Unbekannter DCF77 - Einschub

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  • Werden eigentlich die Punkte der 7 Segmente Anzeigen genutzt?

    Ich würde zwei als Stunden-Minuten-Sekunden-Trenner im Sekundentakt blinken lassen.

    Und für das Datum dauerhaft leuchten lassen.

  • Werden eigentlich die Punkte der 7 Segmente Anzeigen genutzt?

    Ich würde zwei als Stunden-Minuten-Sekunden-Trenner im Sekundentakt blinken lassen.

    Und für das Datum dauerhaft leuchten lassen.

    Ich glaube die Punkte werden nicht genutzt - jedenfalls nicht bei der Uhrzeit und dem Datum. Ich habe allerdings die Funktion des Schiebeschalters noch gar nicht überprüft - vielleicht werden damit ja die Punkte eingeschaltet.

  • Ich habe den Empfänger jetzt an ein Raspi-Netzteil angeschlossen - keine Dekodierung (obwohl gleiche Antenne). Dann habe ich mein KIM-Netzteil genommen - nach 3 Minuten war die Uhrzeit da. Offenbar ist eine "saubere" Spannungsversorgung für eine fehlerfreie Dekodierung notwendig.

  • Offenbar ist eine "saubere" Spannungsversorgung für eine fehlerfreie Dekodierung notwendig.

    Das Schaltnetzteil hat eventuell genau bei der Empfangsfrequenz ein "Störnebelmaximum". Bei den Billigsdorfern gerne auch "Ultrabreitband".

    Da die Uhr nicht viel zieht, wäre ein Netzteil auf einer Steckkarte mit einem Linearregler passend. Auch von der Technik her. Würde mich nicht wundern, wenn sogar eines auf eBay o. ä. zu finden wäre.

  • Ich habe den Empfänger jetzt an ein Raspi-Netzteil angeschlossen - keine Dekodierung (obwohl gleiche Antenne). Dann habe ich mein KIM-Netzteil genommen - nach 3 Minuten war die Uhrzeit da. Offenbar ist eine "saubere" Spannungsversorgung für eine fehlerfreie Dekodierung notwendig.

    Steck doch einfach das Raspi-Netzteil in dir gleiche Steckdosenleiste und schau mal ob der Empfang dann ebenfalls weg ist. Ggf. mit verbundenen Massen.

  • Ich habe jetzt einen Einschub mit Gleichrichter und 7805 Regler gebaut, gespeist wird das ganze mit einem 9VAC Netzteil. Vorne habe ich eine Plexiglasscheibe eingesetzt - erstmal ohne rote Folie:

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    Das funktionierte alles soweit, bis plötzlich der 7805 Regler "verglüht" war, obwohl der eigentlich kurzschlussfest sein sollte. Erstmal die Platinen untersucht - nichts auffälliges gefunden. Dann habe ich wieder das Labornetzteil angeschlossen und nun zeigt sich folgendes Bild:

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    Die einzelne LED-Anzeige links unten leuchtet jetzt sehr hell und die Uhrzeit ziemlich dunkel, ansonsten funktioniert alles normal. Früher war die einzelne Anzeige im Uhrzeitmodus aus und im Datumsmodus (Taster drücken) wurde etwas angezeigt. Die Funkuhr zieht ca. 140mA. Ich habe dann den defekten 7805 ausgetauscht und wieder das Steckernetzteil angeschlossen - gleiches Bild.

    Jetzt ist die Frage, was ist da passiert ? Irgendwo muss ja wohl ein Kurzschluss gewesen sein, der jetzt nicht mehr da ist ? Mir fallen da nur die Tantal-Elkos ein, dass die aufgrund des Alters > 40 Jahre kurzschließen ? Das war bei meinem IBM 5150 auch so, dass die sich nach und nach mit einem lauten Knall verabschiedet hatten.

  • Mir fallen da nur die Tantal-Elkos ein, dass die aufgrund des Alters > 40 Jahre kurzschließen ? Das war bei meinem IBM 5150 auch so, dass die sich nach und nach mit einem lauten Knall verabschiedet hatten.

    Das ist gut möglich. Vielleicht ist da noch einer als Stütze bei den Anzeigen, der noch "halb" kurzschließt und daher sind die Anzeigen dunkler.

    Bei einem sehr alten Funkgerät (FT-709RH) hatte ich das kürzlich auch - ich hab das Ding nach draußen genommen und einen 12 V-Bleiakku drangehängt, bis der Tantal "durch" war. (Ich wollte es erst zerlegen und reparieren, aber da drinnen ist so ein Sauhaufen :X ... ne, hopp oder dropp. Hat funktioniert. Ich brauche es eh nur zum Empfang. :biggrin: )


    [edit]

    Ah, wenn die "8" nun dauernd leuchtet, ist vielleicht der Transistor, der die Anzeige schaltet, "durch" und daher zeigt sie immer alle Segmente aller Anzeigen, was eine "8" ergibt. Die "8" gibt es als Wochentag ja nicht wirklich. Wenn die "8" immer parallel zu allen anderen LEDs in den anderen Anzeigen liegt, sind diese vielleicht deshalb dunkler.

    Löte mal den Treiber-Transistor der "8" aus, ob die anderen Anzeigen dann wieder "normal" sind.


    [/edit]

  • Ich hatte ja jetzt auf einem Flohmarkt ein zweite, genau gleiche Zera DFC77-Platine gefunden. Ich habe sie mal in das vorhandene Gehäuse eingesetzt, Antenne angeschlossen und geprüft. Die LED-Anzeigen funktionieren, Taster für Datumsumschaltung geht auch, die Uhr startet auch, aber Empfang des Zeitsignals geht auch nach 5 Minuten nicht. Als ich die LED beobachtete, die blinkte sie nicht im Takt des Signals. Das "Fehlblinken" wurde immer stärker und zuletzt war die LED dauernd an.

    Ich habe als Gegenprobe mal die urspr. DCF77-Platine angeschlossen (gleiche Stromversorgung, gleiche und gleich ausgerichtete Ferritantenne) - nach 2 Minuten war die Uhrzeit da. Also muss etwas im Analogteil der neuen Platine nicht stimmen. Ich werde als erstes mal - von dem Antennenanschluss ausgehend - die Tantals austauschen und auch die 100nF Abblockkondensatoren-

  • die Tantals austauschen und auch die 100nF Abblockkondensatoren-

    Die Tantals auf Verdacht, ok (wobei die aber auch laut und mit viel Qualm anzeigen, wenn sie kaputt gehen...

    die üblichen keramischen Kondensatoren, egal ob Scheiben-, Rohr- oder heutige Vielschichttypen, gehen so gut wie gar nicht kaputt, es sei denn, mechanisch. Kurzschlüsse sind darüber hinaus auch gut erkennbar, da ja direkt parallel zur Versorgung sitzend...

    Daher halte ich diesen Schritt für verzichtbar. Sollten als Blockkondensatoren jedoch Folienkondensatoren verbaut sein, so könnte deren Tausch nicht schaden, ebenso bei Elkos. Würde eher mit dem Eingangs-Transistor antennenseitig starten, vor Allem, wenns ein FET sein sollte... (ESD empfindlich...)

    Am Besten mit Funktions-Generator (oder DCF.Testsender, sofern vorhanden) ein 77.5KHz Signal erzeugen und dann mit Oszi Vergleichsmessungen zw. guter und defekter Elektronik machen (reine Luftkopplung über Spule als Last am Generator, z.b. alt LW-Ferritantenne)

    Sollte schnell zu finden sein :wink: Viel Spass!

  • die Tantals austauschen und auch die 100nF Abblockkondensatoren-

    Die Tantals auf Verdacht, ok (wobei die aber auch laut und mit viel Qualm anzeigen, wenn sie kaputt gehen...

    Daher halte ich diesen Schritt für verzichtbar. Sollten als Blockkondensatoren jedoch Folienkondensatoren verbaut sein, so könnte deren Tausch nicht schaden, ebenso bei Elkos. Würde eher mit dem Eingangs-Transistor antennenseitig starten, vor Allem, wenns ein FET sein sollte... (ESD empfindlich...)

    Am Eingang sitzt unmittelbar ein IC (TAA 765A) ... ich werde mal prüfen, ob der 77.5kHz Oszillator einwandfrei arbeitet. Falls das IC selbst defekt sein sollte, davon habe ich auch noch 3 im Bestand.

  • Irgendwo hier gab's mal eine Schaltung mit 78,2 kHz-Oszillator, da war die "ZF" dann 700 Hz und das wurde direkt gezählt - 700 * 0,9 bzw 700 * 0,8 Impulse, je nach Länge der Austastlücke.

    Vielleicht macht das die Schaltung hier gleich.

    78,125 kHz kann man elegant aus 10,000 MHz herunterteilen, vielleicht wird auch das verwendet.

  • Heute habe ich weiter probiert, das DCF-Signal zu dekodieren. Ich hatte zwischenzeitlich die beiden RAM-ICs geprüft, sind beide okay. Außerdem die 3 Tantals beim Eingangs-IC geprüft / getauscht. Auch nach diesen Prüfungen / Tantal-Tausch bleibt das Ergebnis gleich: In den ersten beiden Minuten blinkt die Sekunden LED gleichmäßig - für eine Dekodierung reicht es aber nicht. In der 3. Minute wird das Blinken der LED immer unregelmäßiger. Ich werde mal rückverfolgen, an welcher Stelle die Sekunden-LED angeschlossen ist. Irgendwo zwischen dem Eingang und der LED muss der Fehler ja liegen .....

  • Könnte da der Engangsverstärker anfangen zu schwingen?

    Wäre eine Möglichkeit - ich hoffe ja noch auf eine einfache Lösung.

    ralf02 warum machst du keine Vergleichsmessungen bei der Antenne angefangen?

    Werde ich dann wohl nicht drumherum kommen. Wird sicherlich systematisch der beste Weg sein. Ich muss mal den Thread nach oben durchsuchen, ich glaube ich hatte den Schaltplan im Eingangsbereich und rund um den TCA440 schonmal aufgezeichnet.

  • Ich vermute, der Oszillator läuft davon.

    Weiß man aber erst. wenn man die Schaltung kennt.

    Das scheint tatsächlich so zu sein - allerdings besteht der Oszillator aus einem 77,5 kHz Quarz. Kann der überhaupt in seiner Frequenz davondriften ?

    Das Problem muss irgendwo im Analogteil liegen:

    - Eingangsverstärker TAA761A

    - Quarzoszillator 77,5 kHz (2 x BC547B)

    - Mischer TCA440

    - am Ende ein OP-AMP LM324

    Pin 14 des LM324 führt zur Sekunden-LED. Bei der funktionierenden Schaltung wird die Spannung an diesem Pin ein-/ausgeschaltet. Bei der defekten Schaltung ist Pin 14 dauernd auf High => LED ist dauernd an (nach ca. 5-10 Sekunden, wo die LED nach dem Einschalten noch im Sekundentakt blinkt).

    Ich hatte als erstes einfach die DC-Spannungen am TAA761A, TCA440 und LM324 von beiden Schaltungen verglichen. Während die Spannungen beim TAA und TCA noch etwa übereinstimmten, wichen sie beim LM324 deutlich ab. Also habe ich den LM324 ausgetauscht. Leider keine Änderung.

    Ich habe dann mit dem Oszi am Pin 7 des TCA440 gemessen. Dort kann ich bei der funktionierenden Schaltung ein ca. 77,5 kHz Signal messen, was im Sekundentakt ein- und ausgeschaltet wird. Bei der defekten Schaltung liegt das Signal bei ca. 90 kHz und geht ebenfalls im Sekundentakt an/aus (auch dann, wenn die LED dauernd leuchtet). Hinter dem Pin 7 des TCA440 ist ein LC-Filter und dahinter die Gleichrichterdiode (AA118). Warum bei der funktionierenden Schaltung bei der Eingangsfrequenz 77,5 kHz und der gleichen Oszi-Frequenz als ZF dann ebenfalls 77,5 kHz herauskommen - keine Ahnung.

    Vielleicht ist der TCA440 defekt ? Den hätte ich als Ersatz da. Oder der Quarz selbst hat einen Schaden ?