Unbekannter DCF77 - Einschub

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  • 8-15. Datenbus (an allen Bits gleiches Signal):

    Das sieht so aus als ob da nichts wäre was Daten auf den Bus legt, was natürlich erklären würde warum die CPU nichts sinnvolles macht.

    Danke für den Hinweis. Die Daten können ja nur vom RAM (MWS5114) oder vom Eprom (MBM2716) kommen. Ich prüfe mal die Aktivität an deren CS bzw. CE Pins (CS = Pin 8 des MWS5114 und CE = Pin 18 des MBM2716). Datenblätter von RAM, Eprom und 1802 anbei.

  • Eine Sache war mir noch eingefallen: Möglicherweise initialisiert die 1802 einfach nicht richtig und das ist der Grund warum das Programm nicht startet. Die Zustände LOAD, RESET, PAUSE und RUN werden über die Control Lines Clear und Wait wie folgt gesteuert:

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    Wait liegt direkt an 5 Volt. Clear ist mit einem 4049 verbunden. Im Betrieb liegt diese Leitung auf H, sodass der Modus RUN aktiv ist. Ich vermute beim Einschalten zieht die 4049 die Clear Leitung kurz auf L, sodass ein RESET ausgelöst wird. Ich habe den Reset einfach "von Hand" mit einem Kabelchen gegen Masse ausgelöst. Der Reset funktioniert auch (Anzeigen gehen aus), aber das Problem bleibt bestehen ....

  • Ich habe mich mal wieder mit der ZERA DCF77 Uhr beschäftigt und den Analogteil der Platine nachgezeichnet:

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    Ich versuche ja immer noch, die Schaltung vollständig zu "entschlüsseln" und irgendwann einmal den Digitalteil mit der CDP1802 CPU nachzubauen. Ein großer Teil des Analogteils kann sicherlich entfallen und durch ein Standard DCF77-Modul ersetzt werden. Der Ausgang des Moduls könnte dann an Pin 13 des LM324 eingespeist werden. Dadurch würden der TAA761, der TCA440 und der nicht mehr zu beschaffende große 77,5 kHz Quarz entfallen.

  • Mittlerweile habe ich die gesamte Schaltung nachgezeichnet:

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    Ich denke den Empfangsteil mit dem kaum beschaffbaren Quarz inkl. TCA440 und TAA761 kann ich weglassen und durch ein kleines DCF77-Empfangsmodul ersetzen.

  • Mittlerweile habe ich die gesamte Schaltung nachgezeichnet:

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    Ich denke den Empfangsteil mit dem kaum beschaffbaren Quarz inkl. TCA440 und TAA761 kann ich weglassen und durch ein kleines DCF77-Empfangsmodul ersetzen.

    Einfach mal testen.

  • Ich habe die Schaltung mal entsprechend geändert:

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    Der Analogteil bis auf den LM324 ist weggefallen. Außerdem sind die beiden 4076 unten für den Betrieb der Uhr nicht notwendig und daher weggefallen.

  • Ist der Quarz denn kaputt? Ich glaube, ich hab noch einen rumliegen, bin allerdings gerade frisch im Urlaub und gerade auf dem Weg nach Bornholm. Könnte in zwei Wochen mal nachschauen.

    Ich würde schon versuchen, das möglichst im Orignal zu erhalten.

  • Die originalen Platinen belasse ich natürlich so wie sie sind. Aber es macht mir einfach Spaß, die Schaltung zu zeichnen und nachzubauen, dabei interessiert mich insbesondere der Digitalteil mit dem CDP1802. Ich hab das mal nachgebaut:

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    Das Kabel links geht zum DCF77-Modul, rechts oben zum Taster für die Datum / Wochentagumschaltung und recht unten die Stromversorgung.

    Loeter : Viel Spaß auf Bornholm! Ich war auch viel in Dänemark zum Angeln (Hvide Sande, Langeland) - bis es dann keine Fische mehr gab .....

  • Was mich jetzt sehr interessieren würde, die Software zu dekodieren. Ich habe sie mal im Anhang beigefügt.

    Gibt es einen möglichst einfachen CDP1802 - Disassembler für Windows mit GUI ? Wenn ich danach google, gibt es zwar einige Treffer, aber ich habe keinen gefunden, mit dem ich klarkomme .....

  • Ich habe jetzt noch ein paar abschließende Verbesserungen an der Schaltung vorgenommen: Alle ICs haben 100nF Abblockkondensatoren erhalten. Ohne die kam es ab und zu vor, dass nach einigen Minuten das Display angefangen hat zu Flimmern. Statt dem schwer programmierbaren 2716 (25 Volt) kann auch ein 2732 eingesetzt werden, in dem das 2K Rom einfach verdoppelt wurde.

    Damit sind die Instandsetzungen und der Nachbau erfolgreich abgeschlossen 8o. Vielen Dank nochmals allen Beteiligten für die Hilfe ! :freude

  • Ich wollte jetzt überprüfen, ob das wirklich mit dem 2732 statt des 2716 Eproms funktioniert. Es funktioniert nicht. Dann habe ich probiert, das vorhandene ROM (MBM2716) auszulesen und in ein anderes ROM zu kopieren (TMM323D-1 = 2716 kompatibel) - funktioniert auch nicht (Anzeigen bleiben dunkel). Auch in einem anderen Eprom (M5L2716K) funktioniert es auch nicht: Die 7-Segment Anzeigen leuchten nicht, offenbar läuft das Programm nicht. Ich habe den Inhalt des originalen Eproms mehrfach mit den beiden neu gebrannten Eproms verglichen, sie sind identisch. Das Programm / Firmware funktioniert aber nur mit dem MBM2716. Wie kann das sein ? Der Inhalt ist gleich und die Eproms sind pinkompatibel.

  • Ich wollte jetzt überprüfen, ob das wirklich mit dem 2732 statt des 2716 Eproms funktioniert. Es funktioniert nicht. Dann habe ich probiert, das vorhandene ROM (MBM2716) auszulesen und in ein anderes ROM zu kopieren (TMM323D-1 = 2716 kompatibel) - funktioniert auch nicht (Anzeigen bleiben dunkel). Auch in einem anderen Eprom (M5L2716K) funktioniert es auch nicht: Die 7-Segment Anzeigen leuchten nicht, offenbar läuft das Programm nicht. Ich habe den Inhalt des originalen Eproms mehrfach mit den beiden neu gebrannten Eproms verglichen, sie sind identisch. Das Programm / Firmware funktioniert aber nur mit dem MBM2716. Wie kann das sein ? Der Inhalt ist gleich und die Eproms sind pinkompatibel.

    Welchen Pegel haben Pin 18 #CE, Pin 20 Please login to see this link. und Pin 21 Vpp?

    Ich tippe auf Pin 21 der beim MBM2716 egal ist beim TMM323D auf 5V muss.

    Pin 18 und 20 sollten <0,8V sein.

    Der TMM323D-1 ist mit 350ns angegeben.

    Ein M5L2716K sollte funktionieren von dem gibt es zwei Typen mit -65 der ist super langsam 650ns und ohne Endung der hat 450ns.

    Ich sehe keinen Grund warum es mit den Alternativen nicht klappt.

    Wenn man mit dem Multimeter keinen Unterschied feststellen kann wäre es an der Zeit zu schauen ob man mit einem Oszilloskop etwas sieht wenn nicht bleibt nur der Logicanalyzer um zu sehen wo die Abweichung liegt.

  • Vielen Dank für die Hinweise.

    Pin 21 liegt direkt an 5V. Beim MBM2716 sind die Pegel:

    Pin 18: 1.847V

    Pin 20: 0.63V

    Beim M5L2716K (ohne Endung, also 450ns)

    Pin 18: 2.96V

    Pin 20: 5.05V

    Beim TMM323D

    Pin 18: 0.88V

    Pin 20: 5.04V

  • Pin 20 scheint nicht beschaltet zu sein oder? Wenn offen sollte eine Brücke gegen GND das ganze zum Laufen bringen.

  • Pin 20 hängt an Pin 8 vom 4011 und Pin 1 vom 4042:

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    Ich lege einfach mal eine Brücke nach GND .... das ändert leider nichts.

  • Pin 20 hängt an Pin 8 vom 4011 und Pin 1 vom 4042:

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    Ich lege einfach mal eine Brücke nach GND ....

    Hmm also die Brücke macht nur sinn wenn der Pin unbeschaltet wäre.

    Da Pin 8 am 4011 ein Eingang ist steuert Pin 1 vom 4042 die Leitung an, scheint das aber nicht zu schaffen wenn du nicht das original EPROM verbaut ist.

    Wie ist den der Pegel ohne gesteckten Chip?

  • Ich habe ja mehrere von diesen Karten und von einer anderen Karte das Eprom probiert (AM2716-10C) - damit funktioniert es.

    Mit einem 4.7K komme ich schonmal auf 4 Volt. Mit 2.2K sind es 0.36 Volt. Die ganz rechte 7-Segment Anzeige leuchtet jetzt sehr hell "8".