Zu hohe Hardwareanforderungen bei Emulatoren unter DOS?

Es gibt 167 Antworten in diesem Thema, welches 19.489 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Oktober 2024 um 14:16) ist von sm74.

  • Der theoretisch interessanteste Aspekt wäre doch: wie sehr bremst ein komplexes OS wie Win32 oder Linux die Performance eines Emulators im Vergleich zu bare-metal oder close-metal DOS/DPMI.

    Hier dürften die mangelnden Realtime-OS Features besagter Systeme zum Tragen kommen. Sprich: irgendein belangloser Hintergrund-Prozess bekommt immer wieder so hohe Prio, dass die User Experience des Emu durch Ruckler leidet.

    Das ist selbst auf modernen PCs mit dutzenden Cores (für>10000€) manchmal ein Problem, das man nicht für möglich halten sollte.

  • 1123

    Ehrlich gesagt, dieser Thread ist absolut toxisch. Da werden grundsätzlich nur - auch aus längeren Postings - Punkte rausgesucht, um sich mit Schaum vor dem Mund zu echechauffieren. Kannte ich hier bisher so gar nicht ... und auch nicht von einigen Postern, die hier extrem wettern.

    Bei allen Respekt, was soll an der Diskussion denn toxisch sein? Extrem wettern geht anders.

    Es gab hier genug rationale Erklärungen und plausible Aspekte zum Thema Emulation auf alten (x86) CPUs.

    Du pickst dir ja folgend auch nur aus dem Kontext gerissene Punkte raus, die bei weitem nicht die Information dieses Threads widerspiegeln.

    Die Textform klingt manchmal vielleicht etwas ruppig, aber dennoch sind wir uns alle wohlgesonnen. Alles andere verbietet der Forumskodex.

    Ich glaube das wäre doch die Antwort auf die Frage des Ursprungsposters und er würde das auch akzeptieren, wenn da eben nicht sein geliebter 486er rauskommt, sondern ein PIII mit AGP-Grafikkarte. Aber hier finden sich nur Antworten, wie "das braucht keiner", "du provozierst nur", "kannst du dir keinen Rechner leisten?", usw. Ätzend für ein Forum, deren Debatten doch in Erkenntnisgrewinn münden sollten (dachte ich zumindest).

    Ich meinte übrigens ALLE 486er Besitzer und darunter.

    Könnte so mancher Emulator unter reinem DOS bei effizienter Programmierung auch auf älteren PCs bzw. unterhalb der Pentium-Schwelle flüssig(er) laufen?

    Damit meine ich jetzt nicht, dass ich von einem 386er erwarte, einen Amiga oder eine Playstation etc. flüssig zu emulieren. Irgendwo muss natürlich eine Grenze sein. Aber sollte es nicht theoretisch möglich sein, mit einem schnellen 486er (66 Mhz oder mehr) einen Großteil der 8-Bit-Rechner und Konsolen akzeptabel zu emulieren, eventuell auch einige 16-Bit-Geräte? In der Praxis geht das ja leider oft nicht.

    Wie bringst du das alles in Zusammenhang?

  • Ehrlich gesagt, dieser Thread ist absolut toxisch. Da werden grundsätzlich nur - auch aus längeren Postings - Punkte rausgesucht, um sich mit Schaum vor dem Mund zu echechauffieren. Kannte ich hier bisher so gar nicht ... und auch nicht von einigen Postern, die hier extrem wettern.

    Absoluter Quatsch. Es gibt hier genug sachliche Antworten mit Begruendung und allem. Sogar von denen, die hier "extrem wettern", wie Du es nennst. Und ja, es werden auch Punkte rausgesucht, aber diese Punkte sind ja so gesagt worden. Und es wurde auch haeufig gesagt, dass er seine Frage durchaus sachlicher haette formulieren koennen, wenn er diese Punkte weggelassen haette.

    Man kennt jedoch zusaetzlich auch die Einstellung und das "Wettern" des Original-Posters - auch aus anderen Threads. Vielleicht ist Dir das ja entgangen. Oder darf ER "toxische" Sachen schreiben, andere hingegen nicht?

    "kannst du dir keinen Rechner leisten?"

    Wo wurde denn DAS gefragt?

    - neue Spiele für den C64 -
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  • GeTE BMC64 will mindestens einen RPi2 (die Version für den Pi0 ist abgespeckt/bringt nicht volle FPS). Ein RPi2 hat eine relativ ausgewachsene 900MHz-Quad-Core-CPU. Das ist schon ein Stück von einem 486er oder auch einem P3 entfernt.

    RexRetro Das "Weglassen" des OS wird bei BMC64 in erster Linie gemacht, um eine schnelle Bootzeit zu erreichen, und man erkauft sich damit Unflexibilität in Sachen Hardware-Unterstützung. Schneller im eigentlichen Betrieb wird's damit nicht. Der CPU-Verbrauch durch einen normalen OS-Scheduler ist so gut wie nicht messbar, die Autoren von Betriebssystemen (speziell Linux) sind ja nicht komplett blöde.

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  • Dass das beim BMC64 kein Linux ist, sondern der Emulator ohne Betriebssystem direkt auf der Hardware läuft, wurde ja schon gesagt.

    Auf einer PenitumIII-CPU wäre das Äquivalent ja im Prinzip DOS mit einem Emulator, und dass da eine ordentliche Emulation (nach heutigen Maßstäben) nicht zu machen ist, wurde auch schon mehrfach herausgearbeitet.

    Boah, "herausgearbeitet"? Nö, behauptet. Das ist etwas Anderes, zumal die verfügbaren DOS-Emulatoren ja schon seit Jahren (Jahrzehnten) nicht mehr aktiv weiter entwickelt werden. Aber dazu gleich mehr.

    GeTE Ein bare-metall C64 Emulator für - sagen wir mal - IBM PS/2 Model 80 im 386er protected mode, fände ich durchaus ein interessantes Experiment.

    Aber wenn schon - denn schon: alles selbst machen, nur BIOS erlaubt.

    DOS/DPMI ist doch als „OS“ dann mehr im Weg, als das es hilft.

    Aber real wird das halt nie passieren, weil die Schnittmenge von Model-80 Besitzern und C64-Emulator-Codern sehr klein sein dürfte.

    Ich denke, anders als auf dem RasPi, fände ich es auf x86-32 besser nicht ein System fix als Ziel zu setzen, sondern eben ein Linux zu strippen und dann die zeitkritischen Module neu (in Assembler) zu implementieren, dass sie möglichst auf Standards aufsetzen (etwa VESA 2.0 und nicht direkt auf z.B. Tseng ET4000W32). Ziel wäre die Minimierung dessen, was noch Betriebsssystem zwischen Emulator und der Hardware ausmacht. Vielleicht bleibt dann eigentlich auch kein Betriebssystem mehr übrig, sondern nur noch so etwas wie ein Grafik- und ein Soundkartentreiber. Das würde sich dann starten, wie Demos, wo man angibt was für eine Soundkarte man hat. Toll wäre natürlich würden da diese Multi-SID-Karten für den ISA-Bus oder Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. direkt unterstützt werden (so ein "Bare-Metal-x86-32-C64" aka BMx8632C64 mit Multi-SID-Card-Unterstützung wäre für MSSIAH aber ein verlockendes Setup!).

    Wenn da letztendlich nichts mehr rausgequetscht werden kann, würden wir ja sehen, was bei einem aktuellen Emulator die notwendige Minimalstkonfiguration wäre. Ich vermute mit ISA-Bus geht da gar nichts und eigentlich ist der Flaschenhals zur Grafik der limitierende Faktor. Ob Vesa-Local-Bus oder PCI schon reicht, wage ich zu bezweifeln, daher hatte ich auf den PIII mit AGP getippt. Das ist aber nur meine Wette, kein Beweis! Wissen tun wir das erst, sollte es den BMx8632C64 wirklich eines Tages als Software geben.

    GeTE BMC64 will mindestens einen RPi2 (die Version für den Pi0 ist abgespeckt/bringt nicht volle FPS). Ein RPi2 hat eine relativ ausgewachsene 900MHz-Quad-Core-CPU. Das ist schon ein Stück von einem 486er oder auch einem P3 entfernt.

    Dann mal Butter bei die Fische: Was wäre deiner Ansicht nach denn das Aequivalent zu einem RPi2 aus der Intel/AMD-Welt? Deutlich langsamer als ein aktueller Core-I oder Ryzen ist der ja schon ...

    RexRetro Das "Weglassen" des OS wird bei BMC64 in erster Linie gemacht, um eine schnelle Bootzeit zu erreichen, und man erkauft sich damit Unflexibilität in Sachen Hardware-Unterstützung. Schneller im eigentlichen Betrieb wird's damit nicht. Der CPU-Verbrauch durch einen normalen OS-Scheduler ist so gut wie nicht messbar, die Autoren von Betriebssystemen (speziell Linux) sind ja nicht komplett blöde.

    Ich bin jetzt nicht RexRetro, aber neben der Boot-Zeit war der Anspruch von BMC64 hauptsächlich diese Mikro-Ruckler und Timelags bei der Joystickabfrage rauszupatchen, damit der Emulator weiter an die Qualität einer Computernachbildung per FPGA ran kommt. Damit betrifft die Optimierung schon die Laufzeit des Emulators und nicht nur den Start.

    Das kam etwas in den falschen Hals, weil - meiner Erinnerung nach - der Entwickler von der Portierung auf den RasPi400 abgesehen hatte, weil er da keine ihm akzeptable Boot-Zeit realisieren konnte und sich das Gerät dann, obwohl es ein Tastaturcomputer ist, eben doch nicht wie ein C64 anfühlen würde.

    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von GeTE (4. Dezember 2022 um 14:19)

  • Sehr interessante Frage - ein interessanter Thread - (ich habe ihn gerade erst die Tage entdeckt) - wobei ich mich auch wundere was Dir alles so unterstellt wird, was in Deine (wenigen) Postings hier so alles reininterpretiert wird. Bei mir kommen Deine Fragestellungen rein sachlich rüber, und es ist IMO interessant darüber sich auszutauschen. Also los gehts...

    [...]

    Beeindruckend fand ich noch Deine Beispiele im Thread Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    [...]

    Ich muss ZeHa hier leider insgesamt zustimmen. Möglicherweise meint Chris P. das alles gar nicht so böse, seine Schreibweise finde ich aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Bspw. in dem von dir verlinkten Zitat schreibt er unter seinen Bildern: "Das hatte eventuell mit der generellen Abneigung der Amiga-Leute gegenüber DOS zu tun, denn im Prinzip war der Port auf einem guten Weg." Was sollen denn diese unterschwelligen Angriffe und Vermutungen?

    Ich hab mich gestern Abend mal durch die Tiefen des Internets gewühlt, um etwas über DOSUAE zu erfahren. In den Foren wurde berichtet, dass er langsam ist, ECS nicht gut unterstützt, und AGA oder MMU gar nicht vorhanden waren. Dass dort ein Turrican 3 mit vollen Framerates und vernünftigem Sound gut läuft, möchte ich hier doch gerne in Frage stellen. Ich frag mich, ob Chris schon mal einen gut funktionierenden UAE gesehen hat.

    Der letzte Release ist wohl von 1999 - da war DOS kommerziell bereits tot. Die Mehrheit war inzwischen bei Windows 9x/ME angekommen und wer Windows nicht mochte, der ist zu Linux gewechselt. DOS hatte keine Zukunft, deshalb wurde der Port von UAE eingestellt - nicht weil irgendwelche Amiga-Leute DOS hassen.

    Die grundsätzliche Aufregung über Chris kommt aber m.E. auch daher, dass er zwar Antworten und Hilfe sucht, auf diese aber gar nicht eingeht. Das ist in diesem Thread so und war in seinem Klick'n'Play-Thread nicht anders. Da hatte er die Antwort schon auf der ersten Seite bekommen, hatte diese aber nicht gelesen oder verstanden oder nicht akzeptiert, weil es keine positive Lösung zu seinem Problem war.

  • Ein Aspekt bzgl. des Wunsches nach „Super-Optimierung“ per handgecodetem Assembler wurde bisher noch nicht angesprochen: ein x86 ist seit Mitte der 90er im Grunde ein CISC/RISC-Hybrid mit extrem komplexer Mikroarchitektur und fetter, wirrer ISA.

    Da kann man nicht Taktzyklrn zählen für eine handvoll Instruktionen, wie beim 6510 (oder auch noch beim 68000er).

    Lange Pipelines, viele Execution Units für OOO, Branchprediction, MMU, TLBs, Cache-Hierarchien, Mix von Microcode und RISC-Befehlen machen Handoptimierung in Assembler extrem aufwändig und sehr unterschiedlich für zB P-III vs K6 vs P4 vs Athlon.

    Real wird man einen ok’ish bis gut optimierenden C/C++ verwenden und sich mit vtune tot profilen.

    Gab es vtune überhaupt mal für DOS?

  • RexRetro Das "Weglassen" des OS wird bei BMC64 in erster Linie gemacht, um eine schnelle Bootzeit zu erreichen, und man erkauft sich damit Unflexibilität in Sachen Hardware-Unterstützung. Schneller im eigentlichen Betrieb wird's damit nicht. Der CPU-Verbrauch durch einen normalen OS-Scheduler ist so gut wie nicht messbar, die Autoren von Betriebssystemen (speziell Linux) sind ja nicht komplett blöde.

    Natürlich nicht. Aber weder Windows noch Linux sind hard real-time Systeme. Es passiert einfach so viel im Hintergrund, von dem auch die Kernel-Entwickler nichts wissen können, zB. auch in Treiber-Threads im Kernelspace - und was aus OS Sicht vielleicht wirklich dringlich ist und hohe Prio braucht - das es galt auch heute auf high-end Workstations mit 48 physischen (und 96 logischen Cores) bei 3GHz mal kurze Aussetzer gibt, die in Mikro-Rucklern resultieren.

    Was zB bei VR mit fix 90Hz und 2x 4K (mit RTX A5000) manche User im wahrsten Sinne zum Kotzen bringen kann. Das periphere Sehen ist da supee empfindlich und VR-Sickness ist real.

  • Natürlich nicht. Aber weder Windows noch Linux sind hard real-time Systeme. Es passiert einfach so viel im Hintergrund, von dem auch die Kernel-Entwickler nichts wissen können, zB. auch in Treiber-Threads im Kernelspace

    Echtzeit oder nicht ist wirklich nicht allzu relevant. Viel wichtiger sind Dinge wie FreeSync/G-Sync, um die eher krummen Bildwiederholraten direkt an das Anzeigegerät weiterreichen zu können.

    Ohne hat man zwangsläufig periodisch auftretende Ruckler, egal, wie schnell der Rechner ist.

  • Joah, ich wundere mich manchmal, wenn es heisst, heutige PC Systeme nehmen dem Nutzer zu viel ab, vereinfachen zu viel, nehmen im die Kontrolle.

    Wer sagt das denn? Vielleicht irgendwelche Nerds, die vielleicht besser Linux verwenden würden?

    Wie du schon sagst, zum Basteln habe ich meine Retrorechner. Windows soll einfach nur funktionieren. Und das tut es sehr gut.

  • Natürlich nicht. Aber weder Windows noch Linux sind hard real-time Systeme. Es passiert einfach so viel im Hintergrund, von dem auch die Kernel-Entwickler nichts wissen können, zB. auch in Treiber-Threads im Kernelspace

    Echtzeit oder nicht ist wirklich nicht allzu relevant. Viel wichtiger sind Dinge wie FreeSync/G-Sync, um die eher krummen Bildwiederholraten direkt an das Anzeigegerät weiterreichen zu können.

    Ohne hat man zwangsläufig periodisch auftretende Ruckler, egal, wie schnell der Rechner ist.

    Nein, wenn ich 90 fps für VR/AR haben will, dann will ich 90 fps haben und nicht manchmal 60 und mal 120.

    Und wenn die vom Kunden favorisierte Brille kein Free-/G-Sync kann (welche kann das denn?) und man evtl. mit Tracking-Devices oder AR-Kameras synchron sein will/muss, dann wäre das auch nicht hilfreich.

    Wenn 99.999% der Frames in 8-10 ms fertig sind, und dann mal eins >=12 ms braucht und es nicht an unterschiedlicher Grafiklast liegt, sondern weil irgendwas im System gerade hakelt, und dies auch bei high-end Systemen im fünfstelligen Bereich, dann ist das sehr ärgerlich.

    Und 0.001% der Frames bei 90 fps ist nunmal ca. alle 11 Sekunden.

  • Nein, wenn ich 90 fps für VR/AR haben will, dann will ich 90 fps haben und nicht manchmal 60 und mal 120.

    Und wenn die vom Kunden favorisierte Brille kein Free-/G-Sync kann (welche kann das denn?) und man evtl. mit Tracking-Devices oder AR-Kameras synchron sein will/muss, dann wäre das auch nicht hilfreich.

    Reden wir über verschiedene Dinge? War das Thema nicht Emulation alter Hardware vs. Betriebssystem-Interferenz?

  • da einige (wenige) Leute alte PCs als schnucklige Retro-Objekte sehen, andere hingegen nur als Schrott, den noch keiner abgeholt hat.

    Oha, das ist ja direkt ne "Kampf"-Ansage eines der WENIGEN, die wohl intel(c)lektuell nicht zur PC-Nutzung aufschliessen konnten,

    um das mal auf gleichem Niveau zu kontern!:pumpkin::saint:

    So klein ist diese Zahl nämlich wirklich nicht, wenn man sich das rege Treiben auf den entsprechenden Foren von "minuszerodegree"s über diverse Dos-Foren bis hin zu den meistgenutzten Subforen im VzEKC so ansieht...

    Letztlich wird es so laufen wie in der Auto-Oldtimer-Szene, wo auch schon 2004 zum 30. Jahrestag (und somit Oldtimerreife) des Golf-I der Weltuntergang herbei geredet wurde, aber letztlich nur das passierte, was überall passiert und der menschlichen Vergänglichkeit geschuldet ist:

    Vorkriegs-Oldtimer finden sich heute hauptsächlich noch in Museen, kaum Jemand findet heute noch Interesse daran eine Tin-Lizzy von 1907-27 zu restaurieren, denn die Leute, die mit dieser Technik aufgewachsen sind, sind selbst längst Geschichte oder aber in einer der vielen "Wartehallen" Gottes (Altenheime). GENAU so wird es auch den C=-Rechnern ergehen, beim PET und den großen CBMs sieht man bereits ein Nachlassen des aktiven Interesses, noch aber nicht wirklich des Sammlerwertes, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

    Das aktuelle gehypte "YT on CBM PET" Projekt *) ist letztlich sogar ein Beweis dafür, denn der PET darin ist absolut austauschbar gegen irgend ein Textterminal der 1970er oder auch einen IBM-UR-PC und symbolisiert letztlich nur einen "uralten" Rechner, der NICHTS kann, während das eigentliche Projekt eher zeigen soll, dass es auch heute noch junge Freaks gibt, die heutige Systeme (raspi & Co) bis auf Letzte ausreizen können...)

    Und nachdem die meisten PCs jünger sind, als die Commodore-Geräte, weil eben die WIRKLICH GROSSE Verbreitung von "persönlicher" Computertechnik erst ab Anfang der 1990er so richtig Fahrt aufnahm, werden diese Geräte (also nicht die XTs der 1980er, sondern eben eher 386 & VGA sowie aufwärts) auch aktuell immer dominanter in der Szene, die natürlich auch vom Nachwuchs lebt, der in den 1980ern geboren und in den 1990ern seine prägenden Ersterfahrungen mit Computern hatte.

    Recht selten übrigens mit Geräten jenseits des WINtel-PCs, denn die Marktanteile von Apple, Next & Co. lagen seinerzeit arg darnieder und auch technisch galten die Geräte zu Recht als veraltet (Apple konnte z.b. noch nicht mal multitasken, obwohl die 68k Prozessoren das durchaus hergegeben hätten, ich erinnere mich gut an peinlich stehen bleibende Uhren in nicht aktiven Fenstern in pre System7 Rechnern...)


    *) siehe z.b. hier: Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

  • Kurzer Nachtrag: ich hatte am Wochenende jetzt offline die Beiträge bis Freitag nachmittag nachgelesen. Vielen Dank an alle, die zum Thema geantwortet haben.

    Um ein Missverständnis zu klären, das wohl durch die etwas vage Formulierung mit den Beispielen im Eingangspost entstanden ist: ich wollte mich absolut nicht darüber beschweren, dass irgendwelche Emulatoren auf meinem Rechner nicht laufen. Dazu besteht auch kein Grund. Aus Erfahrungswerten kann ich sagen, dass es für ziemlich jeden 8- und 16-Bit-Rechner und Konsole einen guten und stabilen Emulator gibt, der unter DOS flüssig auf einem Pentium 166 läuft. Das gilt selbst für Geräte mit eher exotischen Zusatzchips wie z.B. die PC Engine (die mittels HuGo sehr gut emuliert wird). Ich bin da also weder frustriert, noch unglücklich mit meiner vermeintlichen "Steinzeithardware", sondern sehr zufrieden.

    Meine ursprüngliche Frage zielte darauf ab, ob es durch Optimierung bzw. ressourcensparende Emulationsmethoden möglich wäre, diese Bandbreite auch auf einem Rechner unterhalb der Pentium-Schwelle zu erhalten. Es war eine theoretische Frage, die weder aktuelle Programmierer "herabsetzen" wollte, noch von ihnen verlangte, solche Software entgegen der Marktsituation zu entwickeln. Die hypothetische Natur der Frage lässt sich auch daran erkennen, dass ich den im Eingangspost erwähnten "schnellen 486er" gar nicht selbst besitze. Ich habe noch einen DX2/66 hier, aber den würde ich eher zur guten Mittelklasse rechnen (ich mag ihn trotzdem gern).

    Edit: hoppla, ich sehe gerade, dass ich den DX2/66 ja im Eingangspost auch als Anforderung erwähnt habe. Mein Fehler. Ein schneller 486er sollte eher im Bereich um die 100 Mhz liegen.

    P.S. Die restlichen Beiträge seit Freitag lese ich später noch durch. Es ist keine böse Absicht oder absichtliches Ignorieren, wenn das etwas dauert.

  • Ehrlich gesagt, dieser Thread ist absolut toxisch. Da werden grundsätzlich nur - auch aus längeren Postings - Punkte rausgesucht, um sich mit Schaum vor dem Mund zu echechauffieren. Kannte ich hier bisher so gar nicht ... und auch nicht von einigen Postern, die hier extrem wettern.

    Mich erinnern einige Antworten auch an das Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ;)

    Ich glaube das wäre doch die Antwort auf die Frage des Ursprungsposters und er würde das auch akzeptieren, wenn da eben nicht sein geliebter 486er rauskommt, sondern ein PIII mit AGP-Grafikkarte. Aber hier finden sich nur Antworten, wie "das braucht keiner", "du provozierst nur", "kannst du dir keinen Rechner leisten?", usw. Ätzend für ein Forum, deren Debatten doch in Erkenntnisgrewinn münden sollten (dachte ich zumindest).

    Debatten auf der Sachebene sind gerade seit den letzten Jahren total out. Bist Du nicht einer bestimmten Meinung, muss Deine nicht nur falsch sein, sondern Du wirst antagonisiert, diffamiert, etc. Das Gute an wissenschaftlichen Debatten (in so nem Fachforum sollte man auch sowas können) liegt eben darin, dass es auch ein Erkenntnisgewinn für alle Seiten sein kann, deutest Du oben genau richtig an. Die "Wahrheit" ist eben nicht nur s/w sondern liegt oft genau in der Mitte. In dem Fall z.B. wie Du ebenfalls IMO treffend schreibst...

    Darum jetzt mal zurück auf den Punkt, den ich in meinem Posting anführte: Es gibt BMC64. Das ist daraus entstanden den Emulator auf ARM-Linux laufen zu lassen und das Linux dann so weit runter zu strippen, um dann zu sehen, welche Komponenten überhaupt minimalst zum Betrieb des Emulators notwendig sind ... und davon die zeitkritischen neu zu implementieren. Das Ganze wurde aber eben auf ARM umgesetzt und die Frage ist doch, ginge das auch für x86-32-Hardware? Natürlich, man müsste es nur machen (und die Fähigkeit dazu haben). Und wenn man das machen würde, was wäre dann die Minimalhardwarekonfiguration (CPU, RAM, GPU)?


    Ich glaube das wäre doch die Antwort auf die Frage des Ursprungsposters und er würde das auch akzeptieren, wenn da eben nicht sein geliebter 486er rauskommt, sondern ein PIII mit AGP-Grafikkarte.

    So isses. Und zu dem durchaus subjektiven Empfinden was "ruckelige Grafik" bzw ein braubarer Emu (inkl entprechenden Hardwareanforderungen) sein kann - wer nicht das Haar in der Suppe sucht (z.B. Mikroruckler) kann eben auch mit weniger happy sein.

    Und nochmal zu Chris - ich kenne ihn auch aus diversen anderen Foren, wo ich ihn ebenfalls als umgänglichen Zeitgenossen erlebt habe, mit IMO sehr interessanten

    Postings. Aber auch ohne ihn ansonsten gekannt zu haben, wäre ich recht verwundert, wie man seine Postings hier anders auffassen kann als hier von ihm beschrieben...

    Nochmals: ich habe nichts gegen aktuelle PCs und Technik. Wer damit glücklich wird - gerne. Es interessiert mich persönlich nur nicht und ich sehe für mich keinerlei Notwendigkeit dafür - auch nicht als Grundlage für Emulation. Was mir hier im Forum (und unterschwellig auch wieder in diesem Thread) halt negativ auffällt, ist die Herabsetzung von älterer PC-Technik und DOS. Da heißt es dann schnell wieder sinngemäß "Geht bestimmt nicht richtig", "Kann gar nicht funktionieren", "Warum sollte man?" oder "Ist nur für Nostalgie geeignet". Und das sehe ich aus Erfahrungswerten anders. Es verwundert mich halt nur, dieser Mentalität immer wieder in einem Retroforum zu begegnen.

    Ja ich hätte so ein z.T. Tonfall auch eher in einem Railshooter Fanboy Forum - CallofDutyvollgeilergrafikpornwar90 - erwartet.

    Und das schreibe ich als jemand der auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sehr viel abgewinnen kann.

    BTW: Postings/Beiträge interessant zu finden bedeutet übrigens nicht, dass man 100pro der Meinung des Autors sein muss. Ist in Debatten so - so wie ich es noch kenne - die Älteren erinnern sich vielleicht noch *g*

    Chris P.

    Ich hoffe Du behält trotz des z.T. "wie isst man eine Banane" Syndroms (s.o.) in diesem Thread Deine Lust Dich hier im Forum einzubringen, ich würde es ansonsten vermissen.

    My C64 Story: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz G (5. Dezember 2022 um 09:31)

  • Bist Du nicht einer bestimmten Meinung, muss Deine nicht nur falsch sein, sondern Du wirst antagonisiert, diffamiert, etc.

    Das nimmt mir gerade irgendwie die Motivation, die Antworten im Thread seit Freitag nachzulesen. An Erkenntnisgewinn wäre ich interessiert, an toxischen Inhalten aber nicht.

    Ich hoffe Du behält trotz des z.T. "wie isst man eine Banane" Syndroms (s.o.) in diesem Thread Deine Lust Dich hier im Forum einzubringen, ich würde es ansonsten vermissen.

    Es ist halt zugegeben etwas demotivierend, wenn man sich Mühe mit einem Thema macht und dann in Antworten dazu nur einzelne Wörter oder Zeilen ohne viel Kontext rausgepickt werden, um alles in ein so negatives Licht wie möglich zu stellen bzw. dadurch die Grundstimmung im Thread negativ und ablehnend gemacht wird.

    Ich denke, dass gerade die produktive, kreative und aktive Nutzung von sogenannten "alten" PCs viel mit persönlicher Erfahrung und Sympathie für die Hard- und Software zu tun hat. Das gibt einem dann auch einen Überblick darüber, was alles geht und was nicht geht. Trotzdem gibt es immer offene Fragen. Wenn allerdings gleich kategorisch ausgeschlossen wird, dass irgendetwas mit "Steinzeitkram" zur vollsten Zufriedenheit des Anwenders funktionieren kann, ist auch der Erkenntnisgewinn nur gering. Und das sollte meiner persönlichen Meinung nach in einem Retroforum nicht vorkommen. Gerade hier sollte es Respekt für Lebensentwürfe geben, die nicht auf Gigabyte und Gigahertz ausgerichtet sind. Ich respektiere Menschen, die moderne Technik benutzen und damit interessante Dinge tun. Sollte das in Beiträgen manchmal falsch rüberkommen, dann liegt der Fehler bei mir.

    Wie schon mal geschrieben: wenn ich aus Zeitgründen nicht sofort oder in längerer Form zum Antworten komme, heisst es schnell sinngemäß "Seht mal, wie er uns durch sein Schweigen und sein Desinteresse verhöhnt". Wenn ich antworte, dann wird die Antwort schnell entweder als vermutlich unwahr, Wunschdenken oder arrogante Selbstdarstellung ausgelegt. Es ist schwierig.

    Um deine Frage zu beanworten: ich werde natürlich weiter im Forum mitlesen und mitschreiben.

  • und dann in Antworten dazu nur [...] rausgepickt

    Wie gesagt, sachliche Informationen gibt es hier en masse. Schau einfach, dass auch Du Dir jetzt nicht nur die vermeintlich "toxischen" Inhalte rauspickst ;)

    Den von Unseen verlinkten Artikel wirst Du ja in der Zwischenzeit dann wohl gelesen haben?

    Ich hab mir gestern nochmal Dein "Retrotum heute" oder wie es genau hiess durchgelesen, da gehst Du mit der Retro-Community wie gesagt auch nicht gerade zimperlich um. Also so viel sollte man dann schon aushalten, wenn man erstmal im Vorfeld austeilt. So meine Meinung.

    Und nein, ich will Dich hier nicht vertreiben oder sonstwas. Ich sage nur was ich von gewissen Aeusserungen halte, stets in der Hoffnung/Erwartung, dass es beim Empfaenger entsprechend ankommt.

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  • Dann ist ja alles Banane oder was? :)

    Man kann auch einfach die Umgebung als toxisch deklarieren, wenn einem die Antworten nicht passen oder man gar nicht erst auf ernst gemeinte Fragen eingeht. (damit ist nicht nur Chris gemeint)

    Keiner will hier Chris P. irgendwas Böses, nur muss man sich halt auch kritischen Gegenfragen und Antworten stellen, wenn man kritische Fragen stellt.

    Auch wenn es mal ansatzweise persönlich wird, wir diskutiren hier generell offen über Fakten zum Thema Emulatoren auf unzulänglichen CPUs, also einfach mal die Bananen an der Palme lassen.