Upscaler für C64

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 3.779 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. Dezember 2022 um 22:45) ist von baxt3r.

  • Hallo allerseits,

    ich würde gerne meinen C64 an einem modernen TFT mit HDMI betreiben. Aktuell besitze ich einen OSSC und einen (China)-Konverter Scart to HDMI. Mit dem Scart auf HDMI Konverter erhalte ich auch ein Bild (von Kabel C64->Scart, verwendetes Kabel Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) - allerdings lässt hier die Qualität zu wünschen übrig.

    Der OSSC lässt sich ohne aktiven Konverter leider nicht betreiben. Ich habe mir einen Teil der Antworten aus Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. angeschaut, ebenso die Infos aus Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - dennoch bin ich nicht schlauer daraus geworden. Habt Ihr hier vielleicht eine Empfehlung für mich?

  • Dringende Empfehlung: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Danach kann dann nochmal über den Wunsch nach TFT, HDMI, Converter, Upscaler usw. nachgedacht werden ;)

    Avatar: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Foto von Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Gut und halbwegs günstig. Ein S-Video Kabel für den C64 ist aber Pflicht.

    Oder eben über deinen OSSC, kombiniert mit dem Koryuu Transcoder (auch per S-Video Kabel). Dann wird das Bild noch besser, da ein Upscale von 3x-5x möglich ist. VGP versendet aus Irland. Kommt also kein Zoll drauf.

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  • Dringende Empfehlung: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Dringende Empfehlung an die Berliner Jungs: Weniger saufen (das Bier auf dem Foto der Homepage spricht Bände...), mehr denken, bevor man kompletten Blödsinn verzapft:

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    Ein Audioverstärker, egal wie alt oder neu, der GLEICHspannung verstärkt, der würde binnen Minuten jeden angeschlossenen

    Lautsprecher ruinieren, sprich zum Zigarettenanzünder umfunktionieren, da übliche, magnetische Lautsprecher nur Wechselspannung

    vertragen, bei Gleichspannung wird die Erregerspule heiß, sehr sehr heiß und dann brennt entweder die Spule durch oder gar die Membran des Lautsprechers ...

    Daher sind sämtliche Audioverstärker über Kondensatoren eingangsseitig wechselstromgekoppelt und ausgangsseitig auch oder aber bei Gegentakt- oder noch

    komplexerem Schaltungsaufbau andersweitig gegen Gleichspannung am Ausgang gesichert.

    Ältere Verstärker aus den späten 60ern bis Mitte 1980er (und natürlich sämtliche Billigware bis heute) können aber durchaus im Fehlerfall Gleichspannung an die Lautsprecher liefern und diese damit schrotten.

    PS: Sieht man, dass die Membran eines oder aller Lautsprecher beim Einschalten des Verstärkers nicht nur kurz zuckt (Einschaltknacken) sondern sich bewegt und dann -ohne Aussteuerung dauerhaft in anderer Lage (weiter draussen oder drinnen je nach Polarität) verbleibt, dann ganz schnell den Verstärker ausschalten und erst nach Instandsetzung wieder einschalten. Wenn die Lautsprecher dann mit reinem Ton angesteuert nicht rasseln, kratzen oder "sägen" und bei (ebenso kurzzeitiger!) Messung noch den aufgedruckten Ohm-Wert aufweisen, dann hat die Spule überlebt, wenns heiser klingt, dann wurde der Schutzlack zu heiß und löste sich und bildete Luftblasen, die dann am Magneten oder der Führung anstehen und das Geräusch erzeugen!

  • Und zur eigentlichen Frage:

    Reines HDMI erfordert viel externen Wandlungsaufwand (und somit Zusatzkosten und Komplexität) und liefert oft dennoch nicht die besten Resultate, daher meine Empfehlung:

    Es gibt (Marken-)TFTs mit eingebautem Videoeingang resp. TV-Tuner in so ziemlich allen Größen, die können üblicherweise auch recht gut mit dem S-Video oder wenigstens Composite-Video des C64 & Co. umgehen. Da ist es eigentlich fast egal, ob die primär als TV oder Monitor beworben werden, Hauptsache analoger Videoeingang, am Besten natürlich S-Video im Falle vom C64 & Co., die das auch ausgeben können. (war damals noch eher unüblich, Composite oder RGB war angesagt)

    Mit der Bildschirmgröße sollte man es bei der geringen Auflösung von C64 & Co. nicht übertreiben (es sei denn man hält entsprechend Abstand), 14" sind schon ok, mehr als 22" finde ich persönlich absolut unpassend, da sind einzelne Pixel dann schon sehr dominant und selbst klein Farbsäume wirken sehr lästig.

    Wenn Kanten überzeichnet wirken oder die Farben sehr unnatürlich, dann zuerst Pegel prüfen, weniger ist oft mehr und/oder besseres, geschirmtes Kabel verwenden.

    Habe sowohl mit Samsung als auch JVC hier gute Erfahrungen gemacht, aber sogar ältere TFTs aus der Anfangszeit der flachen TVs und NoNames liefern oft erstaunlich gute Resultate (habe z.b. in meiner Werkstatt zwei alte "all in one" 19" TFTs von "odys" mit Tuner und DVD-LW, sowie Eingängen für VGA, Composite, Scart und TV-Antenne, an denen laufen so gut wie alle Computer der pre-hdmi-Ära, egal ob VGA, CGA (= composite), RF oder eben Commodore S-Video (über Scart). Alte 4:3 Monitore haben natürlich einen Vorteil bei der Geometrie, sprich stellen das Bild meist nativ schon unverzerrt dar, weitere digitale und somit Unschärfe erzeugende Stauchung etc. ist nicht notwendig und die Bildschirmgröße wird voll genutzt.

    Ausserdem gab und gibt es auch immer wieder reine Computer TFT-Monitore mit VGA-Eingang, die dennoch auch 15.625 KHz hor. 50Hz vert. darstellen können, sprich nach Wandlung von Composite auf RGB mit dem Signal des C64 klarkommen.

    Testweise kann man dazu das composite-Signal auf dem Signaleingang für Grün (und eventuell Sync separat zusätzlich) einspeisen, denn der ist meist auch in der Lage, Sync mit auszuwerten (da gerade hochwertige Workstations früher Sync on green machten), wenn dann ein unverzerrtes Schwarz-Grün-Bild entsteht, lohnt eine kleine Bastelei, die FBAS nach RGB wandelt und von der zig Varianten im WWW sowie in älteren Fachzeitschriften wie Elektor, Elrad, oder den Heimcomputermagazinen veröffentlicht wurden. Diese nutzen allesamt einen Typ von IC, der auch im Röhren-Color-TV die Wandlung vornimmt, da die Bildröhre selbst auch nur RGB versteht :wink: und ist deutlich einfacher und günstiger als ein "echter" Scandoubler oder Upscaler und erzeugt in Summe weniger Latenz.

  • Ein gutes Kabel rettet aber bei direktem Anschluss nicht komplett das Bild. Für ein 288p Signal sind aktuelle Monitore/TVs halt nicht ausgelegt, die internen Upscaler manche Geräte erkennen es sogar als 576 interlaced. Was dann ein echt übles Bild gibt. Generell sollte man da immer mit mindestens 576p reingehen (2x Scale wie z.B.der oben verlinkte ODV von McBazel), und den Rest vom Monitor/TV skalieren lassen. Der McBazel ist ein RetroTink 2x Klon, also nahezu ohne Lag. Die OSSC/Koryuu Kombo hat auch kein Lag. Bleibt halt das Lag vom TV/Monitor.

  • Ich hätte es freundlicher formuliert, aber das mit der Gleichspannungsverstärkung ist mir auch gleich ins Auge gefallen. Das würde ich im Artikel an Eurer Stelle mal überarbeiten, Thunder.Bird:).

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  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, das hat mir extrem weitergeholfen :thnks:

    Ich habe mich zunächst für den Mcbazel entschieden und ein S-Video-Kabel dazu geordert, alternativ werde ich mir danach den Koryuu Transcoder näher anschauen.

    Ich werde berichten, sobald die Lieferung da ist und ich das Setup testen konnte.

    Viele Grüße

    Arndt

  • Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu...

    Ich habe sowohl den ODV, als auch einen RetroScaler 2x, und beide liegen ungenutzt in der Schublade, das sind eher Bildverschlimmbesserer,

    leider können die Dinger nicht zaubern, schickst du Müll rein, dann kommt auch Müll raus!

    Dazu gesellen sich noch Probleme durch die Wandlung...

    Meiner Erfahrung nach besorgt man sich besser einen passenden Monitor, ich habe 2x Acer MV230 im Einsatz, der Monitor unterstützt neben

    2x HDMI, noch VGA, Scart, SVideo und Komponente.

    Auch ruckelfreies Scrollen geht mit diesem Monitor...

    Assy 250466 mit VIC 8565R2 Umrüstung und LumaFix, angeschlossen über S-Video.

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    Assy 250469 mit LumaFix, angeschlossen über Scart (S-Video)

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    Assy 250425 mit c0pperdragons FPGA Video Enhancement, angeschlossen über Komponente, das 3. Bild zeigt den Anschluss über SVideo.

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    Der VIC 8565R2 (Assy 250469) macht auf einem TFT das schönere Bild, der VIC 6569 neigt zu Farbbluten, der 8564 hat dafür Graydots...

    Mit einem Assy 250407 ist es wirklich schwierig ein vernünftiges Bild zu bekommen, Ausnahme ist hier der FPGA Video Mod.

    Mfg Jood

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  • Hallo zusammen,

    nachdem heute nach dem ODV auch das S-Video-Kabel eingetroffen ist, hatte ich Gelegenheit für einen kurzen Test, den ich mit Euch teilen möchte.

    Insgesamt finde ich das Ergebnis wirklich gut - deutlich besser als alles, was ich zuvor versucht habe.

    Der ODV unterstützt 3 Modi: Line Double, Line Double with Filter und Passthrough. Hiervon nutze ich aktuell den normalen Line Double Mode, den ich von der Bildschärfe als besser empfinde:

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    Hier die Ergebnisse:

    Modus 1 - Line Double

    Bietet meiner Meinung nach das beste Ergebnis hinsichtlich der Bildschärfe.

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    Modus 2 - Line Double with Filter

    Sorgt für ein leicht verwaschenes / weichgezeichnetes Bild, auch ein leichtes Flimmern ist festzustellen.

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    Modus 3 - Passthrough

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    Viele Grüße

    Arndt

  • Das ist vollkommen ok. Wer mehr möchte muß halt einen Component Mod machen. Einen Tick besser wäre auch noch der Koryuu Transcoder am OSSC, wegen der höheren Auflösung. Reicht aber so, denke ich. Viel Spaß damit.

  • Freut mich das wir dir helfen konnten und das ODV bei dir auch gute Ergebnisse liefert.

    OSSC +

    ist nicht wirklich besser... Zumindest meiner Meinung nach.