Zu hohe Hardwareanforderungen bei Emulatoren unter DOS?

Es gibt 167 Antworten in diesem Thema, welches 19.438 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Oktober 2024 um 14:16) ist von sm74.

  • Für die Mitlesenden: Angekotzt hat mich die Anforderung durch die Hersteller als Mindestanforderung für jedes neue Game auf dem PC. Auf den Konsolen ging das damals doch auch, dass man für einen Hardwarestand entwickelt hat und es nur etwa alle sieben Jahre eine neue Generation gab, aber beim PC solltest du eben regelmäßig nachkaufen. Am Besten monatlich. Das widerte mich an und darum mag ich die 1990er auch computertechnisch kaum rückwirkend (Commodore- und Atari-Pleite und dass der Krampf Win-DOS zum Standard wurde kommt natürlich auch dazu. Ist mit Win auf NT-Basis dann aber wieder Alles gut geworden :thumbup: ).

    Also aus dieser Richtung weht der Wind.

    Stimmt aber auch nicht. Fangen wir mal bei 16Bit an: (EU dates, die Abstände passen aber auch auf JP/US)

    Code
    Master Sys.1987
    MegaDrive  1990
    Mega CD    1993
    32x        1995
    Saturn     1995
    Dreamcast  1999
    XBOX       2002 (sehr nahe dem was die DC2 gewesen wäre)

    Irgendwie nicht so "7 Jahre" - vor allem als es in Richtung 3D ging. Hmmm.

    Was machte big N in der Zeit?

    Code
    NES        1986
    SNES       1992
    N64        1997
    GC         2001
    Wii        2006

    Anfangs etwas gemütlicher unterwegs, aber auch eine klare Beschleunigung als es nach 3D ging. Zufälle gibt's.

    Und das sind nur die Releasezeiten der Konsolen. Das sagt NICHTS wie gut Games wie die Hardwarefresser Doom, Quake oder Unreal Tournament liefen. Wie liefen die eigentlich so? Schauen wir doch mal:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Doom-Release 1994, ein Jahr nach dem PC Release. "Worst Doom ever". Kein Multiplayer. Nicht vollständig, mieser Sound, fehlende Soundelemente, fehlende Gegner. Reduziertes Fenster aufgrund von Performanceproblemen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.: ist gar nicht Doom, sondern ein Teil von Doom2. Fehlende Gegner. Fehlende Level. KEINE Musik. Verwendet (wie alle Konsolenports) in der Regel weniger Texturvariationen und haben eine einfachere Geometrie als ihre PC-Gegenstücke. Bei einigen der größeren Karten wurden ganze Teile des Layouts entfernt. "Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen."

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Doom-Release 1997. 4 Jahre nach dem PC Release. Die Saturn-Version war weithin bekannt dafür, dass sie eine überstürzte Portierung war, die eine niedrige Bildrate aufwies und der einige Funktionen der PlayStation-Version fehlten.

    Ich liste hier nicht alles auf. Aber man erkennt die Idee. Ja auf der Konsole MUSSTE man zwingend für einen Hardwarestand entwickeln, das Ergebnis war aber bestenfalls ein Abklatsch der PC Version und schlechter. An GLQuake mit Texturfilterung konnte man ja nicht im Ansatz denken.

    Offensichtlich waren die 3D Games einfach so viel Leistungshungriger als alles Zuvorgekommene. Auf den Konsolen musste man dann damit leben was die so kann, beim PC KONNTE man aufrüsten. Sollte oder gar musste aber keiner.

    "Die da oben" (in der Ausführung "die Hersteller") haben also doch nicht aus reiner Bos- oder Dummheit und "mit Absicht" die Anforderungen "hochgeschraubt" wie in dem hier gezeichneten Narrativ. Was natürlich "die Konsumzombis" nicht sahen.
    Bemerke nur ich da typische Verschwörungstheoriemuster? Sicher nicht. Hab nur wieder Hunger auf Hirn.

    Und bevor der Vorwurf kommt: ich bin klassischer PC Spieler, nenne aber auch eine PS3, eine PS5, die gesamte Sega Reihe außer SG-1000, einen N64, ein SNES Mini und eine Switch mein Eigen. (Konsum, you know, auch wenn bis auf die P5 davon alles zu RetroPreisen angeschafft wurde). Momentan zocke ich sogar am meisten auf der PS5. Ich kenne und schätze die Vorzüge von Konsolen. Die Leistungsspitze einzunehmen oder durch günstige Upgrades das Leistungslevel zu bekommen, welches man will gehörte nie dazu.

    Kommt aber dennoch oder gerade deswegen alle gute in den zweiten Zombivent. Es schneit draußen, drinnen ist's mehr oder weniger warm und die Wiederauferstehung des PC Masterrace vs. Konsolen Kampfes sollte sicher nicht ausarten.

    <3

  • GeTE BMC64 nutzt kein abgespecktes Linux, BM steht für „bare metal“, also ohne OS direkt auf der Hardware. Da stört dann garantiert kein Hintergrund-Prozess oder deamon oder cron Job die Emulation :wink:

  • Mal eine generelle Frage: ich habe manchmal den Eindruck, dass die Hardware-Anforderungen von Emulatoren weitaus höher sind, als sie eigentlich sein müssten. Liegt der Eindruck nur an mir, oder ist dem wirklich so? Könnte so mancher Emulator unter reinem DOS bei effizienter Programmierung auch auf älteren PCs bzw. unterhalb der Pentium-Schwelle flüssig(er) laufen?

    Sehr interessante Frage - ein interessanter Thread - (ich habe ihn gerade erst die Tage entdeckt) - wobei ich mich auch wundere was Dir alles so unterstellt wird, was in Deine (wenigen) Postings hier so alles reininterpretiert wird. Bei mir kommen Deine Fragestellungen rein sachlich rüber, und es ist IMO interessant darüber sich auszutauschen. Also los gehts...

    Es kommt IMO auf den Grad der Emulationstiefe an, und auch um den Ansatz wie das Thema Emulation punkto Coding angegangen wird. Ich kann mich noch

    daran erinnern, dass ca 1994 bei meiner DOSe, nem 486 DX2/66 erstmals der C64 Emu brauchbar war (64S, PC64). Später auf meiner PS2 (für heutige Verhältnisse auch wieder ne "Schnecke") hatte ich auch mal ein tolles C64 Emulationserlebnis + CRT + Gamepad - fühlte sich sehr echt/nach C64 an (Emu mit USB Stick + Trick auf einer ungemoddeten PS2 gebooted). Ich schreibe bewusst "fühlte sich nach C64 an" bzw "Emulationserlebnis", da dieser C64 Emu vergleichsweise primitiv war, aber schon einiges lief. Heutige C64 Emus treiben allein schon bei der SID Emulation einen sehr hohen Aufwand, der auch entsprechend CPU intensiv sein kann, sie sind vereinfacht gesagt dann ein C64, mit einer sehr genauen Nachbildung von viele Details. Könnte man auch heute unter DOS noch einiges (rückwirkend) optimieren? Sicher - aber IMO was aktuelle ultra korrekte Hardcoreemus angeht nicht mehr zu einen wirklich signifikanten Grad. Auch wird niemand Lust/Zeit habe diese meist Hobbyprojekte dahingehend zu betreuen, diese Arbeit zu leisten.

    Beeindruckend fand ich noch Deine Beispiele im Thread Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Klar kann man sich auch fragen warum z.B. mein für damalige Verhältnisse Super/Großrechner in der Tasche (mein Smartphone) zu lahm ist im Browser C64 Emu diese "Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen." stotterfrei abzuspielen. Aber der Browser frisst halt extrem viel Ressourcen - auf "nur" meinen Ryzen 5 läuft es aber problemlos. Zu dem Thema (auch DOS + C64 Emu?) kann vielleicht auch noch captain_buck_rogers und/oder dirkwhoffmann war schreiben.


    Aber warum sollte ich mich ohne Not künstlich drangsalieren mit unnötig alter Steinzeit-Technik

    Ein interessantes Zitat in einem Forum, das sich mit Primitiv-Technik beschäftigt, gegen die JEDER PC geradezu als Wunderwerk von einem anderen Stern gelten kann :wink:

    :D:D

    My C64 Story: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz G (4. Dezember 2022 um 08:37)

  • Jedes, wirklich jedes, Game hatte in den 1990ern neue Hardwareanforderungen und die Konsumzombies haben das brav mitgemacht und im Halbjahresrythmus Maimboard, CPU, Grafikkarte oder alles zusammen neu gekauft. Diese Jahre Gaming bedeutete jedes Jahr im vierstelligen Bereich Geld nachzuwerfen. Buäh!

    "Jedes Game" stimmt nicht, da hätte ich gerne Belege für. Aber vermutlich soll das nur ein überspitzter Aufreger sein.

    Ich hab in der Zeit in einem Videospielladen gearbeitet und kann das nicht bestätigen. Ja, die Entwicklung der Hardware und folglich auch der Software ging und geht generell schnell voran, wie Zitruskeks es schön aufgeführt hat, aber lassen wir doch mal diesen Zombie-Quatsch stecken, sonst können wir uns auch gleich in die Höhle ans Lagerfeuer setzen, falls das schon entwickelt wurde.

    Da spricht dann meist der Frust, weil man oft nicht das Geld hatte, sich immer das neueste kaufen zu können. Konnte ich auch nicht.

    Die Frage ob das Optimieren für alte PC-Hardware noch Sinn ergibt, lässt mich schmunzeln. Jahrelang habe ich mir (damals) anhören müssen, wenn ich sagte, etwas müsste mit einem C16 (64KB) doch besser gehen, dass ich mir einfach einen C64 holen soll. Und heute? Da hat sich eine kleine Programmierergruppe genau dessen angenommen und mit Pet's Rescue, Alpharay oder Lykia wird der C64-Gemeine gezeigt, wo der (Grafik-)Hammer hängt.


    Genau so etwas könnte doch auch für PC-Generationen entstehen. Wobei ich natürlich die beliebigen Selbstbastelkisten auch nicht mag, aber es gab ja schon auch Ikonen und Meilensteine an denen man sich immer ausrichten könnte (Commodore PC-I für 8088 etwa).

    Wurde ja alles schon gesagt: Der C16 ist, wie der VIC20, C64 usw. usf., ein abgeschlossenes System, wie die Videospielkonsolen auch. Da entwickelt man über einen bestimmten Zeitraum für eine unveränderliche Hardware, also ist es ganz natürlich, dass da programmtechnische Optimierungen stattfinden.

    Die PC-Hardware unterlag einer ständigen Verbesserung. Allerdings konnte, wie ZeHa schon schrieb, jeder Nutzer für sich entscheiden, wann und wie viel er auf-, nach- oder wettrüstet. Nur mal Tomb Raider als Beispiel: das hat man in 320x200 auf älteren Kisten gespielt, in 640x480 auf flotten PCs oder mit einer Voodoo Karte, da war die CPU dann nicht mehr so entscheidend. Wer das auf einer Voodoo gesehen hat, wollte natürlich schnell eine Diamond Monster 3D haben und die war erschwinglich und wurde zum Bestseller. Software sells Hardware.

    "Ikonen und Meilensteine"... zählt ein Colani PC auch dazu. ;) Und welchen der unzähligen Meilensteine soll sich ein Emulatorcoder für seine Hardcorecodeoptimierung dann rauspicken?

    Ok, MS-DOS als Grundlage ist klar, aber welcher Meilenstein-PC darf es denn sein - XT, 286, 386, 486, Pentium I/II/III ? Das ganze dann mit 8 oder doch lieber 300 Mhz? EGA oder Voodoo optimiert? Kommt man auch mit 640 KB hin oder dürfen es doch ein paar MB mehr sein?

    Geben jetzt alle einen Tipp ab oder lassen wir die Würfel entscheiden? :emojiSmiley-01:

  • Aber warum sollte ich mich ohne Not künstlich drangsalieren mit unnötig alter Steinzeit-Technik

    Ein interessantes Zitat in einem Forum, das sich mit Primitiv-Technik beschäftigt, gegen die JEDER PC geradezu als Wunderwerk von einem anderen Stern gelten kann :wink:

    :D:D

    Da jetzt schon zum zweiten Mal zitiert:

    Hier werden wohl Zitronen mit Bananen verglichen. Meine Aussage bezog sich darauf, dass ich keine ALLTAGSSACHEN mit einer uralten Technik machen will und auch nicht erwarte, dass heutige Programmierer ihre Ressourcen für ein solches Unterfagen vergeuden.

    Den C64 hab ich zum Spaß. Ich verlange nicht, dass da Firefox, MS Office, Teams, Photoshop ect. darauf laufen müssen, nur weil die Programmierer bitte doch endlich mal effizient implementieren könnten.

    Und die Definition des Threaderstellers "ein halbwegs schneller": wieviel schnell ist das? Für ihn ist das sein eingefrorener Stand von 1996 (?). Wie schon oft erwähnt, gibt es beim PC derart viele Hardwarenkostellationen, dass man im Gegensatz zum C64 keinen Status quo definieren kann. Schon gar nicht für Mitte der 90er Jahre, als die Entwicklung (zumindest gefühlt) relativ rasant voranschritt.

    Zusammenfassend könnte man sagen:
    Emulatoren ließen sich mit viel Aufwand für ältere PC Systeme durchaus etwas optimieren.

    Aber selbst, wenn man DEN (welcher Stand?) PC als Retrosystem betrachtet, macht das aus Programmierersicht wohl keinen Sinn.

    "Staubkorn" emulieren:
    Die akutellen Schneeflocken im Forum würden wohl den 90er Jahre PC zusätzlich zum Weinen bringen. Braucht man sie? Klares nein.

    Aber: es sieht nett aus und mit normaler HArdware ist sowas kein Problem.

    Ein Retrosystem voll auszureizen ist faszinierend, auch heute noch.
    Ein (PC-)Retrosystem ausreizen, um damit ein anderes Retrosystem etwas besser, aber um Welten schlechter als mit halbwegs zeitgnössischer (PC, FPGA...)-Technik zu EMULIEREN? Aus meiner Sicher ein klares NEIN.

  • Man koennte ja auch mal fragen, wozu dann ueberhaupt Emulation. Wenn man so sehr ein Verfechter der alten Geraete ist, und "uns" Retro-Leuten das Rosinenpicken vorwirft, weil wir am C64 dann doch die moderne SD-Kartenloesung etc nutzen, ja wie passt denn dann ueberhaupt die Nutzung von Emulation da rein? Emulation muesste in seinen Augen ja eine vollstaendige Abkehr vom Original darstellen. Hoffentlich hat ihm noch keiner erzaehlt, dass manch ein Frevler hier auf seinem modernen PC "DOSbox" nutzt :rolleyes:

    - neue Spiele für den C64 -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Meine 5 Euro-Cent: Wenn ich ein altes Gerät "mag", dann würde es mich auch grundsätzlich interessieren, darauf evtl. ein noch älteres Gerät zu emulieren.

    Zum Beispiel einen ZX81 auf einem C64 (theoretisch). Oder einen Apple II auf einem Atari ST usw.

    Und da liegt das Problem: Alte PCs lösen bei mir keinerlei positive Resonanzen aus. Es gibt auch keinen "Retro-Bonus", nur weil sie alt sind. Es gibt nur die Freude, sie nicht mehr benutzen zu müssen.

    Ich vermute (!), dass es vielen anderen ähnlich geht. Und dadurch entsteht das eine oder andere Missverständnis, da einige (wenige) Leute alte PCs als schnucklige Retro-Objekte sehen, andere hingegen nur als Schrott, den noch keiner abgeholt hat.

    So. :)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Ratespiel • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - BASIC-Erweiterung • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Sprite-Editor • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Zeichensatz-Editor Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - 2048 Blöcke

    Einmal editiert, zuletzt von goloMAK (4. Dezember 2022 um 12:15)

  • Wenn ich ein altes Gerät "mag", dann würde es mich auch grundsätzlich interessieren, darauf evtl. ein noch älteres Gerät zu emulieren.

    Naja, bedingt.

    Als Retrosysteme hatte ich DAMALS C64II, Amiga 500+, Amiga 1200HD (68030). Parallel hatte ich zusammen mit meinem älteren Brunder einen sündhaft teurer Highscreen 486er Tower (286er konnte man noch kaufen, 386er war "Standard".

    Brauche oder möchte ICH einen C64 Emulator auf dem 486er oder gar Amiga? Nein. Ich hab ja den C64 noch und ansonsten kann ich den C64 auf jedem aktuellen 0815-PC emulieren. ;)

  • Brauche oder möchte ICH einen C64 Emulator auf dem 486er oder gar Amiga? Nein. Ich hab ja den C64 noch und ansonsten kann ich den C64 auf jedem aktuellen 0815-PC emulieren. ;)

    Dinge wie Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. oder Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. haben schon einen gewissen Charme. :)

  • Joah, ich wundere mich manchmal, wenn es heisst, heutige PC Systeme nehmen dem Nutzer zu viel ab, vereinfachen zu viel, nehmen im die Kontrolle.

    Aber: Die Geräte funktionieren in der Regel. Und sowas von viel mehr stabiler als früher.

    Will ich noch mit einer Config.Sys rumpopeln, um noch 3kb frei zu kriegen, damit endlich das Konfigurationsprogramm startet und dann Soundblaster doch wieder nicht erkennt? Oder ein Windows, was bei 'nem Schuckauf in der Stromleitung erstmal wieder komplett geschrottet war. Was für schlimme Zeiten! Und an DOS hab ich auch tatsächlich keine wirklich positiven Assoziationen.

    Klar, dann so die ersten 3D-Spiele, die ich Anno 1998 geniessen konnte, waren der Hammer.

    Aber deswegen würde ich heute ein solches System doch nicht mehr einsetzen wollen. Effizienz im Allgemeinen grausam.

    Langsam, auch mit optimierter Software. Klar, wenn man ein Win98 auf halbwegs guter Hardware mal beobachtet, wie gut da Menu, Fensterverschieben und Fensterzugriffe sind - da denkt man, die Maschinen waren viel perfomanter als heute.

    Aber dann lass die Geräte mal eine Aufgabe bewältigen...

    Referral Code für Einkäufe bei commodore.net - Kauft den neuen Commodore 64 Ultimate
    Ihr erhaltet 10 Dollar Rabatt
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Und da liegt das Problem: Alte PCs lösen bei mir keinerlei positive Resonanzen aus. Es gibt auch keinen "Retro-Bonus", nur weil sie alt sind. Es gibt nur die Freude, sie nicht mehr benutzen zu müssen.

    Jep! Alte PCs sind: groß, klobig, laut, langsam. Die letzten 2 Attribute sind zumindest relativ flexibel. :D

    Allerdings würde ich ggf. eine "positive Resonanz" meinem ersten PC gegenüber verspüren - ein 486er 33Mhz 8MB. Setze ich mir den aber als Maßstab? Never ever.

    Vielmehr hat aber die facettenreiche DOS Ära bis hin zur Windows Neuzeit eine positive Resonanz hinterlassen. Es war die Zeit des digitalen Abenteuers!

    Die alten DOS Spiele auch heute noch 1:1 spielen zu können, geht schon seit Ende der 90er in Richtung Emulation, wenn man nicht genau die passende alte PC Klapperkiste stehen hat.

    Man nehme z.B. einen Flugsimulator, wie Chuck Yeager's AFT, der läuft in CGA und vom Speed her will man ja, dass es nicht ruckelt oder unspielbar schnell läuft. Daher ein Hoch auf DOSBox!

    Ich vermute (!), dass es vielen anderen ähnlich geht. Und dadurch entsteht das eine oder andere Missverständniss, da einige (wenige) Leute alte PCs als schnucklige Retro-Objekte sehen, andere hingegen nur als Schrott, den noch keiner abgeholt hat.

    Viele verbinden vielleicht die Eindrücke ihres ersten PCs mit Retroromantik oder, wie bei Chris, einen bestimmten Hard- & Softwarestand, mit dem man rundum zufrieden war/ist.

    Die breite Masse hingegen hat mit jedem einzelnen PC Hardware Upgrade einen neuen Level der Glückseligkeit erreicht, daher wurde der langsameren CPU keine Träne nachgeweint, wenn das Spiel der Begierde plötzlich flüssig lief.

    Diesen einen speziellen MS-DOS (Single Core) PC gibt es halt nicht, für den es sich lohnen würde, einen Emulator zu optimieren. Und nähme man jetzt einen PIII mit 1 GHz als Basis, würden alle darunter in die Röhre gucken und fragen: "Na warum denn für meinen geliebten 486er nicht?!"

  • Letztendlich ist doch der Punkt folgender:

    Emulatoren sind fuer "heutige" Maschinen geschrieben, um "alte" Maschinen auf den "heutigen" nachzubilden.

    Das und nichts anderes ist der alleinige Zweck eines Emulators. Und derjenige, der die Emulatoren schreibt, der macht das auf dem Rechner, auf dem er eben "heute" arbeitet und auf dem er den auch nutzen will. Und da nunmal 99% der Menschen tatsaechlich auch mit "heutigen" Geraeten arbeitet, ist es ganz normal, dass die Emulatoren fuer diese Art von Rechnern entworfen, erstellt, optimiert, etc, werden.

    Solange also keiner, der einen Emulator schreibt, auch gleichzeitig noch ein Verfechter alter PCs ist und irgendwo bei irgendeiner beliebigen Jahreszahl seinen Schlussstrich gezogen hat, wird dementsprechend auch kein Emulator fuer diese Kiste speziell optimiert. Mal ganz aussen vorgelassen, dass eine exakte Emulation eben auch ein gewisses Hardware-Level benoetigt, wie ja hier auch schon sehr haeufig detailliert beschrieben und begruendet wurde.

    Wenn einer Bock hat, einen PET-Emulator fuer den C64 zu schreiben, dann wird derjenige das machen. Wenn aber keiner Bock hat, einen C64-Emulator fuer DOS zu schreiben, dann wird es nicht passieren. Und da kann man sich drehen und winden wie man will, so ist halt nunmal die Realitaet.

    - neue Spiele für den C64 -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von ZeHa (4. Dezember 2022 um 13:01)

  • Ich glaube ein Problem ist auch die Kontradiktion zwischen „schnellem x86-PC“ und DOS.

    Da werden 100MHz 486er oder Pentium MMX 233 erwähnt, aber andererseits soll man Software für ein real-mode System darauf nutzen, dass schon 1990 komisch roch.

    Auf Geräten dieser Generation hat man doch schon Windows 3.1-98SE benutzt, OS/2 oder Linux.

    DOS war ok für ein 8088 mit 5MHz und 640KB RAM; sobald die Power da war, haben alle ausser Nostalgiker ein richtiges OS installiert, vorzugsweise 32Bit protected mode.

    DOS, virtual-86-mode, selbst Win16-API, usw war doch nur noch für Software-Altlasten da.

    Und spätestens mit 3D Grafikkarten ab 1996 führte auch für Spiele kaum ein Weg an DirectX vorbei.

    DOS als 16/32Bit-Spieleplatform Anfang bis Mitte der 90er war eine Anomalie, weil MS bei Windows wieder mehrere Iterationen gebraucht hat, bevor eine brauchbar performante Grafuk-API in Windows war.

    Aber DPMI mit DOS war und bleibt eine Prothese für eine Krücke.

    Wer damals vernünfige PCs mit originärer 32Bit Architektur gewohnt war (680x0er) konnte über so viel Software- und Hardware-achitektonischen Murx von MS und IBM/Intel nur den Kopf schütteln.

    Man muss entweder eine masochistische Ader haben oder sehr viel Schnerzensgeld erhalten, um dafür heute noch coden oder gar optimieren zu wollen.

    Optimierungen für ein derart suboptimales System sind imho der Gipfel der Absurdität.

    Auch der C64 war natürlich nicht optimal, aber er hatte einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem IBM-PC: er war günstig und preiswert, d.h. er war seinen Preis wert.

    Das waren die PCs der ersten Dekade (1981-91) ganz und garnicht.

    Daher wurde der C64 schon zu Lebzeiten (der 12 Jahre Produktion) zum Kult-Klassiker.

    Alte DOS-PCs wurden meist innerhalb von 3-4 Jahren nach Verkauf einfach zu obsoletem Rechnerschrott oder Aufrüst-Frankensteins.

    Ich z.B. habe all meine ersten 3 Rechner bis heute behalten und immer nal wieder benutzt. Die x86er-PCs wurden etwas aufgerüstet, dann ersetzt und irgendwie entsorgt. Keinerlei emotionale Bindung. Lag evtl. auch am Alter und Umständen, aber sicher auch, weil PCs nie was besonderes Waren, nur nervige Rechenknechte.

  • Ich habe mir gerade mal den "Spass" gemacht bei einem Kollegen auf seinem Pentium I / 200Mhz ein wenig zu testen mit VICE und DosUAE ... juuunge dafür muss man aber doch ein wenig masochistisch veranlagt sein.

    Mag ja sein, dass das jemandem "reicht" für den alltags Gebrauch, ich möchte mir sowas nie wieder antun ... gut, ich bin eh kein "Emulator-User" aber um ab und zu schnell mal was zu testen ist ein Emu doch zu gebrauchen.

    "Werter Pöbel, wertes Gesocks ... aus dem Arsche zieht euch den Stock ..."

  • Man muss entweder eine masochistische Ader haben oder sehr viel Schnerzensgeld erhalten, um dafür heute noch coden oder gar optimieren zu wollen.

    juuunge dafür muss man aber doch ein wenig masochistisch veranlagt sein.

    lol. Endlich kommt hier mal der bisher schmerzlich vernachlässigte Sado-Maso-Aspekt zur Sprache! :emojiSmiley-23:

  • Ehrlich gesagt, dieser Thread ist absolut toxisch. Da werden grundsätzlich nur - auch aus längeren Postings - Punkte rausgesucht, um sich mit Schaum vor dem Mund zu echechauffieren. Kannte ich hier bisher so gar nicht ... und auch nicht von einigen Postern, die hier extrem wettern.

    Darum jetzt mal zurück auf den Punkt, den ich in meinem Posting anführte: Es gibt BMC64. Das ist daraus entstanden den Emulator auf ARM-Linux laufen zu lassen und das Linux dann so weit runter zu strippen, um dann zu sehen, welche Komponenten überhaupt minimalst zum Betrieb des Emulators notwendig sind ... und davon die zeitkritischen neu zu implementieren. Das Ganze wurde aber eben auf ARM umgesetzt und die Frage ist doch, ginge das auch für x86-32-Hardware? Natürlich, man müsste es nur machen (und die Fähigkeit dazu haben). Und wenn man das machen würde, was wäre dann die Minimalhardwarekonfiguration (CPU, RAM, GPU)?

    Ich glaube das wäre doch die Antwort auf die Frage des Ursprungsposters und er würde das auch akzeptieren, wenn da eben nicht sein geliebter 486er rauskommt, sondern ein PIII mit AGP-Grafikkarte. Aber hier finden sich nur Antworten, wie "das braucht keiner", "du provozierst nur", "kannst du dir keinen Rechner leisten?", usw. Ätzend für ein Forum, deren Debatten doch in Erkenntnisgrewinn münden sollten (dachte ich zumindest).

    Nachtrag:

    Da werden 100MHz 486er oder Pentium MMX 233 erwähnt, aber andererseits soll man Software für ein real-mode System darauf nutzen, dass schon 1990 komisch roch.

    Ich weiß jetzt nicht ob ich das richtig interpretiere, aber wenn heute Jemand möchte, dass etwas "unter DOS" läuft, meint er damit sicher nicht MS-DOS 1.0 oder so etwas. Minimum sehe ich da heute das DOS an, das man auf der DOS-Bootdiskette von Windows ME erzeugt, eher aber eine moderne Interpretation mit ausgebügelten Fehlern, wie Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Wer damals vernünfige PCs mit originärer 32Bit Architektur gewohnt war (680x0er) konnte über so viel Software- und Hardware-achitektonischen Murx von MS und IBM/Intel nur den Kopf schütteln.

    [...]

    Auch der C64 war natürlich nicht optimal, aber er hatte einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem IBM-PC: er war günstig und preiswert, d.h. er war seinen Preis wert.

    Das waren die PCs der ersten Dekade (1981-91) ganz und garnicht.

    Da hast du uneingeschränkt Recht und das ist auch der Grund warum ich die frühe PC-Zeit nach dem Ende von Commodore einfach nicht mag (und nicht weil ich mir das nicht leisten konnte, wie mir oben unterstellt wurde). Das Gewürge mit CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT bei 8.3-Dateinamen war bei der Leistung der PCs dieser Aera einfach ein übler Witz. Das widerte mich grundsätzlich an, bis 1997 dann Windows NT 4.0 SP3 kam und es plötzlich eine ordentliche OS-Basis auf dieser Hardware gab (SP3 weil das erstmals DirectX mitbrachte).

    Nichtsdestotrotz gab es nicht nur die billig zusammen geschusterten Kistenschieber-PC sondern auch ordentlich designte Gehäuse (IBM PS/1 oder PS/2, Thinkpads, Siemens Nixdorf Scenic, etc.). Dabei muss für mich ja auch grundsätzlich der Rechner schon im uneingeschalteten Zustand eine Freude an technisch, mechanischen Lösungen sein ... und das gab es eben auch. Darum, und da verweise ich wieder auf mein Ursprungspost, fände auch ich es besser nicht entweder den alten Maschinen den Tod zu wünschen oder sie auf einen Thron zu heben, sondern die (Software-)Entwicklungsarbeit in eine - ich nenne es mal "Launcher" - Oberfläche zu stecken, von der man zeitgenössische Games auf der alten Hardware starten kann und trotzdem mit etwas optisch Tollem begrüßt wird. Ähnlich wie das FS-UAE über den UAE gepackt hat. Nur besser und mehr auf den Anspruch von DOS-PC angepasst (und natürlich mit brauchbarem monochromem Modus).

    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    4 Mal editiert, zuletzt von GeTE (4. Dezember 2022 um 13:40)

  • Es gibt BMC64. Das ist daraus entstanden den Emulator auf ARM-Linux laufen zu lassen und das Linux dann so weit runter zu strippen

    [...]

    Ich glaube das wäre doch die Antwort auf die Frage des Ursprungsposters und er würde das auch akzeptieren, wenn da eben nicht sein geliebter 486er rauskommt, sondern ein PIII mit AGP-Grafikkarte.

    Dass das beim BMC64 kein Linux ist, sondern der Emulator ohne Betriebssystem direkt auf der Hardware läuft, wurde ja schon gesagt.

    Auf einer PenitumIII-CPU wäre das Äquivalent ja im Prinzip DOS mit einem Emulator, und dass da eine ordentliche Emulation (nach heutigen Maßstäben) nicht zu machen ist, wurde auch schon mehrfach herausgearbeitet.

  • Das ist daraus entstanden den Emulator auf ARM-Linux laufen zu lassen und das Linux dann so weit runter zu strippen, um dann zu sehen, welche Komponenten überhaupt minimalst zum Betrieb des Emulators notwendig sind ... und davon die zeitkritischen neu zu implementieren.

    Wie kommst du immer auf Linux ? BMC64 wurde von Grund auf neu programmiert und das OHNE einen einzigen Teil von Linux ... da wurde nichts "gestrippt" oder ähnliches ... kann man auch gut hier nachlesen : Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    "Werter Pöbel, wertes Gesocks ... aus dem Arsche zieht euch den Stock ..."

  • GeTE Ein bare-metall C64 Emulator für - sagen wir mal - IBM PS/2 Model 80 im 386er protected mode, fände ich durchaus ein interessantes Experiment.

    Aber wenn schon - denn schon: alles selbst machen, nur BIOS erlaubt.

    DOS/DPMI ist doch als „OS“ dann mehr im Weg, als das es hilft.

    Aber real wird das halt nie passieren, weil die Schnittmenge von Model-80 Besitzern und C64-Emulator-Codern sehr klein sein dürfte.