VIC20 geht nicht - Frage zu blauem Rahmen

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema, welches 3.528 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. März 2023 um 19:19) ist von kinzi.

  • Schau mal hier, das war mein Reparaturthread:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Hab ich schon zur Erstrecherche rein geschaut:)

    Also bei den 245gern teilen sich anscheinend die Meinungen in den Foren. Es gibt ja auch keine belastbare Empirie dazu.

    Zur Not sockele ich die auch noch, das geht ja schnell, genauso wie die beiden RAMs, die anscheinend auch mal kaputt gehen sollen (hab ich selbst aber noch nicht gehabt, dieser 62... SRAM scheint recht robust zu sein)

    Bei mir setze ich erstmal auf ein kaputtes ROM, das ist anscheinend auch sozusagen die Grundlage jeder VC20-Reparatur. Die CPU habe ich gleich mit gesockelt, allerdings scheint die bei niemandem kaputt zu sein (was man so liest).

    Das Ganze nehme ich zum Anlass, meinen Arbeitsplatz zum Eprom-Handling wieder aufzubauen, damit ich das alles selbst machen kann. Im Moment finde ich das Zeug einfach nicht. Eproms hab ich letzte Woche gesehen, irgendwo müsste noch so ein China-Brenner mit diesem riesigen ZIF-Sockel liegen.... Klassischer Fall von "ich bestell mir das eben neu, weil ich zu faul zum suchen bin...."

    Kennt vermutlich hier jeder :D:D

  • Der Rahmen bleibt übrigens auch leer, wenn der Test des internen RAMs ($1000..$1FFF) fehlschlägt. Die Routine geht dann in eine Endlosschleife, die VIC-Register sind aber schon initialisiert und auch der Bildschirm ist gelöscht.

    Evtl. mal die Temperaturen der RAM-Chips mit Finger prüfen, ob da einer zu heiß wird.

  • Das hatte ich schonmal geprüft. Richtig heiss wird der VIC, gefolgt von der CPU und den (eher lauwarmen) ROMs.

    An den RAMs und VIAs war gar nichts zu fühlen, an dem restlichen (CMOS-)TTL-Kram auch nicht so wirklich.

    Ich werde mal die chipselect-Leitungen messen und ansonsten halt ROMs probieren, wenn ich das Ding wieder in der Hand hab.

  • Um auch diesen Thread für nachfolgende Suchende abzuschliessen:

    It's aliiiiveeee :)

    Mein VC20 funktioniert wieder einwandfrei. Es war das Basic-ROM kaputt (wie anscheinend immer bei diesem Fehlerbild). Hätte man sich auch denken können, denn nach dem Sockeln war das Fehlerbild dasselbe, egal ob mit oder ohne den originalen MOS-ROM.

    Ich habe mir also nach dem Sockeln schnell mal einen sehr schicken ISA-Eprommer gekauft und einen meiner vorhandenen 2764 ganz normal 1:1 mit der bin-Datei von der Zimmer-page gebrannt.

    Dann noch bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. mal eben schnell Zwischensockel-Bausätze bestellt, die waren heute da. Es gibt leider keine Beschreibung dazu und mir ist noch nicht ganz klar, was die drei Pullup-Widerstände tun und wie man die Adressleitungen codiert. Für den 2764 war das ganze Gedöns nicht notwendig (einfach rein und gut), ein 27c256 funktioniert ohne die Codierbrücken allerdings nicht, habs extra probiert.

    Ansonsten haben die eine sehr robuste Qualität, allerdings werde ich in den zweiten noch gedrehte Sockel einsetzen. Diese Federn mag ich einfach nicht für mehrfaches Wechseln, die sehen jetzt schon schlimm aus.

    Und ganz wichtig: ERST die Stiftleisten für die Platine einlöten, dann die Widerstände und dann erst den Sockel für den Eprom.

    Erst hab ich es falsch gemacht, den muss ich nochmal komplett auseinanderlöten, man kommt dann nämlich an die letzten Lötstellen nicht mehr dran :)

    Da wäre wirklich vielleicht ein Zettelchen dabei mit all diesen Informationen angesagt, aber es hat andererseits auch Spass gemacht, sich das alles selbst zu erarbeiten:thumbup:

    Ergebnis: 3.... basic-bytes free und Kernal-ROM und der Rest in Ordnung:thumbsup:

    Wer muss denn noch 30EUR für einen NOS-ROM von MOS bezahlen, der wahrscheinlich die gleiche eingebaute Sollbruchstelle hat wie alle anderen nach 40 Jahren? ^^

  • Dann noch bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. mal eben schnell Zwischensockel-Bausätze bestellt, die waren heute da. Es gibt leider keine Beschreibung dazu und mir ist noch nicht ganz klar, was die drei Pullup-Widerstände tun und wie man die Adressleitungen codiert. Für den 2764 war das ganze Gedöns nicht notwendig (einfach rein und gut), ein 27c256 funktioniert ohne die Codierbrücken allerdings nicht, habs extra probiert.

    Die sind für A13, A14, A15.

    Ein 2764 hat nur A0..A12. Wenn man nun ein größeres EPROM einsetzt, kann man zwischen mehreren "Bänken" (= verschiedenen Betriebssystemen) umschalten. Das passiert mit A13, A14, A15 (so vorhanden). Die Pins, die A13, A14, A15 führen, haben bei den "kleineren" EPROMs, wo sie (teilweise) fehlen, andere Aufgaben bzw. sind "NC". Daher ist das unter Umständen egal, wenn da gar nichts anliegt. Siehe:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Bei 2764 sind diese Pins: 26 = NC, 27 = /PGM, 28=Vpp. Diese dürfen offen bleiben.

    Beim 27256 sind das 26 = A13 und 27 = A14. Diese dürfen nicht floaten, sondern gehören auf definierte Pegel. Das machen die Pull-Ups, die legen grundsätzlich mal alles auf "1". Mit den Brücken gehen GND hat man dann Auswahlmöglichkeiten für mehrere 8K-Bänke (maximal 8 bei einem 27512).

    Jetzt klarer? :smile:

  • Bei den Adapter-Platinen empfiehlt es sich noch, alle Pins vor dem Verlöten bündig zur Platine abzuschneiden und dann erst zu verlöten, das macht das Löten einfacher, und außerdem sieht es auch cooler aus.

  • Ansonsten haben die eine sehr robuste Qualität, allerdings werde ich in den zweiten noch gedrehte Sockel einsetzen. Diese Federn mag ich einfach nicht für mehrfaches Wechseln, die sehen jetzt schon schlimm aus.

    Da habe ich genau die entgegengesetzte Erfahrung gemacht. Aber :nixwiss: ...

    Erst hab ich es falsch gemacht, den muss ich nochmal komplett auseinanderlöten, man kommt dann nämlich an die letzten Lötstellen nicht mehr dran :)

    Ja, Versuch macht kluch.

    Wer muss denn noch 30EUR für einen NOS-ROM von MOS bezahlen, der wahrscheinlich die gleiche eingebaute Sollbruchstelle hat wie alle anderen nach 40 Jahren? ^^

    :thumbsup:

  • Ich hab extra das Datenblatt für den 2364 und den 2764 nebeneinandergelegt und auf dem Platinchen die Leitungen ausgeklingelt. Trotzdem war das irgendwie anders verdrahtet, als ich es mir nach dem Datenblatt gelegt hätte. Aber dann einfach probiert, ging ja.

    Ich muss mir demnächst nochmal in aller Ruhe ansehen, was ich eigentlich gemacht hab. Heute sollte einfach nur ein Ergebnis her :)

    Früher hiess es immer, man solle die "NC" unter keinen Umständen ins Platinenlayout als Stützpunkte oder ähnliches einbauen. Ist hier aber sicher egal ^^

    Das nächste Bauprojekt wird dann eine Speichererweiterung oder eine Final Cartridge:thumbup:

    Bei den Adapter-Platinen empfiehlt es sich noch, alle Pins vor dem Verlöten bündig zur Platine abzuschneiden und dann erst zu verlöten, das macht das Löten einfacher, und außerdem sieht es auch cooler aus.

    Ist mir hinterher auch aufgefallen :D

    Naja, das wird wohl nicht die letzte dieser Platinen gewesen sein. Die fürs Kernal werde ich schonmal vorbereiten und irgendwann wird man sicher mal gefragt nach solchen skills.

  • Ich hab extra das Datenblatt für den 2364 und den 2764 nebeneinandergelegt und auf dem Platinchen die Leitungen ausgeklingelt. T

    Auch dafür gibt es Hilfe in der F64-Galerie:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    :smile:

    Bei den Adapter-Platinen empfiehlt es sich noch, alle Pins vor dem Verlöten bündig zur Platine abzuschneiden und dann erst zu verlöten, das macht das Löten einfacher, und außerdem sieht es auch cooler aus.

    Geschmackssache. :smile: