Zu hohe Hardwareanforderungen bei Emulatoren unter DOS?

Es gibt 167 Antworten in diesem Thema, welches 19.533 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Oktober 2024 um 14:16) ist von sm74.

  • Nee, das sehe ja auch ICH nicht so. Es kommt aber so rueber, als wuerde der Threadersteller das so sehen. Ob nun aber "Faulheit" oder einfach weniger Stellenwert, ich habe den Eindruck, das kommt fuer ihn letztendlich aufs selbe raus.

    Mit Faulheit hat das überhaupt nichts zu tun.

    Früher musste man eben sehr viel Zeit in die Optimierung investieren, damit es überhaupt auf der zur Verfügung stehenden Hardware funktionierte - also wenn es überhaupt funktionierte.

    Ich vermute mal, dass heutzutage die meisten Entwickler in der gleichen Zeit lieber mehrere Projekte machen, als so viel Zeit in einem einzigen Projekt zu versenken. Oder es werden eben zusätzliche Features implementiert, für die damals wegen der ganzen Optimiererei keine Zeit blieb. Oder man kümmert sich auch mal um seine Kinder. :D

    Für mich ist das Effizienz und nicht Faulheit. Man steckt keine Zeit in Dinge, die keiner braucht (außer man hat selber Spaß daran).

  • Nee, das sehe ja auch ICH nicht so. Es kommt aber so rueber, als wuerde der Threadersteller das so sehen. Ob nun aber "Faulheit" oder einfach weniger Stellenwert, ich habe den Eindruck, das kommt fuer ihn letztendlich aufs selbe raus.

    Mit Faulheit hat das überhaupt nichts zu tun.

    Früher musste man eben sehr viel Zeit in die Optimierung investieren, damit es überhaupt auf der zur Verfügung stehenden Hardware funktionierte - also wenn es überhaupt funktionierte.

    Ich vermute mal, dass heutzutage die meisten Entwickler in der gleichen Zeit lieber mehrere Projekte machen, als so viel Zeit in einem einzigen Projekt zu versenken. Oder es werden eben zusätzliche Features implementiert, für die damals wegen der ganzen Optimiererei keine Zeit blieb. Oder man kümmert sich auch mal um seine Kinder. :D

    Für mich ist das Effizienz und nicht Faulheit. Man steckt keine Zeit in Dinge, die keiner braucht (außer man hat selber Spaß daran).

    Wie gesagt, ICH sehe darin ja ebenfalls keine Faulheit. Ich stimme Dir da voll zu. Ich nutze den Begriff "Faulheit" eher im uebertragenen Sinne bzw. habe den Eindruck, dass Leute, die heutige Entwickler dafuer kritisieren, dass sie (angeblich) zu wenig optimieren / zu ineffizienten Code schreiben etc, diese Entwickler als "faul" oder gar als unfaehig betrachten. Solche Aeusserungen gibt es leider immer wieder, und das finde ich eben sehr eindimensional gedacht. Zumal es hier im konkreten Fall auch nicht um irgendwelche dahergelaufenen Script-Kiddies geht, die mal 'nen HTML+JavaScript-Kurs besucht haben, sondern es geht hier um Leute, die u.U. seit Jahren oder auch Jahrzehnten an Emulatoren arbeiten und durchaus mit der Materie, dem "Eingemachten", vertraut sein duerften. Solchen dann zu unterstellen, sie wollten heutzutage jedes "Staubkorn" emulieren, ohne tieferen Sinn sondern "nur weil es geht", anstatt drauf zu achten, dass er auf einem 30 Jahre alten PC laeuft, das finde ich halt schon ziemlich respektlos.

    - neue Spiele für den C64 -
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  • Wie gesagt, ICH sehe darin ja ebenfalls keine Faulheit. Ich stimme Dir da voll zu. Ich nutze den Begriff "Faulheit" eher im uebertragenen Sinne bzw. habe den Eindruck, dass Leute, die heutige Entwickler dafuer kritisieren, dass sie (angeblich) zu wenig optimieren / zu ineffizienten Code schreiben etc, diese Entwickler als "faul" oder gar als unfaehig betrachten. Solche Aeusserungen gibt es leider immer wieder, und das finde ich eben sehr eindimensional gedacht.

    Beruflich würde man mir die Ohren langziehen, wenn ich Zeit für irgendwelche Optimierungen investiere, die nicht notwendig sind.

    Natürlich wird erwartet, dass der Code, den ich produziere, perfomant ist. Aber eben innerhalb der dafür vorgesehenen Entwicklungszeit.

    Was nicht heisst, dass nicht ab und zu sehr viel Zeit in Optimierungen investiert wird. An Stellen, wo es eben notwendig ist.

  • es geht hier um Leute, die u.U. seit Jahren oder auch Jahrzehnten an Emulatoren arbeiten und durchaus mit der Materie, dem "Eingemachten", vertraut sein duerften. Solchen dann zu unterstellen, sie wollten heutzutage jedes "Staubkorn" emulieren, ohne tieferen Sinn sondern "nur weil es geht", anstatt drauf zu achten, dass er auf einem 30 Jahre alten PC laeuft, das finde ich halt schon ziemlich respektlos.

    Es dürfte das "gefährliche Halb- oder Unwissen" sein, das hier als gefühlte Respektlosigkeit rüberkommt.

    Aussagen wie "100% exaktes Thermalmodell erstellt" und "jedes mögliche Staubkorn auf virtuellen Bausteinen einzeln emuliert" zeigen ja, dass kein wirkliches Verständnis für den Unterbau und die Materie vorhanden ist.

    Wenn man dann noch meint, 95% der Spiele laufen doch gut auf "Uralt-Emulator-XYZ", obwohl man garantiert nicht 100% probiert, verglichen und durchgespielt hat, ist das eine sehr oberflächliche und unzureichende Betrachtung.

    Alle Retrogamer, die sich intensiv mit Emulatoren verschiedener Systeme über die letzten Jahrzehnte beschäftigt haben (und das natürlich auch auf Postpentium CPUs), wissen halt, dass man eben nicht einfach sagen kann: "Da kommt ein Bild, also läuft es!"

  • Es wurde nicht zufällig als rhetorische Frage formuliert

    Was ist wichtiger - ein Emulator, der mit relativ wenig Ressourcen dazu in der Lage ist, ein anderes Gerät nach außen glaubhaft nachzubilden? Oder ein Emulator, der für "Nebensächlichkeiten" gigahertzweise Leistung verbrät, nur weil er intern z.B. ein 100% exaktes Thermalmodell erstellt, und jedes mögliche Staubkorn auf virtuellen Bausteinen einzeln emuliert? Nicht, weil es nötig ist, sondern weil es heutzutage geht.

    Das folgt wie alle seine Aussagen dem selben Muster: ICH habe ein exclusives Weltbild und alle anderen sind blöd weil sie dem nicht folgen.

    Hier: ich finde wenn ein Game startet und irgendwie nach dem Original aussieht ist die Funktionalität eines Emulators gegeben. Wer aber erwartet, dass sich ein emuliertes System nicht nur "so grob" anfühlt wie das Original, sondern auch in der Lage ist bei identischen Spieleingaben das identische Outcome zu erzeugen ist weird, weil dann läufts ja nicht auf der von mir random festgelegten maximalen Systemleistungsgrenze.

    Nach selben Muster könnte man sagen: warum wurde die Entwicklung von SID-Clones nicht nach dem Swinsid eingestellt? Immerhin quäkt damit ein C64 "glaubhaft" wie ein echter. Die immer besseren Versionen sind doch nur Ressourcenverschwendung, auf einem 8bit Atmega88 liefs doch auch, wozu brauchts jetzt einen 32Bit ARM? Denn kraft meiner Wassersuppe sage ich: alles oberhalb von 8Bit Mikrocontrollern ist westlich-kapitalistischer Unfug!

  • Der Punkt ist ja auch, dass z.B. insbesondere VICE von ziemlichen Hardcore-Leuten gepflegt und insbesondere auch zum Coding von Demos genutzt wird. Da will man eben 100% Kompatibilität und nicht 95%. Wem 95% reichen, weil er eigentlich nur Choplifter spielen will, kann auch einfach eine alte VICE-Version benutzen.

    Speziell bei VICE sieht man auch einen Generationswechsel irgendwann: früher wurde viel optimiert, sodass VICE z.B. auch auf dem GP2X mit seinen 200MHz gut lief. Spätestens mit dem x64sc-Emulator in VICE wurde das aber aufgegeben, weil es einfach nicht mehr machbar war mit dessen genaueren Emulationsansatz. Außerdem machen Optimierungen den Code schlechter wartbar, was langfristig auch eher schlechter ist, gerade bei Open Source-Projekten, denen dann die Entwickler weglaufen.

    Der OP kann sich mal anschauen, was genauere Emulatoren eigentlich machen (ein Hoch auf Open Source!). Ein INC x zum Beispiel ist eben nicht einfach "Speicherstelle x um eins hochzählen", wie es naive Emulatoren vielleicht umsetzen, sondern sowas: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    ...und - wie beim C64 - muss das alles im Tandem/Gleichtakt mit dem VIC emuliert werden, dessen Hauptschleife etwa so aussieht: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    ...und jeden Halbtakt muss ggf. auch noch "berechnet" werden, was ein ggf. angeschlossenes Expansionsportmodul macht, denn das könnte fröhlich die Speicherkonfiguration ändern.

    Muss man alles nicht machen, dann bekommt man freilich eine viel schnellere Emulation, aber diverse VIC-Effekte funktionieren nicht, oder man kann bestimmte Module prinzipbedingt nicht emulieren.

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  • Heute wird ja auch anders programmiert als früher. Auf dem C64 konnte man noch in Assembler programmieren. Entsprechend optimiert war auch der Code. Später kamen dann immer weitere "Schichten" dazu. Programmiersprachen, Libraries, Frameworks, natürlich auch Betriebssysteme. Heute läuft ein Java-Programm auf einer Java-Virtual-Machine, die in einem Docker-Container läuft, der eine Linuxumgebung unter Windows emuliert. Da kann man sich denken, wo die Effizienz bleibt. Oder Electron, dass ist das Zeug mit dem VS Code programmiert ist. Ich weiß nicht genau wie das funktioniert, aber das sind wohl so eine Art Webanwendungen, die lokal in einer Chrom-Umgebung laufen. Wahrscheinlich kann man da mit einer Zeile Code eine Datei aus dem Internet runterladen, parallel zum Hauptprogramm. Früher bedeutete das, das man sich um die Namensauflösung selbst kümmern musste, um einen Thread (wenn das Hauptprogramm in dieser Zeit nicht stehen bleiben soll), um einen IP-Port, um Berechtigungen etc.

    Heute kommt man schon schneller zu einem Ergebnis - leider auf Kosten der Effizienz. Niemand möchte warten, bis ein Programm in Assembler fertig ist und vor allem möchte das niemand bezahlen.

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  • Heute kommt man schon schneller zu einem Ergebnis - leider auf Kosten der Effizienz

    Ist halt auch die Frage, wie man Effizienz dann definiert. Wenn man schneller zum Ergebnis kommt, und die Ressourcen heutiger Rechner locker ausreichen, um ein Programm auszufuehren, dann waere es ja fuer die Entwicklung ineffizient, sich mit optimiertem Assembler herrumzuschlagen, wenn das fuer das Ergebnis nicht wichtig ist. Es sind dann eben andere Dinge wichtiger - naemlich dass die Software alles kann, was sie soll, dass sie in absehbarer Zeit weiterentwickelt werden kann, und evtl. auch dass sie plattformunabhaengig(er) ist. Ein fuer x86 in Assembler geschriebener Emulator koennte niemals auf einem Raspberry Pi laufen.

    Auch ist es so, dass Optimierung letztendlich an den richtigen Stellen durchgefuehrt werden sollte und das wird auch heute noch getan bzw. es gab auch nie eine Zeit, in der das nicht getan wurde. Niemand mag Programme, die haufenweise Ressourcen belegen, auch heute nicht. Daher ist dieses "Narrativ", dass heute alle total verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen, auch nur hoechstens teilweise wahr. Gerade, aber nicht nur im Spielebereich will doch trotzdem jeder, dass alles fluessig laeuft und dass man eine moeglichst hohe FPS-Zahl erreicht. Dass die Treiber richtig arbeiten, dass die Ladezeiten kurz sind, usw, es gibt so viele Aspekte, die auch heute eine immense Rolle spielen, und ich finde es halt aeusserst kurzsichtig, wenn man einfach nur aus dem Grund, dass man in den 80ern mit Assembler und aus heutiger Sicht stark limitierten Rechnern aufgewachsen ist, die Behauptung aufstellt, heutige Programmierer koennten ja nichts mehr und wuerden voellig blauaeugig Ressourcen verschwenden. Vor allem bei Emulatoren, die versuchen, alte Hardware moeglichst exakt und zyklengenau nachzubilden, um eine groesstmoegliche Kompatibilitaet sicherzustellen und damit auch wieder die Entwicklung von neuen Spielen und Demos zu unterstuetzen. Das ist einfach irrsinnig und zeugt von einer hohen Ignoranz.

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  • Auf dem C64 konnte man noch in Assembler programmieren. Entsprechend optimiert war auch der Code

    Das kann man auch auf heutigen Systemen noch, aber man konzentriert sich dabei typischerweise auf wenige wirklich performance-kritische Teile. Durch die deutlich höhere Komplexität moderner CPUs ist die Optimierung dafür auch ein Stückchen komplizierter, Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. beschreibt zB jemand aus der Spiele-Middleware-Branche, wie er die Kernschleife eines Dekompressionsalgorithmus für die CPU der PS4/XBox One sehr effizient implementiert hat. Im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. geht es dann um die allgemeinere Variante für PC-Versionen der Spiele, wo trotz gleichem Befehlssatz die Abwägungen anders sind als auf der Konsole.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Heute wird ja auch anders programmiert als früher. Auf dem C64 konnte man noch in Assembler programmieren. Entsprechend optimiert war auch der Code. Später kamen dann immer weitere "Schichten" dazu. Programmiersprachen, Libraries, Frameworks, natürlich auch Betriebssysteme. Heute läuft ein Java-Programm auf einer Java-Virtual-Machine, die in einem Docker-Container läuft, der eine Linuxumgebung unter Windows emuliert.

    Dafür läuft der Emulator dann auch unter Windows, Linux und MacOS. Früher hätte man das dreimal programmieren müssen. Was sich kaum jemand angetan hat.

    Wenn ich heute was für Windows programmiere, kommt als erstes die Frage "Läuft das auch unter Linux". Keiner fragt "Gibt's das auch kleiner und schneller". Und ganz wenige Fragen, ob das vielleicht auch noch unter Windows XP läuft (was in der Regel auch kein Problem ist).

  • Ich habe hier mal passiv mitgelesen, da auch ich es schade find/fand, dass mit dem Beginn der Emulatoren (für mich damals für die 264er, wie Minus/4) eine DOS- und Win-Version parallel erstellt wurden, aber nach einiger Zeit die DOS-Version eingestellt worden ist. Dazu kommt, dass ich auf C16 - und bei Freunden auf 800 XL, CPC, C64, usw. - gespielt hatte und wir damals fast alle auf den Amiga umgestiegen sind. Auch da viel Zeit mit Spielen verbracht und von 1988 bis 1992 gemerkt, wie die Spiele immer besser wurden. Dann kam bei mir eine Pause und dann ein Pentium-PC aber gespielt habe ich darauf fast gar nicht mehr, weil mich die Attitüde regelrecht ANGEKOTZT hat: Jedes, wirklich jedes, Game hatte in den 1990ern neue Hardwareanforderungen und die Konsumzombies haben das brav mitgemacht und im Halbjahresrythmus Maimboard, CPU, Grafikkarte oder alles zusammen neu gekauft. Diese Jahre Gaming bedeutete jedes Jahr im vierstelligen Bereich Geld nachzuwerfen. Buäh!

    Weil der Threaderöffner hier scheinbar aus einer ähnlichen Position heraus startet, habe ich mal drauflos gelesen - und war dann erstaunt, dass es schnell ad persona geht. Erinnert mich irgendwie an den politischen "Diskurs" (der keiner ist) seit ein paar Jahren, denn da gilt auch nicht WAS jemand sagt ist entscheidend für die Bewertung des Inhalts, sondern WER es sagt. Mag ich nicht.

    Die Frage ob das Optimieren für alte PC-Hardware noch Sinn ergibt, lässt mich schmunzeln. Jahrelang habe ich mir (damals) anhören müssen, wenn ich sagte, etwas müsste mit einem C16 (64KB) doch besser gehen, dass ich mir einfach einen C64 holen soll. Und heute? Da hat sich eine kleine Programmierergruppe genau dessen angenommen und mit Pet's Rescue, Alpharay oder Lykia wird der C64-Gemeine gezeigt, wo der (Grafik-)Hammer hängt.

    Genau so etwas könnte doch auch für PC-Generationen entstehen. Wobei ich natürlich die beliebigen Selbstbastelkisten auch nicht mag, aber es gab ja schon auch Ikonen und Meilensteine an denen man sich immer ausrichten könnte (Commodore PC-I für 8088 etwa). Natürlich wären da nicht wirklich Emulatoren das erste Ziel sondern die Umsetzung von eleganten Tools für heutige Bedarfe. Was da unter DOS geht, hat mir damals Powerquests Drive Image und Partitionmagic gezeigt. Die Tools gab es unter Windows und als DOS-Startdiskette wobei Powerquest da bei der DOS-Version die grafische Oberfläche von Windows 98 wirklich perfekt nachgebildet hat. Das fühlte sich wirklich an als liefe da ein Windows im Hintergrund dabei hatte ich mir beide Tools (mit etwas Hilfe durch Kompression) wirklich so startfähig gebaut, dass die von einer HD-Bootdisk geladen werden konnten. Auf dem Niveau ein Toolset und Gamelauncher für 386er zu bauen, würde heute sicher auch auf Interesse stoßen und die Nutzung echter, alter Hardware mit zeitgenössischen Spielen deutlich vereinfachen.

    Aber ich scheife ab, denn die Frage war ja, könnte Emulation nicht mit weniger Hardwareanforderung auskommen? Und dabei waren hier alle Voll- und Halbprogrammierer gleich total auf Zinne, weil sie sich beleidigt fühlten. Schade, denn eigentlich war das eine naive (im Sinne von unschuldig) Frage. Dabei wäre die nüchterne Antwort gewesen, dass exaktere Emulation auch mehr Rechnenleistung braucht als ein DOS-UAE von 1996. Allerdings braucht man auch nicht hin zu nehmen, dass die Hardwareanforderungen eines FS-UAE von heute eben so zu nehmen sind (oder VICE). Die Frage ist doch, ob da ein ganzes, modernes OS zwischen so viel wegfressen muss ... und genau die wurde doch schon beantwortet: Nö!

    Genau mit dem Wunsch - also wie weit runter kann ich das OS strippen, um den Emulator schneller laufen zu lassen - ist doch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. und seine Ableger entstanden und tatsächlich läuft die Emulation dann deutlich schneller auf so einem minimalst-Linux auf den Ziel-ARM-Systemen als unter der Standard-Linux-Distribution der jeweiligen Plattform. Was also - zumindest meiner Ansicht nach - die Antwort auf die Ursprungsfrage wäre, ist doch ob man so wie die Emulatoren auf Minimallinux runter gestrippt wurden, diese auch auf ein DOS Minimalisiert werden könnten und was dann die Hardwareanforderungen wären. Vielleicht geht auch nicht DOS und man müsste eine dieser Point-Of-Service-Varianten von Windows nehmen, wie sie in Bankautomaten laufen, und reduzieren. Genau weiß ich das nicht, aber interessant wäre das schon, welche Hardware dann noch nötig ist, wenn die ganzen, nicht zwingend für die Emulation erforderlichen, Dienste im Hintergrund gar nicht laufen würden.

    Meine Vermutung ist, dass die Hardwareanforderungen deutlich höher wären als auf den letzten DOS-Versionen der Emulatoren aber trotzdem weit unter der Leistung von PCs der letzten 10 Jahre blieben. Evtl. geht dann schon mit einem Pentium III mit AGP-Grafikkarte sehr viel. Tja, und wer dann sagt, "na, dann brauchen wir das nicht, dann kannst du auch einen modernen PC nehmen", dem muss ich deutlich widersprechen, denn das wäre die PC-Klasse, bei der mit Windows XP bzw. 7 Schluss war und die andwerweitig produktiv am Internet nicht mehr eingesetzt werden kann. Dafür haben da viele Setups noch VGA-Ausgänge und passende Röhrenmonitore dabei und genau damit würden die sich doch als dedizierter Emulations-PC - neben der modernen macOS oder Win-11-Maschine - zum Stilechten Emulieren anbieten.

    Nachtrag:

    Natürlich wird erwartet, dass der Code, den ich produziere, perfomant ist. Aber eben innerhalb der dafür vorgesehenen Entwicklungszeit.

    Es ist ja schön, dass du da beruflich 100% auf dem Agile-Trip bist und am Ende jedes Sprints was Lauffähiges lieferst, aber das ist nicht die Denke, mit der man im Retro-Bereich die wirklichen Highlights produziert. Die bahnrechenden Impacts, die einem da den Mund offen stehen lassen - etwa Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. oder jüngst EotB - erhalten gerade deshalb überregionale Aufmerksamkeit, weil eben nicht der schnelle Rekease-to-Cash auf dem Plan stand sondern die Entwicklungszeit egal war und ausnahmsweise das grenzüberschreitende Ergebnis dem Entwickler am Herzen lag.

    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von GeTE (3. Dezember 2022 um 15:56)

  • denn da gilt auch nicht WAS jemand sagt ist entscheidend für die Bewertung des Inhalts, sondern WER es sagt

    Doch, eigentlich gehts schon genau um das, WAS er sagt.

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  • Dann kam bei mir eine Pause und dann ein Pentium-PC aber gespielt habe ich darauf fast gar nicht mehr, weil mich die Attitüde regelrecht ANGEKOTZT hat: Jedes, wirklich jedes, Game hatte in den 1990ern neue Hardwareanforderungen und die Konsumzombies haben das brav mitgemacht und im Halbjahresrythmus Maimboard, CPU, Grafikkarte oder alles zusammen neu gekauft. Diese Jahre Gaming bedeutete jedes Jahr im vierstelligen Bereich Geld nachzuwerfen. Buäh!

    Also wieder so ein Halbwissen Ding?

    Natürlich explodierten in diesem Zeitraum die Anforderungen. War ja nur die Geburtsstunde einer völlig anderen Art von Game, die selber immer besser und detaillierter wurden. Ich meine natürlich Konsumzombifutter.

    Und auch die Ansprüche der GamerZombis nahmen zu, weil man merkte das Framerate für diese Games wichtig ist. Und ja, man konnte in dieser Zeit im Halbjahresrhytmus die Hardware tauschen. Ich war dabei und hab genau das gemacht. Aber definitiv nicht für vierstellige Summen, da die kurzen Zyklen auch bedeuteten, dass man alte Hardware gut verkaufen konnte. Z.B. Voodoo2 8MB gekauft, eine Lan mitgemacht, im Mediamarkt dem Verkäufer (der sie selbst haben wollte) zurückgegeben, die 12MB die dann raus war für einen Zehner dazugekauft. Ich hab das als mittelloser Studi gemacht, und ich bekomme die Lister der Hardware zwischen 1994 und 2006 nicht mehr zusammen. Aber man musste es auch nicht. In meinem Zombiclan waren auch ein paar Leute dabei, die dann eben mit 15 statt 60 fps gespielt haben.

    Im Übrigen hat mich mein Amiga 3000 System mehr gekostet als mein Pentium Einstieg.

    und war dann erstaunt, dass es schnell ad persona geht.

    Du meinst schneller als im ersten Post im Thread erst mal alle, die nicht deiner Meinung sind als Konsumzombis mit ankotzungswürdiger Attitüde zu bezeichnen? Ich hab da so leichte Zweifel. Wahrscheinlich aber hab ich, du weist schon, zu wenig Hirn gegessen meinerseits.

  • Du meinst schneller als im ersten Post im Thread erst mal alle, die nicht deiner Meinung sind als Konsumzombis mit ankotzungswürdiger Attitüde zu bezeichnen? Ich hab da so leichte Zweifel. Wahrscheinlich aber hab ich, du weist schon, zu wenig Hirn gegessen meinerseits.

    Großartig, wer sich den Schuh anzieht, dem passt er dann wohl auch :D.

    Für die Mitlesenden: Angekotzt hat mich die Anforderung durch die Hersteller als Mindestanforderung für jedes neue Game auf dem PC. Auf den Konsolen ging das damals doch auch, dass man für einen Hardwarestand entwickelt hat und es nur etwa alle sieben Jahre eine neue Generation gab, aber beim PC solltest du eben regelmäßig nachkaufen. Am Besten monatlich. Das widerte mich an und darum mag ich die 1990er auch computertechnisch kaum rückwirkend (Commodore- und Atari-Pleite und dass der Krampf Win-DOS zum Standard wurde kommt natürlich auch dazu. Ist mit Win auf NT-Basis dann aber wieder Alles gut geworden :thumbup: ).

    Konsumzombies nenne ich mal die in meinem Umfeld, die sich noch arg strecken mussten, weil ein C64 mit 1541 anno 1987 ja noch "so teuer" war, dann aber den gleichen DM-Betrag in den 1990ern pro Halbjahr rausgeworfen haben. Da war bei mir einfach Schluss, obwohl meine Rechner ja auch immer teurer wurden (1985: C16 für 150 DM, 1988: Amiga 500 für 1.350 DM, 1995: PC für über 3.000 DM) aber das musste dann auch mal reichen, denn das immer teurere PC auch noch immer kürzer nutzbar sein sollten, ging mir komplett gegen den Strich.

    Aber ich verstehe schon warum du auch gleich wieder auf Zinne bist. Die Aussage liest sich schon mal so als ob du in Summe über Alles in den 1990ern wohl im guten fünfstelligen Bereich für alles zusammen ausgegeben haben wirst und daran wird man dann retrospektiv auch nicht so gerne erinnert:

    Im Übrigen hat mich mein Amiga 3000 System mehr gekostet als mein Pentium Einstieg.

    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Natürlich explodierten in diesem Zeitraum die Anforderungen. War ja nur die Geburtsstunde einer völlig anderen Art von Game, die selber immer besser und detaillierter wurden.

    Und das lag natürlich auch daran, dass damals die Technik rasante Fortschritte machte: Der Intel 486DX4-100 kam im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. auf den Markt, der erste Pentium III mit 500 MHz Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - das ist die fünffache Taktfrequenz und in bestimmten Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. bis zu dreimal mehr Rechenleistung pro MHz in gerade mal fünf Jahren.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Auf den Konsolen ging das damals doch auch, dass man für einen Hardwarestand entwickelt hat und es nur etwa alle sieben Jahre eine neue Generation gab, aber beim PC solltest du eben regelmäßig nachkaufen.

    Du kannst es auch andersrum sehen - Du KONNTEST nachkaufen wann Du wolltest. Du musstest nicht jahrelang warten, bis eine neue Konsole kommt, sondern Du konntest zu jedem beliebigen Zeitpunkt den momentan schnellsten Prozessor, die momentan beste Grafikkarte kaufen, usw. Die Aufruestbarkeit beim PC kann man doch durchaus auch als Feature sehen - man muss naemlich nicht jedesmal ein komplett neues Geraet kaufen, sondern konnte auch einzelne Teile tauschen, wenn und wann man lustig war.

    Gezwungen wurde man aber meines Wissens dazu nicht.

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  • Natürlich wird erwartet, dass der Code, den ich produziere, perfomant ist. Aber eben innerhalb der dafür vorgesehenen Entwicklungszeit.

    Es ist ja schön, dass du da beruflich 100% auf dem Agile-Trip bist und am Ende jedes Sprints was Lauffähiges lieferst, aber das ist nicht die Denke, mit der man im Retro-Bereich die wirklichen Highlights produziert. Die bahnrechenden Impacts, die einem da den Mund offen stehen lassen - etwa Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. oder jüngst EotB - erhalten gerade deshalb überregionale Aufmerksamkeit, weil eben nicht der schnelle Rekease-to-Cash auf dem Plan stand sondern die Entwicklungszeit egal war und ausnahmsweise das grenzüberschreitende Ergebnis dem Entwickler am Herzen lag.

    Wie du richtig erkannt hast, geht es im professionellen Bereich nicht um "bahnbrechende Impacts". Und ich bin da auf keinem Trip, sondern verdiene meine Brötchen damit und ernähre eine vierköpfige Familie.

    Von mir aus kann ja jeder der es möchte im Retro-Bereich "bahnbrechende Impacts" produzieren. Aber wo gibt es denn da ein Release-To-Cash? Wo gibt es da überhaupt (nennenswert) Cash? Anscheinend habe ich irgendwas verpasst.

  • Natürlich explodierten in diesem Zeitraum die Anforderungen. War ja nur die Geburtsstunde einer völlig anderen Art von Game, die selber immer besser und detaillierter wurden.

    Und das lag natürlich auch daran, dass damals die Technik rasante Fortschritte machte: Der Intel 486DX4-100 kam im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. auf den Markt, der erste Pentium III mit 500 MHz Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - das ist die fünffache Taktfrequenz und in bestimmten Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. bis zu dreimal mehr Rechenleistung pro MHz in gerade mal fünf Jahren.

    Ich fand das damals eine ernorm spannende Zeit. Auch wenn meine Hardware aus Kostengründen immer meilenweit vom aktuellen Stand der Technik entfernt war. Aber ich war nie unzufrieden und habe den aktuellen Fortschritt in den Zeitschriften und auf Messen verfolgt.

  • Es wird auch bestimmt keiner hier bestreiten, dass es nicht spannend ist, wenn auf einer alten Kiste, egal ob C64 oder 386 oder sonstwas, krasse Produktionen released werden.

    Aber hier geht es um Emulatoren - und vielleicht sollte man sich mal kurz drüber Gedanken machen was ein Emulator eigentlich ist: Eine Software, um ein altes System auf einem modernen System nachzubilden.

    Emulatoren sind keine Demos.

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