)

    Wir forschen ja daran und jede Aussage hilft und kann wertvoll für die Gesellschaft sein.

    Eben genau diese Dynamik, die sich hier gerade entwickelt - und ich staune über die vielen Reaktionen und Beiträge, danke - macht ja einen gesunden Blick auf das Ganze aus. Camailleon besonderen Dank!

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  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., zusammen mit ihrem Ehemann Ken Williams, CEO von Sierra On-Line. Als Gamedesignerin bekannt für u.a. Kings Quest.

    Laut Wiki gilt sie als Königin der Grafikadventure, würde sie deshalb auch als Nerdin ansehen. :)

  • Also ich kann mich nicht erinnern, dass es in den 80ern in meinem Umfeld Mädels in der nähe von Computern gab.

    Ich habe mir aber Schulfotos rausgesucht - es gab damals definitiv Mädels, sogar in meiner Klasse.

    Aber die sind wohl alle in ihrer Entwicklung früher stehen geblieben und haben es nie bis an die Heimcomputer geschafft... ;)

  • Wenn ich so gedanklich durch die C64-Spiele schaue in den Intro's und Titelbildern und so ... da waren ab und zu öfters auch Frauen namentlich genannt und erwähnt als Mit-Programmiererinnen etc. pp. für Grafik und Sprites und Musik usw. ... waren aber meistens die Ehefrauen, da gleicher Nachname. Wahrscheinlich an der Universität kennengelernt und dann geheiratet.

  • Wenn ich so gedanklich durch die C64-Spiele schaue in den Intro's und Titelbildern und so ... da waren ab und zu öfters auch Frauen namentlich genannt und erwähnt als Mit-Programmiererinnen etc. pp. für Grafik und Sprites und Musik usw. ... waren aber meistens die Ehefrauen, da gleicher Nachname. Wahrscheinlich an der Universität kennengelernt und dann geheiratet.

    Ah genau, jetzt fällt mir auch ein Spiel ein, das auf einer Magic Disk war oder Golden Disk sogar.... Kokomo... ich muss nachschauen.

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    Mensch, das war sogar eins meiner Lieblingsspiele, da mir die Musik und das Gameplay sofort zusagten!

    Gleich zwei weibliche Vornamen und... ausschließlich. Na schau mal da :)

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  • Na ja, irgendwoanders steht geschrieben, dass das einfach weibliche Aliase der männlichen Entwickler sind... aus Gründen.

    Bin jetzt zu faul, das rauszusuchen, aber seid gewarnt! :)

    Einmal editiert, zuletzt von Krill (27. März 2023 um 22:13) aus folgendem Grund: Fipptehler

  • Ja, Hi Ska Do habe ich auch sehr sehr oft gespielt.

    Das ist an der Highscore im C64-Wiki sehr gut zu erkennen. Und ich habe es auch geliebt! <3

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  • Das ist an der Highscore im C64-Wiki sehr gut zu erkennen.

    Das hatte ich gar nicht mehr im Kopf, dass ich da auf Platz 1 bin...

    Btw: Die Hintergrundmelodie dieses Spiels kenne ich noch sehr gut...

    Infos rund um den Cevi im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Hi Ska Do

    Ich kenne Vo ku hi la, aber das ist wohl etwas anderes.8o

    Aus der Sicht des Vaters der damals 1985/86 seinen Söhnen einen 64er zum Geburtstag geschenkt hat, war die damalige Situation unabhängig ob weibliche Freundschaften für meinen ältesten schon von Interesse waren, es sich so darstellte, dass tatsächlich in der Horde der Jungs die bei uns dann ständig zu Besuch waren um Spiele zu spiele, auch ein Mädchen am 64er interessiert war und soweit ich mich erinnere diese Thematik doch spannend fand. Aber die erschien mir damals zumindest irgendwie anders:D. Soweit ich weiß hat sie später Mathematik studiert.

    "Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
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    Salvador Dali (1904-1989)
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  • Also in meiner Umgebung gab es keine Frauen die sich früher privat für Computer interessiert haben. In der Schule gab es dann zwar einen PC Kurs, der war auch von den Mädels gut besucht, aber wirklich verliebt hat sich keine in die Technik.

    Als ich später eine Lehre zum EDV Techniker begonnen hatte waren mehr Frauen in der Berufschule als Männer und in der Firma war eine junge Chefin. Aber in der Berufschule waren die Mädels eher darauf fixiert für die Karriere zu lernen als sich wirklich mit der Materie zu beschäftigen.

    Übertakten, Emulation, 3D Beschleunigung etc. war ihnen egal.

    In der Firma hat meine Chefin auch immer etwas lächelnd den Kopf geschüttelt wenn ich bei einer neuen Voodoo im Laden leuchtende Augen bekam oder tatsächlich ein paar Mhz mehr aus dem Bürocomputer herausbekommen habe. Als sie mich einmal fragte was ich am Wochenende gemacht habe erzählte ich ihr das wir uns mit PCs zu einer Lan Party trafen um Blood zu spielen.

    Sie meinte nur das wir uns besser eine Freundin suchen sollten. :D

    Heute habe ich noch sporadisch Kontakt zu einigen Frauen aus der Berufschulzeit, einige sind in der IT Branche geblieben. Aber wenn ich z.B. mein Smarthome präsentiere und zeige das ich z.B. meinen Kühlschrank per Handy steuern kann ernte ich ähnliche Blicke wie seinerzeit bei meiner Chefin. ;)

    Bei männlichen Kollegen oder Freunden sieht das ganz anders aus. Egal ob beruflich aus der IT oder nicht, da ist man in der Männerwelt einfach von Natur aus interessierter.

    Meine Tochter ist da ein ganz gutes Beispiel, sie ist mit Computer aufgewachsen, von Smartphone über Gaming PC, Playstation 5 bis SmartWatch ist alles im Programm, laut Eignungstest wäre "Computer - Animationsdesigner" ihr Ding, aber als ich mit ihr für den ECDL lernte und die Hardware und Funktion dahinter zum Thema wurden, völliges Desinteresse und auswendig lernen um die Prüfung zu schaffen. Und als sie ein neues Wahlfach in der Schule genommen hat, Italienisch. Das Angebot bezüglich "Robotik", jetzt eine reine Bubenklasse, obwohl 60% Mädchen an der Schule.

    Mein Fazit ist, Frauen nutzen Technik gerne, Männer wollen sie vollkommen begreifen und bei mehr Interesse auch voll ausreizen. Und darum kochen wir Männer auch besser. Wenn meine Frau ein Gulasch macht gibt es ein 0815 Rezept, wenn ich eines mache achte ich sogar auf das Alter der Kuh. ;)

    Aber ich finde die Unterschiede nicht schlecht, das sich Geschlechter harmonisch ergänzen hat gesellschaftlich mehr Vorteile als wenn sie in Konkurrenz stehen.

    Ich hätte für diverse weiblich geprägte Berufsbilder ja auch keinen Nerv. Insofern man alle Tätigkeiten respektiert und fair entlohnt braucht man sich auch nicht künstlich in fremde Rollen zwingen.

    Trotzdem erwische ich mich noch ab und zu wie ich mit einem Stück Hardware meiner Tochter nachlaufe um ihr zu erklären wie genial es ist.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt! :D

  • Soweit ich weiß hat sie später Mathematik studiert.

    Super ... C64 & Computer meiden und dann schön Mathematik studieren gehen. Kenne ich von meiner Cousine auch ... obwohl, die ist auch computermäßig sehr fit. Das ist ja nun wieder sehr, sehr interessant. Physik-LK und so waren auf meinem Gym fast auch nur die Jungs, aber bei Mathe-LK waren immer die Mädels ganz weit vorne mit ihren sehr guten Noten, wo die Jungs nicht immer so mitkonnten. :gruebel

    Also ... Frauen können besser rechnen (?) ... meine Oma auch viel besser als mein Opa, sagte mir mein Vater immer wieder mal.

  • Freilichtmuseum Molfsee

    Das ist ja unglaublich!

    Da bin ich früher als Kind mit dem Bruder und der Mutter auf dem Fahrrad hingefahren und es gab nichts witzigeres als den elektrischen Zaun, an dem man Mutproben mit Grashalmen machte, sowie das frisch gebackene Brot aus dem Steinofen!

    Die Welt ist ja so klein :thumbsup:

    Also wenn das keine Aufforderung ist, die Familie mal wieder zu besuchen und das mit einer Audienz im Museum zu verbinden. Wir waren letztes Jahr dort nur auf der Durchreise nach einem Wochende bei der Arche Warder. Die Ausstellung befindet sich nicht in einem der Museumshäuser sondern in dem neu gebauten Trakt am Parkplatz und wenn ich das richtig in Erinnerung habe machen die dort auch Veranstaltungen. Evtl. kann man da Informationen zur Arbeit im Interview ziehen. Ist ja alles größer und ich habe hier nur die Bilder gepostet, die ich gemacht hatte.

    Jetzt will ich aber noch mal auf die Demo- und Homecomputerszene der 1980er zurück kommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, interessiert euch da auch die Musikerstellung der Jugendlichen am Homecomputer. Hier ist mir wichtig, das nicht wie einen Cargo Cult zur "echten" Musikerszene zu sehen. Natürlich haben Intro-Programmierer sich für Demos von Chartmusik - insbesondere Synthesizer-lastiger - inspirieren lassen und eines der ersten Stücke am Amiga, das ich zu hören bekam, war eine Interpretation von Axel F, die mir zeigte wie viel besser dieser Computer klingen konnte als mein C16 zuvor.

    Aber so getrennt voneinander waren diese Bereiche auch nicht und spätere Popgrößen haben ihre Wurzeln genau in dieser Homecompuerszene. Ich meine da mal einen Hinweis in einem Booklet von "And One" von Steve Nagavi gelesen zu haben (ah, ich hab's es war das Album "Virgin Superstar" aus dem Jahr 2000 ... kann aber auch ein Scherz sein: C16 mit Datasette kann nicht ernst gemeint sein ^^). In der Pop-2000-Doku, die zur Jahrtausendwende 50 Jahre Musik in Deutschland aufarbeitete, hatte Rick von Scooter mal erzählt, dass er auf dem C64 angefangen hatte und Smudo von den Fantastischen Vier ist quasi genau der Nerd, wie viele hier: Er hatte zwei Programme (ein Textadventure und eine Fußballverwaltung) als Abtipplisting für den C64 in die 64er gebracht und in seiner Freizeit mit And.Ypsilon eine Drumbox (die "Bronx-Box") für den User-Port des C64 gebaut und dann Beats aus den USA per Accustic-Koppler geladen, damit die beiden ihre ersten Rhymes dazu machen konnten.

    Sven Väth hat seine erste Single - jetzt weiß ich nicht ob das schon OFF war oder noch davor - auch auf einem Amiga erstellt (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) und das war schon echtes Soundhacking. Einen ST im Studio zur Steuerung der Midi-Geräte würde ich dann aber doch nicht gelten lassen, denn das war damals Standard und nicht so nerdig, wie wirklich einen Song mit Karsten Obarskis Soundtracker zusammen zu klöppeln.

    Ich denke da finden sich sicher noch mehr heute erfolgreiche Musiker, die solche Geschichten auf Lager haben, aber leider ist mir da nie eine Musikerin begegnet, die auch am Homecomputer in den 1980ern mit Sounds getüftelt hätte und daraus dann wirklich eine ernsthafte Ambition wurde, während das bei Jungs und Männern, hetero wie schwul, normal zu sein schien (Neil Tennant und Chris Lowe sind im Musikgeschäft aufeinander getroffen, weil der eine auf der Suche nach dem richtigen Kabel für sein Keyboard war und der andere helfen konnte und beide merkten die gleiche Musik machen zu wollen).

    Aber wenn ihr tatsächlich eine Musikerin ausgraben könnt, die heute erfolgreich ist und mit C64, Amiga, Atari XL oder ST, Schneider CPC, MSX, Sinclair o.ä. angefangen hat, dann schreibt das unbedingt hier rein. Ich will das unbedingt lesen (aber bitte nur die Wahrheit und nicht relotieren :P).

    Addendum (weil ich gerade vom Einkaufen zurück kam und Memento Mori hörte):

    Bei Depeche Mode ist das wohl genau umgekehrt, denn die Band hatte früher die echten Synthesizer mit Alan Wilder und jetzt sind Dave Gahan und Martin L. Gore nur noch zu zweit aber letzterer ist inzwischen stolzer Besitzer einer SID-Station. ;)

    Jeri Ellsworth passt evtl. ganz gut hier rein.

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    Richtiges Stichwort, falscher Link :D!

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    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Amiga4ever, eine der Admins im a1k.org-Forum, fällt mir noch ein. Nach eigenem Profileintrag ist sie seit 1987 mit dem Amiga unterwegs.

    Hier im forum64 besser bekannt unter Maisi

    Auch der Hasen-Avatar ähnelt sich. :D

  • Meine Erfahrung aus den 80er/90er Jahren ist tatsächlich auch, dass Frauen eher wenig Interesse an Computern hatten. Ich hatte zu meiner Teeniezeit einige Freundinnen (jetzt rein platonisch) aber es war eher selten dass die sich ernsthaft mit mir an den Computer gesetzt haben. Klar; ab und an haben die sich mal eine halbe Stunde dazu gesetzt aber danach war das Interesse dann auch schnell erloschen. Und das lag jetzt nicht daran dass ich meine Kolleginnen beim zocken jetzt anders behandelt hätte als meine männlichen Kollegen. Mir war jeder Recht der meine Interessen teilte. Aber erfahrungsgemäß würde ich auch sagen dass die Generation an Frauen, die auch Interesse an Technik bzw. Nerdthemen haben, tatsächlich erst ein paar Jahre später kamen.

  • Meine Grundschulfreundin hatte auch einen C64, ihr Bruder den Amiga. Sie wirkte damals aber schon eher burschikos und hat sich später als lesbisch geoutet...

    Keine Ahnung, ob das eine was mit dem anderen zu tun hat...

  • Was mir gerade noch einfällt: Sarah Jane Avory entwickelt doch auch schon ewig Spiele, und das wohl z. T. auch auf professioneller Ebene.

    Vielleicht kannst du mit ihr mal Kontakt aufnehmen?